Nationalistische Tendenzen als Druckmittel auf Europa

Nach dem Trumps Machtantritt waren die Verhältnisse zwischen den USA und der EU auf einem Tiefstand. Seitdem haben sie sich nicht von Grund aus geändert. Der US-Präsident benutzt diverse Druckmittel auf Europa, darunter Dieselgate mit daraus folgenden Milliardenschäden und Sanktionen gegen Russland, die auch EU-Unternehmen treffen können. Dadurch werden europäische Hersteller stark geschwächt, was eine größere Expansion des amerikanischen Geschäfts in Europa ermöglicht. Außerdem dürfte Brüssel bald einen anderen Anlass zur Sorge haben, öffentlich nicht ohne US-Beteiligung.
„Auf dem Boden Europas“ – im Westbalkan ist die Lage hoch beunruhigend. Unter der albanischen Bevölkerung im Kosovo, Mazedonien und Albanien immer mehr wächst eine nationalistische Bewegung, deren Ziel ist, ein Großalbanien zu erschaffen (die Vereinigung dieser drei Staaten, Südserbiens und der in Montenegro lebenden Albaner). In den letzten Jahren ist der großalbanische Nationalismus so stark geworden, dass er auf die Politik in drei Ländern bedeutend einwirkt: seit Juni dominieren Radikale und Nationalisten das neue Kosovo-Parlament, während eine mazedonische Partei mit den meisten Wählersympathien eine von Albanern bewohnte Autonomie entlang der Grenzen zu Albanien und zum Kosovo am liebsten hätte. In Albanien selbst bringt der Regierungschef die großalbanischen Ideen zum Ausdruck. Mittlerweile ist die Enttäuschungüber die EU im Westbalkan höher denn je. Daraufhin wurde eine aus dem Ausland stammende Führung möglich: die Augsburger Allgemeine Zeitung schreibt, die Lösungen für Politkriesen in Albanien und Mazedonien würden gerade von US-Diplomaten durchgesetzt trotz vieler Milliarden Euro EU-Hilfen und trotz der Unzahl von Brüsseler Experten. Soweit es das Kosovo betrifft, war es ursprünglich ein amerikanisches Projekt.
Die nationalistischen Tendenzen im Westbalkan, worin die USA einmischen sollen, sehen sehr ähnlich den im Nordirak verlaufenden separatistischen Prozessen: Washington hält die destabilisierenden Bestrebungen der Kurden nach Autonomie für „legitim„, daneben werden nordirakische Kurden mit US-Waffen beliefert und von amerikanischen Soldaten ausgebildet.
Wie Kurden könnten nationalistisch orientierte Albaner mit US-Hilfe Europa ins Chaos stürzen, was neue Flüchtlingswellen, Blutvergießen und andere enorme Schwierigkeiten herbeiführt. Das Pulverfass Balkan, das die EU systematisch außer Acht lässt, könnte als US-Druckmittel auf Brüssel instrumentalisiert werden. Eine Überwindung der Krise könnte unsere Chance, eigene Interessen vor den USA zu schützen, extrem verringern.

1 Response

  1. reblogt in

    https://balkaninfo.wordpress.com/2017/09/05/us-politik-im-balkan-und-in-der-welt-nationalistische-tendenzen-als-druckmittel-auf-europa/

    Franz. Geheimdienst: Wie die NATO-USA (Partner von Al Zawahiris) den Islam Terror im Balkan plante

    Altes US System man gibt Kriminellen Millionen und destabilisiert damit Regionen. siehe der CIA Offizier Robert Baer, oder Professor Krysmanski

    Die US Mafia trifft sich auch wieder in Mazedonien mit der Albaner Mafia rudnum Destani

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