Rumaenien: Medienmogul Dan Voiculescu, war „Securitate“ Offizier

Aufarbeitung in Rumänien
Medienmogul war IM

Das oberste Kassationsgericht bestätigt Vorwürfe gegen den Medienmogul Dan Voiculescu. Demnach war er ein inoffizieller Mitarbeiter der Geheimpolizei Securitate VON WILLIAM TOTOK
Dan Voiculescu
Steckt noch viel drin: Archiv der kommunistischen Geheimpolizei in Bukarest. Foto: reuters


Guter Partner von Bodo Hombach, der ueberall nur die Top Mafia als Partner hatte.

BERLIN taz | Das oberste Kassationsgericht Rumäniens hat bestätigt, dass der Vizepräsident des Senats, Dan Voiculescu, ein inoffizieller Mitarbeiter der politischen Geheimpolizei Securitate war. Bereits vor fünf Jahren hatte der Landesrat für das Studium der Securitate-Archive, wie die rumänische Gauck-Behörde offiziell heißt, eine Mitteilung erlassen, in der Voiculescu als IM bezeichnet wurde.

Der Fall stieß in der rumänischen Öffentlichkeit auf ein breites Interesse. Zahlreiche Zeitungen zitierten aus den unter dem Decknamen „Felix“ verfassten Berichten Voiculescus, in denen er politisch verfängliche Details über Verwandte, Bekannte und Ausländer an den Geheimdienst des Ceausescu-Regimes übermittelt hatte. Voiculescu setzte sich zur Wehr. Seine Anwälte klagten gegen die von der rumänischen Gauck-Behörde vorgelegte Bestätigung seiner Agententätigkeit. Hinzu kam ein Heer von Journalisten seines Medienimperiums, die den Auftrag erhielten, eine Verharmlosungsschlacht im Sinne ihres Brotgebers vom Zaun zu brechen.
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