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Archive für 27.12.2007

Hilfsorganisationen: auf Bestellung und voraus Kasse: entführte Kinder

 

26. Dezember 2007, 20:39 Uhr

Prozess

Acht Jahre Arbeitslager für Franzosen im Tschad

Ein Gericht in der Hauptstadt N’Djamena hat sechs Mitarbeiter der Hilfsorganisation Arche de Zoé zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sie sollen versucht haben, 103 Kinder nach Europa entführen. Der Prozess hatte für Aufsehen gesorgt. Die Kinder waren keine Waisen, die gerettet werden mussten.

 

Arche-de-Zoe Prozess

 

Foto: DPA

Alain Peligat (vorn) und fünf weitere Mitarbeiter der Hilforganisation Arche de Zoe sind im Tschad zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden.

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Im Prozess gegen die Hilfsorganisation Arche de Zoé wegen versuchter Kindesentführung im Tschad sind sechs Franzosen am Mittwoch zu jeweils acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Damit blieb das Gericht in der Hauptstadt N’Djamena weit unter der möglichen Höchststrafe von 20 Jahren Zwangsarbeit.

Frankreich werde die Überstellung der Verurteilten zur Abbüßung ihrer Haftstrafe in der Heimat beantragen, teilte noch am Abend das Außenministerium in Paris mit. Der ölreiche Tschad in Zentralafrika ist eine ehemalige französische Kolonie. Die Mitglieder der Hilfsorganisation hatten im Oktober versucht, 103 afrikanische Kinder nach Frankreich auszufliegen und in Pflegefamilien zu geben.

Mehr als sechs Millionen Euro Geldstrafe

 

Weiterführende links

 

Eine Konvention von 1976 ermöglicht es, im Tschad verurteilte Franzosen ihre Strafe in Frankreich verbüßen zu lassen. Das tschadische Gericht verurteilte die vier Männer und zwei Frauen der Hilfsorganisation zusätzlich zu einer Geldstrafe von umgerechnet 60.000 Euro pro Kind an, was sich bei 103 Fällen auf 6,2 Millionen Euro summiert – für das erlittene Trauma der 103 Kinder und ihrer Familien. Gegen einen tschadischen und einen sudanesischen Mitangeklagten verhängte das Gericht jeweils vier Jahre Haft wegen Komplizenschaft. Zwei weitere tschadische Mitangeklagte wurden freigesprochen……………..

Wams

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