Viele Regierungs Stellen brennen in Bosnien

Bosnien wird von vollkommen inkomptenden Spinnern regiert, denen jede Legitamation fehlt, oder Komptenz.

Geschaffen wie das Mafia construct, durch die NATO:

massacre in Bosnia in 1992 was ordered by foreign intelligence services

Nach dem Dumm Plauderer Werner Almhofer, lehnen die USA die Ernennung von Valentin Inzko für BiH ab

Demonstranten fordern Revolution in Bosnien-Herzegowina

8. Februar 2014, 09:53
  • Demonstranten in Tuzla warfen Dokumente aus den Fenstern eines Regierungsgebäudes…

  • ... und verbrannten sie.vergrößern 800×491
    foto: reuters/dado ruvic

    … und verbrannten sie.


  • Aus einem Regierungsgebäude in Tuzla steigen Rauchwolken auf.vergrößern 959×655
    foto: reuters/dado ruvic

    Aus einem Regierungsgebäude in Tuzla steigen Rauchwolken auf.

Mehrere Regierungsgebäude in Flammen – Staatspräsidium in Sarajevo gestürmt – „Kriminelle Privatisierungen“ der Staatsbetriebe sollen rückgängig gemacht werden

Sarajevo – Was als Sozialprotest begann soll nach Wunsch der Demonstranten eine „politische Revolution“ werden: Bosnien-Herzegowina ist am Freitag von den schwersten Ausschreitungen seit dem Ende des Bürgerkrieges erschüttert worden. Zehntausende Menschen waren im ganzen Land aus Protest gegen die ihrer Meinung nach unfähigen Politiker auf die Straße gegangen. Bei den Demonstrationen gegen Armut und Arbeitslosigkeit wurden mehrere Regierungsgebäude in Brand gesteckt, darunter auch das Staatspräsidium in Sarajevo. Allein in der Hauptstadt wurden 50 Menschen verletzt. Insgesamt wurde in 33 Städten demonstriert.

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Die Ausschreitungen seien „kein Staatsstreich“, sondern „ein Schlag des Volkes gegen die staatliche Mafia“, analysierte Innenminister Fahrudin Radoncic die Proteste: „Das sind die Kinder der Eltern, die kein Geld für Brot haben“.

In einem Fünf-Punkte-Katalog verlangen die Protestierer, dass die „kriminellen Privatisierungen“ der Staatsbetriebe rückgängig gemacht und die „Wirtschaftskriminellen“ vor Gericht gestellt werden. Auch die Einkommen aller Politiker sollen an den äußerst niedrigen Durchschnittslöhnen im Land ausgerichtet werden. Die Demonstranten fordern außerdem, dass nach dem Rücktritt der Regionalregierung in Tuzla nur parteilose Experten eine neue Regierung bilden. Die Stadt war am Freitag das Zentrum der Gewalt.

„Ruhe bewahren“

„Ich sehe aus meinem Fenster, wie Flammen aus dem Staatspräsidium aufsteigen“, schilderte der internationale Bosnien-Beauftragte Valentin Inzko am Freitagabend die Protestwelle. Über Sarajevo stehe „schwarzer Rauch“. Dennoch sei die Lage noch unter Kontrolle. Gebäude der Regionalregierungen in Tuzla und Sarajevo gingen in Flammen auf. Das bosnische Staatspräsidium wurde ebenfalls angezündet und verwüstet. Wertvolle Bestände des Staatsarchivs verbrannten.

„Wir werden die Lage in den nächsten Stunden beobachten“, schloss Inzko ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft nicht aus. In Bosnien-Herzegowina sind 800 ausländische Soldaten stationiert, darunter 300 Österreicher. Inzko rief die bosnischen Bürger in einer Erklärung auf, „Ruhe zu bewahren“. Das Oberhaupt der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien, Husein Kavazovic, betonte, dass die begründeten sozialen Forderungen der Demonstranten keine Gewalt rechtfertigen würden.

Der Vorsitzende des bosnischen Staatspräsidiums, Zeljko Komsic, beraumte am Freitagnachmittag eine Dringlichkeitssitzung des Gremiums an. Zugleich zeigte er sich unsicher, ob seine Amtskollegen – der Bosniake Bakir Izetbegovic und der Serbe Nebojsa Radmanovic – der Einladung auch folgen würden. Er sei sich nicht sicher, ob die bosnischen Institutionen überhaupt noch funktionieren. Einen Einsatz der Armee gegen die Unruhestifter schloss er aus. „Wie könnte man die Truppen gegen das eigene Volk einsetzen?“

Selbstkritik

Die bosnischen Politiker zeigten sich angesichts der Protestwelle selbstkritisch. „Wir tragen die ganze Schuld“, sagte Komsic. Innenminister Fahrudin Radoncic sprach von einem „Tsunami“, der durch die Ineffizienz der Politiker und Mängel bei der Korruptionsbekämpfung ausgelöst worden sei. Die Regierungen im bosnisch-kroatischen Landesteil hätten nämlich „nicht einmal ein Mindestmaß an sozialem Gefühl an den Tag gelegt“, sagte er mit Blick auf die verbreitete Not im Land.

Komsic sagte, dass die Behörden bereits vor drei Tagen mit den Demonstranten in der Stadt Tuzla hätten reden müssen. Dort hatten die Proteste am Mittwoch begonnen. Sie richten sich gegen die Pleite von vier Betrieben, durch die 10.000 Menschen ihren Job verlieren würden. Inzko berichtete, dass die dortigen Arbeiter schon seit 54 Monaten keinen Lohn mehr bekommen hätten.

„Es lohnt sich nicht zu schweigen“

Unter dem Druck der Proteste traten die Regionalregierungen von Tuzla und Zenica am Freitagnachmittag zurück. In beiden Städten hatte der Mob die Regierungsgebäude gestürmt und in Brand gesetzt. In Tuzla waren am Donnerstagabend 130 Menschen bei Zusammenstößen verletzt worden….
http://derstandard.at/1389859584055/Mehr-als-130-Verletzte-bei-Protesten-in-bosnischer-Stadt-Tuzla