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Rauschgiftkuriere – Der Fall Sabrina Mittendorf
ACHTUNG: Rauschgiftkuriere – Der Fall Sabrina Mittendorf
Am 12. Juli 2007 flog Sabrina Mittendorf (20) mit ihrem Freund nach Antalya in den Urlaub. Dort wurden die beiden von zwei Männern angesprochen, die das Paar baten, einen Koffer nach Deutschland zu bringen. Im Koffer war Rauschgift. Seither nennen die Medien Sabrina Mittendorf ein „Drogenmädchen“. Die Geschichte, wie Sabrina Mittendorf in diese Situation kam, ist brutal – und ein Lehrstück für andere Menschen, die Töchter haben.
Im Alter von 18 Jahren glaubte Sabrina Mittendorf den Liebesschwüren des Mazedoniers A. Er machte sie zu „seiner Königin“. Sie heiratete den Mann, erhoffte sich mit A. das große Glück. Gleich nach der Hochzeit gibt es nur noch Hiebe statt Liebe. Von seinen illegalen Machenschaften bekommt sie nichts mit. Es stellte sich heraus, dass A. sie nur für seine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland benutzt hat. Ihre Ehe wird zur Hölle. Sie läuft weg von dem Mazedonier und in die Arme von Christian. Von ihm bekommt sie die Zuneigung, die sie vermisst hatte. Dem Ehemann ist das anscheinend egal, verfolgt er doch seine Ziele und hat durch sie erreicht, was er wollte – das Aufenthaltsrecht in Deutschland.
Sabrina Mittendorf ist dann im zweiten Monat von Christian schwanger, da schenkt ihr mazedonischer Ehemann ihr und ihrem Lebensgefährten eine Kurzreise in die Türkei. Das angebliche 5-Sterne-Hotel ist gebucht, Sabrina soll sich mit ihrem Freund ein paar schöne Tage machen. Sabrina kommt das merkwürdig vor, sie will zunächst nicht fliegen. Noch nie waren A. und sein türkischer Freund so freundlich. Ihr Noch-Ehemann und der Türke reden aber so lange auf das junge Paar ein, bis diese zustimmen.
In Antalya angekommen, erwartet sie der Türke N. Er sei der beste Freund des Noch-Ehemannes und bringt sie ins Hotel. Die beiden Deutschen sollen ein paar schöne Tage in Antalya verbringen, doch bereits am 2. Tag bekommt Sabrina einen Anruf. Wer am anderen Ende spricht, weiß sie nicht. Sabrinas leibliche Mutter sei schwer erkrankt und müsse am Herzen operiert werden. Es gehe um Leben und Tod. Sabrina solle schnell nach Deutschland kommen. Sie fragt den freundlichen Türken N. um Rat. Der hat sofort ein Ticket zur Hand. N. bittet Sabrina darum, einen Koffer seiner ehemaligen Freundin aus Deutschland mit zu nehmen.
Zusammen mit Christian untersucht sie misstrauisch den Koffer, er enthält Frauenkleider und türkische Kekse. N. trägt den Koffer zum Taxi, verstaut ihn im Kofferraum. Sabrina sitzt auf dem Rücksitz, als sie an die Polizeischranke am Flughafen kommen. Dort geht alles ganz schnell. Das Taxi wird von Polizisten umringt und durchsucht. Sabrina und N. werden aus dem Fahrzeug gezerrt und auf den Boden geworfen. Sabrina und der Türke wurden verhaftet. Im Hotelzimmer des Türken N. findet man zwei weitere Koffer mit Heroin. Die Überwachungskameras zeigten deutlich, dass Sabrina nichts von den Drogen wusste und auch niemals mit den anderen beiden Koffern in Berührung kam.
Sabrina wird verhört und befindet sich seither in einem türkischen Gefängnis. Obwohl der türkische Drogendealer N. Sabrina bereits entlastet hat und beim Verhör beteuerte, dass Sabrina nichts von dem Heroin wusste, will man Sabrina nicht frei lassen. In der Haft bekommt sie ein Baby, dessen Vater Christian ist.
In den türkischen und deutschen Medien ist Sabrina Mittendorf nun das „Drogenmädchen“. Nicht ein Journalist recherchiert, keiner fragt bei der Familie nach. Klar, dass niemand mehr helfen will. Niemand verhörte bislang in Deutschland ihren mazedonischen Noch-Ehemann und dessen türkischen Freund. Der Mazedonier freut sich wahrscheinlich darüber, dass er seine untreue Frau los ist – und macht offenkundig ungestört „Geschäfte“.
Die nächste Verhandlung ist für Sabrina am 21. Mai , wie es weitergehen wird, weiß sie nicht. Inzwischen wurde eine Homepage eingerichtet, um Sabrina Mittendorf zu helfen…
Viele Frauen sind einfach mit ihrem Helfer Syndrom auch zu naiv, aber in diesem Falle sieht es wohl etwas Anders aus! Man kann nur hoffen, das im geheimen jemand mit der Justiz in der Türkei redet, denn die Türkische Justiz sind einfach auch prakmatische und vernünftige Leute. Es muss eigentlich nur eine Person geben, welche ohne Medien Rummel, die echte Sach Lage dem Gericht und der Anklage schildert.
Der WDR berichtet über den Fall Sabrina.
Hier mit VideoATR-Bericht vom 11.03.2008
Berichte über Sabrina A. müssen korrigiert werden
ATR-Bericht vom 10.03.2008
Der Fall Sabrina A.: Viele falschen Behauptungen (ATR-Recherche)
ATR-Bericht vom 21.02.2008
Sabrina A. - Muss die Story neu geschrieben werden? (ATR-Exclusiv)
weitere Berichte
3 Antworten auf “Rauschgiftkuriere – Der Fall Sabrina Mittendorf”
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27.4.2008 bei 10:03
Irgendwo setzt bei Frauen mit ihrem Mutter Theresa Syndrom - Helfer Syndrom halt vollständig der Verstand aus!
olche Komplimente hatte Sabine K. noch nie gehört. “Du hast so tolle Augen”, schwärmte der neue Freund, “ich könnte dich stundenlang nur anschauen.” Und, nach dreitägiger Bekanntschaft: “Du bist die schönste Frau, mit der ich je zusammen war.”
Sabine K., die es bis zu diesem Zeitpunkt gewohnt war, von Männern ignoriert, beschimpft oder verprügelt zu werden, glaubte den schönen Worten nur zu gern. “Ich habe mich erstmals begehrt und geliebt gefühlt”, erinnert sie sich, “ich wurde behandelt, als wenn ich wer bin.”
Blass, die blondgefärbten Haare straff nach hinten gekämmt, das karierte Herrenhemd über der Jeans, sitzt die 30-Jährige in einer Zelle des Hamburger Untersuchungsgefängnisses und rechnet gnadenlos mit sich selbst ab. “Was war ich bloß dumm”, stößt sie hervor, “was war ich leichtgläubig und naiv.”
Sabine K. hasst sich dafür, dass sie viel zu spät merkte, wie raffiniert ihre Gefühle ausgenutzt wurden: Aus Liebe zu ihrem nigerianischen Freund schmuggelte sie Kokain von Südamerika nach Europa.
Sie war nicht die Einzige, die auf charmante Verführer aus Nigeria, sogenannte Romeos, hereinfiel. In Hamburg, im Ruhrgebiet und selbst in der Lüneburger Heide ließen sich Frauen erst den Kopf verdrehen und dann zum Rauschgifttransport verleiten.
Als Kleinkuriere - Szenejargon: “Mulis” - haben sie mit dazu beigetragen, dass der Nachschub der harten Modedroge Nummer eins in Europa nicht abriss. Die Kokainpäckchen zwischen zwei und acht Kilogramm, in Folie eingeschweißt und in präparierten Koffern versteckt, bekamen sie dabei nicht einmal zu sehen.
Der Clan der Nigerianer - lose Gruppierungen afrikanischer Zwischenhändler in Südamerika und Europa, die unabhängig voneinander dealen - hat sich ganz gezielt auf die weiblichen Kuriere spezialisiert: Die alleinstehenden Frauen sind meist weniger auf Geld aus, sie suchen vor allem ein bisschen Gefühl - und sind deshalb leichter bereit, große Gefahren einzugehen.
Das Kalkül der Hintermänner ist einfach: Von zehn weiblichen Kofferkulis kommen nach polizeilichen Schätzungen acht unbehelligt durch den Zoll, bei einem Ankaufspreis von 5000 und einem Verkaufspreis von 30 000 Euro pro Kilogramm Kokain in Europa ein lohnendes Geschäft. Die beschlagnahmte Schmuggelware wird als Verlust verbucht, was aus den verhafteten Botinnen wird, ist den Auftraggebern egal.
Das hohe Risiko war den meisten Frauen nicht klar. Selbst wenn mehrere Touren glücken, irgendwann läuft jede in die Fallen der Kontrolleure. Allein aus Norddeutschland sitzt derzeit mehr als ein halbes Dutzend Kurierinnen aus Liebe im Knast: zwei in Paris, zwei in Madrid, zwei auf Teneriffa, eine in Lissabon, eine im Hamburg.
3.5.2008 bei 06:12
Ja, die achso netten Afrikaner, Kurden, Asiaten als Asylanten hier. Entweder arbeiten die im Schleuser Geschäft, oder als Anwerber für Drogen Bosse. Und deshalb gibt es so viele Asiaten Restaurants auch.
Nur seinen seltsamen Wunsch, sie ganz schnell, nach nur ein paar Tagen, zu heiraten, kann sie nicht erfüllen: Ihre erste Ehe ist noch nicht geschieden.
Sabine K. lässt Anja nachkommen, eine Freundin aus Hamburg. Die verliebt sich prompt in einen Kumpel von Prince, zieht bei ihm ein. Auch sie ist hingerissen von den Männern aus Nigeria, die so ganz anders sind als die grobschlächtigen Kerle vom Hansaplatz: fröhlicher, freundlicher, optimistischer, leidenschaftlicher. Don’t worry, be happy.
Leicht und locker wird den beiden Frauen auch ein kleiner Freundschaftsdienst angetragen: mal eben zwei Koffer mit Koks aus Brasilien einschmuggeln. “Kann nichts passieren”, schwört Prince, “ist noch immer gutgegangen.”
……………
Für ihre erfolgreichen Botendienste bekommt Sabine K. von der Nigeria-Connection 6800 Euro, mehr Geld, als sie je besessen hat. Zwar reicht sie einen Teil sofort an Prince weiter, der dringende finanzielle Verpflichtungen in Afrika vorgibt - und ihr verschweigt, dass er pro angebaggerte Drogenfrau, also auch für sie, ein sogenanntes Kopfgeld von 5000 Euro kassiert. Doch mit dem Rest, immerhin noch ein paar tausend Euro, kehrt Sabine K. zurück nach Hamburg, wird auf dem Hansaplatz zur bestaunten Attraktion.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,551146-2,00.html
19.7.2008 bei 09:10
18.07.2008
Auch naive Dumme, haben von diesen Drogen was gewusst!
Ein mehr wie gerechtes Urteil, denn 5 Kilo Drogen sind einfach nicht zu übersehen.
Schrift:
DROGENSCHMUGGEL
Deutsche in Türkei zu Haftstrafe verurteilt
Die Deutsche Sabrina A. ist in der Türkei wegen Drogenschmuggels zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ihr Anwalt kündigte umgehend Widerspruch gegen das Urteil an.
………..
Istanbul - Ein Gericht im türkischen Izmir befand Sabrina A. aus Duisburg für schuldig, an einem versuchten Schmuggel von Heroin aus Antalya nach Deutschland beteiligt gewesen zu sein. Sie wurde zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt.
“Damit haben wir nicht gerechnet”, sagte A.s Mutter, Ursula Mittendorf, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Istanbul. “Uns wurde gesagt, dass wir sie mit nach Hause nehmen können.”
Ihr Anwalt kündigte umgehend Widerspruch gegen das Urteil an. “Wir glauben an die Unschuld von Sabrina”, so Ursula Mittendorf.
Die 20-Jährige war im Juli 2007 auf dem Weg zum Flughafen in Antalya zusammen mit einem türkischen Hauptverdächtigen und einem Taxifahrer festgenommen worden. Polizisten fanden in dem Taxi einen Koffer mit fünf Kilogramm Heroin.
In der Untersuchungshaft hatte Sabrina A. einen Sohn geboren.
Die Vorwürfe der Anklage hatte A. abgestritten. Sie habe nicht gewusst, dass sich in einem Koffer, den sie mit nach Deutschland nehmen wollte, Heroin befand. Das Gepäckstück habe sie aus Hilfsbereitschaft für einen Türken mitnehmen wollen, den sie im Hotel kennengelernt hatte. Sie habe kein Geld dafür erhalten. Ein Freund von Sabrina, der im vergangenen Jahr mit ihr in der Türkei war, hatte als Zeuge ihre Version bestätigt
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,566785,00.html