Die NATO und Muammar al-Gaddafi oder Das libysche Paradox

NATO macht in Libyen das, was sie am Besten kann

von @ 14:57. abgelegt unter Terrorismus, Mord, Krieg, Libyen, NATO

Die nordatlantische Terrororganisation NATO macht in Libyen offenbar wieder das, was sie am Besten kann: Kinder und andere Zivilisten ermorden. Während des nunmehr beinahe zehnjährigen Krieges gegen Afghanistan hat die NATO ihre diesbezüglichen Fähigkeiten bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Unvergessen sind die zahlreichen dort von US-Terroristen begangenen Verbrechen, die die Terrororganisation NATO da dann anschließend zu vertuschen und wegzulügen versuchte.

Beispielsweise berichtete die Süddeutsche Zeitung:

US-Sondereinheiten haben bei einer nächtlichen Razzia im Februar fünf unschuldige Afghanen erschossen und anschließend offenbar versucht, zumindest Spuren für die Tötung von drei Frauen zu vertuschen. Nach Informationen der britischen Times sollen die US-Soldaten die tödlichen Kugeln mit Messern aus den Körpern ihrer Opfer entfernt und die Schusswunden mit Alkohol ausgewaschen haben.

Fliegen die Verbrechen auf, dann versucht die NATO sie regelmäßig damit zu erklären, dass sie nur in Afghanistan sei, um Bevölkerung vor sogenannten Taliban zu schützen. Im Prinzip bedeutet das, dass die NATO behauptet, die Mütter, Väter und Kinder in Afghanistan vor ihren Söhnen und Brüdern zu schützen, die in die Berge gegangen sind um gegen die Besatzung ihres Heimatlandes duch die NATO zu kämpfen und deshalb von der NATO Taliban genannt werden.

Glaubt man den Ausführungen der NATO, so begeht die NATO ihre Verbrechen immer nur in bester Absicht. Mitnichten erklärt die NATO in ihren Statements, dass sie den Krieg gegen Afghanistan deswegen führt, weil sie dauerhafte Militärbasen in dem zentralasiatischen Land will, um die benachbarte Region zu beherrschen und den Heroinnachschub für de Welt langfristig sicherzustellen.

Natürlich geht es der NATO in Libyen auch nur darum, Zivilisten zu schützen. Darum, dass der liebe Herrgott das viele süße Öl Europas aus Versehen ein paar Kilometer südlich von Europa verbuddelt hat und die NATO nun bemüht ist, dieses kleine 5.000 Mrd Dollar teure Missgeschick der Schöpfung zu korrigieren, geht es natürlich nicht. Und erst recht nicht geht es der NATO nicht darum, drohendes Ungemach abzuwenden, dass daraus zu entstehen drohte, dass die libysche Regierung ein paar Dutzend Milliarden Ölprofit für eine “African Investment Bank” und einen “African Monetary Fund” gespart hatte, mit denen die segensreiche Tätigkeit der weltweit aktiven Menschenrechtsorganisationen “Weltbank” und “Internationaler Währungsfonds” in Afrika in nur wenigen Jahren hätte überflüssig gemacht werden können. Es der NATO in Libyen natürlich nur darum, Zivilisten vor Gefahren zu schützen.

Um die libyschen Zivisten vor Gefahren zu schützen, bombardierte die NATO in Libyen gestern früh morgens eine Schule für behinderte Kinder und abends dann das Wohnhaus eines Studenten. Über das letztere Bombardement berichtete Spiegel Online heute:

Tatsächlich aber haben alle am Libyen-Einsatz beteiligten Nato-Verbündeten jetzt möglicherweise ein Problem, auch die USA, auch die Briten. Denn aus völkerrechtlicher Sicht dürfen sie den Diktator nicht töten – zumindest nicht mit Absicht. Doch der Angriff vom Samstagabend auf das einstöckige Haus in einer exklusiven Wohngegend von Tripolis, bei dem nach Angaben des Regimes der jüngste Gaddafi-Sohn Saif al-Arab und drei Enkelkinder des Diktators ums Leben kamen, wirft die Frage auf, ob sie es nicht dennoch klammheimlich versuchen.

Die NATO macht in Libyen also das, was sie am Besten kann: Lügen und Morden. Der britische NATO-Terroristenführer David Cameron ist hingegen etwas ehrlicher, und sagt offen, dass die NATO versucht, auf libysche Entscheidungsträger zu zielen. Den zufälligen Nebeneffekt, dass die Entscheidung für die “African Investment Bank” und den “African Monetary Fund” durch die Ermordung der relevanten Entscheidungsträger revidiert werden könnte, erwähnte David Cameron natürlich nicht. Die NATO mordet in Libyen nur, um Zivilisten zu schützen und Libyen mit Menschenrechten entsprechend dem bekannten NATO-Standard zu beglücken.

Also, alles wie gehabt. Eine Neuerung gibt es in Bezug auf Libyen allerdings doch. Kinder in Libyen werden im NATO-Jargon nun offiziell “command-and-control facilities” genannt.

Muammar al-Gaddafi oder Das libysche Paradox
Von petrapez | 29.April 2011
“Gaddafi muss weg” – Gaddafi wollte mit unumgänglicher Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika die afrikanischen Länder versöhnen, ein vereintes Afrika schaffen und öffnete für US- und andere ausländische Firmen das Land – die westlichen Regierungschefs gaben sich die Klinke in die Hand – 49 Prozent Investitionen der Privatwirtschaft, 51 Prozent staatlicher, gesetzlich festgelegter Anteil nach Aufhebung des Embargos reichten den ausländischen Regierungen nicht?

Die Dokumentation aus dem Jahre 2008 von Guy Seligmann, gesendet von ARTE France, beleuchtet die Politik der westlichen Länder gegenüber Libyen der letzten Jahrzehnte – Terrorismusvorwürfe, Attentate und Annäherungen. Der libysche Regierungschef wird als vorausschauender Pragmatiker vorgestellt zum Gegensatz der Bezeichnungen als Dogmatiker oder Egozentriker anderer Berichte.

Drei Jahre nach den Dreharbeiten des Filmbeitrages wurde Libyen wie durch den “Blitz aus heiterem Himmel” in den fatalen Abgrund des gegenwärtigen sinnlos wütenden Krieg gestossen, der das Land zerstört und den Weg des Einflusses des Westens unter Vorwand der Einführung demokratischer Prozesse mit Waffengewalt ebnen soll.

Hauptgesprächspartner sind die Journalisten Antoine Sfeir und Samir Sobh neben dem Politikprofessor Moncef Djaziri von der Hochschule Lausanne, der die Hintergründe der im Jahr 2004 in der libyschen Stadt Benghazi zum Tode verurteilten bulgarischen Krankenschwestern durch oppositionelle Kräfte gegen Tripolis und die Aufhebung des Urteils durch Gaddafi, die Lockerbie-Affäre, der Anschlag 1986 auf die Westberliner Diskothek “La Belle” beschreibt.

Weiter wird das Wasserprojekt in der libyschen Wüste erläutert, mit dem Gaddafi die afrikanischen Länder vereinigen wollte sowie die politische Allianzen und Differenzen beschrieben.

Phoenix hatte am 18.März 2011 die Dokumentation im Programm “Das Ergebnis ist die bis heute umfassendste Dokumentation über ein Land, das in der internationalen Politik oft von sich reden macht und über das dennoch nur wenig bekannt ist.”.

http://www.radio-utopie.de/2011/04/29/muammar-al-gaddafi-oder-das-libysche-paradox/

///”Der “wahnsinnige” Gaddafi hat 1980 ein riesiges Projekt zur Wasserversorgung für Libyen, Ägypten, Sudan und den Tschad begonnen und beinahe fertiggestellt. Es ist gefährlich, ohne einen Cent der Weltbank und des IWF ein Projekte durchzuziehen, welches das Potential hat, ganz Nordafrika in einen blühenden Garten zu verwandeln.”///

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