Friederike Beck über Atlantikbrücke und Aspen-Institut „Deutschlands-Politiker-Macher“

Wolfgang Ischinger, ist wie von und zu Gutenberg, so eine Ratte der Atlantik Brücke e.V. einem extrem korrupten Club, wo Bestechungsgelder bekanntlich System sind.

Es gibt eine merkwürdige Todes Serie unter den wenigen seriösen Journalisten, darunter der FAZ Chef Redakteur, vor kurzem: Friederike Beck

Das Guttenberg-Dossier (Teil 1)

Teil 1: Der Zögling

Von FRIEDERIKE BECK

Als uns vor kurzem der neuen Wirtschaftsminister Karl-Theodor von und zu Guttenberg präsentiert wurde, stellte sich bald ziemlich alles, was über seine angebliche Erfahrung in der „freien Wirtschaft“ berichtet wurde, als falsch heraus. Aus den Medien war und ist außer nachweislichen Falschinformationen und Plattitüden kaum etwas Sachdienliches zu erfahren. Wer aber ist zu Guttenberg wirklich, woher kommt er? Und wofür steht er? zeitgeist-Autorin Friederike Beck begab sich auf Spurensuche und fand erstaunlich Brisantes. Ihr Beitrag gibt aber auch Einblick in eine Form des investigativen Journalismus, die man eigentlich von den großen Nachrichtenmagazinen zu erwarten hätte … Aufgrund der Fülle des Materials wird das „Guttenberg-Dossier“ in mehreren Teilen veröffentlicht – exklusiv auf zeitgeist Online.

 

Karl-Theodor, unser neuer Wirtschaftsminister … von und zu Guttenberg auf einem Wirtschaftposten – das ist gelinde gesagt merkwürdig, außer man ist der Ansicht, wer Verkehr könne, könne auch Außenpolitik und wer Außenpolitik, der auch Wirtschaft und wer Wirtschaft, der auch Innenpolitik usw. Oder man ist ohnehin der Meinung, dass entsprechende Politik nur von Fachberatern und Experten im Hintergrund gemacht wird und ein Minister habe nicht viel zu besagen.

Dennoch: Deutschland hat als Wirtschaftsminister in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise nun jemanden, der als erklärtes Hobby die Außenpolitik hat.

Die angebliche Erfahrung des Aufsteigers in der freien Wirtschaft stellte sich inzwischen als eine Gesellschaft zu Verwaltung des eigenen Familienvermögens heraus, die es seit einigen Jahren nicht mehr gibt. Keinesfalls handelte es sich dabei, wie allseits vermutet, um ein fränkisches Unternehmen, das Dämmstoffe u. ä. herstellt.

Guttenbergs Vater Enoch kann die Millionen unmöglich mit dem Dirigentenstöckchen herbeigezaubert haben

Laut SPIEGEL (11/2009) wird das Familienvermögen des feschen Freiherrn auf ca. 600 Millionen Euro geschätzt. Die Familie von und zu Guttenberg, die auf ihrem Schloss im Fränkischen bei Kulmbach residiert, gehört damit zu den 300 reichsten Familien bzw. Personen Deutschlands. Wenn die Informationen des SPIEGEL stimmen, vermisst man eine nachvollziehbare Angabe darüber, wie dieses unvorstellbare Vermögen aufgehäuft werden konnte. Adel steht, das weiß jeder, längst nicht mehr für noble Verhältnisse; vielmehr übte man sich – besonders nach dem Zweiten Weltkrieg – oft eher in der edlen Kunst des stilvollen Verarmens. Und das Heizen von alten Schlössern geht auch ganz schön ins Geld. Auch „KT’s“ Vater Enoch (ein Dirigent, der wirklich gute Musik macht) kann diese Millionen unmöglich mit dem Dirigentenstöckchen herbeigezaubert haben. Die Frage nach dem „Woher“ steht also unbedingt im Raum, zumal Karl-Theodor nachweislich nie in der „Freien Wirtschaft“ tätig war: Er ist promovierter Jurist und arbeitete ein Jahr lang in einer New Yorker Kanzlei. Welcher ist unbekannt.

Gutti geizt ganz offensichtlich mit genauen Informationen über seine wirtschaftlichen Umstände und seinen beruflichen und politischen Werdegang. Seine Homepage ist schütter und dürftig. Aber diese falsche Bescheidenheit in Sachen Angaben zur eigenen Person, auf die in einer Demokratie die Öffentlichkeit nun einmal Anspruch hat, dürfte einigen Hintergrund haben.

Die Ernennung des 37-Jährigen stets gut Gegelten in ein Ministeramt (auch wenn, wie wir noch sehen werden, wohl eher das Außen- und nicht das Wirtschaftsamt angepeilt wurde) hatte sich schon früher abgezeichnet – wenn man genauer hingeschaut hätte. Als Indikator kann schon 2002 Guttenbergs Berufung in den Auswärtigen Ausschuss des Bundestages zeitgleich mit seiner Wahl in den deutschen Bundestag für die CSU (Wahlkreis Kulmbach) im sensationell zarten Alter von nur 31 Jahren gelten. Vorher hatte Guttenberg allerdings schon bei der CSU im Fachausschuss Außenpolitik gesessen und einige Jahre als CSU-Politiker hinter sich – wie viele erfährt man nicht.

„Das Geheimnis des schwarzen Barons“ lautet der Titel eines Porträts zu Guttenbergs im FOCUS, Heft 13/2009. Der Artikel selbst lüftet es jedoch nicht. Stattdessen gehen die Redakteure lediglich auf sein Erfolgsgeheimnis ein (Welcher Erfolg eigentlich? Er hat doch noch gar nichts geleistet … oder etwa doch, hinter verschlossenen Türen?), welches in seinem schon immer vorhandenem grenzenlosem Selbstbewusstsein und seinem Bemühen, nicht den Eindruck eines abgehobenen Aristokraten zu vermitteln, verortet wird. „Er wurde bereits in jungen Jahren auf eine spätere Führungsaufgabe vorbereitet …“

Wie kommt es nun, dass ein so junger Parlamentarier, der gerade erst in den Bundestag gewählt wurde und Außenpolitik bisher nur auf CSU-Parteiebene betrieben hat, sogleich in dieses bedeutsame Gremium weitergeleitet wird? Worin bestand seine „Qualifikation“?

Auf Guttis Webseite heißt es dazu: „Seine Berufung in diesen Ausschuss war für einen neu gewählten Parlamentarier sehr ungewöhnlich. Der 31-jährige CSU-Politiker ist zudem das jüngste Mitglied in diesem Gremium.“ Eben. Eine Frage ist jedoch keine Antwort, und so beschloss ich, mein Wissen über den Auswärtigen Ausschuss etwas aufzufrischen.

Der Auswärtige Ausschuss

Auf der Homepage des Deutschen Bundestages heißt es über die Befugnisse und Aufgaben des Auswärtigen Ausschusses (Ich habe die mir wichtig erscheinenden Hinweise unterstrichen):

Klassisch politisch und hochsensibel

Der Auswärtige Ausschuss ist ein von der Verfassung privilegierter Ausschuss, er gehört zu den vier Ausschüssen, die das Grundgesetz fest vorschreibt. Als klassischer politischer Ausschuss begleitet er die auswärtige Regierungspolitik vor allem im Vorfeld wichtiger außen- und sicherheitspolitischer Entscheidungen. Grundsätzlich arbeitet er hinter verschlossenen Türen. Denn seine Beratungsthemen sind hochsensibel. So beraten seine Mitglieder federführend, ob die Bundesregierung deutsche Soldaten zu Auslandseinsätzen entsenden darf. (…) Die Pflege der Beziehungen zu auswärtigen Staaten ist Sache des Bundes, genauer Sache der Bundesregierung. Sowohl für die Übertragung von Hoheitsrechten auf zwischenstaatliche Einrichtungen, als auch für Verträge, welche die politischen Beziehungen des Bundes regeln oder sich auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung beziehen, schreibt das Grundgesetz aber die Mitwirkung des Parlaments vor. In der Praxis ist es der Auswärtige Ausschuss, über den diese Mitwirkung stattfindet. (…) Federführend für das Plenum des Bundestages werden diese Entscheidungen vom Auswärtigen Ausschuss nach eingehenden Beratungen vorbereitet. Bisher ist das Plenum in keinem einzigen Fall von einer Empfehlung des Auswärtigen Ausschusses abgewichen.

Die Ernennung des 37-Jährigen stets gut Gegelten in ein Ministeramt hatte sich schon früher abgezeichnet – wenn man genauer hingeschaut hätte

Der Auswärtige Ausschuss ist also faktisch das Gremium, das hochsensible (= hochgeheime) sicherheitspolitische (= den Einsatz des Militärs betreffende) Entscheidungen hinter verschlossenen Türen fällt. Der deutsche Militäreinsatz in Afghanistan etwa wurde und wird hier entschieden. Die Zustimmung des Bundestages ist faktisch nur noch eine Formalität, da er bisher, wie offen zugegeben wird, in keinem einzigen (!) Fall von den Vorgaben dieses Ausschusses abgewichen ist.

Welche Voraussetzungen qualifizierten Gutti für dieses hochsensible Gremium? Entscheidend für die umstandslose Inkorporierung Guttenbergs in den Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages, der, wie wir gesehen haben, nur formal ein Beratungsgremium, aber faktisch ein Entscheidungsgremium ist, muss seine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) zu Berlin gewesen sein. Über den genauen Zeitpunkt seiner Aufnahme ist wieder nichts zu eruieren, sie muss jedoch schon vor 2002 erfolgt sein.

Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

Es wird daher Zeit, einmal die DGAP etwas kritisch zu beäugen: Ein Blick auf die aktuelle Mitgliederliste zeigt eine interessante Mixtur aus einflussreichen Politikern, Wirtschaftskapitänen, Bankenbossen und Medienmogulen.

Der „Hohepriester“ der Außenpolitik und sein „Messdiener“: Henry Kissinger (oben), Bundeswirtschaftsminister KT Guttenberg (unten links), Quelle: Bildschirm-Kopie von der Internetseite der American Academy

 

Aus der Ankündigung: Kommentar: lauter Verbrecher und John Kornblum, darf bis heute seinen Hirn Müll in der ARD und ZDF verbreiten

Political Berlin: Germany and the United States, Panel Discussion, Sun, Nov 11 at 7 PM, Weill Recital Hall

Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg
Josef Joffe
Henry A. Kissinger
John C. Kornblum
Richard C. Holbrooke, Moderator

Unter „Meet the artist“ heißt es u. a.:

KARL-THEODOR FREIHERR ZU GUTTENBERG
Baron zu Guttenberg is a member of the German Parliament (CSU) and Chairman of the CSU’s Committee on Foreign Affairs. In Berlin he serves as Department Spokesman for the CDU/CSU Parliamentary Group on the Foreign Affairs Committee and as Spokesman for Non-Proliferation and Arms Control.
Before being elected into Parliament, he was head of the Guttenberg family’s companies in Munich and Berlin, and gained work experience in Frankfurt and New York. Baron zu Guttenberg was Managing Director of the Guttenberg GmbH (Munich) and is a member on several boards. Prior to this position, he studied law and completed a doctoral thesis on comparative constitutional law (JD).
Guttenberg has published many articles on foreign and European policy as well as on the period between 1933 and 1945 in Germany. (His family was actively involved in the resistance against Hitler.)……………………..

Weitere Teile des Guttenberg-Dossiers:

https://zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html

Das Guttenberg-Dossier: Ein Atlantik Brücken e.V. Mitglied

Der unendliche Müll und die gezielten gekauften Amtsträger, zeichnet heute Deutschland als Bananen Republik aus, wo man Alles kaufen kann.

 

Die Sendung „ARD Wahlarena“ startete, wie schon viele TV-Auftritte der Spitzenkandidaten Schulz und Merkel zuvor: Eine kurze Vorstellung des SPD-Vorsitzenden, dann eine Erklärung, dass Martin Schulz die Fragen des Publikums vorher nicht kenne und dem Hinweis, dass die Menschen im Studio repräsentativ aus einem Querschnitt der Bevölkerung ausgesucht worden wären. Durch den Abend führten die ARD-Moderatoren Sonia Mikich und Andreas Cichowicz.

Genau dort lag auch das erste Problem des Formats: Die Moderatoren stellten kaum kritische Zwischenfragen an den Kanzlerkandidaten und Mikich, die eigentlich sogar Chefredakteurin des WDR Rundfunks ist, glänzte einzig damit, die brav aufzeigenden Fragesteller im Publikum durch ihren Kleidungsstil zu benennen: Sie ruft eine Frau mit „Punktebluse“ auf oder einen Mann, „mit schwarzem Hemd“. Und wenn einer einen Pullunder trägt, ist dies ein „Pullover ohne Ärmel“.

Nennt sich heute Chef Redakteur, nur hat man von Nichts eine Ahnung im Stile der ARD – ZDF selbstbedienungs Mafia, um PR Müll der Kriegs Fraktion zu verbreiten.

Bildergebnis für Sonia Mikich

Sonia Seymour Mikich
Journalistin
Sonia Seymour Mikich ist eine deutsche Journalistin, Fernsehmoderatorin und Chefredakteurin des Westdeutschen Rundfunks. Den Zuschauern ist sie vor allem aus den Jahren 2002 bis 2012 als Moderatorin des Politmagazins Monitor bekannt. Wikipedia

Garry Kasparov: Putin greift die Stabilität der modernen Weltordnung an

Gestern, am 4.3.2015, durfte der früherer Schachmeister Garry Kasparow vor dem Foreign Relation Subcommitee des US-Senats seine Expertenmeinung über Russland abgeben. Thema der Anhörung: “Russian Aggression in Eastern Europe: Where Does Putin Go Next After Ukraine, Georgia, and Moldova?”
Kasparov tat dies zusammen mit einer Reihe weitere “Experten”, darunter auch der ehemalige georgische Präsident Saakashvili, der in seiner Heimat mit Haftbefehl gesucht wird.

Kasparow sitzt heute nach Beendigung seiner Schachkarriere im Vorstand der “Human Rights Foundation”, von der nicht ganz klar ist, wer sie finanziert, sie erhielt z. B. 2013 von ungenannten Individuen 852.106 Dollars Spenden. Seine “Aussage” vor dem US-Senat konnte nicht wirklich überraschen. Kasparov (geb. Garik Kimovich Weinstein) ist seit Jahren hauptamtlich in Sachen Hass und Hetze unterwegs, seine Wortwahl gestern war jedoch auch für seine Verhältnisse überraschend menschenverachtend.

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Boris Nemzow, wichtiger Partner des Auswärtigen Amtes

Hauptgedanke Kasparovs war und ist, dass die klassische Diplomatie bei Russlands nichts bringt, Gespräche und Verhandlungen von Übel seien: “Mit Russland kann man nicht in guter Absicht verhandeln.”

Kasparov gestern: “Mit einem Krebsgeschwür kann man nicht verhandeln. Wie Krebs müssen Putin und seine Eliten herausgeschnitten werden, er muss isoliert und entfernt werden.

Kasparov will auch erreichen, dass die USA der Ukraine schnellstmöglich Waffen liefern.

In Sachen Ermordung des Boris Nemzov, eines reichen Lebemanns, der seine 30 Jahre jüngere ukrainische Geliebte kürzlich zur Abtreibung in die Schweiz schickte und den Schwangerschaftsabbruch bezahlte, lästert Kasparov, er sei  durch ein “tödliches Mix” ermordet worden, durch ein “Klima des Hasses und der Gewalt” in Putins Russland.

“Boris war ein lautstarker Kritiker des Polizeistaates, der keine Toleranz mit seinen Kritikern hat.” Keine Toleranz mit Kritikern? Und was ist dann Kasparov? Vielleicht ein Hassprediger?

So groß kann das “Hassklima” und das “tödliche Mix” in Russland nicht sein – Kasparov zieht seit Jahren durch das US-Fernsehen mit einer ausgesprochenen Hassbotschaft gegen sein Land und kann immer wieder unbehelligt nach Russland zurückkehren. Dort ist ihm bisher kein Haar gekrümmt worden.

Stellen wir uns einen Moment vor, jemand hätte gesagt, Benjamin Netanyahu oder Gary Kasparov seien “wie Krebs”.Wie Krebs müssen sie und ihre Anhänger  herausgeschnitten werden. Netanyahu und Ksaparow müssen herausgeschnitten und entfernt werden”, zum Beispiel, damit Friede in Nahost sein kann. Zum Glück hat dies niemand gesagt. Und darum konnte niemand wegen Antisemitismus und der Verwendung des Vokabulars der Unmenschen verurteilt werden.

Kasparov hat absolut keine Ahnung, wer den scheußlichen Mord an Nemzov begangen hat, er verkündet aber: “Boris war nicht das erste Opfer dieses tödlichen Mixes. Georgien, die Ukraine und die Stabilität der modernen Weltordnung, sie alle wurden angegriffen.”

Eine Stabilität, die vor allem im Auge des Kasparov liegt, in den Augen anderer, unvoreingenommener Beobachter, gibt es keine Stabilität der modernen Weltordnung, sondern vor allem Instabilität:  Chaos, Not und Tod.

Hier ein Kurzvideo von Kasparovs Auftritt.

Die Kultur des Auswärtigen Amtes seit Ende 1998: immer mit den übelsten Gestalten: Boris Nemzow

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