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Archive für 7.9.2008

Die Bush - Bin Laden Pleite Firma: Carlyle

Bush-naher Private Equity Fonds schwer angeschlagen – und der Finanz-Tsunami tobt weiter

F. William Engdahl

»Carlyle Capital Corp. Ltd.«, die Tochtergesellschaft eines der einflussreichsten US-Fonds für außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen mit engen Verbindungen zur Familie Bush, steckt bei mehreren seiner Wertpapierpositionen in Schwierigkeiten. »Carlyle Capital« ist die Offshore-Tochter der Washingtoner »Carlyle«-Gruppe, die in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer der politisch mächtigsten Beteiligungsgesellschaften aufgestiegen ist. Das Ausmaß der akuten Liquiditätsprobleme bei »Carlyle« zeigt, dass die schwelende Finanzkrise größere Teile der amerikanischen Finanz- und Politelite mit in den Abgrund reißt. Zu den führenden Partnern der »Carlyle«-Gruppe gehörten in den letzten Jahren George H. W. Bush, der Vater des jetzigen Präsidenten; James Baker III, der Anwalt und »Macher« der Familie Bush; und Großbritanniens Ex-Premier John Major.

Nach eigenen Angaben versucht Carlyle Capital jetzt, die Kreditgeber, bei denen sie Wertpapiere in Höhe von 16 Mrd. Dollar hinterlegt hat, davon abzubringen, die verbliebenen Sicherheiten der Gruppe zu liquidieren. Carlyle Capital ist ein registrierter Fonds für hypothekengesicherte Pfandbriefe und hat seit Juli 2007 von seiner Muttergesellschaft bereits Kredite in Höhe von 150 Mio. Dollar erhalten, um seinen Schuldverpflichtungen nachzukommen. In den letzten Tagen konnte der Fonds Nachschussforderungen (»margin calls«) von vier Banken nicht erfüllen. Laut gut informierten Kreisen geht am Markt die Angst um, dass Carlyle evtl. sein gesamtes kürzlich noch mit 21 Mrd. Dollar bewertetes Portfolio per Notverkauf abstoßen müsste; dadurch gerieten aber alle Hypothekenpfandbriefe weltweit unter starken Abwärtsdruck. Ein Kollaps von Carlyle hätte große Auswirkungen auf alle festverzinslichen Wertpapiere, deren Wert ohnehin stark gefallen ist, da die Banken die Kreditvergabe eingeschränkt haben. Eine neue Runde globaler Vermögensverkäufe wäre zwangsläufig die Folge.

Nachschussforderungen

 

 

 

 

In den letzten Tagen musste Carlyle Capital zugeben, »von seinen Kreditgebern substanzielle zusätzliche Nachschussforderungen und zusätzliche Anzeigen der Nichterfüllung« erhalten zu haben. Nach Angaben des Fonds verkaufen seine Kreditgeber bereits Wertpapiere, die als Sicherheit hinterlegt wurden. Zu Nachschussforderungen kommt es immer dann, wenn ein Kreditgeber Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Kreditnehmers hat.

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Der Gründer von Blackstone, Peter G. Peterson, ist Chef des mächtigen New York Council on Foreign Relations (CFR).

Blackstone und Carlyle standen an der Spitze der letzten Übernahme-Orgie des »Heuschrecken-Kapitalismus«, die in Deutschland und anderen Ländern eine starke politische Gegenwirkung ausgelöst hat. Diese fremdfinanzierte Übernahme-Orgie hörte im letzten Herbst mit dem Ausbruch der Subprime-Verbriefungskrise abrupt auf. Derzeit verwaltet Blackstone Vermögen in Höhe von 102 Mrd. Dollar. Der Wert der mit Hebelwirkung erzielten oder unter Einsatz von Fremdkapital finanzierten Übernahmen, der im zweiten Halbjahr 2007 angekündigt wurde, brach nach Angaben von Bloomberg gegenüber den ersten sechs Monaten 2007 um zwei Drittel ein.

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Ex-Präsident George H.W. Bush war Partner der Carlyle-Gruppe und nutzte seine Beziehungen zu reichen Geldgebern am Persischen Golf, inklusive der Familie Bin Laden, um größere Geschäfte zu finanzieren.

Noch besorgniserregender ist jedoch, dass die Schwierigkeiten bei Carlyle nicht aufgrund der seit einiger Zeit schwelenden Krise zweitklassiger (»sub-prime«) Hypotheken oder durch verlorene Hypothekenschulden aufgetreten sind. Immerhin hielt Carlyle die von der US-Regierung herausgebenen hypothekengesicherten Wertpapiere RMBS, die mit der Note AAA bestens bewertet werden. Jetzt haben Carlyles Kreditgeber Nachschussforderungen über mehr als 400 Mio. Dollar gestellt. Schon zu Beginn der Subprime-Krise im September 2007 musste Carlyle sich in Abu Dhabi Geld leihen. Die Mubadala-Gruppe, die praktisch als Investitionsgesellschaft der dortigen Regierung fungiert und in so unterschiedlichen Branchen wie der Ölförderung in Libyen und dem italienischen Autohaus Ferrari investiert hat, kaufte damals zehn Prozent der Anteile von Carlyle und zahlte dafür 1,35 Mrd. Dollar.

Blackstone auch in Schwierigkeiten?

Carlyle ist aber bei weitem nicht die einzige private Kapitalgruppe der US-Elite, die in großen Schwierigkeiten steckt.

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Der Gründer von Blackstone, Peter G. Peterson, ist Chef des mächtigen New York Council on Foreign Relations (CFR).

Blackstone und Carlyle standen an der Spitze der letzten Übernahme-Orgie des »Heuschrecken-Kapitalismus«, die in Deutschland und anderen Ländern eine starke politische Gegenwirkung ausgelöst hat. Diese fremdfinanzierte Übernahme-Orgie hörte im letzten Herbst mit dem Ausbruch der Subprime-Verbriefungskrise abrupt auf. Derzeit verwaltet Blackstone Vermögen in Höhe von 102 Mrd. Dollar. Der Wert der mit Hebelwirkung erzielten oder unter Einsatz von Fremdkapital finanzierten Übernahmen, der im zweiten Halbjahr 2007 angekündigt wurde, brach nach Angaben von Bloomberg gegenüber den ersten sechs Monaten 2007 um zwei Drittel ein.

Ausweitung der Krise auf die kommunalen Schulden der USA

 

 

Kopp-Verlag 

 Und solche Pleitiers machen die US Politik und organisieren Kriege im Ausland, nur um Geschäfte zu machen! Das: Council on Foreign Relations (CFR).

Der Gründer von Blackstone, Peter G. Peterson, ist Chef des mächtigen New York Council on Foreign Relations (CFR).

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