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Archive für 16.9.2007
Orient Institut: Die Türkei gehört in die EU
16.9.2007 by Lupo.
EUROPÄISCHE UNION
„Die Abgrenzung gegenüber Amerika führt gleichzeitig zu einer Annäherung der Türkei an Europa“
Prof. Udo Steinbach, Direktor des Deutschen Orientinstituts in Hamburg, plädiert im EM-Interview für einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union. Europa sei seit der Aufklärung keineswegs mehr christlich geprägt und sollte einer säkularisierten Türkei endlich Beitrittsverhandlungen anbieten. Die asiatischen Anrainerstaaten der Türkei, wie der Iran, Syrien, die Kaukausländer und der Irak würden sich durch die Zugehörigkeit Ankaras zur EU in absehbarer Zeit ebenfalls zu ihren Gunsten verändern.
EM 08-04 · 30.08.2004

Prof. Udo Steinbach
Eurasisches Magazin: Herr Professor Steinbach, die Türkei will in die Europäische Union – ist sie denn ein europäisches Land?
Udo Steinbach: Geographisch gesehen gibt es nirgendwo eine klare Abgrenzung in der Geschichte, durch die Kleinasien aus Europa ausgeschlossen wäre. Von Troja aus, das zur heutigen Türkei gehört, wurde ein wichtiger Teil Europas gegründet, nämlich Rom. Der trojanische Held Aeneas wird in der griechischen Mythologie als Gründer der Ewigen Stadt genannt und gilt als Urvater der Römer. Das oströmische Reich herrschte von Byzanz, dem heutigen Istanbul, über weite Teile des Mittelmeerraumes bis nach Nordafrika. Das Christentum hat seine ersten blühenden Gemeinden in Kleinasien gehabt. Es hat also weder geographisch noch kulturell eine Abgrenzung Europas gegenüber Kleinasien stattgefunden.
EM: Das ist die Historie, aber ist die Türkei auch im Sinne der EU ein europäisches Land?
Steinbach: Im Sinne der Institutionen und der Aufnahmekriterien der Europäischen Union ist die Türkei noch nicht vollständig europäisch. Aber sie hat sich diesem Europa in den letzten Jahren und Jahrzehnten erheblich angenähert.
Seit 1963 gibt es zwischen der damaligen EWG und der Türkei einen Assoziierungsvertrag mit der Perspektive Ankaras auf Mitgliedschaft in der EU
EM: Weshalb ist ein EU-Beitritt für die Türkei so wichtig – sind es wirtschaftliche, strategische oder religiöse Gründe, die das Land so entschlossen in die Europäische Union drängen lassen?
Steinbach: Seit 1963 gibt es zwischen der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, der EWG, und der Türkei einen Assoziierungsvertrag, der die Perspektive auf eine Mitgliedschaft Ankaras in der Europäischen Gemeinschaft beinhaltet. Diesen Tatbestand haben beide Seiten, die heutige Europäische Union und die Türkei, eine ganze Weile hindurch nicht sehr ernst genommen. Aber seit gut 15 Jahren, seit 1987 der damalige türkische Staatspräsident Turgut Özal den ersten Beitrittsantrag gestellt hat, nimmt die Türkei diesen Vertrag sehr, sehr ernst und verfolgt das Ziel, Mitglied der EU zu werden, wirklich vehement.
„Die Türkei fühlt sich zu Europa gehörig – wozu denn sonst?“
EM: Was sind, von diesem Vertrag einmal abgesehen, die wichtigsten Triebfedern dafür?
Steinbach: Zum einen spüren die Türken, daß der Europäisierungsprozeß, den das Land ja schon seit Ende des 18. Jahrhunderts durchläuft, unvollständig bliebe ohne den Beitritt zur Europäischen Union. Zum anderen fühlen sich die Türken nach dem Ende des Ost-West-Konflikts erst recht zu Europa zugehörig – wozu denn sonst? Hinter diesen grundsätzlichen politischen Bekenntnissen tritt der ökonomische Aspekt zurück. Die politischen Argumente haben ein deutlich größeres Gewicht. …..
http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?thema=T%FCrkei&artikelID=20040804
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Nato comes clean on cluster (Terror) bombs
16.9.2007 by Lupo.
16 September 2007 21:47
Nato comes clean on cluster bombs
Eight years on, Serbia is finally told where munitions fell
By Brian Brady, Whitehall Editor
Published: 16 September 2007
Nato chiefs will this week finally tell the Serbian government where they drop-ped thousands of cluster bombs during the Kosovo campaign, more than eight years after the bombardment finished.
Allied commanders have bowed to mounting pressure from foreign governments and pressure groups and will hand over full coordinates for the hundreds of bombing sorties. Belgrade hopes this could pinpoint thousands of unexploded munitions still littering parts of the country.
The pledge from Nato’s Supreme Headquarters Allied Powers Europe (Shape) will end a delay condemned by human rights groups and described as “shameful” by one British minister.
The US, Britain and Holland are believed to have dropped more than 2,000 cluster bombs – containing 380,000 sub-munitions – during Operation Allied Force, the three-month campaign to end Serb oppression in Kosovo in 1999. The RAF dropped 531 RBL755 cluster bombs, designed principally to destroy tanks and other armoured vehicles.
But furious condemnation erupted after at least 23 Serb civilians were killed by cluster munitions during the campaign. Since the operation, the Allied forces have admitted the bombs had a failure rate of at least 5 per cent, meaning up to 20,000 unexploded bomb-lets may be strewn across Serbia and Kosovo.
The sub-munitions are designed to explode immediately or burst to deposit anti-personnel devices over an area the size of several football pitches.
A conference this year heard that at least six Serbs – including three children – had been killed by exploding cluster munitions since 1999, and 12 people, six of them children, wounded. In the most notorious incident, five ethnic Albanian children were killed during the campaign, when seven youngsters picked up one of the “yellow killers”, thinking it was a toy.
Serbian officials report that up to 23 square kilometres in six areas suffer “cluster contamination”. Agriculture and development are banned in several rural areas.
But British ministers confessed this summer that, despite Serb requests, the co-ordinates of RAF bombing raids had not been given to Belgrade. Baroness Royall of Blaisdon said Britain had given the information to Nato, but it had not been passed on. She added: “I do think it is rather shameful.”
Tory peer Lord Elton, a leading campaigner against the bombs, said ministers had confirmed in mid-May that the co-ordinates had been supplied to Nato and Nato “would in due course hand them to Serbia”. He added: “That’s eight years for children to blow their feet off. Why can’t we send our co-ordinates direct and get others to do the same?”.
Now critics claim it may be too late recover thousands of ageing, unstable munitions. The UK has contributed £86,000 to the Serbian Mine Action Centre for equipment; in Lebanon, Britain gave £2.7m to help the clean-up after the Israeli attack last summer.
A Foreign Office spokes-man said: “Nato now have everything they need and intend to share it with the Serbs in the next week.”
……..
http://news.independent.co.uk/world/politics/article2966970.ece
Sonntag, 16. September 2007
Die Führer der NATO werden heute nach acht Jahren von Verheimlichungen der Regierung Serbiens endlich mitteilen, wo die Tausenden von Kassettenbomben während der Angriffe auf Serbien 1999 abgeworfen wurden, schreibt das Londoner Blatt Independent.
Das Blatt schreibt, dass die NATO unter Druck verschiedener Regierungen und Lobbys nachgegeben hat, und dass sie nun die Koordinaten von mehreren Hundert Lokalitäten preisgeben wird. „Die Versprechung der NATO wird die Verschiebung enden, welche Organisationen für Menschenrechte verurteilt haben und eine britische Ministerin als Schande bezeichnet hat”.
Lord Elton, Abgeordneter der Konservativen Partei und führender Aktivist im Kampf gegen Kassettenbomben, hat erklärt, dass die Minister die Koordinaten Mitte Mai bestätigt haben, dass die NATO die Koordinaten hat, und dass diese an Serbien weitergeleitet werden sollten. Man nimmt an, dass 1999 auf Serbien mehr als 2000 Kassettenbomben geworfen wurden, die dann 380.000 Splitterteile hatten.
Die NATO warf 531 Kassettenbomben des Typs RBL755 ab, welche vorwiegend für die Vernichtung von Panzerwagen benutzt werden, jedoch stieß das auf heftige Kritiken, als Opfer der Bomben serbische Zivilisten wurden. Die NATO hat später zugegeben, dass mindestens 5 % der Bomben ihre Ziele nicht getroffen haben, was bedeutet, dass es in ganz Serbien mit Kosovo und Metohija noch 20.000 nicht explodierte Splitterteile der Kassettenbomben gibt.
Bei einer Konferenz Anfang dieses Jahres konnte man hören, dass seit 1999 von diesen Splittern mindestens sechs Serben gestorben sind, einschließlich drei Kinder, und dass 12 Menschen verletzt wurden, wovon sechs Kinder sind.
Der schrecklichste Zwischenfall geschah während der Angriffe, als sieben albanische Kinder einen der “gelben Mörder” vom Boden nahmen, weil sie dachten es sei Spielzeug, wobei fünf von ihnen getötet wurden.
September 16, 2007
NATO Charity

NATO raining cluster bombs on Serbian city of Nis, May 22, 1999
Whoever Dares to Say NATO is Inhumane?!
British Independent reports that eight years after the three-month bombardment, NATO has finally assented to tell the Serbian government where they dropped thousands of cluster bombs, with at least 20,000 of them believed to be unexploded.
The actual numbers that are not mentioned by the Independent are indeed much higher, since it is known that NATO has dropped at least 3,500 cluster bombs on the town of Gracanica alone and it is estimated that the bombs have a failure rate of anywhere from 5 to 30 per cent, while the Independent’s report, naturally, sticks to the most conservative, hygienic 5 per cent rate only, citing merely 2,000 cluster bombs total dropped on whole state in three months.
The United States, Britain and Holland, the primary death-contributors to the “Merciful Angel” humanitarian bombardment of FR Yugoslavia in 1999, have dropped thousands of cluster bombs containing, according to the Independent, some 380,000 sub-munitions all over Serbia, including its southern Kosovo province towns and villages. The so-called sub-munitions are actually smaller bombs (bomblets) which burst upon the impact “over an area the size of several football pitches,” aimed exclusively at living targets.

Up to 1,000 bomblets each cluster bomb contains look like toys to children — the unexploded ones ensure the number of innocent victims will keep rising long after the “shock and awe” ends.
According to the Lt. General Thomas McInerney, quoted by the PBS, “A cluster bomb is a bomb that’s about the size of a baseball, and then there may be 500 to a thousand [bomblets] in one large bomb, and then they spread out; they’re dropped about whatever altitude — they open up at about a thousand feet — so they’ll cover an area one to two thousand feet and it’s like a thousand hand grenades being dropped.”
The cluster bombs are elegantly referred to as the “anti-personnel” weapon in the official lingo, meaning they are supposed to kill and maim military personnel only, except that the deadly shrapnels and bullet-fast explosive chards are not exactly distinguishing between the strong grown men wearing uniform and children, elderly, civilians in general or the livestock and household pets — blow one of those anywhere near the populated area, and you have a bloodcurdling carnage right there and then.
Over the years there have been many attempts to ban the use of this monstrous weapon, but all have failed due to the staunch U.S./British opposition to the ban.
Since the end of NATO aggression at least eleven people, including eight children, have been killed by exploding cluster munitions in Serbia, while 12 people, six of them children, were mutilated. According to the Independent, Serbian officials report that up to 23 square kilometers in six areas suffer cluster contamination, with agriculture and development being banned in several rural areas because of it.
And yet, despite repeated Serbian requests, the coordinates of these bombing raids had not been given to Belgrade during the past eight years. For the British side, Baroness Royall of Blaisdon was quoted by the Independent as saying Britain had given the information to NATO, which failed to pass it on to Serbian government.
A leading British campaigner against the bombs Lord Elton commented the statement by the ministers who had apparently confirmed in mid-May this year that the coordinates had been supplied to NATO and NATO “would in due course hand them to Serbia,” saying: “That’s eight years for children to blow their feet off. Why can’t we send our co-ordinates direct and get others to do the same?”
Because you are a part of the charitable, humane, loving
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22-jähriger Afghane gesteht Messerangriff auf Rabbiner
16.9.2007 by admin.
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| Eine Woche nach der Messerattacke auf einen Rabbiner in Frankfurt am Main hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Es handelt sich um einen 22-jährigen Deutschen, dessen Eltern aus Afghanistan kommen. Das Foto zeigt das Phantombild der Polizei. |
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22-jähriger Frankfurter gesteht Messerangriff auf Rabbiner
Frankfurt/Main (AFP) — Eine Woche nach dem Messerangriff auf einen Rabbiner in Frankfurt am Main hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen 22-jährigen Deutschen, dessen Eltern aus Afghanistan kommen. Als Motiv für die Tat vom Freitag vergangener Woche gab der Mann demnach an, er habe sich bei einer körperliche Auseinandersetzung mit dem 42-jährigen Rabbiner unterlegen gefühlt und deshalb zum Messer gegriffen. Eine Tötungsabsicht betritt der in Frankfurt geborene Verdächtige.
Der 22-Jährige wurde den Angaben zufolge am Donnerstagabend festgenommen. Auf seine Spur kamen die Ermittler demnach durch ein Internetforum, in dem ein Teilnehmer detaillierte Angaben zu Täter und Tathergang gemacht hatte. Die Staatsanwaltschaft beantragte gegen den Mann Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.
Der jüdische Geistliche war durch den Stich mit der 7,6 Zentimeter langen Klinge schwer verletzt worden, Lebensgefahr bestand nach Polizeiangaben nicht. Täter und Opfer waren nach Erkenntnissen der Ermittler zufällig aufeinandergetroffen. In seiner Vernehmung bestritt der Tatverdächtige laut Staatsanwaltschaft, dass er den Rabbiner vor der Messerattacke mit antisemitischen Äußerungen beschimpft habe. Der 22-Jährige widersprach damit entsprechenden Zeugenaussagen.
http://afp.google.com/article/ALeqM5jcsEIptmIIiqBgxmtm8T3zuFM2kw
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