Honduras

Honduras und US finanzierte Staatsstreiche und Militärinterventionen nach 1945 in Lateinamerika

Über 1,5 Millionen Opfer des Terrors – Staatsstreiche und Militärinterventionen nach 1945 in Lateinamerika


Von 1945 bis heute haben in Lateinamerika über 20 Militärputsche und ausländische Interventionen stattgefunden, zumeist unter US-Regie. Bei diesen Verbrechen gegen die Völker Lateinamerikas wurden über eine Million Menschen getötet. An den Folgen dieser Putsche und Militärinterventionen leidet Lateinamerika noch heute.

US-Soldaten während der Invasion der Karibikinsel Grenada 1983- Quelle: PETER CARRETTE

US-Soldaten während der Invasion der Karibikinsel Grenada 1983- Quelle: PETER CARRETTE

Die Blutspur der US-Militärinterventionen und Putsche überzog nach 1945 die ganze Region. Es begann mit dem Putsch von General Rojas Pinilla 1953 in Kolumbien und dem Sturz von Präsident Jacobo Árbenz 1954 in Guatemala und endet bisher mit dem Putsch gegen Präsident Fernando Lugo am 22. Juni 2012 in Paraguay. In diesem Zeitraum haben in Lateinamerika über 20 Militärputsche und ausländische Interventionen stattgefunden.

E-Mails enthüllen Rolle der USA und insbesondere von Hillary Clinton bei Putsch 2009 in Honduras

E-Mails enthüllen Rolle der USA und insbesondere von Hillary Clinton bei Putsch 2009 in Honduras

Bei diesen Verbrechen gegen die Völker Lateinamerikas wurden über eine Million Menschen getötet. Bürgerkriege und reaktionärer Staatsterror haben mehrere Millionen Lateinamerikaner zu Kriegsflüchtlingen gemacht oder ins Exil getrieben.

Die Aufstellung über Opfer der Militärinterventionen und Putsche in Lateinamerika basiert hinsichtlich der Verifizierbarkeit der Zahlen auf unterschiedlichen Quellen und Erfassungssystematiken verschiedener Länder.

Chronologie der Militärinterventionen und Putsche nach 1945:

Kolumbien: 1953 (Putsch durch General Rojas Pinilla) bis heute4: 6.800.000 Kriegsopfer, davon 950.000 Morde, Entführungen, Folterungen und Vergewaltigungen

Paraguay: Mai 1954: Putsch durch General A. Stroessner: 50.000 Tote; bei 19.882 Verhaftungen, 18.772 Gefolterte, 30.000 Verschwundene, 400.000 Vertriebene

Guatemala: 1954 (Sturz der Regierung Jacobo Árbenz), bis 19966: 200.000 Tote, 45.000 Verschwundene, 1.000.000 Vertriebene

Kuba: April 1961 (Invasion Schweinebucht) bis heute7: 3.700 Tote, 104 Milliarden US-Dollar Embargo-Verluste

Brasilien: März 1964 (Putsch unter General Castelli Branco) bis 1985:8 3.000 Tote, 200 Verschwundene, 20.000 Gefolterte

Bolivien: Putsch 1980:500 Tote, 4.000 Verhaftete

Evo Morales im RT-Interview: Europa, macht euch frei von US-Einfluss und IWF-Diktat

Dominikanische Republik: April 1965 (Militärintervention der USA)10: 4.000 Tote

Uruguay: 1973 (Putsch) bis 198511 700 Tote, 164 Verschwundene

Chile: 11. September 1973 (Putsch) bis 199012: 2.100 Tote, 1.100 Verschwundene, 200.000 Verhaftete, 100.000 Gefolterte, 400.000 Exilierte

Argentinien: 24. März 1976 (Putsch) bis 198213: 30.000 Tote und Verschwundene

El Salvador: 15. Oktober 1979 (Putsch) bis 199214: 75.000 Tote

Nicaragua: Somoza- Diktatur und Unterstützung der Contras15: 100.000 Tote, 350.000 Kriegsflüchtlinge

Peru: 1980 – 2000 Aufstandsbekämpfung gegen den „Leuchtenden Pfad“16:60.000 Tote, 7000 Verschwundene, 1.000.000 Vertriebene, 10.000 politische Gefangene

Grenada: 1983: Militärintervention der USA: 94 Tote, 511 Verwundete

Panama: 1989: Militärintervention der USA: 3 000 Tote

Venezuela: April 2002: Putsch gegen Präsident Hugo Chávez19: mehr als 100 Tote

Bolivien: September 2008: Putschversuch der Separatisten in Santa Cruz, keine Zahlen bekannt

Honduras: Juni 2009: Putsch gegen Präsident Zelaya, 100 Tote

Ecuador: 30. September 2010: versuchter Staatsstreich gegen Präsident Correa20: fünf Tote, 30 Verletzte,

Paraguay: 2. Juni 2012, Staatsstreich gegen Präsident Bischof Fernando Lugo, keine Zahlen bekannt

http://www.rtdeutsch.com/26423/headline/ueber-15-millionen-opfer-des-terrors-staatsstreiche-und-militaerinterventionen-nach-1945-in-lateinamerika/

Dieser Artikel ist zuerst auf amerika21.de erschienen. Er wird im Rahmen einer Content-Partnerschaft auf rtdeutsch.com publiziert.

Die Rolle der USA (und der FDP Stiftung) beim Putsch in Honduras

update: 3.12.2013

Die EU Beobachter, OSCE fälscht ihre Berichte: Man bestätigt erneut die vollkommen gefälschten Wahlen in Honduras, denn das Wahl Ergebniss wird erneut, wie in Aserbeidschan, während dem Wahl Auszähl Prozess vorab durch Medien kontrollierte PR Leute verkündigt. Die FDP nahe Friedrich Naumann Stiftung, fordert auch einen Putsch in Thailand im Moment, gegen demokratische Regierungen. Man gibt für diese Zustände der EU die Schuld, welche Profi Kriminelle zur Wahl Beobachter entsenden, welche jede total gefälschte Wahl bestätigen, wie vor 4 Jahren den Putsch gegen die gewählte Demokratische Regierung, ebenso für die höchste Mord Rate auf dem US Kontinent, und extrem hohe Kriminalität.

Hillary Clinton kommt in Sachen Honduras aus der Deckung

Hillary Clinton kommt in Sachen Honduras aus der Deckung

Alles Lüge, man geht über Leichen! erneut die FDP dabei mit Graf Lambsdorf

26. Juli 2009

Hillary Clinton kommt in Sachen Honduras aus der Deckung

von @ 15:55. abgelegt unter Außenpolitik, USA, Rechtsextremismus, Honduras

Der Putsch in Honduras läuft für die Putschisten nicht so gut wie von den USA geplant. Die von der faschistischen Katholikenkirche und von der deutschen FDP getragene Propaganda hat es nicht vermocht, die Militärdiktatur weißzuwaschen und der ins Ausland deportierte Präsident Manuel Zelaya unternimmt auch einen Monat nach dem Putsch hartnäckige Versuche zur Rückkehr, die ständig neue Proteste in Honduras beflügeln.

Wie die Friedrich-Naumann-Stiftung die Verantwortlichen für den Staatsstreich unterstützt –

Von HARALD NEUBER, 6. Juli 2009 –

Es hätte ein Befreiungsschlag für die Oberschicht im kleinen mittelamerikanischen Honduras werden sollen: In den frühen Morgenstunden des 28. Juni umstellten mehrere Einheiten der Armee das Wohnhaus des Präsidenten Manuel Zelaya. Ein Kommando schwer bewaffneter und maskierter Soldaten drang bis ins Schlafzimmer des linksliberalen Politikers vor. Der 57-jährige wurde aus dem Bett gezogen und auf eine Militärbasis nahe der Hauptstadt Tegucigalpa verschleppt. Wenige Stunden später  schoben ihn die Putschisten nach Costa Rica ab, von wo aus er sich über den lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur an die Öffentlichkeit wandte.

Der Militärputsch in Honduras soll einen vorsichtigen Reformprozess beenden, der unter Zelaya in Gang gekommen war. Der 57-jährige hatte 2006 für die bürgerliche Liberale Partei das höchste Staatsamt übernommen. Auf Drängen sozialer Organisationen orientierte sich Zelaya im Verlauf seiner Amtszeit aber immer stärker an der anti-neoliberalen Politik der linksgerichteten Staaten Lateinamerikas. Diese Entwicklung kulminierte im August 2008 im Beitritt Honduras´ zur Bolivarischen Allianz für Amerika (ALBA). Dieses Bündnis war wenige Jahre zuvor auf Initiative von Venezuela und Kuba gegründet wurden.

Just am Tag des Militärputsches sollte eine nicht bindende Volksabstimmung über die mögliche Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung stattfinden. Die wohlhabende Oberschicht des mittelamerikanischen Landes lief gegen das Vorhaben Sturm. Sie unterstellten Zelaya, mit der möglichen Verfassungsänderung die Begrenzung der Amtszeiten abzuschaffen. Ein unsinniger Vorwurf, denn mit der Befragung am 28. Juni sollte über ein Plebiszit entschieden werden, das – im Falle eines positiven Votums – erst Ende des Jahres parallel zu den regulären Wahlen stattgefunden hätte. Über eine Verfassungsänderung wäre also erst lange nach Zelayas Amtszeit entschieden worden. Dennoch spaltete der politische Konflikt die etablierte Liberale Partei tief: Sowohl der gewählte Präsident Zelaya als auch der Putschistenführer gehören dieser Gruppierung an.

Der erste bislang erfolgreiche Militärputsch in Lateinamerika seit Jahrzehnten trifft weltweit auf massive Ablehnung…

http://www.hintergrund.de/

Dumm Beraterin, schweigt heute zu den eigenen Verbrechen, der Inkompetenz und Gnadenlosen Dummheit.

Susan Rice Won’t Tell the Truth About Why Americans Can’t Inspect Iran

Retired Army Gen. Mike Flynn, a top intelligence official in the post-9/11 wars in Iraq and Afghanistan, says in a forthcoming interview on Al Jazeera English that drones do more harm than good.

The Honduran Coup’s Ugly Aftermath

Former Secretary of State Hillary Clinton.

Exclusive: As Secretary of State in 2009, Hillary Clinton helped a right-wing coup in Honduras remove an elected left-of-center president, setting back the cause of democracy and enabling corrupt and drug-tainted forces to tighten their grip on the poverty-stricken country, as Jonathan Marshall explains.

Die Rolle der USA (und der FDP Stiftung) beim Putsch in Honduras

update: 3.12.2013

Die EU Beobachter, OSCE fälscht ihre Berichte: Man bestätigt erneut die vollkommen gefälschten Wahlen in Honduras, denn das Wahl Ergebniss wird erneut, wie in Aserbeidschan, während dem Wahl Auszähl Prozess vorab durch Medien kontrollierte PR Leute verkündigt. Die FDP nahe Friedrich Naumann Stiftung, fordert auch einen Putsch in Thailand im Moment, gegen demokratische Regierungen. Man gibt für diese Zustände der EU die Schuld, welche Profi Kriminelle zur Wahl Beobachter entsenden, welche jede total gefälschte Wahl bestätigen, wie vor 4 Jahren den Putsch gegen die gewählte Demokratische Regierung, ebenso für die höchste Mord Rate auf dem US Kontinent, und extrem hohe Kriminalität.

Hillary Clinton kommt in Sachen Honduras aus der Deckung

Cartoon: Carlos Latuff, Wikimedia, copyright free
Wir sind hier, um Demokratie zu bringen!
Sprechen Sie mir nach
DE-MO-KRA-TIE!

 

Das OSCE Wahl Modell, als kriminelles Lobby Enterprise in Aserbeischan, Albanien, Kosovo

or 4 Jahren war der Putsch in Honduras noch in aller Munde. Nach der Wahl von Präsident Porfirio Lobo jedoch ist das Interesse an der Situation in dem Mittelamerikanischen Land stark gesunken. Nun taucht Honduras wieder in den Medien auf. Grund dafür sind die Präsidentschaftswahlen, die in den vergangenen Wochen abgehalten wurden.Vergangenen Donnerstag war der Kandidat Hernández offiziell zum Sieger erklärt worden. Nach Angaben der Wahlkommission erhielt Hernández rund 37 Prozent der Stimmen, während die Gegenkanidatin Castro auf etwa 29 Prozent kam. Internationale Beobachter bezeichneten das Ergebnis als glaubhaft. Das sieht Castro jedoch anders. Sie wirft der Wahlkomission, Wahlbetrug vor. Am Wochenende haben tausenden Menschen gegen das Wahlergebnis protestiert. Die Demonstranten fordern eine Neu-Auszählung der Stimmen. Zu den Wahlen und den Perspektiven in Honduras haben wir mit Harald Neuber gesprochen. Er ist Journalist bei Amerika21.de

Sie wussten Bescheid und halfen ein wenig – Von JUAN GELMAN, 30. Juli 2009 – obama Das Weiße Haus wusste seit Monaten über den in Honduras vorbereiteten Putsch Bescheid, obwohl die Sprecher des Außenministeriums jetzt überraschte Unschuld heucheln. Der derzeitige US-Botschafter in Tegucigalpa, Hugo Llorens, weiß dies sehr genau: Am 12. September 2008 kam er in das mittelamerikanische Land und neun Tage später erklärte der heutige Putschgeneral Romeo Vásquez im Sender HRN, sie hätten ihn kommen lassen, „um die Regierung des Präsidenten Zelaya Rosales rauszuschmeißen“. (1) Er fügte hinzu: Wir sind eine seriöse und respektvolle Institution, weshalb wir den Herrn Präsidenten respektieren wie unseren kommandierenden General und wir fügen uns, so wie es das Gesetz vorschreibt“. Genauso wie Pinochet bevor er sich gegen Salvador Allende erhob. Irgendeine Ähnlichkeit ist nur das Werk der Realität.

Am 2. Juni dieses Jahres fuhr Hillary Clinton zur Teilnahme an der Versammlung der OEA nach Honduras. Sie sprach mit Zelaya und zeigte ihm ihr Nichteinverständnis mit dem Referendum, das der Mandatsträger gleichzeitig mit den nächsten Präsidentenwahlen durchzuführen gedachte. Nordamerikanische Beamte wiesen darauf hin, dass „sie nicht glauben, dass dieses Plebiszit verfassungsmäßig sei“. (2) Sechs Tage vor dem Putsch informierte die honduranische Tageszeitung La Prensa, dass sich der Botschafter Llorens mit einflussreichen Politikern und Militärchefs traf, „um eine Lösung aus der Krise zu finden“, die durch das Referendum verursacht wurde .(3) Die gefundene „Lösung“ ist öffentlich bekannt.

Es ist schwierig, anzunehmen, dass die vom Pentagon bewaffneten und in der Escuela de las Américas – die so vielen lateinamerikanischen Diktatoren zeigte, wie es zu machen ist – ausgebildeten Militärbefehlshaber von Honduras, sich ohne die Zustimmung ihrer Mentoren in Bewegung gesetzt hätten. Übrigens verheimlichten die Putschisten die Gründe für ihre Handlung nicht: Zelaya näherte sich zu sehr dem „Kommunisten“ Chávez an, dem am meisten vom Weißen Haus gehassten Venezolaner: Im Juli 2008 trat Honduras unter seinem Mandat der Alianza Bolivariana para las Américas (ALBA) bei, der neuen „Achse des Bösen“ in Lateinamerika. Das ist zuviel, nicht wahr?

Zuviel, ja, denn Honduras ist strategisches Territorium für das Pentagon, das von dem Stützpunkt Soto Cano aus, auf demClinton in Soto Cano Air Base Soldaten der US- Luftstreitkräfte und Infanterie stationiert sind, nicht nur Zentralamerika beherrscht: Diese wahrhaftige Enklave ist fundamental für eine an natürlichen Bodenschätzen reiche Region im militärischen Schema der USA. Obwohl er weder die Interessen der ausländischen Korporationen noch der lokalen wirtschaftlichen Machthaber berührte, stellte Zelaya eine Gefahr der „Destabilisierung“ dar. Es ist darauf hinzuweisen, dass das Referendum über die Einberufung oder Nichteinberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung, die eine Wiederwahl Zelayas erlauben könnte, nicht bindend war. Niemand regte sich in Washington über die Verfassungsreform auf, die in Kolumbien die Wiederwahl Álvaro Uribes, dem großen Alliierten der USA, erlaubte, die nicht einmal ein Plebiszit war. Das ist natürlich eine Sache und eine andere ist selbstverständlich etwas anderes.

Die honduranischen Putschisten sind nicht präsentabel. Der General Romero Vásquez Velásquez, von Zelaya entlassen, mit dem Putsch zurückgekehrt und Urheber der Geiselnahme und Ausweisung des Präsidenten, wurde 1993 in der nationalen Strafanstalt gemeinsam mit zehn weiteren Mitgliedern einer Bande untergebracht und des Raubes von 200 Luxusautos angeklagt (4). Damals war er Major der Armee; als General widmet er sich dem Raub einer an den Wahlurnen gewählten Regierung. Ein weiterer nicht Präsentabler ist der beratende Minister Billy Joya, der seinem Nachnamen (Joya = Juwel) keine Ehre macht (oder doch, je nach Standpunkt): Er war der Chef der taktischen Division des Bataillons B3-16, der honduranischen Todesschwadron, die in den 80er Jahren folterte und zahlreiche Menschen „verschwinden“ ließ. Der „lizensierte Arrazola“ – einer seiner Alliierten – ist ein Experte der Materie: Er studierte die Methoden der argentinischen und chilenischen Diktaturen .(5) Das sind bekannte Vorgänge, trotz derer oder gerade wegen denen wurde er für die Bildung des ach so demokratischen Putschregimes ausgewählt.

Die Repression geht weiter in Honduras. Am Donnerstag vergangener Woche wurde der Vater von Isis Obeid Murillo festgenommen, dem jungen von der Armee auf dem Flughafen Tegucigalpas ermordeten 19-Jährigen: Er hatte die merkwürdige Idee, öffentlich Gerechtigkeit für seinen Sohn zu fordern. (6) Die Erlöser der Demokratie wiesen Journalisten von Associated Press aus, ließen den Kanal 21 vom Bildschirm verschwinden und bewaffnete Kräfte besetzten den Kanal 36. (7) Das ist sie, die Putschisten charakterisierende Auffassung von Pressefreiheit.

Das Weiße Haus bleibt weiterhin nachgiebig mit dem, was es als „illegalen Akt“ qualifizierte. Hillary weigert sich, es einen „Staatsstreich“ zu nennen, denn dies würde automatisch die Aussetzung der ökonomischen und militärischen Hilfe der USA für Honduras beinhalten. Die in Costa Rica stattfindenden Gespräche über eine friedliche Regelung, in denen der Präsident Oscar Arias auf Bitte von Obama als Vermittler fungiert, sind eine Farce. Arias kündigte bereits an, dass er sowohl den Putschisten Micheletti als auch den an den Urnen gewählten Bevollmächtigten und Abgesetzten als „Präsidenten“ behandeln wird. Dies ist wahrlich Unparteilichkeit.



Der Artikel erschien am 16. Juli bei La Quinta Pata unter dem Titel: La Casa Blanca conocía desde hacía meses el golpe que se preparaba en Honduras


Quellen:

(1) www.proceso.hn, 21-9-08

(2) The New York Times, 30.6.09

(3) www.laprensahn.com , 22.6.09

(4) www.elheraldo.hn , 2.2.93

(5) www.michelcollon.info , 7.7.09

(6) www.wsw.org , 11.7.09

(7) Miami Herald, 1.7.09


GelmanDer Autor:

Juan Gelman wird als einer der wichtigsten zeitgenössischen Dichter aus Argentinien und Lateinamerika angesehen. Er hat am 29. November 2007 den Premio Cervantes zugesprochen erhalten, einen der wichtigsten Literaturpreise der spanischsprachigen Welt. Gelman schreibt viele Artikel für die Tageszeitung Página/12 von Buenos Aires.

Übersetzung: tlaxcala ……………………….

Hintergrund

Eine hoch kriminelle Rolle spielte die Friedrich-NaumannStiftung der FDP in Honduras.

Honduras: Deutsche Partner der Putschisten

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Wie die Friedrich-Naumann-Stiftung die Verantwortlichen für den Staatsstreich unterstützt –

Von HARALD NEUBER, 6. Juli 2009 –

Es hätte ein Befreiungsschlag für die Oberschicht im kleinen mittelamerikanischen Honduras werden sollen: In den frühen Morgenstunden des 28. Juni umstellten mehrere Einheiten der Armee das Wohnhaus des Präsidenten Manuel Zelaya. Ein Kommando schwer bewaffneter und maskierter Soldaten drang bis ins Schlafzimmer des linksliberalen Politikers vor. Der 57-jährige wurde aus dem Bett gezogen und auf eine Militärbasis nahe der Hauptstadt Tegucigalpa verschleppt. Wenige Stunden später  schoben ihn die Putschisten nach Costa Rica ab, von wo aus er sich über den lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur an die Öffentlichkeit wandte.

Der Militärputsch in Honduras soll einen vorsichtigen Reformprozess beenden, der unter Zelaya in Gang gekommen war. Der 57-jährige hatte 2006 für die bürgerliche Liberale Partei das höchste Staatsamt übernommen. Auf Drängen sozialer Organisationen orientierte sich Zelaya im Verlauf seiner Amtszeit aber immer stärker an der anti-neoliberalen Politik der linksgerichteten Staaten Lateinamerikas. Diese Entwicklung kulminierte im August 2008 im Beitritt Honduras´ zur Bolivarischen Allianz für Amerika (ALBA). Dieses Bündnis war wenige Jahre zuvor auf Initiative von Venezuela und Kuba gegründet wurden.

Just am Tag des Militärputsches sollte eine nicht bindende Volksabstimmung über die mögliche Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung stattfinden. Die wohlhabende Oberschicht des mittelamerikanischen Landes lief gegen das Vorhaben Sturm. Sie unterstellten Zelaya, mit der möglichen Verfassungsänderung die Begrenzung der Amtszeiten abzuschaffen. Ein unsinniger Vorwurf, denn mit der Befragung am 28. Juni sollte über ein Plebiszit entschieden werden, das – im Falle eines positiven Votums – erst Ende des Jahres parallel zu den regulären Wahlen stattgefunden hätte. Über eine Verfassungsänderung wäre also erst lange nach Zelayas Amtszeit entschieden worden. Dennoch spaltete der politische Konflikt die etablierte Liberale Partei tief: Sowohl der gewählte Präsident Zelaya als auch der Putschistenführer gehören dieser Gruppierung an.

Der erste bislang erfolgreiche Militärputsch in Lateinamerika seit Jahrzehnten trifft weltweit auf massive Ablehnung…

http://www.hintergrund.de/

04.07.2009 / Ausland / Seite 7


Neoliberale Putschunterstützung

Die deutsche Friedrich-Naumann-Stiftung hilft bei Destabilisierung zentralamerikanischer Regierungen

Von Ingo Niebel
 
Die FDP-nahe »Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit« (FNS) macht aktuell mit ihrem Engagement für die Putschisten in Honduras von sich reden. Weniger bekannt sind ihre Aktivitäten im Nachbarland Nicaragua, wo sie gegen Präsident Daniel Ortega operiert.
Seitdem am vergangenen Sonntag das Militär Honduras Präsidenten Manuel Zelaya ins Ausland verschleppte, redet der FNS-Vertreter vor Ort, Christian Lüth, den Putsch schön. In seinem Länderbericht vom 2. Juli reduziert Lüth die Verurteilung des Staatsstreiches durch die UNO und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) auf eine »gute Lobbyarbeit« von Zelaya und den Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Allianz der Amerikas (ALBA). »Obwohl die Absetzung des Präsidenten Zelaya in Honduras auf der Grundlage der Verfassung abgewickelt wurde, will der entmachtete Präsident mit Hilfe seiner Verbündeten Chávez und Ortega notfalls auch mit militärischer Gewalt zurück an die Macht«, schreibt er weiter.

Lüths Szenario liegt auf der Linie der US-Neokonservativen, die in Zentralamerika verhindern wollen, daß sich dort die ALBA als progressives Projekt gegen den Neoliberalismus etabliert. Ende Juni schrieb Jaime Daremblum, der das Lateinamerika-Zentrum des neokonservativen Hudson-Institutes leitet, Chávez und Ortega wegen ihrer Beziehung eine »wahre autoritäre Berufung« zu.

Dementsprechend operiert die FNS schon seit Jahren in und gegen Nicaragua. Vor den Kommunalwahlen 2008 hielt die Stiftung im Land ein Seminar unter dem Titel »Sozialismus und Populismus: Verursacher von Armut« ab.

 
 
http://www.jungewelt.de/2009/07-04/046.php
 

„Ein Jahr voller Gewalt“

Vor einem Jahr putschten Oberschicht und Militär gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung von Honduras

Harald Neuber 28.06.2010

Hillary Clinton kommt in Sachen Honduras aus der Deckung

Alles Lüge, man geht über Leichen! erneut die FDP dabei mit Graf Lambsdorf

26. Juli 2009

Hillary Clinton kommt in Sachen Honduras aus der Deckung

von @ 15:55. abgelegt unter Außenpolitik, USA, Rechtsextremismus, Honduras

Der Putsch in Honduras läuft für die Putschisten nicht so gut wie von den USA geplant. Die von der faschistischen Katholikenkirche und von der deutschen FDP getragene Propaganda hat es nicht vermocht, die Militärdiktatur weißzuwaschen und der ins Ausland deportierte Präsident Manuel Zelaya unternimmt auch einen Monat nach dem Putsch hartnäckige Versuche zur Rückkehr, die ständig neue Proteste in Honduras beflügeln.

Wo selbst die aus früheren Zeiten der Militärjunta reaktivierte Methode des Einsatzes von Todesschwadronen die Proteste nicht zum Verstummen bringt und Steckbriefe der Putschisten in einer honduranischen Zeitung veröffentlicht wurden, sah sich Hillary Clinton nun gezwungen, von ihrer bisherigen Linie der nicht-offiziellen Unterstützung der Putschisten bei gleichzeitig öffentlich vorgetragener leichter Distanz abzurücken und Farbe zu bekennen. Die Versuche des honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya, in sein Land Honduras zurückzukehren, seien reckless, also rücksichtslos, erklärte die Außenministerin des Mafia-Staates USA nun. Ihr Berater Kevin Casas-Zamora erklärte zu den Zielen des US-amerikanischen Engagements in Honduras, Manuel Zelaya dürfe nur als Pro-Forma-Präsident nach Honduras zurückkehren, wenn er sich mit seiner dauerhaften tatsächlichen Entmachtung einverstanden erkläre, Pläne zum Abhalten von Volksbefragungen aufgebe, auf Distanz zu Hugo Chavez gehe und sich mit einer vollständigen Amnestie für die Verbrechen der Putschisten einverstanden erkläre.

Damit hat sich das bewährte reputationsschonende Konzept der plaubsiblen Abstreitbarkeit für die USA wohl erledigt. Das Terrorregime von Barack Obama hat Clintons Finger bis zu den Ellenbogen hinauf im Putsch von Honduras drinstecken und darf sich die derzeitigen Untaten des blutigen Militärregimes dort genauso auf seine Fahne schreiben wie die deutsche Bürgerkriegspartei FDP und die katholische Kirche.

Gegen die Unterstützung der honduranischen Militärdiktatur durch die Friedrich-Naumann-Stiftung der FDP gibt es jetzt übrigens auch eine Petition, die schon von einigen Bundestagsabgeordneten unterzeichnet wurde.

 

E-Mails enthüllen Rolle der USA und insbesondere von Hillary Clinton bei Putsch 2009 in Honduras


Mehrere E-Mail-Nachrichten der ehemaligen US-Außenministerin und heutigen Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei, Hillary Clinton, haben neue Details über die Rolle der USA bei dem Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Manuel Zelaya in Honduras enthüllt. Die von „The Intercept“ ausgewerteten Nachrichten sind Teil von 55.000 Seiten E-Mails, die Clinton unlängst an das Außenministerium weitergeleitet hatte.

Lanny Davis und Hillary Clinton. Er sollte für Clinton den Kontakt zum Putschregime herstellen

Lanny Davis und Hillary Clinton. Er sollte für Clinton den Kontakt zum Putschregime herstellen

Der Übermittlung vorausgegangen war ein Skandal um dem Umstand, dass Clinton während ihrer Amtszeit als Außenministerin regelwidrig ein privates E-Mail-Konto genutzt hat. Nach US-Recht haben alle Bürger das Recht, über das Informationsfreiheitsgesetz Einblick in die Regierungskommunikation zu bekommen, deswegen mussten die Nachrichten nachträglich an die Regierung übermittelt werden.

Können die USA es nicht lassen? Erneuter Putschversuch in Venezuela aufgedeckt

Aus den nun veröffentlichten E-Mails geht hervor, dass die US-Regierung nach dem Staatsstreich am 28. Juni 2009 Wege gesucht hat, den linksliberalen Zelaya von einer Rückkehr an die Macht abzuhalten, ohne den Staatsstreich offen gutzuheißen. Grund dafür war, dass er als Gefahr für US-amerikanische Interessen in der Region gesehen wurde. Clinton schlug in diesem Zusammenhang ihren Vertrauten Lanny Davis als Kontaktperson zu dem rechten honduranischen Politiker Roberto Micheletti vor. Davis arbeitete zu dieser Zeit als Berater für eine Gruppe von Unternehmern, die den Sturz Zelayas unterstützt hatten. Micheletti war nach dem Putsch gegen Zelaya als Interimspräsident eingesetzt worden.

In einer E-Mail über ein mögliches Treffen zwischen Davis und Vertretern des US-Außenministeriums fragte Hillary Clinton: „Kannst Du mir helfen, mit Micheletti zu sprechen?“

Nach Angaben von „The Intercept“ war Davis während der Sexaffäre um die Praktikantin im Weißen Haus, Monica Lewinsky, als PR-Berater für den damaligen US-Präsidenten William „Bill“ Clinton im politischen Washington aufgestiegen. Seither arbeitete er als eine Art Kommunikationsberater in Notfällen für eine Vielzahl von Kunden von Unternehmen bis hin zu afrikanischen Diktatoren. Die Liste seiner Klienten hat wiederholt für Kritik gesorgt.

Die nun veröffentlichte Anfrage von Hillary Clinton an Davis trägt das Datum des 22. Oktobers 2009. Zu diesem Zeitpunkt war das De-facto-Regime im Honduras durch Demonstrationen und diplomatischen Druck aus Lateinamerika in starker Bedrängnis.

http://www.rtdeutsch.com/26108/international/e-mails-enthuellen-rolle-der-usa-und-insbesondere-von-hillary-clinton-bei-putsch-2009-in-honduras/