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Archive für 10.2.2008
Albaner Mafia finanziert den Wahlkampf von John McCain in Amerika
10.2.2008 by Lupo.
John McCain picked up a big endorsement in New York City, where Albanians came to support him once again
By BEQIR SINA, New York
St. Regis Hotel, New York City— T he Albanian American Civic League, led by AACL President Joe DioGuardi, Balkan Affairs Adviser Shirley Cloyes DioGuardi, and Civic League board members, including successful businessmen Agim Aliçkaj, Zef Balaj, David Balaj, Arslan Çekaj, Vincent Saljanin, and Peter Saljanin, came to the St. Regis Hotel in Manhattan on Tuesday, January 22, to support John McCain for President.

From right to left: Arslan Cekaj, Agim Alickaj, Senator John McCain, Joe DioGuardi, Zef Balaj, Shirley Cloyes DioGuardi, Fedor Miroshnichenko, and Andre Alishentsev
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Die Wild Manieren der Balkan Politiker
10.2.2008 by Lupo.
Balkan-Politiker in Wildwestmanier
In Serbien, Albanien und Kroatien werden Gegner übel beleidigt und tätlich angegriffen

Szene aus dem serbischen Parlament in Belgrad. Nirgendwo sonst in Europa sind die politischen Sitten so rau wie in den Balkan-Ländern. dpa
Vom 12.01.2008
BELGRAD Über das Niveau des derzeitigen Wahlkampfs in Deutschland zucken Bürger aus Balkanländern wahrscheinlich nur die Achseln. Sie sind ganz andere Formen des “politischen Diskurses” gewohnt.
Von
Thomas Brey
Nirgendwo sonst in Europa sind die politischen Sitten so rau, ist die Sprache der Mächtigen so gewalttätig und verletzend, sind die physischen Abrechnungen mit dem Andersdenkenden so brutal wie in den Balkanländern. So hatte der bosnische Staatspräsident Zeljko Komsic dem Regierungschef des Nachbarlandes Serbien, Vojislav Kostunica, angedroht, er “bekommt was auf die Finger und eins auf die Nase”. “Primitivling”, keifte ein Kostunica-Sprecher zurück. Zeitgleich beschimpfte im serbischen Parlament in Belgrad eine Abgeordnete Kostunica und den Staatschef Boris Tadic wiederholt als “Verbrecherpärchen”.
Ein wenig weiter südlich lieferten sich die Abgeordneten im Parlament von Mazedonien eine handfeste Schlägerei. Die Politiker der Balkanhalbinsel greifen regelmäßig zu Beleidigungen, Drohungen und Prügel, um sich beim Gegner Gehör zu verschaffen oder ihn mundtot zu machen.
Das überall salonfähige Phänomen in dieser Region heißt “Hassrede”. “Das Ziel ist, den politischen Gegner zu erniedrigen, zu entmenschlichen, seinen humanen Wert zu vernichten”, skizziert Biljana Kovacevic-Vuco die Motive der sprachlichen und tätlichen Ausfälle. Kovacevic-Vuco ist Vorsitzende des serbischen “Juristen-Komitees für Menschenrechte” (Yucom), das einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf den Kampf gegen diese “Hassreden” in Politik und Medien gelegt hat.
“Die Sozialdemokraten sind wie ein Kleinkind, das sich nicht entscheiden kann, ob es pinkeln oder scheißen soll”, beschrieb der kroatische Ministerpräsident Ivo Sanader im letzten Wahlkampf die Opposition. Ein Jahr zuvor war kein Geringerer als Staatschef Stjepan Mesic im Staatsfernsehen ausfällig geworden “Ein Scheißer regt sich nicht auf, dass ich ihn einen Scheißer nenne. Das ist sein Charakterzug.”
Eine besondere Abart der miesen Redensarten ist der ausgiebige Gebrauch sexuellen Vokabulars. Wenn mit der Drohung des Mannes mit Geschlechtsverkehr nur der defekte Hochhauslift oder der Stolperstein auf der Straße angesprochen wird, mag das noch als derbe Folklore durchgehen. Wenn damit jedoch Frauen im politisch anderen Lager malträtiert werden, bekomme dieses Verhalten eine ganz andere Qualität, kritisieren heimische Journalistenorganisationen. “In unseren Politikreden kann man Vergewaltigungsdrohungen hören”, sagt entsetzt auch die Belgrader Journalistin Mirjana Bobic-Mojsilovic. In der patriarchalischen Gesellschaft sei das zu allem Überfluss auch noch als “Stärke des politischen Führers” gesellschaftsfähig. Es werde als Zeichen der “männlichen Durchsetzungsfähigkeit” akzeptiert.
Der unbestrittene “König der Schmähungen und Ausschreitungen” ist der serbische Minister Velimir Ilic. Vor laufenden TV-Kameras springt er auf, tritt dem Interviewer mit voller Wucht in den Körper und verlässt wutschnaubend das Studio. Seine jüngsten beiden Affären: Die Sekretärin eines Ministerkollegen belegte er mit schlimmen Ausdrücken aus der Fäkal- und Gossensprache als Prostituierte. Der Schritt von den Hassreden zur tatsächlichen Gewalt ist klein. Im Parlament Albaniens gab es wiederholt Prügelszenen.
“Es hat in Serbien keine Aufarbeitung der schlimmen Geschichte gegeben”, analysiert die “Yucom”-Vorsitzende die tieferen Gründe für die Akzeptanz dieser “Hassreden” in Serbien. Das gelte vor allem für die Regierungszeit von Milosevic, die durch fehlende Rechtsstaatlichkeit und einen Zusammenschluss von Politik und Mafia geprägt war. “Durch den langen Totalitarismus, durch die traditionell patriarchalisch geprägte Gesellschaft gibt es keine demokratische Tradition”, sagt sie.
Heimische Psychologen sehen inzwischen einen Zusammenhang zwischen den gängigen “Hassreden” von Politik und Medien mit der Gewaltwelle in anderen gesellschaftlichen Bereichen. So wird von vermehrten Angriffen von Schülern gegen ihre Lehrer berichtet.
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