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Archive für 19.10.2008

Serbien klagt gegen die Familie Milosevic, wegen der Aneignung einer Staats Villa in 1999

Die Familie Milosevic kaufte die Villa mit bester Grundstücks Lage für nur 2.000 DM, was mehr wie ein Staats Betrug ist.

State takes Milošević family to court
19 October 2008 | 11:02 | Source: Beta, Blic
BELGRADE — The state of Serbia is filing charges against the family of Slobodan Milošević for the illegal purchase of the family villa in the Belgrade suburb of Dedinje.

Mira Marković (FoNet, archive)

According to daily Blic, the main hearing is scheduled for December 17 at the Second District Court in Belgrade.

According to daily Blic, the main hearing is scheduled for December 17 at the Second District Court in Belgrade.

Milošević’s wife Mira, son Marko and daughter Marija will not be present at the hearing.

Nor will they need to be present for the resumption of the trial, having already appointed lawyers to represent them in court.

Mira Marković and Marko Milošević, who gained asylum in Russia in January 2008 on the grounds of political persecution by the Serbian government, will be represented by lawyer Moma Raičević, while Marija Milošević, who has been living in Montenegro since her late father was extradited to The Hague, will be represented by Svetislav Stevanović.

The procedure to confirm Slobodan Milošević’s legal successor was wrapped up recently, after a long-running process, because it was not known at what address Mira Marković and Marko Milošević were hiding.

The procedure was initiated by Milan Marković, the republic public defender, since Milošević’s family had not launched any inheritance proceedings.

Slobodan Milošević bought the home in the Belgrade suburb of Dedinje directly before the NATO bombing of Serbia in 1999, for about DM 2,000.

B92

Serbian Orthodox leader expects more conflicts in Balkans over Kosovo

Serbian Orthodox leader expects more conflicts in Balkans over Kosovo

19/10/2008

PODGORICA, Montenegro — The acting head of the Serbian Orthodox Church, Metropolitan Amfilohije Radovic, warned of future conflicts in the Balkans over Kosovo on Friday (October 17th). War is inevitable again one day because of the conditions faced by the Serb minority in Kosovo, he said to Reuters in Montenegro. “Amid such injustice, there cannot be peace,” Radovic said.

In other news Friday, Montenegrin police tightened Prime Minister Milo Djukanovic’s security after Podgorica’s recognition of Kosovo’s independence, local media reported. Police want to forestall possible threats to his and his family’s safety, sources said. Media report the majority of ministers are now receiving increased protection.

Earlier this week, the leader of the opposition Serb List, Andrija Mandic, started a hunger strike to protest the recognition of Kosovo’s independence. (Reuters, Tanjug, Makfax - 16/10/08, Tanjug, B92 - 18/10/08, Vijestreconi, RTCG, FoNet - 17/10/08)

EULEX’s Kermabon: EU-Belgrade agreement soon

19/10/2008

PRISTINA, Kosovo — The EU and Serbia are “not very far” from an agreement on the deployment of the EULEX mission in Kosovo, EULEX commander Yves de Kermabon said on Friday (October 17th). He expressed hope EULEX will deploy throughout Kosovo by the end of the winter. “We hope it will be possible to overcome the Kosovar Serb community’s dislike of the idea of deploying the EU’s judicial and police mission in northern Kosovo,” he noted, calling the source of such opposition “a number of fanatics”.

Meanwhile on Saturday, UNMIK Regional Administrator for Mitrovica Gerard Gallucci announced the UN is transferring him to its mission in East Timor. He stated, however, UNMIK’s work “might not be finished for a long time to come”.

On Friday, UNMIK chief Lamberto Zannier announced UNMIK has handed over its head office in Pristina to the EULEX mission. (Tanjug, Kontakt Plus - 18/10/08, AFP, Beta, B92, Makfax - 17/10/08)

Ein Jesuite über die neue Freiheit von Christen in der Türkei

Felix Körner, 45, katholischer Theologe, Islamwissenschaftler und Turkologe, ist einer der profundesten Kenner des islamischen Denkens in der Türkei. Als Mitglied der Ankaraner Jesuitenkommunität widmete er sich vor allem dem christlich- islamischen Dialog. .. Nun wurde Körner an die Päpstliche Universität Gregoriana in Rom berufen.

SPIEGEL ONLINE

19. Oktober 2008, 09:46 Uhr

CHRISTEN IN DER TÜRKEI

“Wehe dem, der anders ist!”

Misstrauen, aber kein Hass - so hat der Katholik Felix Körner die Begegnung mit Muslimen erlebt. Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE zieht der Jesuitenpater Bilanz seiner Zeit in der Türkei: Unter der islamisch-konservativen Regierung gehe es Christen besser als zuvor unter den laizistischen Kemalisten.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben fünf Jahre an der Katholischen Kirche in Ankara gearbeitet und mitten in einem muslimischen Wohnviertel gelebt - wie wurden sie als Christ aufgenommen?

Körner: Ich bin immer sehr respektvoll, ja herzlich behandelt worden. Schon morgens auf dem Weg zur Fakultät grüßten mich die Leute, luden mich zum Plausch bei einem Glas Tee ein. Da wurde auch schon mal etwas misstrauisch gefragt: Wer waren denn die Jugendlichen bei Ihnen am Sonntag? Was meinte: Wollen die etwa zu Euch übertreten? Wir hatten aber auch sehr tiefsinnige Gespräche über Gott und den Glauben.

SPIEGEL ONLINE: Offiziell predigt die Türkei Toleranz gegenüber anderen Religionen - wie sieht das im Alltag aus?

Körner: Leider sitzt in der türkischen Gesellschaft eine tiefe Angst, die in einem nationalen Einheitswahn wurzelt. Viele denken: Wenn wir nicht alle dieselbe Religion haben, wenn wir uns nicht alle gleich definieren, dann ist unsere nationale Identität in Gefahr und das Vaterland könnte doch noch zerstückelt werden. Daher trauen sich viele Christen nicht, sich öffentlich zu bekennen.

SPIEGEL ONLINE: Mehrfach kam es zu Gewalt, ein katholischer Priester und drei Missionare wurden ermordet - wie verbreitet ist solcher Hass auf Christen?

Körner: Die ernsthaften Muslime hassen das Christentum gar nicht. Sie glauben vielmehr, dass Christen ihre Glaubensbrüder sind, die halt ein paar Religionsfragen verkehrt beantworten. Anders die super-säkularisierten Türken: Sie misstrauen jeder Religion. Ihr Verteidigungsreflex, ja Hass, wird vor allem ausgelöst, wenn es um Missionare geht, das sind für sie feindliche Agenten. Auch ich musste mir als Priester öfter den Vorwurf anhören, wir wollten junge Türken vom Islam abbringen und sogar mit Geld nachhelfen. Als die evangelischen Missionare in Malatya grausam ermordet wurden, kam ein türkischer Nachbar und bekundete sein Mitleid. Aber dann sagte er: Übrigens, gegen Mission bin ich auch! Das klang drohend.

SPIEGEL ONLINE: In der Türkei wird die Religionsausübung staatlich kontrolliert - welches Denken herrscht im Religionsamt vor, das die Moscheen betreibt?

Körner: Dort arbeiten sehr gesprächsfähige, nachdenkliche Theologen, die eine Brücke zwischen Tradition und Gegenwart sein wollen. Sie diskutieren offen mit christlichen Theologen. Aber es gibt auch Bremser mit beschränkter Weltsicht. Selbst das Amt verteilte schon Predigten gegen Missionare. Mit einer angesehenen muslimischen Theologin habe ich ein Buch für den Religionsunterricht geschrieben: “Schüler fragen - Christen antworten”. Das liegt seit drei Jahren zur Begutachtung im Religionsamt - ohne Reaktion.

SPIEGEL ONLINE: Auch an der staatlichen Uni in Ankara, wo Sie Philosophie unterrichteten, stießen sie auf Widerstand…

Körner: Erst hieß es: “Er ist Priester, aber wir wollen ihn.” Im nächsten Semester sagten sie: “Wenn wir einen Priester nehmen, dann müssen wir auch einen Imam nehmen. Das wollen wir nicht.” Ich durfte nicht mehr dozieren. Das war nicht gegen das Christentum gemünzt, sondern gegen Religion allgemein - denn darin sehen streng-laizistische Türken das Problem.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie selbst gewaltsame Übergriffe erlebt?

Körner: Nein, aber manchmal hatte ich Angst, etwa als mir nach dem Mord an dem türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink ein junger Mann erklärte: “Dinks Mörder ist unser aller großer Bruder.” Gewaltbereitschaft ist nicht typisch islamisch. Aber leider gibt sich der Islam leicht für ein Gesellschaftsdenken her, in dem alle gleichgeartet sein sollen. Wehe dem, der anders ist!

SPIEGEL ONLINE: Seit 2002 wird die Türkei von einer Partei regiert, die von früheren Islamisten gegründet wurde - ein Problem für die Christen?

Körner: Im Gegenteil, unter echten Muslimen geht es Christen allemal besser als unter kemalistisch-nationalistischen Laizisten. Für die ist ein Kopftuch eine Provokation, ein Kreuz aber das Ende des Türkentums. Unter der AKP hat sich die Gesetzeslage für Christen eindeutig verbessert. Nur muss man sich manchmal fragen: Vielleicht geht es der Partei von Premier Erdogan gar nicht um die Christen, sondern um mehr religiöse Freiheit für ihre eigene Klientel?

SPIEGEL ONLINE: Was erwarten Sie von der Regierung?

Körner: Die Reformen müssen weitergehen, denn es gibt noch immer große Defizite. So wird die Katholische Kirche noch immer nicht als Rechtspersönlichkeit anerkannt, was nicht nur ihre Besitzrechte sehr einschränkt. Viel christliches Eigentum ist noch immer vom Staat enteignet. Die Kirchen dürfen keinen Priesternachwuchs ausbilden. Und Christen können keine Offiziere in der türkischen Armee werden. Übrigens, auch im EU-Land Griechenland ist die Rechtslage für die Katholische Kirche noch keineswegs befriedigend.

…………………

Spiegel 

In der Türkei operierte nach dem geheimen NATO Modell “Gladio” 15 Jahre lang eine hoch geheime Organisation, welche durch Anschläge und Morde die Macht der Militärs stärken wollte. Geoutet wurde diese Gruppe, durch einen Ex-General Stabschef, der einen Putsch vor 10 Jahren vereitelte.

23.01.2008    13:41 Uhr  
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Türkische Terrorgruppe verhaftet

Nationalisten wollten Orhan Pamuk töten

Nationalistische Türken haben offenbar ein Attentat auf Literaturnobelpreisträger Pamuk geplant. Pamuk lebt und arbeitet mittlerweile in den USA……….

……….

Türkische Rechtsnationalisten wollten Presseberichten zufolge den Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk töten. Auch mehrere Kurdenpolitiker in der Türkei sowie ein regierungsnaher Journalist standen auf einer “Attentatsliste” der bei einer groß angelegten Razzia zerschlagenen Organisation “Ergenekon”, wie die Zeitungen Hürriyet und Milliyet meldeten.

SZ

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