Sieger Justiz der kriminellen NATO Horden: Ratko Mladic: Europe’s Most Wanted Faces Judgment

Robert Baer, Bill Waugh: After April 6, 1992: CIA Paramilitary Fights in Bosnia: Albanian Narco-Terrorism

Der verbrecherische Angriffskrieg gegen Jugoslawien:
Sean Gervasi – Warum ist die NATO in Jugoslawien?
Diana Johnstone – Kollektive Schuld und kollektive Unschuld
George Szamuely – US-Scheinheiligkeit und Marionettentribunale
Michel Chossudovsky – Die Aufsplitterung Jugoslawiens und Rekolonialisierung Bosniens

Der Niedergang der CIA

Robert Baer: Der Niedergang der CIA

Autor :  Michael Kolkmann
E-mail: redaktion@e-politik.de
Artikel vom: 10.07.2002

Der Amerikaner Robert Baer, über 20 Jahre in den Diensten der CIA, hat mit seinem früheren Arbeitgeber abgerechnet. Michael Kolkmann hat seinen Erfahrungsbericht gelesen.

 

Die Irritation war groß, als Mitte Mai bekannt wurde, dass die amerikanische Regierung bereits vor dem 11. September 2001 mehrere Hinweise auf in den USA geplanten Terroranschläge hatte. Für den langjährigen CIA-Agenten Robert Baer kommt dies nicht überraschend. Ähnliche Hinweise, sogar mit Datumsangaben, hatte es auch vor der Bombardierung der amerikanischen Botschaft in Beirut im Jahre 1983 gegeben. Bei dem Anschlag kamen 63 Menschen ums Leben, und Robert Baer, gerade in Beirut stationiert, machte es sich zur Lebensaufgabe, die Attentäter und Hintermänner dieses Anschlags ausfindig zu machen.

Ein Lebensbericht

Ein Dutzend Jahre sollte vergehen, bis Baer zuverlässige Informationen zum Beiruter Anschlag besaß; nachlesen kann man die Ermittlungen in seinem Buch „See No Evil“, das seit mehreren Wochen auf den amerikanischen Bestsellerlisten steht und nun unter dem Titel „Der Niedergang der CIA“ auf deutsch erschienen ist. Zugleich ist das Buch eine Generalabrechnung mit der heutigen CIA. Baer möchte mit seinem Buch, wie er im Prolog deutlich macht, beschreiben, „was aus der CIA geworden ist und was nun getan werden muss“. Sein Vorwurf wiegt schwer: „Die CIA wurde durch political correctness systematisch zerstört, durch Kleinkriege zwischen Institutionen [und] durch Karrieresucht“.

Alter Hase

Baer ist jemand, der weiß, wovon er spricht: 21 Jahre hat er für die CIA gearbeitet, von Mitte der siebziger bis Mitte der neunziger Jahre – zwei Jahrzehnte, die Baer zum großen Teil als foot soldier der Anti-Terror-Abteilung der CIA in den Krisengebieten dieser Welt verbringt: Sudan, Marokko, Irak und immer wieder Beirut. Der erwähnte Anschlag auf die Botschaft in Beirut 1983, der Anschlag auf die Kaserne der amerikanischen Marines in Beirut 1984, der Abschuss des PanAm-Flugs 103 über Lockerbie 1988, ein geplanter Aufstand gegen Saddam Hussein im Irak – überall wird Baers Anti-Terror-Abteilung aktiv.

Zurück in Washington

Ernüchterung macht sich bei Baer breit, als er Mitte der neunziger Jahre nach Washington zurück beordert wird, in eine Stadt, die sich samt ihrer politischen Kultur in den Jahren seiner Abwesenheit stark verändert hat. Es dauert nicht lange, bis er merkt, dass er in die „neue“ CIA nicht mehr hineinpasst und seinen Hut nimmt. Parallel dazu erfährt er bei seinen Ermittlungen, die er auch nach Ausscheiden aus der CIA weiter betreibt, dass Geldwäscher, Drogen- und Waffenhändler, gegen die er ermittelt, Kaffeetermine bei Präsident Clinton erhalten und die nationale Sicherheit mehr und mehr durch wirtschaftliche Interessen kompromittiert wird.

Von der „alten“ zur „neuen“ CIA

Baer, der ein guter Erzähler ist, beklagt den Paradigmenwechsel in der Politik der CIA: „Anstatt Agenten anzuwerben und einzusetzen, verbrachten die Leute in den CIA-Büros den größten Teil ihrer Zeit damit, sich um das zu kümmern, was in Washington gerade Mode war: die Menschenrechte, die wirtschaftliche Globalisierung, den arabisch-israelischen Konflikt. Veteranen wie mir kam es vor, als ob die CIA eigentlich nur noch wenig mehr tue, als die Fahne flattern zu lassen“.

Vor allem kritisiert Baer die Technikgläubigkeit der amerikanischen Behörden. Satellitenbilder und wissenschaftliche Literatur, so klagt er an mehreren Stellen, brachten nach Ansicht der Verantwortlichen aufschlussreichere und zuverlässigere Informationen als Agenten, die direkt in den Krisengebieten operierten: „Agenten benahmen sich manchmal schlecht oder sie verursachten peinliche diplomatische Zwischenfälle. Schlimmer noch: sie passten nicht mehr in Amerikas Vorstellung von einer Welt, wie sie nach der Meinung Washingtons zu funktionieren hatte“, wie Baer sarkastisch kommentiert.

Kritischer Rundumschlag

Baer schont in seinem Buch weder sich noch seine Regierung. Misstrauen hegt er vor allem gegen den eigenen Präsidenten, egal ob er Reagan, Bush Senior oder Clinton heißt: „Die Parole in Pennsylvania Avenue Nummer 1600 schien immer zu lauten: Überstehe deine Amtszeit. Halte die Zeitungen frei von schlechten Nachrichten. Schmeiße die Nörgler raus. Kratze – möglichst tonnenweise – Geld für die nächste Wahl zusammen und überlasse es der nächsten Regierung, sich mit allem anderen herumzuschlagen. Und zu allem Übel hatte sich meine gute alte CIA entschlossen, das Spiel mitzumachen“.

Einseitige Perspektive

Baer hat ein sehr lesenswertes und mitunter spannendes Buch geschrieben. Obwohl er das Manuskript vor der Drucklegung der CIA vorlegen musste, die prompt eine Reihe von Namen, Orten und Jahreszahlen schwärzte, steckt trotzdem immer noch ausreichend Brisanz im Buch, um die Lektüre kurzweilig zu halten.

Baer ist natürlich voreingenommen, betrachtet die Ereignisse aus der Perspektive des individuellen CIA-Agenten. Dass aber auch die CIA nicht in einem luftleeren Raum, sondern – bei aller wohl notwendigen Geheimhaltung – in einem politischen System operiert, das großen Wert auf Öffentlichkeit und Transparenz legt, und dass andere Akteure dieses Systems vielleicht andere Prioritäten verfolgen (müssen), macht Baer sich nicht ausreichend klar. Bei aller Sympathie für Baers Positionen: Es wäre aufschlussreich, zum Vergleich den Bericht anderer Beteiligter zu lesen.

 

Robert Baer: „Der Niedergang der CIA. Der Enthüllungsbericht eines CIA-Agenten“,
Verlag C. Bertelsmann München 2002, 418 Seiten,
23,90 EUR,
ISBN: 3-570-00676-X.

http://e-politik.de/alt.e-politik.de/beitrag1a7a.html?Beitrag_ID=1744

CIA Mann: Robert Baer; Jovica Stanisic und Franko Simatovic :: Milosevic Geheimdienst Leute inklusive Auftragskillern

February 23, 1998: American Special Envoy to Bosnia Says KLA Is a Terrorist Organization

Ratko Mladic: Europe’s Most Wanted Faces Judgment

He was a devoted Yugoslav soldier, then a war crimes suspect on the run – now former Bosnian Serb military chief Ratko Mladic awaits his verdict for the worst atrocities in Europe since WWII.

Marija Ristic BIRN Belgrade

Ratko Mladic in Sarajevo in 1993. Photo: Evstafiev Mikhail.

“A very, very dangerous man.”

This is how the former chief prosecutor of the International Criminal Tribunal for the Former Yugoslavia, Carla Del Ponte, described the fugitive she hunted for more than a decade in order to bring him for trial for the first genocide on European soil since the defeat of Nazi Germany.

This month, 22 years since it initially indicted former Bosnian Serb Army general Ratko Mladic for genocide and war crimes committed in Bosnia and Herzegovina during the 1992-95 conflict, the ICTY will rule on his role in these events, which caused the deaths of some 100,000 people and caused more than two million to flee their homes.

Mladic, now aged 74, was born in World War II; in 1943, in the Bosnian village of Bozinovci, some 70 kilometres south of the capital Sarajevo.

The child of a Yugoslav Communist Partisan family, Mladic lost his father as a three-year-old; he was killed in one of the last battles at the end of WWII. Mladic decided to follow in his father’s footsteps and went to military school in Belgrade.

At 22, he became an officer in Skopje, Macedonia, where he was the youngest member and commander of a Yugoslav People’s Army engineering unit.

His military skills were first put to the test at the very beginning of the break-up of Yugoslavia, when he was sent to Croatia to assist local Serbs.

In the spring of 1991, he arrived in the Croatian town of Knin, which was a Serb stronghold at the time.

“I serve the Socialist Federal Republic of Yugoslavia with my brother officers, in order to protect all nationalities and nations,” he told Serbian public broadcaster RTS.

By the time Mladic was appointed commander of the 9th Yugoslav People’s Army Corps in Knin in June 1991, the territory was already cut off from the rest of Croatia because rebel Serbs, who had declared the establishment of their Autonomous Territory of Krajina statelet in 1990, had blocked the roads around the town.

In August 1991, Mladic ordered an attack on the nearby village of Kijevo in order to lift a retaliatory blockade of Serb settlements by Croatian forces.

“In Kijevo, we fired on legitimate military targets. We didn’t destroy a single house simply for the sake of it,” Mladic told reporters afterwards.

But the Croatian prosecution believed otherwise. In July 1992, the county court in the coastal town of Sibenik sentenced Mladic to 20 years’ imprisonment for the attack on Kijevo, which left the village totally destroyed.

The events in Kijevo also an marked important development in the Yugoslav wars. Under Mladic’s command, Yugoslav People’s Army units, which at the beginning of the conflict in Croatia mostly separated warring Croatian and Serb sides, aligned itself with Serb forces.

According to the ICTY, that Yugoslav People’s Army attack on Kijevo on August 26, 1991 marks the moment when it openly took the Serb side in the conflict.

After the Yugoslav People’s Army seized the village, local Serbs entered and took over. This model was used all over the former Yugoslavia – in Croatia, Bosnia and Herzegovina and Kosovo. The units and military insignia changed, but the strategy remained the same.

Taking the fight to Bosnia

Sarajevo during the wartime siege. Photo: Hedwig Klawuttke/Wikicommons.

The war spilled over into Bosnia and Herzegovina the year afterwards, with many Bosnian Serb officers now leaving the Yugoslav People’s Army uniform for the newly-established, Serb-led Army of Republika Srpska.

Serbian President Slobodan Milosevic didn’t want to be perceived as an aggressor at the time, and instead of sending his own troops, he decided to supply the Bosnian Serb Army with weapons and men, and make Mladic the main military strategist.

“When I took over my position… I tasked myself with gathering people and forming the command and headquarters… I knew immediately that a big historic event was going to happen there,” Mladic told Belgrade-based news weekly NIN.

The Bosnian Serb military chief’s right-hand man, General Manojlo Milovanovic, told the Hague Tribunal in 2013 that Mladic had warned his political leadership about the possibility of genocide on the day before the war broke out.

Milovanovic testified that Mladic told Bosnian Serb leaders in May 1992: “We cannot [ethnically] cleanse, we don’t have a sieve to sift so that only Serbs can stay, and others leave… I don’t know how [Bosnian Serb political leaders] Mr. [Radovan] Karadzic and Mr. [Momcilo] Krajisnik will explain this to the world. This is genocide, people.”

Under Mladic’s command, the Bosnian Serb Army spread fear and death – the city of Sarajevo was shelled for more than three years, and towns like Foca, Prijedor and Visegrad were ethnically cleansed of Bosnian Muslims.

Mladic never conducted his campaigns in secret, and often allowed news cameras to film him walking around the cliffs overlooking Sarajevo, where the Bosnian Serb siege lasted for 1,425 days. The civilian population was systematically shelled and targeted by snipers, and there were shortages of food, water and electricity.

“Shell Velusici and Pofalici because there are not many Serbs in those settlements,” Mladic ordered on May 28, 1992, mispronouncing the Sarajevo settlement of Velesici.

“And shell the part near Dobrovoljacka Street, and up there around Humska street and up Djure Djakovica street,” he continued, in an audio recording that was played at his trial.

“Can you shell Bascarsija? Fire a salvo at Bascarsija. Keep the presidency and parliament buildings under direct fire. Shoot slowly, at intervals, until I order you to stop,” he added.

That night, many buildings in central Sarajevo were set ablaze. More than 100 wounded people were brought to the city’s hospitals in a matter of hours.

Those who stayed in the besieged city remember months spent living in fear, as people were killed queuing for water and bread, or running across bridges under sniper fire. Hospitals were shelled, along with museums and libraries.

Mladic was unrepentant. “I am just defending my people,” he said on many occasions during the war. He used the same line at his trial.

‘Protector of the Serbs’

Ratko Mladic entering Srebrenica in July 1995.

Mladic freely admitted that offensives were “the main method of my warfare style”.

“My goal is simple – the protection of Serb territory and the people who have lived there for ages,” he often explained during the war.

In July 1995, just a few months before the conflict ended in Bosnia and Herzegovina, Mladic’s forces captured the eastern town of Srebrenica, which the United Nations had declared a “protected zone” two years earlier.

Mladic arrived in Srebrenica with a smile on his face, congratulating the soldiers who met him in the streets of the now-deserted town.

Cameras recorded the general’s movements and Bosnian Serb television reported on the “liberation” of the town, which tens of thousands of Bosniaks were then fleeing.

“Here we are in Serb Srebrenica on July 11, 1995,” Mladic said in the broadcast. “On the eve of yet another big Serb holy day, we are presenting this town to the Serb people. Finally, the time has come to get even with the Turks for the first time since the uprising against Ottoman rule.”….

http://www.balkaninsight.com/en/article/ratko-mladic-europe-s-most-wanted-faces-judgment-11-13-2017