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Serben gehen gegen UN-Besatzer vor / Okkupanten müssen Armee einsetzen

Kosovo: Offener Widerstand in Kosovska Mitrovica

Serben gehen gegen UN-Besatzer vor / Okkupanten müssen Armee einsetzen

Von Dragana Mihailović

Nach dem brutalen Vorgehen der Besatzer gegen ein Gericht in Kosovska Mitrovica ist der Widerstand in dem früher zum Kosovo gehörenden Gebiet vollständig eskaliert. Am Montagmorgen waren bei einer Gefangenenbefreiung rund 40 Geiseln aus der Haft der Besatzungstruppen befreit worden. Bei anschließenden Unruhen konnte die UN-“Polizei“ zum Rückzug gezwungen werden, die Besatzungsverwaltung antwortete mit der Entsendung von Militäreinheiten. Die Behörden der Region forderten die Okkupanten mittlerweile zum Abzug auf.


Besatzungsverwaltung in Pristina

Die Auseinandersetzungen waren eskaliert, nachdem die UN-“Polizei“ am Montag gegen ein von Serben besetztes Gericht im Nordteil der Stadt Kosovska Mitrovica vorgegangen war. Die von Serben bewohnte Stadthälfte gehörte bislang zur de juro serbischen Provinz Kosovo. Nach der Unabhängigkeit des Landes hatten sich die verbliebenen serbischen Enklaven praktisch vom Kosovo abgespalten und die bereits zuvor existierende Union der serbischen Distrikte praktisch als eigenständiges Herrschaftsgebiet etabliert. Sie fordern den Anschluß an Serbien. Der serbische Kosovo-Minister Slobodan Samardzic hat mittlerweile seinen Sitz in der Stadt genommen.

Das Vorgehen der Besatzer kommt nicht von ungefähr. War doch das Gerichtsgebäude bereits seit der Unabhängigkeit der albanisch besiedelten Mehrheitsgebiete Kosovos von den bisherigen Justizangestellten besetzt. Serbische Beobachter vermuten jedoch, daß die Räumung bewußt auf den vierten Jahrestag von albanischen Exzessen gegen serbische Klöster in der damaligen de jure-Provinz gelegt wurden. Einen Beleg für diese These gibt es hingegen nicht.

Allerdings hatte sich die Situation in Kosovska Mitrovica bereits in den vergangenen Tagen hochgeschraubt. Nach der Räumung des Gerichtsgebäudes hatten Anhänger des serbischen Widerstands die UN-Besatzer massiv attackiert und 40 Geiseln aus der Haft befreit. Laut Agenturberichten wurden die Besatzungskräfte mit Steinen und Brandsätzen attackiert, während sich die Geiseln nicht zur Wehr setzten. Die UN-“Polizei“ ist in den Gebieten der serbischen Union bereits seit der Unabhängigkeit von Albanisch-Kosovo geschwächt. So hatte die EU etwa ihre albanischen Mitarbeiter aus der Region abgezogen – was Beobachter zeitweise zu der Vermutung veranlaßt, die Besatzer wollten die Abspaltung der serbischen Siedlungsgebiete tolerieren.

Nach den Geiselbefreiung war es in Kosovska Mitrovica zu stundenlangen Angriffen auf die Besatzer gekommen. Im Ergebnis mußte die Besatzerpolizei ihre Stellungen im nördlichen Stadtteil aufgeben. Statt dessen zogen am Nachmittag Okkupationstruppen durch die Straßen. Mindestens 80 Serben und 35 Besatzer – Polen und Ukraine – wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt, so Angaben der Kfor und örtlicher Krankenhäuser. Bis zum Abend war es dem Truppen gelungen, die Situation in der Stadt weitgehend unter Kontrolle zu bekommen.

Von Ruhe kann dagegen kaum die Rede sein. …….Der zu seiner Partei DSS gehörende Staatssekretär im Kosovo-Ministerium, Dusan Proroković, beschuldigte die Besatzer mittlerweile, verschiedene Standards für die Albaner und Serben zu setzen. Damit spielte er auf die provokante Formel „Standards vor Status“ an, mit der die Okkupanten seit 1999 ihre Politik im Kosovo rechtfertigten.

Diese Freunde zeigten sich derweil siegestrunken. Es wurde erstmals auf Kfor-Soldaten geschossen und dies werde er kein weiteres Mal dulden, so der Unmik-Chef Joachim Rücker, der sein Handwerk u.a. bis 1993 als außenpolitischer Berater der SPD-Bundestagsfraktion lernte. Die selbst von Beginn an mit Schußwaffen ausgerüstete Kfor könnte „hart durchgreifen“ hieß es aus Kreisen der Besatzer. ……
Immerhin sahen sich die Okkupanten am Abend zur Freilassung der noch in ihrer Geiselhaft befindlichen Ex-Besetzer des Gerichtsgebäudes genötigt. Nach Meldungen serbischer Agenturen versicherten sich die UN-Truppen zudem der Hubschrauberunterstützung, als sie die serbische Fahne von Gebäude des geräumten Gerichts holten.

Veröffentlicht: 18. März 2008

 Berliner Umschau

 

NATO Politik: Mafia Staat, durch erfolgreiche Mord Progrome und Ethnische Säuberungen in 2004 

Was soll das denn für eine Politik sein? Auf jeden Fall, haben die Verbrecher Banden der NATO, EU (vor allem die korrupten Deutschen Politiker, mit ihrer Mafia Aufbau Politik durch Fake Projekte) und die USA sowieso, jede Glaubwürdigkeit verloren.

 

 

Vor vier Jahren erfolgte die Wende in der Politik der internationalen Gemeinschaft

Besonders erzürnt geben sich Kostunica und andere serbische Politiker über das Datum des Angriffs auf das besetzte Gerichtsgebäude. Am Montag jährten sich zum vierten Mal die anti-serbischen Pogrome albanischer Nationalisten vom 17. März 2004 ([local] Der Kosovo-Konflikt ist noch lange nicht gelöst). Damals griffen nach [extern] Schätzung der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch über 50.000 albanische Gewalttäter in einer koordinierten Aktion die serbischen Siedlungsenklaven im Kosovo an. Neunzehn Menschen kamen während dieser Gewaltausbrüche ums Leben. Mindestens 550 Häuser und 27 orthodoxe Kirchen und Klöster – teilweise mittelalterliche Baudenkmäler – wurden niedergebrannt und ungefähr 4100 Serben, Roma und Ashkali wurden aus ihren Häusern und Orten vertrieben.

Während Human Rights Watch und andere Menschenrechtsorganisationen Kfor und UNMIK vorwerfen, im März 2004 beim Schutz von Serben und anderen Minderheiten “auf erschütternde Weise versagt” zu haben, markieren die Unruhen aus heutiger Perspektive eine entscheidende die Wende in der Politik der internationalen Gemeinschaft. Bis zum März 2004 verfolgte UNMIK unter dem Motto [extern] Standards vor Status den Stufenplan, zuerst die menschenrechtlichen, ökonomischen und rechtsstaatlichen Voraussetzungen zu schaffen und erst dann über einen neuen völkerrechtlichen Status des Kosovos zu entscheiden.

Nach den Unruhen der albanischen Extremisten vom März 2004, die sich auch gegen UNMIK und Kfor wendeten, wurde die Politik dann umgekehrt. Das von der US-Regierung finanzierte Forschungsinstitut [extern] Freedom House stellt in ihrem kürzlich erstellten [extern] Jahresbericht treffend fest:


During the course of 2004–2005, fears that extremists would begin attacking international forces in Kosovo led UNMIK to abandon its “standards before status” policy, under which Kosovo’s future status would be determined only after its political leadership and society as a whole had achieved certain standards regarding human rights and political and civil liberties, particularly in the areas of democratization, rule of law, respect for minority rights, and respect for the security of neighboring states. After the March 2004 violence, the new policy officially became “status with standards,” but it was soon clear that the international community had decided to proceed with determining Kosovo’s final status regardless of the human rights situation.heise.de/tp

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