Mafia in Rumänien: Schwere Vorwürfe gegen Holzkonzern Schweighofer

das reicht locker für ein Ermittlungs Verfahren, wegen Auslands Bestechung und Morde gibt es auch, um Leute zum Schweigen zu bringen! Einer der Partner der vollkommen korrupte: Adam Craciunescu, der wegen Bestechlichkeit angeklagt ist. 42 Minuten investigative Dokumentation, inklusive der illegalen Wald Rodungen in der Ukraine.

The most important supplier of wood is the state-owned Romsilva, whose president Adam Craciunescu is indicted for corruption in a case of illegal forest restitution.

https://www.occrp.org/…/4787-romania-illegal-logging-declared-a-threat-to- national-security
Jan 12, 2016 Last year, OCCRP partner RISE Romania revealed how Schweighofer, an Austrian-based timber processing firm, bought massive volumes of …
https://www.occrp.org/…/4016-romania-austrian-firm-at-center-of-illegal- logging-scandal
Jun 8, 2015 According to documents obtained by RISE reporters, some of the logging firms received loans from Schweighofer in order to expand their …

Schwere Vorwürfe gegen Holzkonzern Schweighofer in Rumänien

Sägewerk Radauti: Wo stammt das Holz her, das hier lagert?

Sägewerk Radauti: Wo stammt das Holz her, das hier lagert?

In Rumänien droht den letzten großen unberührten Wäldern Europas Gefahr durchillegale Schlägerungen. Schuld daran soll laut Umweltschützern und Behörden der österreichische Holzkonzern Schweighofer sein. Alles nicht wahr, sagt Schweighofer. Eine Spurensuche.

Es ist eine lange Fahrt, bis das Nichts beginnt. Zuerst verwandeln sich die großen und stattlichen Plattenbauten der Hauptstadt in die kleinen und heruntergekommenen der Provinz. Dann ziehen nur noch Bauernhäuser am Autofenster vorbei. Schließlich Holzhütten. Und am Ende gar nichts mehr.

Am Rand des Nichts stellt Gabriel Paun den Motor ab. Er holt die Gummistiefel aus dem Kofferraum, denn der Schnee liegt hoch. Es ist nicht weit von hier, sagt er. Der 38-jährige Umweltschützer der Organisation „Agent Green“ kennt den Weg. Er war schon oft hier. Er hat Sorge, dass das Nichts verschwindet.

Câmpuşel, nahe der Kleinstadt Petroșani, Rumänien. Auf diesen Karpatenhängen breitet sich einer der letzten Urwälder Europas aus. In ihre Entwicklung hat seit Jahrhunderten kein Mensch eingegriffen. Wölfe hinterlassen ihre Spuren im Schnee. Wenn er unter den Sohlen nachgibt, ist sein Knirschen alles, was man hört. „Buchen, Fichten, alte Bäume, junge“, sagt Paun, „wild durcheinander“. Die Fläche in Rumänien, auf der bis heute Urwälder wachsen, soll fast jener von Vorarlberg entsprechen. Noch, sagt er.

Diese Geschichte handelt vom Eigentümer des Waldes von Câmpuşel, einem Holzkonzern mit administrativem Sitz in der Wiener Favoritenstraße 7. Dort residiert die Schweighofer-Gruppe. Sie gehört Gerald Schweighofer, einem gebürtigen Waldviertler. Seit 400 Jahren ist Schweighofers Familie im Holzgeschäft tätig. In den vergangenen Jahrzehnten baute er den Betrieb zu einem multinationalen Konzern aus, mit einem Umsatz von jährlich rund einer halben Milliarde Euro. Der Schwerpunkt liegt in Rumänien, wo das Unternehmen seit 2002 tätig ist. Heute rangiert Gerald Schweighofer laut „Trend“ mit einem geschätzten Vermögen von 1,2 Milliarden Euro auf Platz 25 der reichsten Österreicher.

Vorwürfe tönen seit Monaten

In Rumänien kennt fast jeder die „Holzindustrie Schweighofer S. R. L.“. Nicht nur, weil das Unternehmen mit drei großen Sägewerken und knapp 3000 Mitarbeitern der überlegene Marktführer bei der Nadelholzverarbeitung im Land ist. Sondern auch, weil es unentwegt auftaucht. In den Artikeln von Aufdeckerjournalisten, den Facebook-Einträgen von Umweltschützern, den Transparenten von Demonstranten auf der Straße, den Dossiers von Staatsanwälten.

Die Vorwürfe tönen seit Monaten, und sie wiegen schwer. Schweighofer soll seine Holzlieferanten in großem Stil zu illegalen Schlägerungen animieren. Er soll wegschauen, wenn illegales Holz die Werkstore passiert. Er soll für das Abholzen in Naturschutzgebieten verantwortlich sein. „Sein ganzes Geschäftsmodell dreht sich ums illegale Holz“, sagt Alexander Bismarck, Umweltschützer der US-Organisation Environmental Investigation Agency. Für die Konzernverantwortlichen gilt die Unschuldsvermutung.

Mit einer Aktion Bismarcks hat alles angefangen, das war vor neun Monaten. Als Holzhändler getarnt, sprach der Amerikaner mit versteckter Kamera in einem Schweighofer-Sägewerk im zentralrumänischen Sebeș vor. Er bot illegales Holz an – und stieß, so das Video, auf Interesse (siehe Artikel hier). Im vergangenen Juli sagte dann Rumäniens damalige Umweltministerin Grațiela Gavrilescu, dass Inspektionen bei Schweighofer „eine Anzahl von Unregelmäßigkeiten und Ungenauigkeiten“ ergeben hätten. Es bestehe der Verdacht, dass das Unternehmen Holz aus illegalen Schlägerungen beziehe. Dazu berichten Investigativ-Medien über dubiose Geschäftspartner und Scheinfirmen, mit deren Hilfe Schweighofer weite Teile des Holzmarkts kontrollieren soll.

http://www.profil.at/wirtschaft/schwere-vorwuerfe-holzkonzern-schwaighofer-rumaenien-6268676

http://www.austrianbusinessclub.com/images/katalog_logo/379_orig.jpg

Thomas Schiefer
+40-230 207 339
thomas.schiefer@schweighofer.ro
http://www.schweighofer.ro

The once-lush woods have been turned into a graveyard of stumps. Once extending from northern Romania to western Ukraine, the last virgin forests in Europe were mercilessly cut down.

Clear Cut Crimes is a 42-minute documentary film shot over a period of one year in the Carpathian Mountains. Our investigation follows the money to expose the crime of illegal deforestation, an activity that risks environmental disaster and is worth hundreds of millions of dollars.

The major Austrian timber firm Holzindustrie Schweighofer is positioned as a main beneficiary of the practice, having built a wood-processing capacity in Romania that exceeds that country’s legal wood-harvesting quota.

Schweighofer feeds off a destructive system devised by criminal groups involved in illegal deforestation. These groups work in cahoots with corrupt politicians who assist the thugs in expanding their unlawful logging businesses. They use poor people as fronts for their companies and will run a bulldozer over anyone or anything standing in their way. In the meantime, law enforcement sits on the sidelines as the violence unfolds.

In Ukraine, the network that supplies Schweighofer sends timber harvested in the war-torn country to Romanian processing plants. The network is opposed in Ukraine by paramilitaries who fight against Russia’s expansion. The so-called Cossack Battalion blocks logging trucks on the roads, halts trains loaded with illegal wood and sets up ambushes in the forest.

But it hasn’t been enough. The logging cartel is strong and supported by corrupt officials in Kyiv.

Clear Cut Crimes is a work by journalists from the Organized Crime and Corruption Reporting Project and RISE Project.