Sieger Justiz der kriminellen NATO Horden: Ratko Mladic: Europe’s Most Wanted Faces Judgment

Robert Baer, Bill Waugh: After April 6, 1992: CIA Paramilitary Fights in Bosnia: Albanian Narco-Terrorism

Der verbrecherische Angriffskrieg gegen Jugoslawien:
Sean Gervasi – Warum ist die NATO in Jugoslawien?
Diana Johnstone – Kollektive Schuld und kollektive Unschuld
George Szamuely – US-Scheinheiligkeit und Marionettentribunale
Michel Chossudovsky – Die Aufsplitterung Jugoslawiens und Rekolonialisierung Bosniens

Der Niedergang der CIA

Robert Baer: Der Niedergang der CIA

Autor :  Michael Kolkmann
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 10.07.2002

Der Amerikaner Robert Baer, über 20 Jahre in den Diensten der CIA, hat mit seinem früheren Arbeitgeber abgerechnet. Michael Kolkmann hat seinen Erfahrungsbericht gelesen.

 

Die Irritation war groß, als Mitte Mai bekannt wurde, dass die amerikanische Regierung bereits vor dem 11. September 2001 mehrere Hinweise auf in den USA geplanten Terroranschläge hatte. Für den langjährigen CIA-Agenten Robert Baer kommt dies nicht überraschend. Ähnliche Hinweise, sogar mit Datumsangaben, hatte es auch vor der Bombardierung der amerikanischen Botschaft in Beirut im Jahre 1983 gegeben. Bei dem Anschlag kamen 63 Menschen ums Leben, und Robert Baer, gerade in Beirut stationiert, machte es sich zur Lebensaufgabe, die Attentäter und Hintermänner dieses Anschlags ausfindig zu machen.

Ein Lebensbericht

Ein Dutzend Jahre sollte vergehen, bis Baer zuverlässige Informationen zum Beiruter Anschlag besaß; nachlesen kann man die Ermittlungen in seinem Buch „See No Evil“, das seit mehreren Wochen auf den amerikanischen Bestsellerlisten steht und nun unter dem Titel „Der Niedergang der CIA“ auf deutsch erschienen ist. Zugleich ist das Buch eine Generalabrechnung mit der heutigen CIA. Baer möchte mit seinem Buch, wie er im Prolog deutlich macht, beschreiben, „was aus der CIA geworden ist und was nun getan werden muss“. Sein Vorwurf wiegt schwer: „Die CIA wurde durch political correctness systematisch zerstört, durch Kleinkriege zwischen Institutionen [und] durch Karrieresucht“.

Alter Hase

Baer ist jemand, der weiß, wovon er spricht: 21 Jahre hat er für die CIA gearbeitet, von Mitte der siebziger bis Mitte der neunziger Jahre – zwei Jahrzehnte, die Baer zum großen Teil als foot soldier der Anti-Terror-Abteilung der CIA in den Krisengebieten dieser Welt verbringt: Sudan, Marokko, Irak und immer wieder Beirut. Der erwähnte Anschlag auf die Botschaft in Beirut 1983, der Anschlag auf die Kaserne der amerikanischen Marines in Beirut 1984, der Abschuss des PanAm-Flugs 103 über Lockerbie 1988, ein geplanter Aufstand gegen Saddam Hussein im Irak – überall wird Baers Anti-Terror-Abteilung aktiv.

Zurück in Washington

Ernüchterung macht sich bei Baer breit, als er Mitte der neunziger Jahre nach Washington zurück beordert wird, in eine Stadt, die sich samt ihrer politischen Kultur in den Jahren seiner Abwesenheit stark verändert hat. Es dauert nicht lange, bis er merkt, dass er in die „neue“ CIA nicht mehr hineinpasst und seinen Hut nimmt. Parallel dazu erfährt er bei seinen Ermittlungen, die er auch nach Ausscheiden aus der CIA weiter betreibt, dass Geldwäscher, Drogen- und Waffenhändler, gegen die er ermittelt, Kaffeetermine bei Präsident Clinton erhalten und die nationale Sicherheit mehr und mehr durch wirtschaftliche Interessen kompromittiert wird.

Von der „alten“ zur „neuen“ CIA

Baer, der ein guter Erzähler ist, beklagt den Paradigmenwechsel in der Politik der CIA: „Anstatt Agenten anzuwerben und einzusetzen, verbrachten die Leute in den CIA-Büros den größten Teil ihrer Zeit damit, sich um das zu kümmern, was in Washington gerade Mode war: die Menschenrechte, die wirtschaftliche Globalisierung, den arabisch-israelischen Konflikt. Veteranen wie mir kam es vor, als ob die CIA eigentlich nur noch wenig mehr tue, als die Fahne flattern zu lassen“.

Vor allem kritisiert Baer die Technikgläubigkeit der amerikanischen Behörden. Satellitenbilder und wissenschaftliche Literatur, so klagt er an mehreren Stellen, brachten nach Ansicht der Verantwortlichen aufschlussreichere und zuverlässigere Informationen als Agenten, die direkt in den Krisengebieten operierten: „Agenten benahmen sich manchmal schlecht oder sie verursachten peinliche diplomatische Zwischenfälle. Schlimmer noch: sie passten nicht mehr in Amerikas Vorstellung von einer Welt, wie sie nach der Meinung Washingtons zu funktionieren hatte“, wie Baer sarkastisch kommentiert.

Kritischer Rundumschlag

Baer schont in seinem Buch weder sich noch seine Regierung. Misstrauen hegt er vor allem gegen den eigenen Präsidenten, egal ob er Reagan, Bush Senior oder Clinton heißt: „Die Parole in Pennsylvania Avenue Nummer 1600 schien immer zu lauten: Überstehe deine Amtszeit. Halte die Zeitungen frei von schlechten Nachrichten. Schmeiße die Nörgler raus. Kratze – möglichst tonnenweise – Geld für die nächste Wahl zusammen und überlasse es der nächsten Regierung, sich mit allem anderen herumzuschlagen. Und zu allem Übel hatte sich meine gute alte CIA entschlossen, das Spiel mitzumachen“.

Einseitige Perspektive

Baer hat ein sehr lesenswertes und mitunter spannendes Buch geschrieben. Obwohl er das Manuskript vor der Drucklegung der CIA vorlegen musste, die prompt eine Reihe von Namen, Orten und Jahreszahlen schwärzte, steckt trotzdem immer noch ausreichend Brisanz im Buch, um die Lektüre kurzweilig zu halten.

Baer ist natürlich voreingenommen, betrachtet die Ereignisse aus der Perspektive des individuellen CIA-Agenten. Dass aber auch die CIA nicht in einem luftleeren Raum, sondern – bei aller wohl notwendigen Geheimhaltung – in einem politischen System operiert, das großen Wert auf Öffentlichkeit und Transparenz legt, und dass andere Akteure dieses Systems vielleicht andere Prioritäten verfolgen (müssen), macht Baer sich nicht ausreichend klar. Bei aller Sympathie für Baers Positionen: Es wäre aufschlussreich, zum Vergleich den Bericht anderer Beteiligter zu lesen.

 

Robert Baer: „Der Niedergang der CIA. Der Enthüllungsbericht eines CIA-Agenten“,
Verlag C. Bertelsmann München 2002, 418 Seiten,
23,90 EUR,
ISBN: 3-570-00676-X.

http://e-politik.de/alt.e-politik.de/beitrag1a7a.html?Beitrag_ID=1744

CIA Mann: Robert Baer; Jovica Stanisic und Franko Simatovic :: Milosevic Geheimdienst Leute inklusive Auftragskillern

February 23, 1998: American Special Envoy to Bosnia Says KLA Is a Terrorist Organization

Ratko Mladic: Europe’s Most Wanted Faces Judgment

He was a devoted Yugoslav soldier, then a war crimes suspect on the run – now former Bosnian Serb military chief Ratko Mladic awaits his verdict for the worst atrocities in Europe since WWII.

Marija Ristic BIRN Belgrade

Ratko Mladic in Sarajevo in 1993. Photo: Evstafiev Mikhail.

“A very, very dangerous man.”

This is how the former chief prosecutor of the International Criminal Tribunal for the Former Yugoslavia, Carla Del Ponte, described the fugitive she hunted for more than a decade in order to bring him for trial for the first genocide on European soil since the defeat of Nazi Germany.

This month, 22 years since it initially indicted former Bosnian Serb Army general Ratko Mladic for genocide and war crimes committed in Bosnia and Herzegovina during the 1992-95 conflict, the ICTY will rule on his role in these events, which caused the deaths of some 100,000 people and caused more than two million to flee their homes.

Mladic, now aged 74, was born in World War II; in 1943, in the Bosnian village of Bozinovci, some 70 kilometres south of the capital Sarajevo.

The child of a Yugoslav Communist Partisan family, Mladic lost his father as a three-year-old; he was killed in one of the last battles at the end of WWII. Mladic decided to follow in his father’s footsteps and went to military school in Belgrade.

At 22, he became an officer in Skopje, Macedonia, where he was the youngest member and commander of a Yugoslav People’s Army engineering unit.

His military skills were first put to the test at the very beginning of the break-up of Yugoslavia, when he was sent to Croatia to assist local Serbs.

In the spring of 1991, he arrived in the Croatian town of Knin, which was a Serb stronghold at the time.

“I serve the Socialist Federal Republic of Yugoslavia with my brother officers, in order to protect all nationalities and nations,” he told Serbian public broadcaster RTS.

By the time Mladic was appointed commander of the 9th Yugoslav People’s Army Corps in Knin in June 1991, the territory was already cut off from the rest of Croatia because rebel Serbs, who had declared the establishment of their Autonomous Territory of Krajina statelet in 1990, had blocked the roads around the town.

In August 1991, Mladic ordered an attack on the nearby village of Kijevo in order to lift a retaliatory blockade of Serb settlements by Croatian forces.

“In Kijevo, we fired on legitimate military targets. We didn’t destroy a single house simply for the sake of it,” Mladic told reporters afterwards.

But the Croatian prosecution believed otherwise. In July 1992, the county court in the coastal town of Sibenik sentenced Mladic to 20 years’ imprisonment for the attack on Kijevo, which left the village totally destroyed.

The events in Kijevo also an marked important development in the Yugoslav wars. Under Mladic’s command, Yugoslav People’s Army units, which at the beginning of the conflict in Croatia mostly separated warring Croatian and Serb sides, aligned itself with Serb forces.

According to the ICTY, that Yugoslav People’s Army attack on Kijevo on August 26, 1991 marks the moment when it openly took the Serb side in the conflict.

After the Yugoslav People’s Army seized the village, local Serbs entered and took over. This model was used all over the former Yugoslavia – in Croatia, Bosnia and Herzegovina and Kosovo. The units and military insignia changed, but the strategy remained the same.

Taking the fight to Bosnia

Sarajevo during the wartime siege. Photo: Hedwig Klawuttke/Wikicommons.

The war spilled over into Bosnia and Herzegovina the year afterwards, with many Bosnian Serb officers now leaving the Yugoslav People’s Army uniform for the newly-established, Serb-led Army of Republika Srpska.

Serbian President Slobodan Milosevic didn’t want to be perceived as an aggressor at the time, and instead of sending his own troops, he decided to supply the Bosnian Serb Army with weapons and men, and make Mladic the main military strategist.

“When I took over my position… I tasked myself with gathering people and forming the command and headquarters… I knew immediately that a big historic event was going to happen there,” Mladic told Belgrade-based news weekly NIN.

The Bosnian Serb military chief’s right-hand man, General Manojlo Milovanovic, told the Hague Tribunal in 2013 that Mladic had warned his political leadership about the possibility of genocide on the day before the war broke out.

Milovanovic testified that Mladic told Bosnian Serb leaders in May 1992: “We cannot [ethnically] cleanse, we don’t have a sieve to sift so that only Serbs can stay, and others leave… I don’t know how [Bosnian Serb political leaders] Mr. [Radovan] Karadzic and Mr. [Momcilo] Krajisnik will explain this to the world. This is genocide, people.”

Under Mladic’s command, the Bosnian Serb Army spread fear and death – the city of Sarajevo was shelled for more than three years, and towns like Foca, Prijedor and Visegrad were ethnically cleansed of Bosnian Muslims.

Mladic never conducted his campaigns in secret, and often allowed news cameras to film him walking around the cliffs overlooking Sarajevo, where the Bosnian Serb siege lasted for 1,425 days. The civilian population was systematically shelled and targeted by snipers, and there were shortages of food, water and electricity.

“Shell Velusici and Pofalici because there are not many Serbs in those settlements,” Mladic ordered on May 28, 1992, mispronouncing the Sarajevo settlement of Velesici.

“And shell the part near Dobrovoljacka Street, and up there around Humska street and up Djure Djakovica street,” he continued, in an audio recording that was played at his trial.

“Can you shell Bascarsija? Fire a salvo at Bascarsija. Keep the presidency and parliament buildings under direct fire. Shoot slowly, at intervals, until I order you to stop,” he added.

That night, many buildings in central Sarajevo were set ablaze. More than 100 wounded people were brought to the city’s hospitals in a matter of hours.

Those who stayed in the besieged city remember months spent living in fear, as people were killed queuing for water and bread, or running across bridges under sniper fire. Hospitals were shelled, along with museums and libraries.

Mladic was unrepentant. “I am just defending my people,” he said on many occasions during the war. He used the same line at his trial.

‘Protector of the Serbs’

Ratko Mladic entering Srebrenica in July 1995.

Mladic freely admitted that offensives were “the main method of my warfare style”.

“My goal is simple – the protection of Serb territory and the people who have lived there for ages,” he often explained during the war.

In July 1995, just a few months before the conflict ended in Bosnia and Herzegovina, Mladic’s forces captured the eastern town of Srebrenica, which the United Nations had declared a “protected zone” two years earlier.

Mladic arrived in Srebrenica with a smile on his face, congratulating the soldiers who met him in the streets of the now-deserted town.

Cameras recorded the general’s movements and Bosnian Serb television reported on the “liberation” of the town, which tens of thousands of Bosniaks were then fleeing.

“Here we are in Serb Srebrenica on July 11, 1995,” Mladic said in the broadcast. “On the eve of yet another big Serb holy day, we are presenting this town to the Serb people. Finally, the time has come to get even with the Turks for the first time since the uprising against Ottoman rule.”….

http://www.balkaninsight.com/en/article/ratko-mladic-europe-s-most-wanted-faces-judgment-11-13-2017

1 Response

  1. ueber die vom CIA bazahlten Moerder und Terroristen (siehe Robert Baer) schweigen die Banden der NATO und ihrer Sieger Justiz.

    Kritik an „Skandalurteil“ gegen Mladic: „Illegales Tribunal im Auftrag der Nato“

    © AFP 2017/ Gabriel BOUYS
    Politik

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    Von einem „Skandalurteil auf Basis vorgefasster Meinungen“ gegen den bosnisch-serbischen Ex-General Ratko Mladic am Mittwoch spricht Klaus Hartmann, Vorsitzender des Freidenker-Verbandes und Beobachter der Ereignisse. Der Journalist Hannes Hofbauer sieht im Urteil eine juristische Fortsetzung des Nato-Vorgehens gegen Jugoslawien.

    Mit deutlicher Kritik haben langjährige Beobachter der Ereignisse, Prozesse und Hintergründe beim Zerfall Jugoslawiens auf das Urteil des UN-Sondertribunals in Den Haag vom Mittwoch gegen den ehemaligen bosnisch-serbischen Militärchef Ratko Mladic reagiert. Dieser wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, weil der heute 75-Jährige des Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Krieges (1992 bis 1995) schuldig sei. Der Ex-General war in elf Fällen angeklagt worden. Dazu zählte laut den Berichten die Ermordung von 8000 muslimischen Jungen und Männern in Srebrenica, die vom UN-Tribunal als Völkermord eingestuft wurde.

    Es war der letzte Völkermord-Prozess des Tribunals. Ende des Jahres wird das Gericht laut der Nachrichtenagentur dpa nach 24 Jahren seine Arbeit abschließen. Wegen des angeblichen Völkermordes in Srebrenica waren mit Mladic 16 Personen schuldig gesprochen worden.

    „Kriegsbefürworter und Kriegstreiber zufriedengestellt“

    Für unbedarfte Zuschauer klinge das Urteil „eigentlich gerecht“, schätzte der österreichische Journalist und Verleger Hannes Hofbauer gegenüber Sputnik ein.

    „Es ist aber nicht gerecht“, fügte der langjährige Beobachter der Entwicklung auf dem Balkan hinzu. Das UN-Tribunal sehe nur „auf einem Auge scharf, nämlich auf dem serbischen Auge, und ist auf allen anderen Augen blind“.

    Für Klaus Hartmann handelt es sich um ein „Skandalurteil auf Basis vorgefasster Meinungen“. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbandes hat die Vorgänge seit Jahren verfolgt und die Verfahren in Den Haag wie das gegen den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic deutlich kritisiert. Das Tribunal sei auch gegen Mladic einseitig der Nato-Auffassung gefolgt und habe in allen Verfahren einseitig antiserbisch entschieden, erklärte er gegenüber Sputnik. Dazu gehöre, dass die Rolle der Nato in den jugoslawischen Teilungs-Kriegen in den 1990er Jahren nicht hinterfragt worden sei.

    Die Kriegsbefürworter und —treiber seien mit dem Urteil gegen Mladic „nun zufriedengestellt“. Es werde nicht mehr nach den Ursachen und Tatsachen gefragt, so Hartmann. Das hätte mit Blick auf die inneren und äußeren Zusammenhänge, die zum jugoslawischen Zerfallsprozess führten, erfolgen müssen, bestätigte Verleger Hofbauer. Er schloss dabei auch die externen Faktoren wie die Rolle Deutschlands und Österreichs mit ein – „die ja eigentlich seit 1991 zu dieser Sezession Bosniens getrieben haben und immer wieder von serbischer Seite gewarnt worden sind, dass das nicht ohne Krieg funktionieren wird.“

    Unterlassene Fragen nach Rolle der Nato

    Hofbauer verwies darauf, dass in dem Krieg Morde und Überfälle nicht nur von einer Seite erfolgten. So hätten kroatische Einheiten 1995 vor Sarajevo eine UN-Schutzzone überfallen, was nie thematisiert worden sei. Das zeige, dass es sich um „ein ungleichgewichtiges Tribunal“ handele. Freidenker Hartmann widersprach unter anderem der vom Gericht behaupteten Belagerung Sarajevos durch die bosnischen Serben:

    „Es wird negiert, dass Sarajevo in diesen Jahren immer eine geteilte Stadt war, in der Serben und Kroaten und bosnische Muslime in unterschiedlichen Stadtteilen wohnten und, aufeinander gehetzt, sich gegenseitig beschossen haben. Eine Belagerung fand in dieser Hinsicht nie statt.“

    Der Freidenker-Vorsitzende betonte, der Vorwurf, Mladic habe befohlen, UN-Blauhelme als menschliche Schutzschilde gegen Nato-Bomben zu missbrauchen, sei konstruiert. Das unterlasse die Frage, ob die Nato-Bombenangriffe 1994 völkerrechtlich legitimiert waren. „Es gab für nichts dergleichen einen UN-Sicherheitsratsbeschluss.“

    Merkwürdiger „Kronzeuge“ für Srebrenica

    Hartmann ging ebenso darauf ein, dass Mladic die mutmaßlichen Massaker von Srebrenica 1995 mit angeblich etwa 8000 Toten und „Völkermord“ vorgeworfen wurden. Letzteres sei 2010 nach einer Klage Bosnien-Herzegowinas vom Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag nur für diesen einen Fall bestätigt worden, allerdings ohne jegliche eigene Ermittlungen.

    Das UN-Sondertribunal stütze sich bei den Vorwürfen zu Srebrenica auf allein ein Verfahren und die immer wieder voneinander abweichenden Aussagen eines einzigen „Kronzeugen“ namens Drazen Erdemovic, stellte Hartmann klar. Erdemovic habe als bosnischer Muslim auf Seiten der Serben gekämpft. Dabei gebe es die „verblüffende Situation“, dass kein einziger von ihm benannter angeblicher Mittäter verhaftet und befragt worden sei. Es handele sich um einen „merkwürdigen, gekauften Zeugen“. Als Slobodan Milosevic in seinem Verfahren 2003 Erdemovic befragen wollte, habe der vorsitzende Richter das untersagt.

    Im Interview machte der Freidenker-Vorsitzende darauf aufmerksam, dass in die wiederholt genannte Gesamtzahl der Opfer anscheinend verschiedene Zahlen von Opfergruppen auf allen beteiligten Seiten von verschiedenen Kämpfen und Ereignissen zusammengerechnet wurden. Diesen Widersprüchen bei den Zahlen gehe bis heute niemand nach, beklagte Hartmann. Journalist Hofbauer findet die Frage wichtig, ob es sich wie behauptet um eine „willentliche Ausrottung“ gehandelt hat. Er machte dabei auf ein Problem aufmerksam: „Seit die Europäische Union mit einem Beschluss 2007 die Leugnung von Völkermord – und dabei war insbesondere Srebrenica gemeint – unter Strafe stellt, ist die offene Debatte darüber nicht möglich.“Das sei für ihn kritikwürdig. Alle Beteiligten in dem bosnischen Bürgerkrieg von 1992 bis 1995 seien darauf aus gewesen, die jeweils andere Bevölkerung von ihren jeweiligen Gebieten zu vertreiben und auch zu vernichten. „Das ist kein Alleinstellungsmerkmal eines Bürgerkrieges.“ Für Hofbauer ist es „ungerecht, das nur einer Seite vorzuwerfen“. Niemand von der kroatischen, der bosnisch-muslimischen und auch der albanisch-kosovarischen Seite sei vor Gericht gestellt worden.

    „Gericht im Auftrag der Nato und privater Finanziers“

    Freidenker Hartmann bezeichnete das Tribunal in Den Haag als „voreingenommenes Gericht, das im Auftrag der Nato agiert“. Das bestätigte Hofbauer: „Das, was die Nato, Deutschland und die USA voran, in dem jugoslawischen Zerfallsprozess gemacht haben, nämlich sich auf eine Seite zu stellen, die immer antiserbisch war, das haben sie dann mit diesem Jugoslawien-Tribunal juristisch untermauert.“

    Hartmann stellte fest: „Man kann einfach jedes Operettentribunal hier im Hinterzimmer einer Gaststätte gründen. Hauptsache ist, man platziert es in Den Haag und schon profitiert es vom Nimbus dieser Stadt, weil dort eine Reihe von internationalen legalen Gerichten tätig sind.“ Das Sondertribunal zu Jugoslawien sei ein „illegales Gericht“, weil es vom UN-Sicherheitsrat einberufen wurde. Das dürfe dieses Gremium laut UN-Charta aber überhaupt nicht, stellte Hartmann klar.

    https://de.sputniknews.com/politik/20171122318406331-kritik-an-skandalurteil-gegen-mladic/

    Medien: Getöteter IS-Kopfabschneider war Nato-Mitarbeiter im Kosovo

    © REUTERS/ Social media via Reuters TV

    Panorama

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    Der berüchtigte Henker des „Islamischen Staates (IS), Lavdrim Muhaxheri, der vermutlich vor wenigen Wochen in Syrien getötet wurde, hatte Medienberichten zufolge zuvor bei der Nato-Mission in der abtrünnigen serbischen Provinz Kosovo gearbeitet.

    Der Kosovoalbaner, der für IS-Propagandavideos persönlich Christen, Schiiten und Alawiten geköpft habe, sei gemeinsam mit seinen rund 20 Leibwächtern bei einer russisch-syrischen Militäraktion im Raum Idlib eliminiert worden, berichtet die griechische Zeitung pronews.gr, ohne allerdings ihre Informanten zu nennen. Nach Angaben des Blatts hatte Muhaxheri kurz vor seinem Tod vier Monate in Europa verbracht, wo er Albanien und den Kosovo besucht hatte.„Als bekannt wurde, dass Muhaxheri tot ist, besuchte Lutfi Zharku, der Infrastrukturminister des kosovarischen Pseudo-Staates, die in Kaçanik lebende Familie des führenden IS-Terroristen, um persönlich sein Beileid zu äußern“, schreibt pronews.gr.

    Der Vorsteher der islamischen Gemeinde Kaçanik (Südkosovo), Florim Neziraj, habe Muhaxheri öffentlich als „großen Islam-Krieger“ gewürdigt und seinen Tod als bedauernswert bezeichnet, so das Blatt.Früheren Medienberichten zufolge hatte Muhaxheri (auch bekannt als Balkan-Henker und Abu Abdullah al-Kosova) für die Nato gearbeitet, bevor er sich dem IS anschloss. Im Dezember berichtete die italienische Zeitung „Espresso“ unter Berufung auf den italienischen Geheimdienst, dass der Henker aus Kaçanik im Stützpunkt der Nato-geführten Kosovo-Truppe (Kfor) in Bondsteel und davor für die Nato-Truppen in Afghanistan tätig gewesen sei.

    Geheime NATO Graphiken:
    NATO Secret: über die Kosovo Mafia:

     

     

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