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Russischer Milliardär fordert 300 Millionen Euro von Montenegro

10. September 2008, 12:45 Uhr

KLAGE IN FRANKFURT

Russischer Milliardär fordert 300 Millionen Euro von Montenegro

Montenegro vor Gericht: Der russische Milliardär Oleg Deripaska verlangt von der Balkanrepublik eine Entschädigung in Höhe von 300 Millionen Euro - Hintergrund sind Investitionen in ein marodes Aluminiumwerk. Die Summe entspricht der Hälfte des gesamten Staatshaushalts.

Podgorica - Oleg Deripaska fühlt sich hinters Licht geführt: Montenegros Regierung habe bei der Privatisierung des Aluminiumwerks KAP Ende 2005 falsche Angaben über den tatsächlichen Zustand der Anlage und deren Wert gemacht, findet der russische Milliardär. Das berichtet die in der Hauptstadt Podgorica erscheinende Zeitung “Vijesti”. Nun hat Deripaskas Firma CEAC die Balkanrepublik beim internationalen Schiedsgericht in Frankfurt verklagt - auf satte 300 Millionen Euro.

Russischer Milliardär Deripaska: Er steckte fast 150 Millionen Euro in das Aluminiumwerk

 

AP

Russischer Milliardär Deripaska: Er steckte fast 150 Millionen Euro in das Aluminiumwerk

Die Summe entspricht fast der Hälfte des aktuellen Staatshaushaltes. Wirtschaftsminister Branimir Gvozdenovic bezeichnete die Forderung als unbegründet. Eine Frankfurter Anwaltsfirma soll Montenegros Regierung im bevorstehenden Prozess vertreten, hieß es.CEAC hat für 65,4 Prozent der KAP-Anteile sowie für die Rechte für den Bauxit-Abbau 58,5 Millionen Euro bezahlt und sich zugleich verpflichtet, KAP-Schulden in Höhe von 90 Millionen Euro zu begleichen. Außerdem fordert die Firma Schadenersatz wegen zu hoher Strompreise in den vergangenen Jahren.

Deripaska ist mit knapp 40 einer der jüngsten russischen Oligarchen. Er hält weltweit Beteiligungen an Unternehmen - auch am deutschen Baukonzern Hochtief. Sein Vermögen wird auf 40 Milliarden Dollar geschätzt.

ase/dpa

Kommentar: Wenn er sogar am Bestechungs Firmen wie Hochtief beteiligt ist, dann sollte er halt vorab sein Investment überprüfen. Immerhin sind Immobilien Schätzungen auch sehr schwierig. Das Aluminium Werk hat mit Sicherheit gute Profit Aussichten, wobei die Energie Preise entscheidend sind.

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