Sie befinden sich aktuell in den Balkanforum Balkanblog.org Blog-Archiven für den folgenden Tag 1.9.2007.
- Balkan (869)
- Balkan (Englisch) (766)
- Economy - Wirtschaft (324)
- Geschichte - History (375)
- Kosovo-Albanien (Albanian) (127)
- Kultur (168)
- Welt News Spezial (513)
- 7.9.2008: Die Bush - Bin Laden Pleite Firma: Carlyle
- 6.9.2008: Das erste der neuen Küsten Wach Boote wurde in Durres begrüsst
- 6.9.2008: Wie die Regierung ehrliche Journalisten mobbt um die eigen kriminellen Umtriebe zu verschleiern
- 5.9.2008: Bin Laden’s Balkan Connections
- 5.9.2008: Oskar Lafontaine, ein Politiker der wegen dem kriminellen Kosovo Krieg alle Ämter aufgab
- 5.9.2008: Serbien: International Day of the Missing
- 5.9.2008: Stanko Subotic: Serbia to Try Alleged Smuggler in Absentia
- 5.9.2008: 100.000 Asiatinnen sollen Serben vor dem Aussterben retten
- 5.9.2008: Operation Sarkozy : how the CIA placed one of its agents at the presidency of the French Republic
- 4.9.2008: Die Antike Küsten Ansiedlung Loron in Istrien
Balkan
- Albania.de
- Albanian Info
- Albanian Mafia and Western Corruption
- Albanien Aufbau Hilfe
- Albanien und die NATO
- ARD - Kosovo Krieg: "Es begann mit einer Lüge"
- Balkan Analysis
- Balkan Forum
- Balkan Quellen
- BIRN Balkan Investigative Reporting
- BND Report 2007
- Byzantine Sacred Art
- Deutsche Botschaft Tirana und die Mafia
- Die Balkan Mafia
- Die Kosovo Kriegs Inzenierung
- ESI Reports
- EULEX Mission Kosovo
- Eurasischesmagazin
- Gazetta Sqiptare
- General Mackenzie: Kosovo TV Video
- GIS Balkan Spezia
- GIS US Heroin
- IEP Militär Analyse
- Ilir Meta und die Skrapar Bande
- Kosovo - Mafiastan
- Kosovo «Polykrimineller Multifunktionsraum»
- Kosovo Infos English
- Kosovo Kriegs Inzenierung
- NATO und der Bruch des Völkerrechts
- NATO-Setimes
- Nesselhauf der Anwalt der Albaner Mafia
- Ombudsmann Marek Antoni Nowicki
- Organisierte Kriminalität in Kosovo
- PAMECA
- Serbian Reports
- Serbische Nachrichten
- Serbischer Befreiungs Kampf gegen die Besatzer im Kosovo
- SPD und die Albaner Mafia
- Srebrenica Research Group
- SSEES Uni
- Task Force Einsatz in Albanien
- The Criminalization of the State
- the Hidden Agenda behind Kosovo's "Independence"
- UN - EU Mafia: Kosovo
- UN Mafia Kosovo Engl.
- Waffenlieferungen an Bosnien
- Wolf Oschlies: Euro Magazin
Balkan blogs
Blogroll
- Albania.de
- Albanian Mafia and Western Corruption
- ARTE Video über die US Kriege
- Aussenpolitikforum
- »FREITAG«
- Balkan Forum
- Blog Search Maschine
- BND Report 2007
- CIA Operation Sarkozy
- Dr. Ganser Interview
- Europäische Stabilitätsinitiative - ESI (mehrsprachig)
- FAS
- FAS Secret News
- FBI Report - International crime
- Indymedia
- International Relations and Security Network (ISN)
- Interpol Ralf Mutschke
- Interpol Report - Crime
- Junge Welt
- Justiz-Sumpf Deutschland
- Karl Kreibich blog
- Mafia und die US Politik
- Medien Analyse
- MetaGer Suchmaschine
- News Kopp Verlag
- News von oraclesyndicate
- Prof. Hans-Joachim Selenz
- Putin Interview unzensiert
- Radio Utopia
- Telepolis Forum
- UN - EU Mafia: Kosovo
- UN Mafia Kosovo Engl.
- Video - 11.9.2001
- Wayne Madsen
- Wolf Oschlies: Euro Magazin
- Zeit Fragen/ch
World Spezial
- Aljazeera
- Artikel über Politik und Mafia
- FAS Secret News
- Federation of American Scientists (FAS)
- FREACE News
- Friedensforschung Uni Kassel
- fromthewilderness
- Frontpagemag
- Globalresearch
- Haaretz News
- Irak News
- IWPR
- Janes
- Juergen Rose
- Krysmanski,
- Le Monde diplomatique
- Michael C. Ruppert
- NeoCons Spezial Website
- Ossietzky-sopos
- Rense
- RIAN News
- SIRIUS: The Strategic Issues Research Institute
- Steinberg Recherche
- The Criminalization of the State
- Uni-Muenster Prof. Krysmanski
- US Video Sammlung von PNACATTACKcom
- Video: Jürgen Roth
- World Medien Spezial
- Zeit Fragen
Archive für 1.9.2007
190.000 US-Waffen an Al-Qaida?
1.9.2007 by CrniLabudovi.
190.000 US-Waffen an Al-Qaida?
Die Zeit
Von Alexander Bühler
Zwischen der Einkaufsliste des Pentagons und der Übergabeprotokolle an die irakische Armee liegt ein Unterschied: 190.000 Waffen fehlen. Wo sie gelandet sind, weiß keiner
190 000 US-Waffen im Irak verschwunden
Anfang Mai berichtete die ZEIT in einem vierseitigen Dossier erstmals über die geheimen Waffenexporte der USA von Bosnien in den Irak. Nun musste das amerikanische Verteidigungsministerium dem amerikanischen Rechnungshof, dem General Accounting Office (GAO), zugeben, dass 190.000 Waffen, die teilweise aus den in der ZEIT beschrieben Transaktionen herrühren, nicht mehr aufzufinden sind. Die Befürchtung ist groß, dass die 110.000 Kalaschnikows AK47 und 10.000 Pistolen in die Hände der Aufständischen gefallen sein könnten.
Knapp drei Millionen Dollar hatte der amerikanische Kongress seit dem Sturz Saddam Husseins für die neuen irakischen Streitkräfte bewilligt. Als die Buchprüfer des amerikanischen Rechnungshofs nun kontrollieren wollten, wofür das Geld ausgegeben wurde, muss ihnen förmlich der Stift aus der Hand gefallen sein. Der Titel ihres Berichts: DOD cannot ensure that U.S.-funded equipment has reached Iraqi Security forces - Das Verteidigungsministerium kann nicht garantieren, dass US-finanziertes Material die irakischen Sicherheitskräfte erreicht hat. Die Prüfer hatten die Einkaufslisten des amerikanischen Verteidigungsministeriums und die Übergabeprotokolle an die irakische Armee miteinander verglichen. Sie entdeckten eine riesige Lücke, es fehlen jene 190.000 Waffen. Wie das geschehen konnte? Bis 2006 keine Buchführung, fehlende Belege, unübersichtliche Excel-Tabellen, Personalmangel - so sehen es die Prüfer.
Doch die Ursache des Problems liegt tiefer. Dazu man muss sich die Lage 2004 im Irak vergegenwärtigen: Zwar war Saddam Hussein besiegt, aber überall im Land brachen Aufstände los. Die Koalitionsstreitkräfte wurden dauernd angegriffen, sie hatten keinen Verbündeten im Land, die irakische Regierung war quasi inexistent. In dieser Lage beschloss die Koalition unter Führung der Amerikaner, die gerade eben aufgelöste irakische Armee und Polizei wieder neu aufzubauen und sie mit Waffen und Gerät auszustatten.
Fieberhaft vergab das Pentagon Aufträge an eine Vielzahl von Unternehmen, Waffen zu besorgen. Wie die ZEIT im Dossier „Planet der Waffen” beschrieb, war eine dieser Firmen TAOS, die über einen kroatischen Strohmann, einen deutschen Waffenhändler und ein bosnisches Unternehmen zehntausende AK47, Pistolen, Mörser und Munition aus den bosnischen Arsenalen nach Bagdad flog. Doch obwohl TAOS im Auftrag des Pentagon handelte, erklärte das zuständige militärische Oberkommando im Irak, diese Waffen niemals aus Bosnien erhalten zu haben und auch nichts über solche Waffenkäufe zu wissen.
Gegenüber Amnesty International erklärte ein Mitarbeiter von TAOS, die Waffen seien am Flughafen an die Verwaltung übergeben worden - dafür hätten sie zwar keine Belege, aber die Bezahlung der Waffen durch die Regierung sei ja ein hinreichender Beweis. Nach Aussagen des TAOS-Mitarbeiters kamen jede Woche zwanzig Lieferungen mit Dutzenden Behältern voller Waffen auf dem Flughafen an - in diesem Durcheinander hätten sich die Waffen eben „sehr schnell verloren”. Doch es ist nicht einmal völlig klar, ob die Flugzeuge mit den Waffen tatsächlich in Bagdad landeten, denn teilweise fehlen die Aufzeichnungen der zuständigen Flugkontrolle.
Die Kritik des GAO-Berichts ist nicht die erste, die das Amt an der Militärverwaltung im Irak übt - wenn auch die heftigste. Immer wieder hat das GAO darauf hingewiesen, was im Irak schief läuft: Die Unternehmen, die im Auftrag der US-Regierung das Land wieder aufbauen sollten, hätten die Gelder ineffizient eingesetzt, die Munitionsdepots der Armee seien teilweise unbewacht gewesen und geplündert worden. Aus diesem erbeuteten Material hätten die Aufständischen jene Sprengstofffallen gebaut, die bis heute gegen US-Soldaten eingesetzt werden.
Wo die verschwundenen Waffen tatsächlich gelandet sind, ist dem Pentagon unerklärlich. Sind sie vielleicht auf dem Schwarzmarkt gelandet? Der Experte Keith Krause, Direktor des Small Arms Survey Instituts in Genf, ist davon überzeugt: „Nach allem, was wir von ähnlichen Konflikten wissen”, sagt er, „tauchen solche verschwundenen Waffen immer wieder in den Händen von Einheimischen auf.”
08.08.2007
Geschrieben in Welt News Spezial | Drucken | Keine Kommentare »
Fireworks Store Filled with Pyromaniacs: Kosovo’s Grim Future
1.9.2007 by CrniLabudovi.
Fireworks Store Filled with Pyromaniacs: Kosovo’s Grim Future
By David Binder, The Washington Times

Young Kosovo Albanian takes a snapshot of his friend urinating over the charred remains of destroyed St. George Church in Prizren, Kosovo-Metohija, Serbia. UCK (KLA) signature on the columns.
Forget about status negotiations for a moment. The near-term outlook for Kosovo is unalterably grim: An economy stuck in misery; a bursting population of young people with “criminality as the sole career choice;” an insupportably high birthrate; a society imbued with corruption and a state dominated by organized crime figures.
These are the conclusions of “Operationalizing of the Security Sector Reform in the Western Balkans,” a 124-page investigation by the Institute for European Policy commissioned by the German Bundeswehr and issued in January. This month the text turned up on a Web log. It is labeled “solely for internal use.“ Provided one can plow through the appallingly dense Amtsdeutsch — “German officialese” — that is already evident in the ponderous title, a reader is rewarded with sharp insights about Kosovo.
Violent Mafia Society Protected by the West’s Grotesque Denial
The authors point out a “grotesque denial of reality by the international community” about Kosovo, coupling that with the warning of “a new wave of unrest that could greatly exceed the level of escalation seen up to now,” The institute authors, Mathias Jopp and Sammi Sandawi, spent six months interviewing 70 experts and mining current literature on Kosovo in preparing the study.
In their analysis, political unrest and guerrilla fighting in the 1990s led to basic changes which they call a “turnabout in Kosovo-Albanian social structures.” The result is a “civil war society in which those inclined to violence, ill-educated and easily influenced people could make huge social leaps in a rapidly constructed soldateska.”
They continued: “It is a Mafia society” based on “capture of the state” by criminal elements. (“State capture” is a term coined in 2000 by a group of World Bank analysts to describe countries where government structures have been seized by corrupt financial oligarchies.
UNMIK and KFOR Corrupt, U.S. Aides Criminals
In the authors’ definition, Kosovan organized crime “consists of multimillion-Euro organizations with guerrilla experience and espionage expertise.” They quote a German intelligence service report of “closest ties between leading political decision makers and the dominant criminal class” and name Ramush Haradinaj, Hashim Thachi and Xhavit Haliti as compromised leaders who are “internally protected by parliamentary immunity and abroad by international law.”
The U.N. Mission in Kosovo, they add, “is in many respects an element of the local problem scene.” They describe both UNMIK and KFOR as infiltrated by agents of organized crime who forewarn their ringleaders of any impending raids.
Among the negative findings listed are:
- The justice system’s 40,000 uncompleted criminal cases.
- The paucity of corruption-crime investigations: 10-15 annually.
- 400 gas stations (where 150 would suffice), many of which serve as fronts for brothels and money-changing depots.
The study sharply criticizes the United States for “abetting the escape of criminals” in Kosovo as well as “preventing European investigators from working.” This has made Americans “vulnerable to blackmail.” It notes “secret CIA detention centers” at Camp Bondsteel and assails American military training for Kosovo (Albanian) police authorized by the Pentagon.
Independence Would Result in Totalitarian Criminal State
Concerning the crime scene the authors conclude that “with resolution of the status issue and the successive withdrawal of international forces the criminal figures will come closer than ever to their goal of total control of Kosovo.” Among the dismal findings of the German study are those on the economy:
- Sinking remissions of money from Kosovans working abroad, a primary source of income for many Kosovo families pegged now at 560 million Euros per annum.
- 88 percent of the land now in private ownership, meaning ever more subdividing of plots, usually among brothers, leading to less efficient agriculture.
- A hostile climate for foreign investors, frightened by political instability and the power of Mafia structures.
A central issue in Kosovo is an “inexhaustible supply of young people without a future and therefore ready for violence,” the study says. The only remedy for dealing with this “youth bulge” is to open Northern Europe’s gates to young Kosovans seeking jobs, the authors say.
Blaming Everybody Else — Part of Albanian Mentality
In anticipation of a transfer of oversight from the UN to the European Union, the authors warn: “[The] EU is in danger of following too strongly in the wake of a failed UN and [disintegrating] under the inherited burden unless they make an open break with practices and methods of UNMIK.”
One of the experts they interviewed put it more bluntly: “EU is inheriting from UNMIK a fireworks store filled with pyromaniacs.” But in their depiction, Kosovans appear beholden to their legend of historic exploitation — such that if they finally achieve independence, all will suddenly be well. In the past Kosovans could and did always blame somebody else for their troubles: Ottomans, Yugoslavs, Serbs.
Now they have begun to blame UNMIK. But what will happen if they have only themselves to blame?
Geschrieben in Balkan (Englisch) | Drucken | Keine Kommentare »
Albanien 1990: Die letzten Tage des Hoxha Regimes
1.9.2007 by CrniLabudovi.
Die Flucht
Von Tirana via Durres nach Bari - in die Freiheit? Eine Erzählung
Man konnte die Flucht förmlich spüren, sie war so unaufhaltsam wie das wild gewordene Wasser nach einem Dammbruch. «Die Berliner Mauer ist gefallen, fallen wird auch das Regime, das uns seit 45 Jahren massakriert, und ich werde aus Albanien abhauen», …
![]()
Man konnte die Flucht förmlich spüren, sie war so unaufhaltsam wie das wild gewordene Wasser nach einem Dammbruch. «Die Berliner Mauer ist gefallen, fallen wird auch das Regime, das uns seit 45 Jahren massakriert, und ich werde aus Albanien abhauen», teilte der junge Gojàri seinem Vater mit. Er konnte es nicht erwarten, bis sich endlich ein Spalt öffnete und er nach Italien auswandern konnte. «In Tirana haben sie die Stalin- Statue mit einer Bombe gesprengt», sagte er enthusiastisch. «In Kavaja gibt’s einen Aufstand.»
Der Vater hingegen versuchte, ihm die Realität vor Augen zu führen: Er erinnerte ihn an die brutalen Polizeiübergriffe und an die getöteten oder ins Gefängnis geworfenen jungen Leute; er wollte nicht, dass sein Sohn wegging. Wer das Risiko auf sich nahm, das Land illegal zu verlassen, dem drohte die Todesstrafe. Legal ging es allerdings auch nicht, weil niemand einen Pass hatte. Und wurde jemand erwischt bei einem Fluchtversuch, wurde er auf der Stelle erschossen: Mindestens fünfhundert junge Leute waren zwischen Januar und Juni 1990 an der Grenze ums Leben gekommen.
Eben hatten sie einen jungen Mann aus Shkoder erschossen, der bei Hani i Hotit nach Jugoslawien rüberwollte. Achttausend Menschen kamen zu seiner Beerdigung, sie trampelten mit den Füssen und machten einen Lärm, der wie der Anfang eines Erdbebens wirkte; die Angehörigen holten die Leiche aus dem Sarg, um der Welt die Schusswunden auf dem toten Körper zu zeigen, sie schrien, man solle ihn ihnen lebend zurückgeben, er sei ein unbescholtener junger Mann gewesen, und die Leute von Shkoder waren zum ersten Mal mutig genug, ihrem Zorn Luft zu machen: «Nieder mit Hoxha, nieder mit Ramiz Alia, Freiheit, Freiheit.»
STURM AUF DIE BOTSCHAFT
In Tirana verschafften sich junge Leute Eintritt in ausländische Botschaften. Sie verlangten Pässe, sie wollten fort aus Albanien. Das war am 23. Juni. Es hiess, ein Lastwagen habe im Kugelhagel der albanischen Polizei das Tor gerammt und viele seien hinterhergelaufen ohne Rücksicht auf die Todesgefahr. Da verliess Gojàri nachts das Haus. Es herrschte Ausgangssperre. Aber er hatte nur eins im Kopf: Flucht. Alternativen sah er keine. Noch einmal hatte er dem Vater gesagt (der Mutter nicht, weil sie ihn niemals hätte gehen lassen): «Lieber gleich sterben als langsam hier ersticken.» Und der Vater hatte ihn umarmt, er verstand ihn, obwohl er nicht einverstanden war, das konnte er nicht sein mit einem Sohn, der sein Leben aufs Spiel setzte.
Gojàri rannte mit einer Gruppe anderer auf die Botschaft zu, verfolgt von schiessenden Polizisten. Er klammerte sich ans Eisengitter, kletterte wie ein Affe daran empor - woher nahm er bloss all die Kraft? -, kam oben an und liess sich auf der anderen Seite herunterfallen, unerreichbar für ihre Schläge. «Wenn du da rauskommst, reiss ich dir die Eier eigenhändig ab», drohte ein Polizist. Gojàri ging nicht darauf ein, er war verstört und vollkommen fertig jenseits des Eisengitters gelandet. Immer noch kam er sich vor wie im Gefängnis, hier konnte er nicht mehr raus, er befand sich auf einem Quadratmeter surrealer Freiheit, Hunderte arme Teufel umgaben ihn, die mit den Fingern das Victory-Zeichen machten und schrien: «Wir wollen weg, wir wollen einen Pass.» Doch die Schergen des Regimes ignorierten ihre Forderungen. Sie wehrten die aufgebrachte Menge ab, die nach und nach herbeiströmte aus anderen Städten, zu Fuss, auf dem Fahrrad, mit Lastwagen, im Zug.
DAS GROSSE SCHIFF
Die Regierung organisierte sogar eine Demonstration. Hunderttausend Personen skandierten Slogans gegen die jungen Leute, die sie Verräter nannten, Verbrecher, plehra, d. h. Abfall.
So vergingen die Tage. «Kommt raus, dann kriegt ihr Pässe», schlugen schliesslich die Büttel vor. Aber niemand traute ihnen. Konnte man Giftschlangen wie ihnen trauen, die kein Brot und kein Wasser mehr passieren liessen und mit ihren Knüppeln weiterhin jene verprügelten, die reinwollten? Einen Zwanzigjährigen, der sich bis zum Tor durchgekämpft hatte, zermalmten sie mitleidlos am Eisengitter.
Endlich, in der Nacht des 13. Juli, öffneten die Funktionäre der verschiedenen Botschaften die Tore: «Geht nur, es wird euch nichts geschehen, man gibt euch ein Ausreisedokument, am Hafen von Durres wartet ein italienisches Schiff auf euch.» Gojàri und die anderen waren panisch vor Angst, aber sie gingen trotzdem raus. Nur die Menschen, die sie zum Abschied grüssen wollten und die, hätten sie gekonnt, mitgekommen wären, wurden kontrolliert, sonst hielt sich die Polizei zurück.
Sie fuhren in Autobussen nach Durres, insgesamt mehr als viertausend, und auch dort standen Leute auf der Strasse, die ihnen zuwinkten, obwohl es Nacht war und Polizisten die Stadt umstellten.
Das grosse Schiff, das sie bestiegen, fuhr beim ersten Morgengrauen aus. Sein Name, «Appia Venezia», wurde für alle zum Synonym von Freiheit. Aber Gojàri fühlte sich plötzlich leer, so als hätte er weder Geist, Herz noch Organe im Körper. Er hatte keinen Hunger und keinen Durst mehr, jetzt, da man auf dem Schiff zu essen und zu trinken bekam. Er sah sein Spiegelbild in den Augen der andern Flüchtlinge und erkannte sich selbst nicht; alle waren sie Gespenster, schmutzig, ausgemergelt, mit ausgehöhlten, sonnenverbrannten Gesichtern und schwarzen Bärten. Sie hätten eigentlich glücklich sein müssen wegen der Flucht, und er, Gojàri, auch. Sie sahen, wie sich die Küste und die Berge ihrer Heimat immer weiter entfernten, sie dachten an die auf dem Festland zurückgebliebene Familie, an die Mütter, Väter, Brüder, Söhne. Nein: Sie waren verzweifelt.
IM LAGER
Bei der Ankunft wurde ihnen grosse internationale Solidarität bekundet. Über 3400 Albaner brachte man von Italien aus in andere europäische Länder. 800 blieben im Flüchtlingslager von Restinco nahe bei Brindisi.
Die Flüchtlinge sahen wirklich aus wie Gespenster, sie hielten ihre Kinder im Arm, blickten sich abwesend um, aber sie lächelten in die Fernsehkameras und den Journalisten gegenüber, prangerten die Grausamkeiten des Regimes an, die vielen Villen von Hoxha und den anderen Machthabern, die rationierten Lebensmittel, den Hungerlohn der Arbeiter, maximal 400 Lek im Monat, nicht mehr, als ein Paar Schuhe kostete.
Gojàri staunte über ein Leuchtauge, das gelb war, dann rot, dann grün. Er konnte den Blick nicht davon lösen. Nie in seinem Leben hatte er eine Verkehrsampel gesehen………………
http://www.nzz.ch/2007/01/13/li/articleERQ3D.html?printview=true
Geschrieben in Geschichte - History | Drucken | Keine Kommentare »
Mazedonien: Alle Geheimdienst Daten wurden von einem nach Bulgarien geflohenen Agenten gestohlen - Macedonia’s secrets
1.9.2007 by admin.

Macedonia’s secrets
![]() |
| 1 September 2007 | 08:44 | |
![]() |
All data about secret agents, allies, plans, current stocks and other secret data of the Macedonian Security and Counterintelligence Directorate (UBK), have been stolen from the archive, Macedonian newspaper Dnevnik writes, citing sources from Macedonian Ministry of Interior. An officer of the UBK who ran away to Bulgaria a month ago had sneaked into the archive of the counter-intelligence service. The Macedonian Ministry of Interior announced Thursday there were no signals reported about such a theft. The main suspect is with initials I.S. He worked as an analyzer in the Macedonian counterintelligence and is nephew of former Interior Minister Dosta Dimovska, incumbent director of the Macedonian cultural and information center in Sofia.
I do not have a nephew who is working in the Macedonian Interior Ministry or counterintelligence, said Dosta Dimovska.
According to journalist Alexander Damovski, director of the Macedonian Vreme newspaper, the case in point is a large scandal – one of the largest that happened in the recent period of the Macedonian intelligence. He stressed the information was reliable.
http://www.focus-fen.net/index.php?id=s1562
Geschrieben in Balkan (Englisch), Balkan | Drucken | Keine Kommentare »
