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US-Geheimdienst Bericht: Iran hat keine Atom Waffen

4.12.2007

Dokumentation: Der US- Geheimdienstbericht

“Wir gehen mit mittlerer bis hoher Sicherheit davon aus, dass der Iran im Moment über keine Atomwaffen verfügt”

Washington - Auszüge aus dem aktuellen Bericht des US-Geheimdienstgremiums National Intelligence Council (NIC) zum Atomprogramm des Iran (”Iran: Nukleare Absichten und Fähigkeiten”) im Wortlaut:”A. Wir gehen mit großer Sicherheit davon aus, dass Teheran sein Atomwaffenprogramm im Herbst 2003 gestoppt hat. Wir schätzen auch mit mittlerer bis hoher Wahrscheinlichkeit, dass sich Teheran zumindest die Option offen hält, nukleare Waffen zu entwickeln. Wir sind mit großer Sicherheit davon überzeugt, dass der Stopp und die von Teheran bekanntgegebene Entscheidung, sein Uran-Anreicherungsprogramm auszusetzen sowie ein Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen, in erster Linie auf die verstärkte internationale Überwachung und den Druck zurückzuführen sind, der infolge des Bekanntwerdens der zuvor nichtdeklarierten nuklearen Aktivitäten des Iran entstanden ist.

  • Wir gehen mit großer Sicherheit davon aus, dass iranische Militäreinheiten bis Herbst 2003 im Auftrag der Regierung an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet haben.
  • Wir schätzen mit großer Sicherheit, dass der Stopp zumindest mehrere Jahre gedauert hat. (…)
  • Wir gehen mit mittlerer Sicherheit davon aus, dass Teheran sein Atomwaffenprogramm bis Mitte 2007 nicht wieder aufgenommen hat, aber wir wissen nicht, ob es im Moment beabsichtigt, Atomwaffen zu entwicklen.
  • Wir gehen weiterhin mit mittlerer bis hoher Sicherheit davon aus, dass der Iran im Moment über keine Atomwaffen verfügt.
  • Die Entscheidung Teherans, sein Atomwaffenprogramm zu stoppen, deutet darauf hin, dass es weniger entschlossen ist, Atomwaffen zu entwickeln, als wir das seit 2005 angenommen haben. Unsere Einschätzung, dass das Programm wahrscheinlich primär als Antwort auf internationalen Druck ausgesetzt worden ist, deutet darauf hin, dass der Iran in Bezug auf diese Angelegenheit womöglich verwundbarer ist, als wir das bisher angenommen haben. B. Wir gehen weiterhin mit geringerer Sicherheit davon aus, dass der Iran wahrscheinlich zumindest einiges waffenfähiges, spaltbares Material importiert hat, aber wir schätzen immer noch mit mittlerer bis hoher Sicherheit, dass es für eine Atomwaffe noch nicht ausreicht. Wir können nicht ausschließen, dass der Iran aus dem Ausland eine Atomwaffe oder genug spaltbares Material für eine Waffe erworben hat oder in Zukunft erwerben wird. Ohne diese Zukäufe müsste der Iran selbst genügend spaltbares Material herstellen - was er unserer Einschätzung nach mit hoher Sicherheit bisher noch nicht getan.”

    ….

    Der National Intelligence Council (NIC) ist das Zentrum für mittelfristige und langfristige strategisches Studien innerhalb der US-amerikanischen Geheimdienste. Er wurde 1979 gegründet und erstellt laufend Analysen und Berichte, sogenannte “National Intelligence Estimates” (NIE). (APA)

    http://derstandard.at/?url=/?id=3137728

    Englisch der Original Report

    National Intelligence Estimate Iran: Nuclear Intentions and Capabilities (PDF, 134 KB)

  • 1 Antwort auf “US-Geheimdienst Bericht: Iran hat keine Atom Waffen”

    1. Lupo sagt:

      Atomstreit mit dem Iran: Ein ungefährlicher Schurke?

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      DW-WORLD: Iran-Konflikt: Gehen den Hardlinern die Argumente aus?

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      DW-WORLD: Keine Kehrtwende

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      DW-WORLD: Iran stellte Atomwaffenprogramm schon vor Jahren ein

      *

      DW-WORLD: Bush und Merkel demonstrieren Einigkeit - auch gegen den Iran

      Iran | 05.12.2007
      Kommentar: Bush auf einsamer Flur
      Themenbild Kommentar
      Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:

      Trotz entlastender Erkenntnisse der US-Geheimdienste über das Teheraner Atomprogramm bleibt der Iran für US-Präsident Bush eine Gefahr. Kaum jemand teilt jedoch seine Ansicht. Christina Bergmann kommentiert.

      Kommentatorin Christina Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Christina Bergmann

      Noch vor wenigen Wochen hat der US-Präsident erklärt, dass der dritte Weltkrieg bevorstünde, wenn sich die westliche Welt nicht mit aller Macht gegen den Iran verbündet und daran hindert, weiter an der Atomwaffe zu basteln. Und jetzt sagen Bushs eigene Geheimdienstler, dass Teheran schon seit vier Jahren nicht mehr sein militärisches Atomprogramm verfolgt.

      Daraus lassen sich mehrere Schlüsse ziehen. Erstens: Die Ära Bush und seiner Falken in Weißen Haus ist endgültig vorbei. Die wenigen Gleichgesinnten, die dem Präsidenten noch geblieben sind und seine Regierung nicht verlassen haben, können angesichts dieser Einschätzung der Lage im Iran niemanden von der Notwendigkeit etwa eines Militärschlages überzeugen. Da mag der Präsident noch so sehr darauf beharren, dass der Iran gefährlich war, ist und bleiben wird. Bushs einzige Waffe ist das Vetorecht, das er im Kongress in letzter Zeit immer öfter ausübt. Doch dabei schadet er sich eher selbst, wenn er eine Gesetzesvorlage nach der anderen blockiert.

      Einem geschwächten Präsidenten folgt niemand mehr

      http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2987993,00.html

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