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Don Demidoff doch nicht ganz arm

Der Don Demidoff (Udo Erlenhardt) versucht ja gerade wieder mit seiner Krankengeschichte Kasse zu machen. Um seine schwere Krankheit zu belegen, hat er jetzt ein Dokument, auf einer seinen neuen Internetseiten, veröffentlicht, das uns suggerieren soll, das er sich selbst aus einem deutschen Universitätsklinikum, trotz angeblich vom Tode bedroht, selbst entlassen hat. Leider ist auf dem Dokument weder eine Adresse, noch eine Unterschrift eines behandelnden Arztes. So haben wir wieder mal den Eindruck, das der Don sich dieses Dokument selber ausgestellt haben könnte. Gleichzeitig ist auch auf dieser Internetseite die Auslobung einer Belohnung zu finden. Man möge ihm doch die Adressen der “Verleumder” nennen. Und das, obwohl er schon aus Deutschland eine schriftliche Bestätigung bekommen hat, das er gar nicht mehr verleumdet wird. Ein edler Spender hat dafür angeblich ein kleines Sümmchen locker gemacht. Jetzt muss doch die Frage erlaubt sein, wenn er angeblich vom Tode bedroht ist, warum setzt er dieses Sümmchen nicht für seine Krankenhausbehandlung ein. Anstatt dafür um Spenden zu bitten. Aber solche ominösen Umstände sind wir ja von dem Demidoff mittlerweile gewöhnt.


Neuerdings verschickt der Don Demidoff (alias Udo Erlenhardt) seine Bettelbriefe nichtmehr selbst. Diese Aufgabe übernimmt jetzt, Frau Minodora Stanut unter dem Vorwand, der Don braucht angeblich wieder eine ärztliche Behandlung im Ausland. Vorzugsweise selbstverständlich in der Schweiz.
Und selbstverständlich ist der Don völlig mittellos, weil er ja soooo menschenfreundlich war und alles in sein Kinderheim gesteckt hat. Obwohl im Jahre 2009 nur vier Kinder in seinem Heim gewesen sein sollen. Im Jahr 2008 hat Demidoff aus Deutschland fast 71000€ Spendengelder erhalten. Und das Jahr 2009 soll ähnlich abgelaufen sein. Aber der Don hat ja noch mehrere Hobbys. Erst wurde er Webmaster, mit über 10 Internetseiten und dann hat er im Jahr 2009 noch eine Zeitung gegründet. Wenn man aber ein Kinderheim ernsthaft führt, setzt das auch voraus, das man sich um Nachhaltigkeit kümmert, für das Haus, für die Kinder und auch für sich selbst. Und selbstverständlich das gespendete Geld nicht auch noch für artfremde Projekte einsetzt. Und wenn man nicht mal freiwillig für die Rente einzahlt, muss man sich nicht wundern, wenn man keine Rente bekommt. Jetzt sollen es wieder die Spender richten. Und wieder wird eine rührsehlige Geschichte benutzt, damit die Leute ihre Geldbörse aufmachen. Jahrelang waren es traurige Kinderaugen, jetzt muss die Krankengeschichte des Don selber herhalten.
Mittlerweile sollten die Menschen doch gemerkt haben, daß Don Demidoff ein Faß ohne Boden ist.

20. August 2006

Don Demidoff das schwarze Schaf

Filed under: Humanität, Don Demidoff, Spende, Udo Erlenhardt, Mobbing

Aus dem Delbrücker Stadtanzeiger vom 17.12.1993

Nach einem Jahr Rumänien: ”Ich wurde ausgenutzt„

Mastholter Hermann Lübbert kam, um zu helfen – und geriet an „schwarzes Schaf“

Mastholte. Vor einem Jahr gab Hermann Lübbert aus Mastholte seinen Beruf auf und ging nach Rumänien: Er wollte helfen – obdachlose Kinder betreuen. Selbsthilfeprojekte aufbauen, den Menschen dort unter die Arme greifen, damit sie wieder eine Zukunft sehen. Im August gab er auf – tief enttäuscht und menschlich verletzt. Hermann Lübbert war an eines der „schwarzen Schafe“ unter den rumänischen Hilfsprojekten geraten – geleitet von einem falschen Priester, dem wegen Betruges vorbestraften Pater Don Demidoff.

„Ich bin nur ausgenutzt worden“ ist heute die Erkenntnis des 40-jährigen Mastholters. Lübbert, den man in Mastholte wegen seiner Hilfsbereitschaft und seiner tiefverwurzelten christlichen Glaubens kennt, macht diese Erkenntnis sichtlich schwer zu schaffen. Dennoch berichtete er dem Stadtanzeiger ausführlich über seine Erfahrungen mit „Pater Don“, dessen engster Mitarbeiter er zuletzt war. Denn der falsche Priester sammelt noch immer europaweit Spenden für sein Rumänienprojekt – unter anderem auch per Spendenaufruf in Rietberg und Delbrück.

…………………

 http://dondemidoff.blogsome.com/2006/08/20/19/

Versuch des Kinderschmuggels

Bei der rumänischen Zeitung aus Arad Revista Presei aradene war am 16.03.2002 von einem Versuch des Kinderschmuggels durch Don Demidoff zu lesen[19]. Eine Übersetzung des Artikels von der Webseite[20] ergibt, dass die Zeitung geschrieben hat, Don Demidoff sei tags zuvor bei dem Versuch erwischt worden, ein 13-jähriges Kind, dass zum Heim “Casa Don Bosco” gehöre, über den Grenzübergang Turno aus Rumänien heraus zu schmuggeln. Die Grenzpolizisten hätten auch mehrere Fotoalben mit Kindern dieses Heimes gefunden. Don Demidoff stehe im Visier der Direktion für organisierte Kriminalität in Timisoara.

Quellen

  1. 1,0 1,1 Klappentext von “Katholische Geier”
  2. 2,0 2,1 du + ich, Heft 2, 1970, Pardon, Frater Andreas, wir distanzieren uns
  3. 3,0 3,1 3,2 Missio aktuell: 5/94 Seite 14
  4. Google: Depeche Don Demidoff
  5. Schreiben von Martin Bialas vom Passionistenkloster vom 26.04.2006
  6. Martin Zips am 24.04.2006 in der SZ: Kießling-Affäre - Das zweite Leben des Geheimdienst-Informanten
  7. Rundschreiben des Generalsekretärs der römisch-katholischen Kirche vom 08.12.1988 betreffend Pater Don O.K.K. (Unabhängige katholische Kirche)
  8. Übersetzung von Cees Koring im Telegraaf am 24.11.1990: Das Doppelleben des Pater Don
  9. Telegraaf Ausschnitt vom 24.11.1990 Seite 3
  10. 10,0 10,1 10,2 Nachrichtendienst Münster, Hans Lipp, 05.08.1993, Geschäfte mit traurigen Kinderaugen
  11. 11,0 11,1 Rheinische Post, Jens Voss am 8./9. Mai 1991: Der Wirt, der Priester sein will
  12. Brief des Bukarester Erzbischofs Ioan Robu an P. Provinzial betreffend “Casa Don Bosco” vom 26.01.1993
  13. KNA: KNA 12.08.1993, Seite 2
  14. Delbrücker Stadtanzeiger 17.12.1993: Ich wurde ausgenutzt
  15. Stern, 1996, Seite 174: Das Geschäft mit dem Mitleid
  16. Claus Peter Clausen: Brief vom 26.11.1992 an Don Demidoff
  17. 17,0 17,1 Übersetzung von Angelo Vergeer im Telegraaf am 11.08.1990: Ein Wolf im Schafspelz - Verhafteter Pater Don hat eine Spur des Leids hinter sich gezogen
  18. Informationsblatt des Trägervereins des Deutschen Spendenrates e.V. Juni 1994
  19. Revista Presei aradene am 16.03.2002: Tentativa de scoatere din tara a unui minor
  20. Revista Presei aradene vom 16.03.2002: Der Versuch, einen Minderjährigen aus dem Land zu schmuggeln (Übersetzung)
  21. Klaus Hart: Brasiliens Schwulenszene boomt – doch fast täglich werden Homosexuelle ermordet
  22. Klaus Hart: Alternativurlaub beim Kinderstraßen-Padre, Seite 1/4
  23. Klaus Hart: Alternativurlaub beim Kinderstraßen-Padre, Seite 3/4
  24. Casa angelorum Impressum am 31.01.2008
  25. Casa angelorum Spendenkonten am 31.01.2008
  26. Eingang des Casa Angelorum am 03.12.2007
  27. Eingang des Casa Angelorum am 22.03.2006
  28. Webseite Casa Angelorum Kontakt am 31.01.2008
  29. Sekteninfo am 28.01.2008: Wie Don Demidoff aka Udo Erlenhardt erneut über seinen Anwalt Dr. Giebenrath versucht Kritiker einzuschüchtern
  30. Meierhof’s Blick von den Alpen am 05.01.2008: Elektronische Postkarte vom FDP-Politiker Roland Giebenrath
  31. Petronius im 21. Jahrhundert am 06.09.2007: Die Katholische Nachrichtenagentur thematisierte bereits 1993 “Pater Don Demidoff”
  32. Mein Parteibuch am 24.08.2007: Sekteninfo-Bayern geschlossen
  33. Mein Parteibuch am 01.02.2008: Vogelsberger Online Zeitung droht mit Strafanzeige

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Don Demidoff und die Pädagogik

paedagogik.jpgDon Demidoff alias Udo J. Erlenhardt kennt nur eine Meinung und zwar seine Eigene. In einem neueren Artikel schreibt er über die Präsidentin und Kreissekretärin des Kreises Brasov, Mariana Tiharau. Und selbstverständlich ist die Frau völlig unfähig. Und zwar aus folgenden Gründen: sie war und ist Erzkommunistin, sie ist schon 19 Jahre im Amt? (wooohhh, muss die Frau schlecht sein) und sie hat überhaupt nicht die geringste pädagogische Erfahrung! Tja und da liegt der Hase im Pfeffer. Haben sie schon auf irgendeiner von Don Demidoffs über zehn Internetseiten auch nur einen Hinweis auf seine pädogogische Qualifikation gefunden? Wie auch? Wo soll er die auch gesammelt haben, als Geschäftsführer, Verkaufstrainer, Journalist, Gastwirt oder als MAD-Informant? Essensentzug und Ohrfeigen sind wohl kaum als pädagogische Erzeihungsleistung zu betrachten. Auch das er nach Gutdünken in seinem angeblichen Kinderheim, Kinder aufnehmen und auch wieder entlassen kann, entspricht wohl kaum pädagogischen Grundsätzen eines gut geführten Kinderheimes. Kinder die nicht nach seiner Pfeife tanzen, werden entfernt, mit dem Hinweis, “Zigeunerkinder” sind nicht erziehbar. Schade, das es Frau Mariana Tiharau nicht geschafft, dem Herrn Erlenhardt die Kinder zu entziehen, es ist um jedes Kind schade, dass mit dieser einseitigen, dogmatischen und kruden Gedankenwelt eines Don Demidoffs aufwachsen muss! Denn Don Demidoff kennt nur seine Wahrheit. Andere Berichte sind für ihn nur “Verleumdungen” und Hetzkampangen. Dieser Mann war in seinem ganzen Leben noch nie ein “Menschen“-freund, sondern immer nur ein Freund des Geldes.

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Don Demidoff verschickt wieder Bettelbriefe

Rentner DemidoffDer im Balkan als angeblicher rumänischer Kinderheimbetreiber bekannte und der mit bürgerlichen Namen Udo J. Erlenhardt heisst, verschickt wieder rührselige Bettelbriefe. Diesmal ist auch von christlicher Bescheidenheit keine Spur. Er möchte von jedem Spender mindestens 100 € und wer 300 € spendet bekommt ein kostenloses Buch-Exemplar von seinem Dornenpriester (Wert 22,90€). Aber wieso benötigt der Don eigentlich noch Spenden. In seinem Kinderheim sind doch zur Zeit nur noch 4 Jugendliche. Ob seine Zeitung bei der Bevölkerung nicht so gut ankommt. Im letzten Jahr 2008 hat Demidoff aus Deutschland fast 71000€ Spendengelder erhalten. Wo sind die bloß geblieben. Auch in diesem Jahr sind schon über 10000€ aus Deutschland nach Iacobeni geflossen. Da der Herr Erlenhardt ja nun auch nicht mehr der Jüngste ist, möchte er vielleicht in Rente gehen und seinen Lebensabend in der schönen Schweiz verbringen. Aber dazu brauch man halt ein wenig Taschengeld. Mit der Schweiz hat der feine Herr ja schon im Jahr 2006 seine Erfahrungen gemacht. Dort hat er sich für 9000 Schweizer Franken (selbstverständlich auch Spendengelder) nach seinem 2 Herzinfarkt behandeln lassen.

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Don Demidoff jetzt auch noch Verleger

Was der Don Demidoff schon alles war, habe ich hier gefunden. Mit Spendengelder lässt sich halt so manch persönlicher Traum erfüllen. Und der Verdacht, das er Spendengelder, die er mit traurigen Kinderaugen sammelt, nicht für die Kinder einsetzt, hat sich jetzt erneut bewiesen. Neben, Webmaster für die verschiedesten Internetseiten (jetzt schon über 10 - Kosten über 2000€), ist er jetzt auch noch sein eigener Zeitungsverleger geworden. Unter der Adresse www.ziarul-meu.ro verlegt der Don jetzt “Meine Zeitung” in rumänischer Sprache. Ja, an seinem Ego hat er schwer zu tragen. Selbstverständlich wurde dieses Projekt wieder aus Spendengelder finanziert, die eigentlich seinen Kindern zugute kommen sollte. Übrigens, Thema Spendengelder, mir wurde eine E-Mail zugespielt (Dank an Jekaterina), die beweisst, das mit traurigen Kinderaugen eine Menge Geld zu verdienen ist. Für das Jahr 2007 kamen aus Deutschland 36.850,00 Euro und im Jahr 2008 sogar 71.150,00 Euro. Nicht schlecht. Und das sind nur die Zahlen aus Deutschland. Diese Zahlen widerlegen auch seine Behauptung, das die “negativen” Berichte auf anonymen Servern Spendenrückgänge verursachen würden. Auch beachte man in der Mail, das es wohl im Jahre 2008 Differenzen von 18000 Euro gegeben hat. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Was seine Kinderzahlen angeht, so hört man aus Iacobeni das zur Zeit nur noch 4 Kinder dort sind. Obwohl auf seine Herzblättchen immer eine ganze Horde zu sehen ist. Weiterhin munkelt man in Iacobeni, dass der Don rechtliche Schwierigkeiten mit dem Evangelischen Landeskonsistorium zwecks Nutzung seiner Kirche und seinem Pfarrhaus hat. Zwischen beiden Parteien herrscht wohl schon ein sehr rauer Ton. Einen rauhen Ton ist man aber vom Don Demidoff gewöhnt, wenn ihm was nicht passt!

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Don Demidoff wird nicht verleumdet

Auf einer seinen neuen Webseiten behauptet der Don Demidoffn gerade wieder “Google verbreitet Verleumdungen”. Als Beweis wird eine Korrespondenz zwischen seinem Haus- und Hofjurist Dr. Giebenrath und einer Frau Dr. Heymann von Google Deutschland angeführt. Aus diesem Schreiben geht aber auch hervor, das Google die Löschung aller “negativen” Meldungen über den Don, verweigert hat. So kann auch Goggle hier keine Verleumdung erkennen. Eine Kostennote hat es auch gegeben, so das man davon ausgehen kann, das wieder Spendengelder bei den Kindern, nicht angekommen sind. Aus Deutschland hat der Don Demidoff auch schon eine schriftliche Bestätigung, das die Meldungen im Internet keine Verleumdungen sind. Wie hier schon einmal berichtet wurde, hat der Don 2008 für alle Meldungen im Internet Robert Schlittenbauer verantwortlich gemacht. Somit hat er bei der Staatsanwaltschaft Kempten eine Ermittlungsverfahren gegen Robert einleiten lassen. Nach ihren Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Kempten dann dem Don unter dem Aktenzeichen 213 Js 7007/08 mitgeteilt das es sich bei den Einstellungen im Internet um keine Verleumdung handelt und hat das Verfahren eingestellt. Auszug:

Eine Verleumdung gemäß § 187 StGB ist nicht gegeben.

Gerade angesichts der Veröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung im April 2006, die noch immer unter sueddeutsche.de abrufbar ist, sind die verfahrensgegenständlichen Äußerungen – sollten diese vom Beschuldigten stammen, wofür tatsächlich einiges spricht – nicht (mehr) geeignet, den Anzeigenerstatter Don Demidoff in der öffentlichen Meinung (weiter) herabzuwürdigen im Sinne von § 186 StGB.

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Udo Erlenhardt - Pater Don Demidoff und seine Umtriebe mit Spenden und Kindern in Rumänien

Kießling-Affäre

Das zweite Leben des Geheimdienst-Informanten

Udo Erlenhardt, ehemaliger Chefredakteur des ersten deutschen Schwulenmagazins “Du”, war eine schillernde Figur in der Affäre um den Bundeswehr-General Kießling 1984. Jetzt leitet er mit neuer Identität ein rumänisches Kinderheim - als selbst ernannter Pater.

Von Martin Zips

Kießling-AffäreSogar vom Papst hat der heutige Don Demidoff eine Urkunde erhalten. ()

Udo Erlenhardt - General Günter Kießling erinnert sich an diesen Namen. Es müsse mit der ¸¸berufsbedingten Oberflächlichkeit” von Journalisten zusammenhängen, dass sie damals ihre Recherchen auf ¸¸so eine Randfigur” stützten, sagt Kießling, 80. Aber die ganze Affäre sei ja nun schon ein paar Jahre her. Er werde sich hüten, etwas über seine Befindlichkeit an diesen Tagen zu erzählen. Vorbei ist vorbei. Nur so viel: ¸¸Es tauchten damals viele dubiose und teilweise vorbestrafte Gestalten auf. Wie konnte sich eine Bundesregierung eines freiheitlichen Rechtsstaates mit solchen Leuten einlassen?”

Deutschland im Jahr 1983: Viersternegeneral Günter Kießling wird - zunächst ohne Angaben von Gründen - zum 31. Dezember vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Im Januar “84 heißt es, er sei wegen seines Umgangs in der Homosexuellen-Szene ein Sicherheitsrisiko für die Bundeswehr. Kießling wehrt sich gegen die Vorwürfe, Verteidigungsminister Manfred Wörner aber beruft sich auf Erkenntnisse des Militärischen Abschirmdienstes. Medien nennen Zeugen für Besuche Kießlings im Kölner Schwulentreff ¸¸Tom Tom”. Einer von ihnen ist Udo Erlenhardt, ehemaliger Klosternovize und Gastwirt, dann Chefredakteur des ersten deutschen Schwulenmagazins Du und ich und Mitarbeiter einer Holding, zu der auch das Lokal ¸¸Tom Tom” gehört. Bald wird klar: Die Vorwürfe gegen General Kießling lassen sich nicht halten. Wörners Ministersessel wankt, Kanzler Kohl übernimmt die Verantwortung. Auf die Wiedereinstellung des Generals folgt eine Ehrenerklärung und die Verabschiedung zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt mit allen militärischen Ehren. Ein Untersuchungsausschuss wird eingesetzt. Kießling erhält einen Lehrauftrag an der Universität Erlangen, schreibt Bücher und Fachartikel - zum Beispiel zum Thema ¸¸Der Christ als Soldat”. Udo Erlenhardt verschwindet spurlos.

Kießling-AffäreDer heutige Don Demidoff: “Ich habe nichts zu bereuen. Und gegen den General Kießling habe ich auch nichts gesagt.” ()

Erst jetzt wird bekannt: Als Pater Don Demidoff betreibt er bereits seit 15 Jahren in Rumänien ein aus mehreren Häusern bestehendes Heim für Straßenkinder. Auf Drängen des Staatsschutzes, so erzählt Don Demidoff, 61, der Süddeutschen Zeitung, habe er damals eine neue Identität angenommen. Er sei bedroht worden. Von wem, das wisse er nicht.

Seit ein paar Wochen hat es die ¸¸Schutzgemeinschaft gegen Sekten und Kulte” um den Allgäuer Robert Schlittenbauer auf Pater Don Demidoff abgesehen. ¸¸Welche Rolle spielte der Staatsschutz? War er für diesen tätig? War er Informant? Wie und weshalb bekam er den neuen Namen Don Demidoff?”, fragt Schlittenbauer im Internet. ¸¸Dieser Text rückt meinen Mandanten in ein völlig falsches Licht”, sagt hingegen Demidoffs Anwalt und will mit einer einstweiligen Verfügung gegen den Text Schlittenbauers vorgehen.

Robert Schlittenbauer, der sich wegen allerlei Recherchen im Dunstkreis esoterischer Menschenfänger viele Verdienste erworben hat, hatte sich ursprünglich für das Kaufbeurer Sekretariat des Vereins Casa Angelorum (Haus der Engel) interessiert. Hier verweist Don Demidoff auf seine Stiftung ¸¸Pater Don” und auf die konservative ¸¸Independent Catholic Church USA”. Auf der Casa-Angelorum-Homepage wird auf ¸¸Ferien bei den verlassenen Kindern” in Rumänien hingewiesen: ¸¸Zimmer gibt es in Cincu, Jakobsdorf und Bukarest gegen eine Spende für den Unterhalt der Kinder.” Ein paar Klicks weiter finden sich krude theologische Engels-Thesen, wie man sie von Engelwerk-Gründerin Gabriele Bitterlich kennt. Außerdem weist Don Demidoff hier auf sein autobiografisches Buch ¸¸Der Dornenpriester” hin (Klappentext: ¸¸Ich werde Kakaopulver in die Milchstraße streuen und den Mond in Bonbonpapier einwickeln”). Dass er unter anderem Namen eine Ikone der deutschen Schwulenszene war und eine Rolle in der Kießling-Affäre spielte, steht hier nicht. Am Telefon aber bestätigt Don Demidoff seine frühere Identität.

Schon vor Jahren warnte die katholische Kirche vor Spenden an den selbst ernannten Pater. Man betonte, dass Don Demidoff weder etwas mit der katholischen Kirche noch mit den Salesianern Don Boscos zu tun habe - auch wenn er sich auf Don Bosco berufe. Wegen Demidoff gebe es ¸¸negative Auswirkungen auf die eigene Arbeit”, erklärten die Don Bosco-Salesianer. Doch außer Unregelmäßigkeiten bei den Sozialabgabenzahlungen liegt in Deutschland nichts gegen den Don vor. Alles in Ordnung also? Sekten-Experte Schlittenbauer schreibt, Demidoff sei - nur wenige Tage nachdem er in seinem Internet-Tagebuch von seinem zweiten Herzinfarkt berichtet hatte (¸¸Ich fühle mich wie ein Auserwählter in der Klinik empfangen”) - Mitte März in Kaufbeuren aufgetaucht. Er habe eilig sein Sekretariat aufgelöst. ¸¸Von der Erschöpfung durch einen Herzinfarkt, so Zeugen, konnte nicht die Rede sein”, so Schlittenbauer. - ¸¸Um Kosten zu sparen, haben wir das Sekretariat vorläufig eingestellt”, sagt der Pater.

Am Telefon spricht Don Demidoff mit fester, tiefer Stimme. Sofort kündigt er juristische Schritte an, sollte irgend etwas nicht stimmen, was man über ihn veröffentlicht. Schlittenbauer versuche, ihn in ein dubioses Licht zu rücken. Die Recherchen von Schlittenbauers ¸¸Schutzgemeinschaft gegen Sekten und Kulte”, die im Internet veröffentlicht sind, h………………..Vielleicht sei es ja eine wirklich gute Sache, was dieser Mann in Rumänien so mache, meint der Sektenbeauftragte der Diözese Augsburg, Hubert Kohle. ¸¸Andererseits macht es mir nichts aus, dass er nun aus Kaufbeuren verschwindet.”

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.92, Freitag, den 21. April 2006