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Die Antike Küsten Ansiedlung Loron in Istrien

Kroatien - Loron

Einleitung

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Abb. 1. Lage von Loron (Istrien, Kroatien)

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Abb. 2.Luftansicht der Buchten
Cervar im Süden und Santa Marina
im Norden.

Mission „Istrien und das Meer“ - Loron (Kroatien) (Abb. 1)

Die Forschungen über die Kulturschätze im Küstengebiet des römischen Istriens, die sich vorerst auf Loron, einen bedeutenden Produktionsort für Ölamphoren (1.-6. Jh. n. Chr.) konzentrierten, wurden auf die Küste von Parentium und auf die Untersuchung der marinen Aktivitäten erweitert. 2003 ist das französisch-kroatische Team zum einen die Zusammenarbeit mit einem italienischen Team der Universität Padua eingegangen und wurde zum anderen durch ein Team von Tiefseetauchern und die Mitarbeit von Archäo-Conchyliologen und Archäo-Ichtyologen unterstützt.

Diese neu ausgerichtete Forschungsarbeit hat ergeben, dass jede Bucht von einer Villa mit ihrem Hafen und Produktionsanlagen oder Überresten von landwirtschaftlicher oder maritimer Tätigkeit geprägt war. Sie erbrachte darüber hinaus den Beweis, dass Loron eine dynamische Rolle als wirtschaftliches Zentrum der gesamten nördlichen Parentium-Region spielte.

Fig. 3. Luftansicht, 100.9 kB, 250x226
Fig. 3. Luftansicht der Stätte von Loron.

Die Stätte von Loron war bereits zu Beginn des römischen Reichs das Herzstück eines großen Gebiets, das zuerst von Senat und ab der Herrschaft des Domitian vom Kaiser verwaltet wurde. Sie gehörte zu einem weitläufigen maritimen Komplex, der nördlich von Parentium (Porec), einer der drei Städte Istriens, rund um die beiden Buchten von Cervar und Santa Marina (Abb. 2) errichtet wurde. Die Grabungsarbeiten förderten ein Bauwerk zutage, das nicht nur aufgrund seiner Abmessungen, sondern auch aufgrund seiner Anordnung von außergewöhnlichem Charakter ist (Abb. 3).

Außergewöhnlich ist auch die Fülle, Beschaffenheit und Vielfalt der dort gefundenen Fundgegenstände. Es handelt sich dabei vorwiegend um Dressel 6B* -Amphoren (Abb. 4), die vor Ort hergestellt wurden und zur Lagerung und für den Export von Qualitätsöl vorgesehen waren: Tatsächlich ist Loron eine der bedeutendsten Amphoren-Werkstätten - nicht nur in Istrien (neben jener von Fasana), aber auch in der Adriaregion - und gewiss jene, bei der man heute am meisten über die Herstellung weiß.

Neben Ölamphoren wurden in Loron auch kleine Amphoren, Amphoretten (Abb. 4) des Typs Dressel 6B*, hergestellt, die möglicherweise zur Lagerung und Beförderung von Garum* dienten. Darüber hinaus haben die Fundgegenstände Aufschluss über andere Einkommensquellen gegeben, die vor allem in der Herstellung edlen Tafelgeschirrs, der Terra Sigillata, sowie von Vasen aus gewöhnlicher Keramik, Lampen, Baumaterialien und Gewichten zum Beschweren von Fischernetzen bestanden.

Abb. 4. Fertigung (...), 60.2 kB, 250x134
Abb. 4. Fertigung von Dr 6B-Amphoren

Abb. 5. Das Fischbecke, 53.4 kB, 250x168
Abb. 5. Das Fischbecken von Kupanja.

Gleichzeitig wurden im Rahmen der Unterwassergrabungen rund um Loron im nördlichen Bereich ein Komplex von Hafenanlagen einer großen Meeresvilla in der Bucht von Valeta zutage gefördert, außerdem ein sehr großes Fischbecken in Kupanja (Abb. 5) nahe Loron, und weiter im Süden ein Landesteg in der Bucht von Busuja, der zu einer anderen großen Villa gehört. Diese Ausgrabungen haben gezeigt, wie eng diese Anlagen und der Komplex von Loron miteinander in Verbindung standen.

http://www.diplomatie.gouv.fr/de

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