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Archive für 23.8.2007

“Sklaverei ist sehr lukrativ”


sueddeutsche.de
Ressort: Ausland
URL: /ausland/artikel/555/129337/article.html
Datum und Zeit: 23.08.2007 - 21:22

23.08.2007    11:14 Uhr Drucken  |  Versenden  |  Kontakt
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Interview mit Plan International

“Sklaverei ist sehr lukrativ”

Menschenhandel, Zwangsprostition, Zwangsarbeit - für Aminato Sur von der Hilfsorganisation Plan International sind das nur neue Begriffe für ein altes Problem. Sie und ihre Kollegin Marie Stanton äußern sich über moderne Sklavenhaltung.
Interview: Barbara Vorsamer

Marie Stanton ist die Vorsitzende von Plan UK, der britischen Sektion der Kinderhilfsorganisation Plan International. Aminato Sur leitet Projekte für Plan International in Westafrika, sie kommt aus Senegal.

sueddeutsche.de: Heute ist der Internationale Gedenktag der Abschaffung des Sklavenhandels, weil der Handel mit Menschen vor 200 Jahren für illegal erklärt wurde. Ist Sklaverei also nicht ein Thema des 19. Jahrhunderts?

Marie Stanton: Ja, das denkt man sich so. Doch leider ist das nicht der Fall. Es gibt moderne Sklaverei.

Aminato Sur: Von meinem Kontinent gibt es viele traurige Beispiele: Kinder aus Benin werden nach Nigeria geschickt, um dort in den Minen zu arbeiten. In meinem Land, in Senegal, gibt es das Phänomen, dass Mädchen aus ländlichen Gebieten in die Städte verkauft werden, um dort als Hausmädchen zu dienen.

Diese Mädchen sind sehr jung, aber sie machen die Arbeit von Erwachsenen. Sie leiden unter Gewalt und sexueller Belästigung. Und dann werden sie schwanger, werden zurück in ihre Dörfer geschickt - und ihre Töchter müssen wieder Sklavinnen werden.


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Bildstrecke Leben unter der Peitsche Rahmen
dokument sklaverei museum liverpool Sklavenarbeiter chinesische Arbeiter
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sueddeutsche.de: Ist das nur ein Problem Afrikas? Oder gibt es Sklaverei auch in Europa?

Stanton: Ja, die gibt es leider. Wir nennen es nur anders. Mädchen aus Osteuropa werden durch den ganzen Kontinent in reichere Länder geschleppt, nach Großbritannien, nach Deutschland. Es gibt zwar Bemühungen auf EU-Ebene, diese Menschenschlepperei zu verhindern, aber es handelt sich um einen versteckten Handel, der nicht leicht einzudämmen ist.

Den Mädchen wird von Mittelsmännern eine großartige Zukunft in Europa versprochen und sie landen in den reichen Ländern, ohne Chance auf ein menschenwürdiges Leben.

Sur: Es gibt Menschenschlepperei, es gibt Zwangsarbeit – alle diese Begriffe sind nur neue Namen für Sklaverei. Aber es geht um das gleiche Problem und wir dürfen es nicht verdrängen.



» Es gibt keine Fußfesseln mehr, keine Sklavenschiffe. «

Marie Stanton von Plan International

sueddeutsche.de: Menschenhandel ist seit 200 Jahren illegal. Ist er seitdem zu einem kleineren Problem geworden?

Sur: Kann man wirklich davon sprechen, dass es besser geworden ist, solange noch Menschen in Sklaverei leben?

Das Thema ist heutzutage ein Tabu, weil die Leute sich schämen. Viele der Betroffenen gehen erstmal freiwillig in die reichen Länder, weil sie auf der Suche nach einem besseren Leben sind.

Stanton: Die Sklaverei früherer Jahrhunderte war ein Wirtschaftszweig der Starken, die die Schwachen ausgebeutet haben, und es gab die Mittelsmänner, die den Handel für ihren Profit ausgenutzt haben.


fußfessel sklaverei interview plan international
vergrößern Fußfessel (Archivbild)
Foto: AP

Heutzutage ist es zwar illegal - aber dass die Starken die Schwachen ausbeuten, das ist heute noch so. Die Form ist eine andere.

Es gibt keine Fußfesseln mehr, keine Sklavenschiffe. Doch die Folgen für Kinder, die von ihren Familien weggerissen werden, die ausgenutzt werden, die keinen Schutz erfahren, sind immer noch die gleichen.

Als Gesellschaft müssen wir den Handel mit Menschen heute wie damals bekämpfen: Er ist vielleicht verboten, aber es ist auch sehr lukrativ.

Moderne Transportmittel und offene Grenzen machen die Menschenschlepperei einfach – und sehr schwierig zu verhindern.

sueddeutsche.de: Was kann man dennoch gegen moderne Sklaverei tun?

Stanton: Plan Internation hat zum 200. Jahrestag des Verbots von Sklavenhandel ein Projekt gestartet, in dem wir Kinder aus verschiedenen Staaten zusammenbrachten. Es waren Länder, die traditionell Sklaven entsandten, wie zum Beispiel die westafrikanischen Länder; Orte, die als Umschlagspunkt dienten, wie Liverpool; und schließlich Länder, die traditionell Sklaven aufnahmen, wie Brasilien und Haiti.

Die Kinder und Jugendlichen recherchierten in ihren jeweiligen Ländern, ob und wie es moderne Sklaverei noch gibt. Und sie fanden Beispiele dafür. Aus Westafrika und Haiti berichteten uns die Kinder von Menschen, die als Hausangestellte verkauft wurden.

Sur: Es ist uns wichtig, die Kinder auf diese Weise für die Problematik der modernen Sklaverei zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, dass sie nicht frei sind.

Dass ihnen das nicht klar ist, liegt nicht daran, dass sie nicht leiden – sie wissen nur nicht, dass sie andere Rechte haben.


(sueddeutsche.de)

Montenegrin government defends move to send weapons to Afghanistan

23/08/2007

Responding to criticism from opposition parties, the government insists its donation of automatic rifles, guns and ammunition is justified.

By Nedjeljko Rudovic for Southeast European Times in Podgorica - 23/08/07

photoMontenegro has donated automatic rifles, machine guns and bullets to Afghan troops battling Taliban militants. [Getty Images]

Montenegro’s government is defending its decision to send surplus weapons and ammunition to Afghanistan as a contribution to the global fight against terrorism.

On August 14th, the cabinet agreed to donate around 1,500 automatic rifles, 100 machine guns and 250,000 bullets to Afghan troops battling the Taliban. The explanation was that Montenegro wants to help stabilise Afghanistan and contribute to global security.

Opposition parties have questioned the move. The Liberal Party (LP), which opposes Montenegro’s entry into NATO, says it would be better if humanitarian aid were sent to Afghanistan, rather than weapons.

The Serbian List, which argues that Montenegro should not rush to join NATO, charges that rules were violated because parliament did not endorse the government’s decision.

However, authorities are convinced they made the right decision.

“Terrorism is identified in our defence strategy as a major danger to our national security. With this contribution, Montenegro shows devotion to the interests of the international community and protects its own interests,” the defence ministry said in a statement.

http://www.setimes.com/cocoon/setimes/xhtml/en_GB/features/setimes/features/2007/08/23/feature-02 

Macedonia told to compensate Hellenic Petroleum for breach of contract

23/08/2007

An arbitration court in Paris has sided with the Greek firm that bought Macedonia’s only oil refinery in 1999.

By Zoran Nikolovski for Southeast European Times in Skopje – 23/08/07

photoIn 1999, the government sold the OKTA oil refinery for $32m without a public tender. [Tomislav Georgiev]

Macedonia has been fined millions over its failure to meet commitments under a 1999 sales contract with Hellenic Petroleum. The Greek firm bought Macedonia’s only oil refinery, OKTA.

As part of the deal, Macedonia was obligated to procure 500,000 tonnes of crude oil exclusively from OKTA each year for the next two decades. In addition, Hellenic Petroleum was given the right to import customs-free derivatives to Macedonia.

In 2003, the former Social Democrat-led government breached the contract by importing crude oil from another company. The customs-free imports were also terminated. The authorities claimed that the deal, signed by a previous administration led by the VMRO-DPMNE, was illegal and harmed the state.

Hellenic Petroleum cried foul, and this month the International Court of Arbitration in Paris agreed. Macedonia will now have to pay $53m, plus interest, in compensation to the Greek company.

The ruling has reignited debate over what had become an all-but-forgotten scandal. At the time of the OKTA sale, many complained that the deal was not transparent, damaging to Macedonia’s interests, and involved elements of corruption.

The government at the time, headed by Ljupco Georgievski, sold the refinery for $32m without a public tender. The law stipulating the sale was presented to parliament in an incomplete form, without key annexes. In 2002, the Constitutional Court ruled that the sale was not in compliance with the constitution. The following year, the state anti-corruption commission requested that a criminal investigation be launched, but this did not happen.

Signing the contract with Hellenic Petroleum meant terminating existing contracts with Mamit Jet Oil, which sued. In 2004, a London-based arbitration court ordered Macedonia to pay the firm $17m in compensation.

The OKTA sale is a “historic example” of damaging one’s own state, says National Bank Governor Petar Gosev.

But Georgievski, the former prime minister who presided over the deal, says the blame lies with his successors for breaching the contract.

A government spokesman, Ivica Bocevski, insisted that the court’s ruling is not final and that Macedonia will file an appeal. He also vowed that accountability will be sought from all involved in the case, from the moment of signing to the unilateral termination by the Social Democrat-led government.

This content was commissioned for SETimes.com

 http://www.setimes.com/cocoon/setimes/xhtml/en_GB/features/setimes/features/2007/08/23/feature-03

 

1999 verkaufte die Mazedonische kriminelle und korrupte Regierung ohne Ausschreibung die einzige Raffinerie des Landes inkusive der Exklusive Erlaubnis Zoll frei Öl zu inportieren. Also allein die Idee ist ja schon pervers und der Verkauf wird als Muster Beispiel angesehen, über korrupte Privaitisierungs GEschäfte.

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