Das Ausmaß der Inkompetenz, Willensschwäche und Irrelevanz der „EU-Eliten“

Written by Franck
Wednesday, 12 March 2008
Europäische Union – Der Verrat der Eliten: Kosovo-Serbien-Bosnien-Balkan – Die EU ist in eine politische Falle gelaufen: Herausforderungen, Fehler und Lösungen

kosovo

Ehrlichkeit ist angesagt. Indem die Europäische Union es zugelassen hat, dass sich das Kosovo für unabhängig erklärt, ist sie in eine große politische Falle gelaufen. Dies wird ihre Innen- und Außenpolitik über viele Jahre schwer belasten. Wir haben diese Falle jahrelang beschrieben [1]. Die meisten Beobachter haben sie gesehen. Trotzdem haben unsere EU-Eliten wieder einmal auf einer Art und Weise gehandelt, die die gemeinsamen Interessen der EU verrät. Sie wollten damit entweder ihren kurzfristigen nationalen Interessen oder den Interessen ihrer ausländischen Herren (in diesem Fall in erster Linie Washington) dienen.

Bis die politische Führung der EU in der Lage ist, eine klare Vision für den Beitritt aller Balkan-Länder, die der EU noch nicht angehören, zu planen, werden die Europäer den innen- und außenpolitischen Konsequenzen der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo nicht entkommen können. Die innenpolitischen Konsequenzen sind: Stärkung der Unabhängigkeitsbewegung in mehreren Regionen von EU Staaten, wachsende finanzielle und diplomatische Kosten von Friedensmissionen in einer zunehmend instabilen Region, ein sich beschleunigt entwickelndes organisiertes Verbrechen in der ganzen EU mit dem Balkan als privilegiertem Drehkreuz, usw. Die externen sind: ständiges Eingreifen der USA und Russlands, Einmischung der Türkei und anderer islamischer Länder in die Angelegenheiten der Region, usw.

Dadurch wird es für die EU noch komplizierter werden, überhaupt eine konsistente Politik für die Integration des gesamten Balkans in die EU zu entwickeln. Nur um zu unterstreichen wie inkonsistent die EU in dieser Frage ist, hier zwei Fakten, über die man sich Gedanken machen sollte:

– bezüglich Bosnien sagt die EU, dass mehrere ethnische Gruppen dazu gedrängt werden sollten, in einem einzigen Staat zusammenzuleben

– bezüglich des Kosovo sagt die EU, dass es für eine ethnische Gruppe legitim ist, sich von einem existierenden Staat abzuspalten. Wenn die Lage nicht so ernst wäre, dann könnte man über so ein willkürliches Verhalten, dass als internationales Recht getarnt daherkommt, lachen.

Kurz gesagt, die EU Eliten haben wieder einmal einen Weg gewählt, der viele Probleme bringen und die EU schwächen wird [2]. Wieder einmal schieben unsere so genannten ‚Führer’ Probleme auf, die dann von der nächsten Generation von EU Politikern gelöst werden müssen.

Nun, wir sind diese ‚nächste Generation’ und wir haben wirklich die Nase voll von dem Ausmaß an Inkompetenz, Willensschwäche und Irrelevanz, das die heutigen EU Eliten zeigen.

Deshalb wollen wir hier einige Dinge klarstellen, um einen Geschmack von dem zu geben, was die Realität von morgen sein wird, wenn wir die Angelegenheiten der EU in die Hand nehmen:

1. Die Unabhängigkeit des Kosovo ist eine Illusion, die das nächste Jahrzehnt nicht überdauern wird. Die politischen und historischen Trends, die jetzt in der Region wirken, werden zum Auseinanderbrechen des Kosovo und Bosniens in mehrere regionale Einheiten führen. Diese werden mit weitgehender Autonomie zu Serbien, Albanien und Kroatien kommen. Der einzige Grund, warum das Kosovo heute seine Unabhängigkeit erklären kann, sind die USA. In den kommenden 10 Jahren werden die USA nicht mehr in der Lage sein, eine signifikante politische Rolle innerhalb des Territoriums der EU zu spielen. Deshalb werden die Kosovaren, ohne die „Schöpfungskraft“ der USA für die Existenz eines unabhängigen Kosovo, dem Weg zur Integration in die EU folgen müssen.

2. Kosovo, Bosnien und alle diese Punkte stehen in direktem Zusammenhang mit dem Integrations-Prozess der EU. Die so genannten ‚Unabhängigkeitskräfte’ in Gebieten, die nur einfache Provinzen und nicht einmal Republiken des ehemaligen Jugoslawien waren, sind im Wesentlichen Gruppierungen, die außereuropäische (amerikanische, russische, türkische, …) Interessen verfolgen oder örtliche bzw. internationale Mafia-Gruppen. Eines der wichtigsten gemeinsamen Interessen dieser Drahtzieher besteht darin, die Region so zersplittert wie möglich zu halten, also außerhalb des Rechtsraums der EU, und so den jüngeren Generationen die Möglichkeit zu nehmen, den Weg zu Demokratie und Europäischer Integration zu bauen.

……

4. Ein spezieller Fokus sollte jetzt auf Albanien gerichtet werden, welches derzeit in eine Mischung aus US Flugzeugträger und Mafia Drehkreuz auf europäischem Boden transformiert wird. Die EU sollte den Schwerpunkt auf Albanien legen, mit dem Ziel, es 2014 bereit für den Weg zum EU Beitrittsprozess zu haben und dazu, die autonome Region Kosovo zu integrieren. Albanische Infrastruktur, albanisches Erziehungswesen, albanisches Rechtswesen, usw. müssen 2014 das durchschnittliche Niveau der ganzen Region erreichen. Es ist Zeit für die EU, der Tatsache ins Auge zu sehen, dass Albanien im nächsten Jahrzehnt Teil der EU sein wird und dass es einen Schlüssel für die Stabilisierung der Region darstellt. Das bedeutet, dies muss eine EU Priorität für die Region werden anstatt einem ‚Relikt’, was es jetzt über ein Jahrzehnt war.

5. Ein langsamer, aber effektiver Prozess der Umwandlung der serbisch, albanisch und kroatisch sprechenden Regionen von Bosnien, Montenegro, Mazedonien und Kosovo sollte zum Ende dieses Jahrzehnts begonnen werden. Durch die Verwendung nur eines Bruchteils der Gelder, mit denen die Region jedes Jahr den EU-Haushalt und den der Mitgliedsländer belastet, wird ein ‚Umsiedlungs-Fond’ geschaffen. ………..

Wem so eine Politik zu tollkühn, zu politisch inkorrekt klingt, der sollte im Juni 2009 nicht für Newropeans stimmen. Aber wer, im Gegenteil, der Ansicht ist, dass die Zeit reif dafür ist, dass auf der Ebene der EU eine wirkliche Führung in Erscheinung tritt, die fähig ist, komplexe Herausforderungen wie diese auf innovative Art und Weise in Angriff zu nehmen, mit einer wirklich gemeinsamen europäischen Vision und dabei immer ausgehend von den Interessen der Menschen und nicht den „verbrieften“ Interessen der verschiedenen Mafia- und Nicht-EU-Gruppen, für den ist Newropeans die richtige politische Wahl.

Franck Biancheri
Präsident der Newropeans
Cannes – Frankreich

Übersetzt vom Englischen Christel Hahn: European Union – the betrayal of elites – Kosovo-Serbia-Bosnia-Balkans: A Political trap… (NM 03/03/2008)


[1] Zum Beispiel in diesem Magazin, das in politischen Zirkeln viel gelesen wird, haben wir jahrelang erklärt, warum die Unabhängigkeit des Kosovo weder im Interesse der EU noch im Interesse der Bevölkerungen des Balkan (einschließlich Kosovo) ist. >> Lesen Sie: Kosovo – Die „Balkan-Route in die EU“

Newropeans

Ohne Zweifel ist es wirklich erstaunlich, in welcher armseligen Weise inzwischen EU und vor allem Deutsche Politik auf dem Balkan zelebriert wird. Das Ausmaß von Inkompetenz und oft unbegreiflicher armseliger Dummheit, gepaart mit einer Korruptheit gerade der Deutschen Politiker, hat längst einen Milliarden Schaden für Deutschland Eigentlich ist das je wirklich Nichts Neues, weil es jeder weiss und ich das sowieso seit langem behaupte.

Tatsache ist, das der US-Botschafter Josef Limbrecht in Albanien, persönlich die Drogen Pakete bei den Schiffen im Hafen von Durres abholte und Josef Limbrecht auch jede Existenz von Bin Laden in Albanien bestritt am 12. September 2001. Und dann starb dieser Verbrecher urplötzlich am 19. Mai 2002, in einem Terroristen Camp in Peskopje Albanien, angeblich an einem Herz Infarkt. Und das der Englische Geheimdienst MI6 in jede Schweinerei auf dem Balkan verwickelt ist, ist ja wirklich Nichts Neues und deren Tätigkeit bei der Betreuung von Nah-Ost Terroristen und der Ausbildung von Balkan Terroristen.

verursacht.

Staat das man diese kriminellen Strukturen der Deutschen Politik endlich verhaftet, können diese Politiker ihr Unterschlagungs und Bestechungs Kartell im Balkan und im Kosovo weiter festigen.

Diese armseligen Kriminellen mit Partei Buch und Diplomaten Pass, zelebrieren ihre Inkompetenz und Korruptheit vor aller Augen und verdienen damit Millionen und die Aufbau Milliarden einer angeblichen Entwicklungs Hilfe verschwinden über Wirtschafts Berater, Consults, Alibi Projekt und gefälschter Abrechnungs Belege auch in Zukunft über ihre im Kosovo installierten Verbrecher Bosse.

siehe auch Top Mafia Boss besucht den Balkan und der «Polykriminellen Multifunktionsraum» Kosovo

„Heroin Production Facilities Flourish in Kosovo Area Under US
Military Protection

source: Defense & Foreign Affairs Daily
Tuesday, 25 October 2005

Exclusive. From GIS Station Priština. Three major heroin production
laboratories, run by the Kosovo Liberation Army (KLA/UCK: Ushtria Clirimtare e Kosove), are operating within the Urosevac [Lat.42.38°N, Long. 21.17°E] area of the Serbian province of Kosovo which
is under the control of US Army units operating from Camp Bondsteel.
The US authorities operating in the area have specifically protected
the laboratories from inspection by other NATO forces in the area,
and there is evidence that, over a period of years, US military and
possibly intelligence elements have actively engaged in commercial
and/or support relations with the narco-traffickers involved with the
heroin laboratories.

http://www.savekosovo.org/default.asp?p=4&leader=0&sp=42

Und diesen Aufbau eines Mafiastaates versuchen die NATO-Politiker auch noch als Erfolg zu verkaufen.

EU – the betrayal of elites – Kosovo-Serbia-Bosnia-Balkans: A Political trap where the EU has fallen
Written by Franck Biancheri
Thursday, 13 March 2008

In Englisch

30/10/2012Rule of law assistance to Kosovo not sufficiently effective

1 Response

  1. Wie einwandfrei bewiesen ist, was der Kosovo Staat geplant und schon in 2000 wurden die EU Staaten aufgefordert, einen Kosovo STaat umgehend an zu erkennen und zwar durch Daniel Fried!

    Schon damals war auch ein Daniel Fried, oder Richard Perle Teilnehmer auf der hohen NATO Tagung, wo es um die Kosovo Anerkennung ging und das war in 2000!

    Bundeskanzler Schröder wurde damals umgehend von Willy Wimmer informiert, das die USA einen Völkerrechts Bruch planen und ebenso die eigene Unterschrift unter dem auch von den USA ratifiierten Vertrag von Helsinki!

    The conference itself was held at a very high level, with several prime ministers, foreign ministers and defense ministers from Central European countries in attendance, along with high-level State Department, OSCE and NATO officials, and representatives of high profile international NGO’s and think tanks

    (see http://www.aei.org/research/nai/events/p….11/default.asp for a complete list of participants and http://www.aei.org/research/nai/events/p….11/default.asp for the conference agenda), including Richard Perle and Daniel Fried, current U.S. Assistant Secretary of State.

    Die Teilnehmer Liste!

    Noch klarer sind die damaligen Antworten von Rainer Rupp

    Strategischer Fehler Eisenhowers durch NATO-Angriff korrigiert.

    (von Rainer Rupp)

    „Der Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien ist geführt worden, um eine
    strategische Fehlentscheidung von General Eisenhower aus dem 2. Weltkrieg zu
    revidieren.“ Das hatte der ehem. CDU-Staatssekretär im
    Verteidigungsministerium, Willy Wimmer, der zur Zeit des
    NATO-Angriffskrieges gegen Jugoslawien stellv. Vorsitzender der
    parlamentarischen Versammlung der OSZE war, in einer Fernsehdiskussion im
    WDR im Februar dieses Jahres erklärt. Die Diskussion hatte im Anschluß an
    die Ausstrahlung des Films „Es begann mit einer Lüge“ im ARD am 8. Februar
    stattgefunden. In dem Film wurde die wissentliche Irreführung von Parlament
    und Öffentlichkeit durch Verteidigungsminister Rudolf Scharping und
    Außenminister Joseph Fischer dokumentiert. Mit Hilfe anti-serbischer
    Greuelpropaganda hatten sie versucht, die deutsche Beteiligung am ersten
    Angriffskrieg der NATO gegen einen souveränen Staat in Europa zu
    rechtfertigen.

    Mit seiner Behauptung, dass geostrategische Interessen der USA der wirkliche
    Grund für den NATO-Angriff auf Jugoslawien waren, berief sich Willy Wimmer
    auf die Aussagen hoher Vertreter der amerikanischen Regierung bei einer
    Konferenz in Bratislava, die Ende April 2000 vom US-Außenministerium und dem
    American Enterprise Institut (außenpolitisches Institut der republikanischen
    Partei) in der slowakischen Hauptstadt zu den Schwerpunktthemen Balkan und
    NATO-Ostexpansion veranstaltet worden war. Bei dieser Konferenz hatten die
    Amerikaner über ihre Vorstellungen und Pläne für die Neuordnung Europas nach
    ihren Vorstellungen Klartext gesprochen. Der offensichtlich empörte
    Bundestagsabgeordneter Wimmer, der zugleich Vizepräsident der
    parlamentarischen Versammlung der OSZE war, hatte es daraufhin für notwendig
    gefunden, Gerhard Schröder über die wichtigsten Punkte zu informieren. In
    seinem vom 02.05.00 datierten Brief an den „sehr geehrten Herrn
    Bundeskanzler“ wies der Abgeordneter Wimmer auf die politische Brisanz der
    Konferenz in Bratislava hin, auch weil sie „sehr hochrangig besetzt“ gewesen
    sei, „was sich schon aus der Anwesenheit zahlreicher Ministerpräsidenten
    sowie Außen- und Verteidigungsminister aus der Region“ ergeben hätte.

    Das Schreiben Wimmers, das dem Autor dieser Zeilen in Kopie vorliegt, sollte
    einer möglichst breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht werden. Das
    Wissen um die imperialen Absichten der USA und ihrer NATO darf nicht auf den
    Kanzler und eine kleine politische Elite beschränkt bleiben. Deshalb werden
    die von MdB Wimmer im Kanzlerbrief aufgeführten Punkte nachfolgend
    wortwörtlich wiedergegeben und kommentiert:

    1. „Von Seiten der Veranstalter (US-Außenministerium und American Enterprise
    Institute) wurde verlangt, im Kreise der Alliierten eine möglichst baldige
    völkerrechtliche Anerkennung eines unabhängigen Staates Kosovo vorzunehmen.“

    Kommentar: Das heißt mit anderen Worten, dass die Schlussakte von Helsinki
    über „Europäische Sicherheit und Zusammenarbeit“ (OSZE) für die Vereinigten
    Staaten nicht einmal mehr das Papier wert ist, auf dem sie steht, obwohl
    neben den USA fast alle europäischen Staaten stehen ihre Unterschrift unter
    diese Akte gesetzt haben. Die besondere zivilisatorische Errungenschaft
    dieser Schlussakte von Helsinki war die Verpflichtung aller
    Unterzeichnerstaaten, dass in Zukunft Staatsgrenzen in Europa nie wieder mit
    Gewalt verändert werden dürften. Die amerikanische Forderung nach einer
    „möglichst baldigen völkerrechtlichen Anerkennung eines unabhängigen Staates
    Kosovo“ bedeutet jedoch nichts anderes als den Rückfall in jene barbarische
    Zeiten, in der Europas Staatsgrenzen mit Blut immer wieder neu gezogen
    wurden.

    Die völkerrechtliche Anerkennung eines unabhängigen Staates Kosovo würde
    de-facto die Aufkündigung der Schlussakte von Helsinki bedeuten, wodurch
    auch ihre Nachfolgeorganisation, die OSZE in Frage gestellt würde, mit
    weitreichenden und gefährlichen Implikationen für Gesamteuropa. Wegen der
    vielen, ungelösten Grenz- und Minderheitenfragen auf dem alten Kontinent
    würde durch einen solchen Schritt die Büchse der Pandora geöffnet. Nicht
    zuletzt deshalb stehen die meisten europäischen NATO-Partner diesen
    Vorstellungen ihrer amerikanischen Verbündeten äußerst skeptisch gegenüber.
    Mit einem formaljuristischen Trick versuchten die Amerikaner jedoch, diese
    europäischen Bedenken einfach hinweg zu definieren, wie Punkt 2 in Willy
    Wimmers Brief zeigt:

    2. Von den Veranstaltern wurde erklärt, daß die Bundesrepublik Jugoslawien
    außerhalb jeder Rechtsordnung, vor allem der Schlußakte von Helsinki, stehe.

    Kommentar: Mit diesem formaljuristischen Trick wäre für Washington das
    Problem gelöst, denn so könnte Kosovo mit dem Segen der NATO seine
    Unabhängigkeit bekommen, ohne dass diese gegen die Regeln der OSZE verstoßen
    hätte. Denn, wer wie Jugoslawien angeblich „außerhalb der Schlussakte von
    Helsinki steht“, für den kann auch deren Inhalt nicht gelten. Da spielt es
    keine Rolle, dass die Bundesrepublik Jugoslawien zu den Erstunterzeichnern
    der Schlussakte von Helsinki gehörte. Kraft ihres Status als einzige
    Supermacht entscheiden die Vereinigten Staaten willkürlich, wer außerhalb
    der Schlussakte von Helsinki steht und wer nicht, d.h. wessen Staatsgrenzen
    mit Gewalt verändert werden können und wessen nicht. Auch hier zeigt sich
    die verstärkte Neigung der US-Amerikaner, über all dort das internationales
    Recht auszuhebeln, wo es den Interessen Washingtons im Wege steht.

    3. Die europäische Rechtsordnung sei für die Umsetzung von NATO-Überlegungen
    hinderlich. Dafür sei die amerikanische Rechtsordnung auch bei der Anwendung
    in Europa geeigneter.

    Kommentar: Washington zeigt hier unverhüllt seinen imperialen, weltweiten
    Macht- und Rechtsanspruch. Das geschieht in einer Art und Weise, die
    deutliche Parallelen zum imperialen Gehabe der römischen Kaiser aufweist.
    Nicht umsonst wird das neue Washington mit seinem Anspruch auf globale
    Vorherrschaft, die auch mit der angeblichen zivilisatorischen Überlegenheit
    der amerikanischen Werteordnung begründet wird, selbst von kritischen
    Amerikanern zunehmend als „the New Empire“, als das „Neue Reich“ bezeichnet.

    4. Der Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien sei geführt worden, um
    eine Fehlentscheidung von General Eisenhower aus dem 2. Weltkrieg zu
    revidieren. Eine Stationierung von US Soldaten habe aus strategischen
    Gründen dort nachgeholt werden müssen.

    Kommentar: Ein Blick in die Archive lässt nur den Schluß zu, dass es sich
    bei der angeblichen Fehlentscheidung um den aus westlicher Sicht
    folgenschweren Entschluß anlässlich der alliierten Konferenz von Teheran im
    Jahre 1944 handeln kann, bei der die Westalliierten den bereits legendären,
    royalistischen, serbischen Guerillaführer General Draza Mihailovic beim
    Kampf gegen die Deutschen ihre Unterstützung entzogen und statt dessen auf
    den bisher kaum bekannten Tito setzten.

    http://www.medienanalyse-international.de/rainer.htm

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