Woher kam das Geld?: Serbische Super-Reiche im Visier der Ermittler

Milan Beko (früher Bekic), (war Minister für Privatisierung 1997)

vom 05.06.2010 | dpa

In Serbien Strafanzeige ist zum ersten Mal Strafanzeige gegen einen der Super-Reichen gestellt worden, die während der Kriegswirren mit zwielichtigen Methoden zu traumhaftem Vermögen gekommen sind. Das staatliche Amt für Korruptionsbekämpfung hat Anzeige gegen Milan Beko gestellt, weil er beim Kauf des Belgrader Hafens im Jahr 2005 den Staat und die Kleinaktionäre um Dutzende Millionen Euro betrogen haben soll. Das berichtete die Zeitung „Politika“ am Samstag. Auch der frühere Wirtschaftsminister Predrag Bubalo stehe auf der Liste von 17 Personen, die bei der Staatsanwaltschaft angezeigt wurden, meldeten die Medien übereinstimmend.


Milan Beko : Belgrader Hafen zum Spottpreis gekauft

Hinweise auf Geldwäsche

„Wir haben direkte Beweise für die Verbindung des Großkapitals, der Organisierten Kriminalität und der Politik in Serbien geliefert“, sagte die Präsidentin der Antikorruptionsbehörde, Verica Barac. „Wenn eine Firma ohne Geld, ohne Kapital, ohne Vermögensnachweis und ohne irgendeine Geschäftstätigkeit Aktien im Wert von 45 Millionen Euro kauft, dann ist das ein ernster Hinweis, dass es sich dabei vielleicht um Geldwäsche handelt“, sagte Baric weiter. Beko soll über eine Luxemburger Scheinfirma den Hafen mit Hilfe der Behörden zum Spottpreis gekauft haben und damit an Bauland gekommen sein, das nach früheren Angaben 2,5 Milliarden Euro wert ist.

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http://wirtschaft.t-online.de/

Mit dieser Sache, hat ebenso die Hypo Alpe Adria Bank zu tun.

 

OLIGARCHEN: Die Bosse vom Balkan

manager-magazin.de, 17. Januar 2007, 08:28 Uhr

OLIGARCHEN

Die Bosse vom Balkan

Von unserem Mitarbeiter in Belgrad

Die mächtigen Männer in Serbien, Kroatien und Montenegro bauen ihre Positionen seit Jahren stetig aus. Einige regieren aus dem Exil, verlieren aber kaum an Einfluss – und die Vermögen der Reichsten haben die Milliarden-Euro-Grenze längst passiert. manager-magazin.de stellt die elf einflussreichsten Manager auf dem Balkan vor.

Belgrad – Dass Geschäfte auf dem Balkan einem Vabanquespiel gleichen können, ist spätestens seit James Bonds Auftritt in “Casino Royale” bekannt. Dort pokert der Agent seiner Majestät in einem Casino in der Balkanrepublik Montenegro mit den Herren der Unterwelt um gewaschene Millionensummen. Auch wenn das Montenegro im Agententhriller von Landschaften und Gebäuden in der Schweiz und Tschechien gedoubelt wurde, so verfälscht dies doch nicht die Botschaft: Auf dem Balkan wird nicht nur mit Samthandschuhen gearbeitet.

Balkan-Barone: Präsidenten, Politiker, Paten 6 Bilder

Miroslav Miskovic: Der Serbe ist das Pik-Ass unter den Balkan-Baronen. Seinen kometenhaften Auftstieg verdankt er vor allem seiner Nähe zum früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Er nutzte zum Beispiel die Hyperinflation, um günstig Kredite von Staatsbanken in sein Firmenimperium Delta Holding zu pumpen.


Miroslav Miskovic: Der Serbe ist das Pik-Ass unter den Balkan-Baronen. Seinen kometenhaften Auftstieg verdankt er vor allem seiner Nähe zum früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Er nutzte zum Beispiel die Hyperinflation, um günstig Kredite von Staatsbanken in sein Firmenimperium Delta Holding zu pumpen.

Das wichtigste ist also, sein Gegenüber zu kennen, um vorab zu wissen, wer falsch spielt. Damit sich Investoren beim Balkanpoker nicht allzu sehr ins Blatt gucken lassen, porträtiert manager-magazin.de die wichtigsten Spieler und Falschspieler der Region.

Mit einem vom serbischen Wirtschaftsmagazin “Ekonomist” auf rund 1,2 Milliarden Euro geschätzten Gesamtvermögen und einem fast unbegrenzten politischen Einfluss ist der Serbe Miroslav Miskovic unbestritten das Pik-Ass unter den Balkan-Baronen. Seinen kometenhaften Auftstieg verdankt er vor allem seiner Nähe zum früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic.

Im Jahr 1989 war Miskovic für ein halbes Jahr stellvertretender Ministerpräsident in Milosevics Regierung. Von Milosevic bekam er nach Meinung von Beobachtern Handelsmonopole für westliche Markenprodukte zugespielt und exportierte trotz des westlichen Embargos angeblich in großen Mengen Autoreifen, die er zuvor einer serbischen Firma zu Spottpreisen abgekauft hatte. Er nutzte auch die Hyperinflation, um günstig Kredite von Staatsbanken in sein neues Firmenimperium Delta Holding zu pumpen. Mit dem Placet Milosevics nutzte seine neu gegründete Delta Bank frisch gedruckte Dinar-Scheine nach Meinung von Beobachtern zu illegalen Währungsgeschäften.

An Miskovics Imperium führt kein Weg vorbei

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Auch der kürzlich erfolgte Rücktritt Djukanovics von allen politischen Ämtern wird in diesem Zusammenhang gesehen. Als einer der wichtigsten Verbündeten im Zigarettenschmuggel gilt der Serbe mit kroatischem Pass, Stanko Subotic Cane, dessen Vermögen laut der kroatischen Tageszeitung “Nacional” auf rund 400 Millionen Euro geschätzt wird. Er gilt als einer der wichtigsten Mafiabosse des gesamten Balkans.

Allerdings schaffte es Milo Djukanovic auch, seinen Bruder Aco Djukanovic als den Mann für das Grobe, von dem er sich distanzierte, und sich selbst als den Saubermann aufzubauen. Aco wird von Menschenhandel bis Auftragsmorden so ziemlich alles nachgesagt, was denkbar ist.
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http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,460182,00.html

 07.05.08 • 16:09 top startseite 1643
• Hafen Belgrad meldet Gewinn 95.000 Euro

BELGRAD – Der Hafen Belgrad hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 7,74 Millionen Dinar, umgerechnet knapp 95.000 Euro, erwirtschaftet. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 88,8%.

Wie im Prospekt der Belgrader Börse angeführt wird, sind die Erlöse um 67,76% auf 1,73 Milliarden Dinar und die Aufwendungen um 61,9% auf 1,71 Milliarden Dinar gewachsen. Der Gewinn dieses Unternehmens für Güterumschlag ist pro Aktie um 14,5% auf 1.100 Dinar pro Aktie gestiegen.

Die Aktiva stieg um 87,83% auf 7,1 Milliarden Dinar, wobei das Vermögen um 63,3% auf 3,43 Milliarden Dinar erhöht wurde und die Verbindlichkeiten in Höhe von 3,68 Milliarden Dinar mehr als verdoppelt wurden.

Der Hafen Belgrad besitzt Gewerbeobjekte mit einer Gesamtfläche von 173.149 m2 und verfügt über ein Areal von 300 Hektar an der Donau. Das zweite Bezirksgericht in Belgrad entschied am 2. April dieses Jahres, rund 100 ha dieses Grundstücks, dessen Nutzer der Hafen Belgrad war, als Eigentum der Stadt in das Kataster einzutragen.

Die Eigentümer des Hafens Belgrad, die serbischen Geschäftsleute Miroslav Miskovic und Milan Beko, haben Medienberichten zufolge geplant, auf diesem Areal ein Wohn- und Geschäftskomplex zu errichten.

Der in Luxemburg registrierte Investmentfonds Worldfin ist Eigentümer von 93,64% der Aktien des Hafens Belgrad. Dieser erwarb 2005 ein Mehrheitspaket von 74,79 Prozent der Aktien zum Preis von 800 Dinar pro Aktie.

Der Hafen Belgrad hat über 6,97 Millionen Aktien, mit denen seit 29. März 2007 an der Börse gehandelt werden, und ihr Preis liegt derzeit 3.200 Dinar.

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Russische Balkan Investoren und deren Geschäfts Gebaren