Die Deutsche Staaten Zerstörer Aussenpolitik – Südsudan: Schon Teenager vergewaltigen

Das Auswärtige Amt, mit oft sehr inkompetenden Gestalten, versucht seit Jahren, die eigenen Verbrechen Weltweit zuvertuschen und die vollständige Inkompetenz.

Kosovo, Bosnien, Georgien, Afhanistan, Libyen, Syrien, man finanziert Kriminelle, Terroristen und erfindet dann eine verfolgte Einwohnerschaft. Heute ist überall nur noch Chaos, wo „failed State“ in Folge durch die NATO, Berliner, US Mafia überall produziert wird und Carl Bildt, Frank Walter Steinmeier, der Verbrecher Gruppe: World Vision waren im Sudan besonders aktiv, wo de VW General Vertreter für Montenegro, ein Super Mafia Boss: Anton Stanaj in 2013 erschossen wurde von den eigenen Leuten, wo er ein UN Büro unterhielt. über 35 Firmen im Kosovo und dann für die UN arbeiten, um als Schleuser Afrikaner nach Europa zubringen.

Neuer Artikel mit vielen Details, über Russische Immobilien Firmen in Albanien und Geldwäsche von Lukoil und Gazprom in Albanien! Unterwegs vom Öl Schmuggler Hafen: Porto Romana, zu den Geldwäsche Tankstellen in Durres, ein Roksped Tank LKW

Treibstoff LKW der “Firma “Roksped (auch VW-Audi Vertretung)” in Durres, welche zum Mafia Clan Stanaj gehört, welche Lukoil Verträge hat und Lukoil Tankstellen in Montenegro.

 

Thomas Immanuel Steinberg

Die Völkermord-Erfinder

Der Internationale Strafgerichtshof Im Haag, Niederlande, hat am 3. April 2009 erstmalig seit seinem Bestehen gegen einen Regierungschef Haftbefehl erlassen, und zwar gegen den Präsidenten des Sudan, Omar al-Bashir. Der Präsident sei am Völkermord im Landesteil Darfur beteiligt……………………….

Zwei Britinnen, die Journalistin Collette Valentine und die Medienberaterin Ali Gunn, besuchten in Al-Faschir, der Hauptstadt von Nord-Darfur, die „International Conference on the Challenge Facing Women in Darfur“ und suchten in ganz Darfur nach Anzeichen für einen Völkermord, so CounterPunch.

In Deutschland werben die gleichen Leute für die Save-Darfur-Kampagne, die auch für die Unterjochung der Iraker eingetreten sind, das Gaza-Massaker bejubelt haben und die Bombardierung des Iran herbeisehnen: die Zionisten und die Antideutschen. (1) Der Rüstung und dem Ressourcenraub den Weg zu bahnen ist ihr Geschäft.

T:I:S, 3. Juni 2009

Anmerkung

(1) Die Eingabe des Suchbegriffs „darfur“ auf Broders Achse des Guten zum Beispiel ergibt eine drei Seiten lange Liste von Links zu allerabenteuerlichsten Behauptungen über den nicht existierenden Völkermord in Darfur.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/sudan.htm#SaveDarfur

In Deutschland werben die gleichen Leute für die Save-Darfur-Kampagne, die auch für die Unterjochung der Iraker eingetreten sind, das Gaza-Massaker bejubelt haben und die Bombardierung des Iran herbeisehnen: die Zionisten und die Antideutschen. (1) Der Rüstung und dem Ressourcenraub den Weg zu bahnen ist ihr Geschäft.

T:I:S, 3. Juni 2009

Anmerkung

(1) Die Eingabe des Suchbegriffs „darfur“ auf Broders Achse des Guten zum Beispiel ergibt eine drei Seiten lange Liste von Links zu allerabenteuerlichsten Behauptungen über den nicht existierenden Völkermord in Darfur.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/sudan.htm#SaveDarfur

Bürgerkrieg im Südsudan
Schon Teenager vergewaltigen

11.06.2017, 08:42 Uhr | Rodney Muhumuza, AP

Der Bürgerkrieg im Südsudan hat nicht nur Tausende Menschen das Leben gekostet. Unzählige Frauen sind dort auch sexueller Gewalt ausgesetzt. (Screenshot: Reuters)

Über 1,5 Millionen Südsudanesen sind in den letzten drei Jahren wegen des andauernden Bürgerkriegs aus ihrem Land geflohen. (Quelle: t-online.de)

Der Bürgerkrieg im Südsudan hat nicht nur Tausende Menschen das Leben gekostet. Unzählige Frauen sind dort auch sexueller Gewalt ausgesetzt. Einige konnten ins Nachbarland Uganda fliehen. Hier versuchen sie, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

Joy Diko erinnert sich noch genau, wie die Regierungstruppen in die Stadt kamen; wie sie
plündernd von Haus zu Haus zogen; wie sie überall Mädchen und junge Frauen vergewaltigten,
zum Teil über mehrere Tage hinweg. Sie selbst sei unversehrt geblieben, sagt die 60-Jährige. Ihre
Tochter aber nicht. Soldaten im Teenager-Alter hätten sie ins Freie gezerrt und sich dort
abwechselnd an ihr vergangen, während sie vergeblich um Hilfe geschrien habe.
Das war der Moment, in dem sich Diko entschied, mit ihrer Familie zu fliehen. Inzwischen lebt sie
in dem gigantischen Lager Bidi Bidi in Uganda, in dem insgesamt etwa 270 000 Menschen aus
dem Südsudan Zuflucht gefunden haben. Auch Dikos Tochter lebt nun hier. Gemeinsam mit
Hunderten anderen Frauen, die ebenfalls sexuellen Übergriffen ausgeliefert waren, wird sie
notdürftig betreut.
Situation hat „ein unvorstellbares Ausmaß angenommen“
Die Hilfsorganisation International Rescue Committee hat in Bidi Bidi dreizehn Zentren für Opfer
von Vergewaltigungen errichtet. Hier können sich die Frauen regelmäßig treffen, sich gegenseitig
Über 1,5 Millionen Südsudanesen sind in den letzten drei Jahren wegen des andauernden
Bürgerkriegs aus ihrem Land geflohen. (Quelle: t-online.de) (Quelle: stroeer-rtr)
beraten oder einfach von ihren schrecklichen Erfahrungen berichten, um auf diese Weise vielleicht
eines Tages darüber hinwegzukommen. Gleichzeitig lernen sie praktische Dinge für den Alltag im
Lager – etwa eine Kochstelle aus Tonerde herzustellen.
Die sexuelle Gewalt im Südsudan habe „ein unvorstellbares Ausmaß angenommen“, schrieben
Ermittler der Vereinten Nationen kürzlich in einem Bericht. Einige der Betroffenen in Bidi Bidi
sagen, dass es ihnen helfe, darüber zu sprechen. Und was sie erzählen, ist erschütternd. „Wir
haben gesehen, wie Menschen getötet wurden und wie die jungen Männer manchmal sogar
Frauen in meinem Alter zum Sex gezwungen haben“, sagt Diko, die im September 2016 über die
Grenze kam. „Man hat junge Burschen mit Frauen gesehen, die vom Alter her ihre Mütter hätten
sein können.“
Vergewaltigungen auf offener Straße

In Dikos Heimatstadt Yei war es bis zum vergangenen August vergleichsweise friedlich gewesen. Doch nachdem in der Hauptstadt Dschuba neue Gewalt ausgebrochen war, verfolgten die Truppen des Regimes den Rebellenführer Riek Machar in Richtung Süden. Während in der Region an der Grenze zu Uganda dann gekämpft wurde, kam es im hier gelegenen Yei zu den wohl schlimmsten Gräueltaten seit Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2013.

 

Laut einem UN-Bericht vom Mai töteten regierungstreue Soldaten im vergangenen Jahr allein in
Yei mindestens 114 Zivilpersonen und vergewaltigten Frauen zum Teil vor den Augen der
Familien. Im Laufe des Krieges sollen zwar schon von allen Seiten schwere Verbrechen begangen
worden sein. Die Frauen im Flüchtlingslager Bidi Bidi betonen jedoch, dass ihre Häuser von
Soldaten mit eingeritzten Narben auf der Stirn überfallen worden seien. Hierbei handelt es sich um
ein typisches Kennzeichen der Ethnie Dinka, zu der auch der südsudanesische Präsident Salva
Kiir gehört.
Einige Vertreter der Behörden in Dschuba versichern, es seien inzwischen Maßnahmen zur
Eindämmung der sexuellen Gewalt getroffen worden. Andere dagegen streiten ab, dass es von
Seiten der Regierungstruppen je zu solchen Übergriffen gekommen sei. Dass in dem Bürgerkrieg
immer wieder auch ethnische Faktoren eine Rolle spielen, ist dagegen unumstritten. Während die
Dinka in der Regel zum Präsidenten halten, unterstützen viele Nuer den Rebellenführer Machar.
Andere, kleinere ethnische Gruppen geraten dabei oft ins Kreuzfeuer. Das Flüchtlingslager Bidi
Bidi wird überwiegend von Angehörigen der Minderheiten Pojulu und Kuku bewohnt.
Frauen berichten von mehrtägigen Exzessen
Eine 32-jährige Frau in Bidi Bidi wurde nach eigenen Angaben von Dinka-Soldaten festgehalten.
Die Männer hätten sie erst gehen lassen, nachdem sie sie mehrere Tage lang vergewaltigt hätten,
sagt die Mutter von fünf Kindern. Was aus ihrem Ehemann geworden sei, wisse sie nicht.
Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die Heimat habe sie nicht, da dort noch immer gekämpft
werde. Nach ihrer Flucht nach Uganda im September sei bei ihr zudem eine HIV-Infektion
festgestellt worden.
Lilian Dawa ist ebenfalls Flüchtling aus Yei, gleichzeitig aber auch die Leiterin von einem der
Hilfszentren für Vergewaltigungsopfer in Bidi Bidi. Ihr eigener Ehemann sei im Jahr 2014 von
Truppen der Regierung an einen Baum gefesselt und dann erschossen worden, sagt die 25-
jährige Mutter eines Kleinkindes. Sie erinnere sich noch gut, wie sie sich im vergangenen Jahr in
Yei in ihrem Haus versteckt habe. Aus Angst vor den herumschleichenden Vergewaltigern habe
sie sich nicht einmal getraut, im Garten zu arbeiten.
Trotz des eigenen Leids bemüht sich Dawa, anderen Frauen in Bidi Bidi Mut zu machen. Und sie
hat auch die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht aufgegeben. „Es ist die junge Generation, die die
Zukunft des Südsudans gestalten wird“, sagt sie. „Ich glaube, dass wenn alle Südsudanesinnen
ihre Kinder in die Schule schicken, dann kann das Klima des Hasses überwunden werden.“

2 Responses

  1. Die peinliche Bundeswehr hat noch in keinem Land, Stabilität gebracht noch eine Funktion eines Staates errichen können. Nur Kriminelle und Mörder übernahmen den Staat, weil man überall Partner ist.

    So schlimm war nicht einmal Hitler, wie die heutige Bundesregierung, + Finanzmafia

  2. Thomas Immanuel Steinberg

    Teilen und Vertreiben

    Blut für Öl im Sudan. Unter der Menschenrechtsfahne wird ein Stimmungsteppich für westliches Eingreifen ausgebreitet.

    Angenommen, auf Zypern würde Öl gefunden: ein riesiges Feld, nahe der Demarkationslinie. Und die orthodoxen Griechen würden die muslimischen Türken verjagen, oder umgekehrt, um das Öl für sich zu haben. Wäre das ein religiöser Konflikt? Oder ein ethnischer?

    Es wäre einer um Öl und Land.

    Im südlichen Sudan fand Chevron ab 1978 Öl bei Bentiu, Malakal und Al Muglat, dort, wo man Nuer, Dinka oder noch anders spricht, nur nicht arabisch. Viele Nuer und Dinka glauben an Geister, einige an den Heiligen Geist der Christen. Vom Norden aus herrschten und herrschen arabisierte Sudanesen über den ganzen Sudan. Sie glauben an Allah und seinen Propheten. Nord- und Südsudaner waren so verfeindet wie Türken und Griechen.

    Krieg zwischen Nord und Süd

    Wo Öl gefunden wurde, vertrieben die Nordsudaner die Südsudaner. Zwei Millionen Südsudaner sollen bislang ermordet, vier Millionen vertrieben worden sein. Nach einundzwanzig Jahren Krieg zwischen Nord und Süd ist seit Mai 2004 vereinbart: Die Scharia gilt im Norden, aber weiterhin nicht im Süden; 2010 soll ein Referendum über die Sezession des Südens entscheiden; die Öleinnahmen fließen je zur Hälfte an den Süden und den Norden. Die sprachlich und religiös verschiedenen Kriegsparteien bleiben verschieden; der Konflikt, scheinbar jetzt zu Ende, ging um Öl und Land.

    Seit 18 Monaten werden wieder Leute vertrieben. Woanders. Zehn- bis dreißigtausend Fur, Zaghawas und Masalit des Darfur im Südwesten des Sudan sollen von der Regierung und ihren Milizen ermordet worden sein. Hunderttausende flüchteten, unter anderem in den benachbarten Tschad. Es sind Muslime, wie ihre Verfolger. Öl gebe es nicht im Darfur, heißt es. Also ein ethnischer Konflikt?

    Der Bayrische Rundfunk ist sich sicher; er erklärt den Kindern: »Ethnische Säuberungen – so nennt man das, was jetzt in der Provinz Darfur passiert. Darfur liegt im Westen des Sudan, dort gibt es kein Öl und die Menschen sind Muslime, genau wie die Soldaten, die sie verfolgen. Dort geht es also nur darum, daß die einen einer anderen Ethnie, das heißt, einem anderen Stamm oder einer anderen Volksgruppe angehören als die anderen. Die, die die Macht haben, wollen, daß nur noch ihre Leute in dieser Gegend leben.«

    Der einundzwanzigjährige Krieg zwischen Nord und Süd, so glaubte man lange, hatte seine Wurzeln in ethnischer Zwietracht. Ebenso wird der Krieg in Darfur erklärt. Immer wieder wurden die religiösen Gegensätze hervorgehoben. Doch Geographie und Ökonomie des Sudan weisen in eine andere Richtung. Der Sudan, siebenmal größer als Deutschland, hat nur halb so viele Einwohner: 39 Millionen. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf und Jahr beträgt 424 Dollar. Die Sudanesen leben am Nil, in Port Sudan am Roten Meer und verteilt im Süden. Der Nordwesten gehört zur Sahara. Am Zusammenfluß von Weißem und Blauem Nil in der Hauptstadt Khartum leben fast drei Millionen Einwohner. Dort konzentriert sich auch die arabisierte Elite. Sie stellt die Regierung und die Offiziere in der Armee. Die Soldaten stammen aus dem armen Westen und Süden. Als 1978 im mittleren Süden das erste Öl floß, die Zentralregierung eine Pipeline in den Norden und eine Raffinerie bei Khartum plante, fürchteten die südlichen Führer um Land, Einkommen und Gewinne.

    Die Ölkonzerne

    1974 erwarb Chevron von der Zentralregierung Bohrlizenzen in Block 1

    Talisman, Lundin und OMV haben ihre Bohrrechte inzwischen verkauft.

    (siehe Karte), bald darauf in Block 2 und später in Block 5A. Die Firma Total (später TotalFinaElf, belgisch-französisch) kaufte Lizenzen für Block 5, der größer ist als Block 1, 2, 4, 5A und 5B zusammen. Beide Konzerne zogen sich nach Rebellenangriffen um 1984 zurück, Total behielt aber seine Rechte bis heute, ohne sie zu nutzen. Chevron wurde 1989 von der Regierung gezwungen, seine Rechte zu verkaufen. Block 1, 2 und 4 gingen bis 1998 an die kanadische Firma Talisman und an die jeweils staatlichen Firmen China National Petroleum Company (CNPC), Petronas (Malaysia) und die sudanesische Sudapet. Kanadisches Talisman-Kapital und -Technologie erlaubten den Bau einer 1540 Kilometer langen Pipeline nach Port Sudan ans Rote Meer und eines Tanker-Terminals. Mit der sukzessiven Erschließung der Blöcke stieg die sudanesische Ölproduktion auf 240000 Barrel im Jahr 2002, 271000 im Jahr 2003 und 345000 in diesem Jahr. 2005 sollen 500000 Barrel erreicht werden. Nachgewiesen sind 563 Millionen Barrel Reserven, die geschätzten liegen weit höher. Der Sudan gilt als Ölland mittlerer Größe, vergleichbar mit Brunei und Kolumbien. Daneben gibt es reichlich Erdgas, das bisher ungenutzt bleibt.

    Unter dem Druck internationaler und besonders kanadischer Menschenrechtsorganisationen verkaufte Talisman schließlich im Herbst 2002 seine Rechte im Sudan an die indische Firma Videsh – mit einem Gewinn von 30 Prozent. Block 5A, seit dem Chevron-Verkauf den südsudanesischen Rebellen an die Hand gegeben, blieb bis 1997 ungenutzt. 1997 vergab die Zentralregierung dennoch Rechte auf Block 5A an einen ausländischen Konzern, an die schwedische Lundin Oil AB. Am Konsortium für Block 5A beteiligte sich die österreichische OMV AG. In Block 5B erhielten Lundin und OMV ebenfalls Bohrrechte. 2003 verkauften Lundin und OMV ihre Rechte an die bereits in Block 1, 2, und 4 engagierte malaysische Petronas und die indische Videsh. Block 6 wurde insgesamt an die staatliche chinesische CNCP vergeben.

    Jetzt sind alle Öl-Claims in chinesischer, malaysischer, indischer und (zum kleinen Teil) sudanesischer Hand, außer dem ungenutzten Block 5 von TotalFinaElf. Seit dem Jahre 2000 ist eine Raffinerie bei Karthum in Betrieb. Bisher arbeitet sie überwiegend für den inländischen Bedarf. Im Juni 2004 hat die indische Regierung den Plan gebilligt, eine 700 Kilometer lange Pipeline von der dann erweiterten Raffinerie nach Port Sudan zu bauen, um Ölendprodukte zu transportieren.

    Sicherheitszonen um Fördergebiete

    Zur Politik: Über die Jahrzehnte festigte die sudanesische Elite ihre Herrschaft mit einer Strategie, die Human Rights Watch »Teilen und Vertreiben« nennt. Landlose Nachbarn wurden bewaffnet und ermutigt, Weidebauern auf den Ölfeldern anzugreifen. Vornehmlich Milizen der berittenen Baggara, arabischsprachige Nomaden, vertrieben die Nuer und Dinka weit hinter die von den britischen Kolonialherren einst gezogene Nord-Süd-Grenze nach Süden und Osten. So konnte die Armee bis 1983 um die Förderanlagen in den Blöcken 1, 2, 4 und 5A Sicherheitszonen errichten. Die Baggara mordeten, vergewaltigten und plünderten. Das Vieh der Vertriebenen verkauften sie nach Saudi-Arabien.

    1983 bildete sich aus einer Meuterei von Südsudanesen innerhalb der Armee die SPLM/A, die heute von John Garang und Riek Machar angeführt wird. Sie eroberte bis 1986 beträchtliche Gebiete. Der Zentralregierung gelang es jedoch, Paulino Matiep und andere Rebellenführer auf ihre Seite zu ziehen. So konnten die Ölarbeiten voranschreiten. 1991 spaltete sich die SPLM/A. Die meisten Dinka folgten Dr. John Garang, die meisten Nuer Dr. Riek Machar, den die Regierung verdeckt unterstützte. Gleichzeitig finanzierte die Regierung Gegner von Machar, darunter eine Gruppe mit dem Namen »Wächter der Öl-Brigade«.

    Dr. Riek Machar mit seiner englischen Frau, die 1993 in Nairobi bei einem Verkehrsunfall starb.

    1997 drang die Nuer-Miliz von Paulino Matiep in das Gebiet des Nuers Riek Machar vor. Die Regierung sprach von »Stammesfehden«, stoppte sie aber nicht, sondern belieferte die ihr jeweils genehmere Seite mit Waffen. 1999 war die Pipeline ans Rote Meer fertig. Es galt, Block 5A zu entwickeln, der den Südsudanesen zugesprochen, aber an die schwedische Firma Lundin vergeben worden war. Die Regierung konnte dort keine Baggara-Reiter einsetzen, weil das Gebiet von zahlreichen Flußarmen durchzogen ist. Riek Machar trat mit der Zentralregierung in Verhandlungen über Öl- und Landrechte, erfolglos. Paulino Matiep, von der Regierung bewaffnet, vertrieb Riek Machar und zahllose Nuer nach Westen ins Dinka-Gebiet und nach Süden und Osten.

    Im Mai 1999 griff die Zentralarmee verbliebene Dinka-Dörfer in Block 1 mit Antonow-Bombern und Kampfhubschraubern an, dann mit gepanzerten Fahrzeugen. Die Überlebenden flohen. Im September 1999 meuterten Paulino-Matiep-Anhänger unter Peter Gatdet und schlossen sich mit andern Nuern gegen die Zentralregierung, aber auch gegen den abtrünnigen Riek Machar zusammen. Die Zentralregierung warb daraufhin islamistisch orientierte Nordsudaner an.

    Riek Machar seinerseits wechselte erneut die Seite; das wiedererstandene Südbündnis wollte den Straßenbau für die Blöcke 5A und 4 behindern. Mit den ersten Öleinnahmen hatte die Regierung weitere Kampfhubschrauber erworben. Sie setzte die Hubschrauber zusammen mit Artillerie und Bombern im April 2000 in Block 4 und 5A ein. Baggara-Reiter verwüsteten, was übrig blieb. Im Juli und August 2000 überzogen Riek Machar, von der Regierung bewaffnet, und andere Nuer einander mit Rachefeldzügen. Tausende Zivilisten flohen.

    Verantwortung der Konzerne

    2002, die schwedische Firma Lundin hatte sich aus dem Ölgeschäft in Block 5A zurückgezogen, Machar und Garang sich wieder geeinigt, setzte die Zentralregierung die Vertreibungen fort. Der Sonderberichterstatter der UNO für den Sudan, der FDP-Politiker Gerhart Baum, stellte fest: »Die Ölförderung ist eng verknüpft mit dem Konflikt … Es handelt sich um einen Krieg um Ressourcen, also um Macht … Öl hat den Krieg ernsthaft verschlimmert und die Menschenrechtslage verschlechtert … Ölförderung verursacht weiterhin großflächige Vertreibungen.«

    Die Öleinnahmen, 1998 gleich null, machten 2001 bereits 42 Prozent der Staatseinnahmen aus. Im Jahre 2000 kündigte der Präsident den Aufbau einer eigenen Waffenindustrie an. 60 Prozent der Öleinnahmen wurden 2001 für Rüstung aufgewendet. Rußland lieferte 2001 zweiundzwanzig gepanzerte Kampffahrzeuge und 2002 zwölf Kampfhubschrauber. Belarus verkaufte vierzehn großkalibrige russische Artilleriesysteme an die Zentralregierung.

    Die Waffen schützen das Öl, das Öl finanziert die Waffen. Je mehr Öl, desto mehr Waffen; je mehr Waffen, desto mehr Öl.

    Human Rights Watch meint: Talisman (Kanada), Ludin (Schweden), CNPC (China), Petronas (Malaysia) und OMV (Österreich) haben von den andauernden Menschenrechtsverletzungen der sudanesischen Regierung profitiert. Vier Jahre lang, vom Geschäftseinstieg 1998 bis zum Ausstieg 2002, leugnete Talisman die Verletzungen, führte Journalisten in die Irre, ignorierte die von kanadischen NGOs vorgelegten Beweise, schob »Stammesfehden« vor, bezeichnete Berichte des damaligen UN-Sonderberichterstatters Dr. Leonardo Franco als »Hörensagen« und verweigerte den Rückzug unter Verweis auf die eigene Entwicklungshilfe für den Sudan – die Ausgaben dafür im Jahre 2000 betrugen 0,12 Prozent des Talisman-Gewinns nach Steuern. Die vom Khartum-Regime zugelassene Opposition beschuldigte den kanadischen Konzern, Agenten in den USA und Europa dafür zu bezahlen, daß sie »die irre Propaganda verbreiten, Südsudanesen seien unfähig, den wirtschaftlichen Segen der Ölförderung zu schätzen«.

    Für Einsätze gegen die südsudanesische Zivilbevölkerung stellte Talisman sein Straßensystem und seinen Flugplatz zur Verfügung. Die chinesische und die malayische Staatsfirma waren Human Rights Watch zufolge Komplizen, Lundin trat in Talismans Fußstapfen, OMV aus Österreich rührte keinen Finger. Die Aktivitäten aller Ölfirmen im Sudan, so urteilt Human Rights Watch, »sind unlösbar verflochten mit den Regierungsverstößen; die Verstöße wiegen schwer; die Firmen nähren und erleichtern mit ihrer Präsenz die Verstöße oder profitieren davon«. Die Menschenrechtsorganisation empfahl deshalb fortlaufend, zuletzt im September 2003, alle ausländischen Ölfirmen sollten sofort ihre Tätigkeit im Sudan einstellen, bis rechtliche Mindeststandards erfüllt sind.

    Doch die Firmen sind immer noch alle da. Die neue Vereinbarung zwischen Zentralregierung, John Garang und dem Freund-Feind Riek Machar könnte die Morde, Vergewaltigungen und Vertreibungen im Südsudan beenden. Schließlich hat man sich jetzt auf die Teilung der Öleinnahmen geeinigt. Das Öl allerdings fließt nur nach Norden. Die Zentralregierung hat die Hand am Hahn.

    Deutschland kommt ins Spiel

    Geht es nach der Firma Thormählen Schweißtechnik in Bad Oldesloe, so soll sich das ändern. Die Firma aus dem Hamburger Umland will für eine Milliarde Euro eine Eisenbahn bauen, vom Ölgebiet im mittleren Süden über die südöstliche Grenze bis zum kenianischen Hafen Mombasa. Die Eisenbahn, 2500 Kilometer lang, soll Öl und andere Bodenschätze nach Kenia transportieren, einen Abzweig nach Uganda machen und den Indischen Ozean erreichen. Später soll eine Pipeline hinzukommen. Die Gesamtkosten für den neuen afrikanischen Transportkorridor werden auf drei Milliarden Euro geschätzt. Die USA und Großbritannien hätten großes Interesse am Bau, sagt Firmenchef Klaus Thormählen. Verständlich, denn dann könnte sich der Süden mit samt seinen Ölfeldern abspalten und die asiatischen Ölfirmen verlören ihr Monopol auf das sudanesische Öl.

    Agent des Deals auf sudanesischer Seite ist ausgerechnet der Nuer Dr. Riek Machar, derselbe, der einmal regierungsfeindliche Nuer unterstützt, ein andermal Nuer vertreiben hilft. Er informierte sich kurz nach Friedensschluß in Bad Oldesloe über Thormählens mobiles Abbrennstumpfschweißverfahren, eine Technologie, mit der die Eisenbahn schnell und billig gebaut werden kann.

    Die rebellischen Freund-Feinde Dr. John Garang und Dr. Riek Machar

    Zeitgleich verlangten Joseph Fischer und andere kriegserfahrene deutsche Politiker von der sudanesischen Regierung die Einstellung der Kampfhandlungen. Sollten die von Fischer unterstützten Forderungen unerfüllt bleiben, könne die Diskussion »sehr viel ernster« werden. Unter der Menschenrechtsfahne wird, wie bei Jugoslawien und Afghanistan, ein Stimmungsteppich für westliches Eingreifen ausgebreitet – nützlich für den Fall, daß die Transporttrasse nach Kenia nicht ungestört gebaut werden kann. Nützlich auch, falls im Darfur wieder einmal nicht »Stammesfehden« ausgetragen werden, sondern ein geopolitischer Konflikt. Darauf gibt es zwei Hinweise: einen starken und einen schwachen.

    Öl auch im Darfur?

    http://archive.is/w8G4l#selection-709.0-1025.18

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