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August 2007
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Archive für 22.8.2007

Albanische Heroin-Mafia auf dem Vormarsch

Albanische Heroin-Mafia auf dem Vormarsch

Jürgen Elsässer 01.02.2005
Der neueste Drogenbericht von Europol und die Selbständigkeit des Kosovo
“Die albanische Mafia und die sogenannte Befreiungsarmee Kosovo UCK haben keine Berührungspunkte - sie sind ein und dasselbe. Sie sind über die Familien miteinander verbunden, so dass es unmöglich ist, sie voneinander abzugrenzen,” meinte Marko Nicovic, Leiter der Drogenabteilung im Belgrader Innenministerium, schon im Jahre 1998, als noch Slobodan Milosevic jugoslawischer Präsident war.

………………
Telepolis

Im Herbst 2004 wies das FBI darauf hin, dass die Albanermafia sich auch in den USA an die Spitze der Unterwelt geschossen hat. Chris Swecker, Chef der Verbrechensabteilung der US-Behörde, sprach in diesem Zusammenhang von 1000 Balkangangstern. Sie hätten zuerst für die traditionsreichen Clans etwa der Cosa Nostra Schmutzarbeiten wie Prügeln und Töten verrichtet und sich dadurch unersetzlich gemacht. Weil dem FBI im Zuge der Operation Buttondown eine erhebliche Schwächung der Cosa Nostra gelang - 100 Führungsmitglieder und 600 Mitarbeiter des Verbrechersyndikats wurden in den letzten Jahren verhaftet -, konnten die albanischen Hiwis schließlich die brachliegenden Geschäftszweige ihrer früheren Chefs übernehmen. “FBI- Vertreter sagten, dass Russen und andere Gruppen der organisierten Kriminalität in den USA … weniger gewalttätig arbeiteten als die Albaner.”

Die hocheffiziente internationale Vernetzung der Albanergangs mit ihren weltweiten Niederlassungen basiert auf der Großfamilie, dem Clan:

Eine typische Balkanfamilie hat heutzutage 60 Angehörige, bisweilen kommen noch 150 Verwandte zusammen. Verstärkt noch durch Allianzen mit Nachbarn und Freunden sind solche Beziehungsgeflechte, sofern sie sich in kriminelle Netzwerke einfügen, eine nahezu ideale Basis.
Spiegel, 2.August 1999…………….

Drogenumschlagplatz Kosovo

Wie Afghanistan das Hauptanbaugebiet, so ist das Kosovo der wichtigste Umschlagplatz für Heroin. Das Executive Intelligence Review spricht von einer “Achse Kabul-Pristina”, über die der Drogenhandel und die Finanzierung der albanischen Untergrundbewegung UCK läuft. Dass über das Kosovo 40 Prozent des Heroinhandels nach Westeuropa und in die USA abgewickelt werden, ergibt sich auch aus den Recherchen von Europol und der Unmik-Polizei in der Krisenprovinz.

Vor diesem Hintergrund ist es kaum zu glauben, dass sich der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering Ende August 2004 ganz explizit dafür ausgesprochen hat, “dass das Kosovo in der Lage ist, ein eigener souveräner Staat zu sein”. Auch die SPD-Außenpolitikerin Uta Zapf schwärmte kurz darauf von der “kosovarischen Unabhängigkeit. Wollen die deutschen Sozis der Heroingefahr für Europa Herr werden, indem sie den Heroinhändlern einen eigenen Staat schenken?

siehe auch CNN FBI Berichte

Folgen der kriminellen Terror Angriffe der NATO 1999 im Balkan auch mit Uran Munition: Viele Krebs Erkrankungen und Tode

Explosion bösartiger Tumore in Serbien

Schwäbisch Gmünd (Korrespondenz), 30.07.07: Bösartige Tumore stellen die wichtigste Ursache der Krankheiten dar, die zu Invalidität und frühzeitigem Tod führen, gibt Dr. Natasa Lukic, Fachärztin der Epidemiologie, aus dem Krankenhauskrebsregister der Onkologischen Klinik in Nis bekannt. Gestützt wird diese Angabe durch die Tatsache, dass in Serbien jedes Jahr etwa 32.000 Personen von Krebs befallen werden, von denen etwa 19.000 gestorben sind. Allein der Anstieg der Krebsrate der Klinik von Nis in den Jahren 1996 bis 2005 beträgt 53 Prozent.
Die Frauen in Serbien haben heute das größte Krebsrisiko. Mit dem Standardwert der Erkrankungen von 27,2 von 10.000 sind die Frauen in Serbien heute mit dem höchsten Risiko in Europa, an Gebärmutterkrebs zu erkranken, konfrontiert, das vergleichsweise dreimal so hoch ist wie der Durchschnitt in der EU.
Barbara Hug schrieb dazu in der Schweizer Zeitschrift “Zeit-Fragen” am 30. April: “Eine Erhöhung der Krebsrate gab es schon nach dem Bosnienkrieg. Damals waren die Menschen wegen der Luftangriffe auf Hadzici, einem Vorort von Sarajewo, nach Bratunac, in Ostbosnien, geflüchtet. Die Ärzte fanden bei diesen Flüchtlingen einen ernormen Anstieg der Krebsrate, nicht aber unter den Einwohner von Bratunac.” Das lässt vermuten, dass der Anstieg der Krebsrate im Zusammenhang mit der Bombardierung von Hadzici steht und auf die Verwendung von uranhaltiger Munition zurück geht.

RF-News

siehe auch über den Tod Italienischer Soldaten

http://balkanforum.org/thread.php?postid=4061#post4061

Rückers und die US Freunde im Kosovo: Der Haradinaj Clan, welcher wie bewiesen ein rein krimineller und terroristischer Clan ist

Seit langem ist also bekannt, das der Haradinaj Clan gezielt Terroristische Anschläge im Kosovo organisiert.

Der Scharfschütze und Tejrrorist Avni Haradinaj wurde direkt von Französischen Scharf Schützen erschossen, als er auf KFOR Truppen schoss und einen Serbischen Anschlag vortäuschte.

Bereits bei der Verhaftung vom verurteilten Kriegs Verbrecher Daut Haradinaj, wurden damals Serbische Polizei Uniformen gefunden. Fakt ist, ddas 1.500 Albaner direkt von Albanern umgebracht wurden, als angebliche “Kollabarateure”!

Geschichtlicher Fakt, sit heute, das viele den Serben angelastete Morde (siehe auch Kommendant Remi und seine Morde an Albanern), direkt von Terroristen und Mördern wie Hashim Thaci und dem Haradinaja Clans ab 1998 verübt wurden.

Ramuz Haradinaj
Der Terrorist und Verbrecher: Ramuz Haradinaj ein Freund der UN, USA und Deutscher Politiker

Der Fall Haradinaj

Am 13. Februar 2000 erwiderten französische KFOR-Soldaten in Kosovska Mitrovica, der zwischen albanischer und serbischer Bevölkerung geteilten Stadt im Norden des Kosovo, das Feuer auf eine Gruppe Heckenschützen, die aus einem serbischen Wohnblock heraus die internationale Patrouille attackierte. Zufällig wurde einer der Angreifer getötet. Sein Name: Avni Hardinaj. Der gezielte Schuß aus einem französischen Gewehr verhinderte, daß die Absicht der Täter, nämlich der serbischen Seite einen Überfall auf die französische KFOR unterzujubeln, vereitelt werden konnte. Und damit die möglichen Folgen einer durch die internationale Gemeinschaft abgesegneten Aussiedlung der Serben aus der Stadt.

Avni Haradinaj war nicht irgendwer. Er war einer von fünf für die albanische Sache im Kosovo kämpfenden Brüdern. Der berühmteste von ihnen, Ramush, agierte im Rang eines UCK-Führers nicht nur als der engste Verbündete von Hashim Thaci, sondern schaffte es im Dezember 2004 bis zum Ministerpräsidenten des Kosovo. Mit der Anklage beim Haager Kriegsverbrechertribunal im März 2005 erhielt seine Karriere einen Knick.

Ramush Haradinaj wurde 1968 in Westkosovo geboren. Als Gastarbeiter in der Schweiz baute er bereits in den 1990er Jahren kosovo-albanische Strukturen auf, kehrte im Februar 1998 in seine Heimat zurück und leitete militärische Operationen der UCK. Im Bericht des deutschen Bundesnachrichtendienstes vom Februar 2005 steht über diese vielleicht schillerndste Figur der kosovarischen Politszene zu lesen: »Die im Raum Decani auf Familienclan basierende Struktur um Ramush Haradinaj befaßt sich mit dem gesamten Spektrum krimineller, politischer und militärischer Aktivitäten, die die Sicherheitsverhältnisse im gesamten Kosovo erheblich beeinflussen. Die Gruppe zählt ca. 100 Mitglieder und betätigt sich im Drogen- und Waffenschmuggel und im illegalen Handel mit zollpflichtigen Waren. Außerdem kontrolliert sie regionale Regierungsorgane.« (BND-Bericht vom 22.5.05, zitiert in:. Die Weltwoche 43/05)

Schon im Sommer 2000 hatten ihn mutmaßlich US-amerikanische Agenten vor einer Verhaftung durch die UNMIK im Kosovo bewahrt. Damals war Ramush Haradinaj bei einer Schießerei verletzt worden. Laut dem Nachrichtendienst »Central Intelligence Unit« (CIU) hatte der UCK-Mann am 7. Juli 2000 das Haus eines rivalisierenden Clan-Chefs überfallen. Eine Blitzaktion im höchsten Auftrag rettete ihn vor einer peinlichen Befragung durch die UN-Behörde. Ein italienischer Militärhubschrauber brachte ihn auf eine US-amerikanische Militärbasis (Die Weltwoche 43/05). Grund für diese Schutzaktion war die offensichtlich berechtigte Sorge, eine Verhaftung des beliebten UCK-Bosses könnte zu Unruhen in der Provinz führen. Nach einem längeren Aufenthalt in den USA führte Haradinaj ein paar politische Kleingruppen zur »Allianz für die Zukunft des Kosovo« (AAK) zusammen und wurde, als ob die USA dies bereits vorher so geplant hätten, nach den 2004er Wahlen Ministerpräsident.

Ähnlich schützend hielten die USA ihre Hand im Jahr 2005 über Ramush Haradinaj, als das Haager Tribunal seine Auslieferung mit der Begründung forderte, ihm würden über 60 Morde und mehr als 200 Aufträge zum Töten in Westkosovo vorgeworfen. Nach kürzester Zeit aus der Untersuchungshaft entlassen, bewegte sich Ramush Haradinaj Ende 2006 als freier Mann in Prishtine, wie ich anläßlich einer vom US-amerikanischen »National Democratic Institute« (NDI) ausgerichteten Party im Prishtineer Szenelokal »Strip Depot« live beobachten konnte. Haradinaj führt weiterhin die AAK und wartet auf seinen Prozeß in Den Haag. Genau gegenüber der UNMIK-Zentrale prangt über vier Stockwerke sein Konterfei. »Our prime has a job to do here« steht darauf in Anspielung auf eine eventuell bevorstehende Auslieferung nach Den Haag zu lesen.

Tatsächlich ist es mehr als seltsam, daß Den Haag sechs Jahre nach dem Ende des großen Mordens im Kosovo plötzlich neue Übeltäter entdeckte. Die koloniale Attitüde dieses Vorgangs ist offensichtlich. Recken wie Haradinaj waren offensichtlich gut genug, als es darum ging, Jugoslawien zu zerstören, jetzt, wo es darum geht, in Kosovo pflegeleichte Verwalter für westeuropäische und/oder US-amerikanische Interessen zu etablieren, beginnen sie zu stören. Wie lange die USA noch schützend die Hand über Haradinaj legen werden? Einer seiner engsten Weggefährten, Justizminister Ahmet Isufi, macht sich keine Illusionen: »Ramush wird nach Den Haag gehen, wenn er danach gefragt wird. Er weiß, daß er unschuldig ist. Denn die UCK lag mit Serbien im Krieg. Und er war ein sehr wichtiger Mann in diesem Krieg.«

Sopos

siehe

http://balkanforum.org/thread.php?postid=4060#post4060

Kosovo: Die Rückkehr des Kolonialismus

Kosovo: Die Rückkehr des Kolonialismus

Hannes Hofbauer

Der hohe Metallzaun und der allradgetriebene Jeep sind in der Hauptstadt des Kosovo zu Sinnbildern einer neuen Zeit geworden, die von den meisten EinwohnerInnen Prishtines gleichwohl – noch – als Freiheit wahrgenommen wird. Im Zentrum der rasant gewachsenen Stadt haben sich die internationalen Verwalter hinter technisch mehr oder weniger ausgereiften Schutzmaßnahmen eingenistet, verbarrikadiert. Vor eisernen Gittern stehen dicht gedrängt Betonblöcke rund um die Bürogebäude von KFOR, UNMIK, OSZE und nationalen Sicherheitseinrichtungen. Damit soll verhindert werden, daß Sprengstoff direkt per Fahrzeug herangeführt wird.

Die Ausfahrt der Verwalter erfolgt ausnahmslos in geräumigen Allradfahrzeugen. Die wichtigsten von ihnen sind mit zwei Meter langen, leicht schwingenden Antennen ausgestattet, die nicht nur symbolisch den Eindruck vermitteln, daß die Befehle für die Insassen von weit her direkt über Satellitentelefone erteilt werden. Terrestrisch sind die mit allen erdenklichen Vollmachten ausgestatteten UNMIK-Bürokraten sowohl über die US-amerikanische Vorwahl 001/ zu erreichen als auch über die lokale Einwahl 00381/, die international nach wie vor als eine serbische registriert ist. In der Warteschlange passiert es dann schon einmal, daß es nicht, wie in Europa üblich, beruhigende Vertröstungsworte oder Musik zu hören gibt, sondern die Zeit bis zur Durchstellung an den gewünschten Apparat mit US-amerikanischer Werbung verkürzt wird.

Vom UNMIK-Komplex direkt im Stadtzentrum über die UNMIK-Büros entlang der Straße Richtung Basar bis zum Glaspalast der OSZE wird gut und gerne ein Viertel der Innenstadt von Prishtine (auf serbisch: Pristina, von internationalen Behördenvertretern genutzt. Befremdlich für einen in Kolonialverwaltung ungeübten Besucher mutet auch die Selbstdarstellung der zu Zehntausenden im Land weilenden »Internationalen« an. Als wäre die Größe des Gefährts, mit dem sie sich auf den Straßen bewegen, nicht augenscheinlich genug, um die Kraft der verschiedenen militärischen Kontingente oder zivilen Administrationen zu unterstreichen, touren die einzelnen Armeeeinheiten und Institutionen weithin sichtbar mit unterschiedlichen Nummerntafeln durch die Gegend. Auch die zivilen Verwalter lassen es dabei an Phantasie nicht mangeln: Ihre Autokennzeichen beginnen mit UNMIK-, UN-, UNHCR-, EU-, UNDP-, UNOPS- und OSCE, Vielfalt in der Einheit, wobei alle zivilen Einheiten formal der UNO, alle militärischen der NATO-geführten KFOR unterstellt sind.

Englischsprachige Kürzel dominieren: UNMIK, KFOR, OSCE

Im Vertrag von Kumanovo vom 9. Juni 1999 vereinbarten Generäle von NATO und Jugoslawischer Volksarmee nach 78 Kriegstagen den Rückzug der letzteren aus dem Kosovo. Die kurz darauf vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Resolution 1244 beließ die Provinz bei Jugoslawien/Serbien, unterstellte sie jedoch – interimistisch – militärisch der NATO und zivil der UN-Verwaltung (UNMIK). Seither tummelten sich Hunderttausende Soldaten und Bürokraten aus fast aller Herren Länder in dem kleinen Nicht-Staat.

Jetzt machen Militärs aus 34 Staaten im Kosovo Dienst. Für einen gut bezahlten Auslandseinsatz können sich Polizisten aus 44 Ländern bei ihren jeweiligen nationalen Rekrutierungsstellen bewerben. Was die zivilen Verwalter betrifft, versagt die Statistik: Zu unübersichtlich ist das Geflecht aus UN-, OSZE- und diversen Nichtregierungsorganisationen, als daß irgendjemand wüßte, wie viele »HelferInnen« hier sind und woher sie kommen.

Zwischen 17.000 und 20.000 NATO-Soldaten befinden sich ständig im Land. Die größte Einheit, US-geführt, ist in Camp Bondsteel nahe Urasevac (albanisch: Ferizaj) stationiert, über die NATO-»Partnerschaft für den Frieden« dürfen auch Angehörige von Nicht-NATO-Staaten die Luft internationaler Einsätze schnuppern. Die ehemalige »Filmstadt Prishtine« ist zum militärischen Hauptquartier mutiert. Auch im Polizeiwesen haben Ende 2006 die USA (vor der Ukraine und Deutschland) mit über 200 Ausbildern die Nase vorn. Bei der UNMIK ist eine Bestandsaufnahme schon schwieriger, zu stark ist die Fluktuation in den zwar bestens entlohnten, aber offensichtlich doch recht mühsamen Jobs. Auf der Homepage der internationalen Verwaltung UNMIK (United Nations Interim Administration Mission in Kosovo) ist am 8. Dezember 2006 noch nicht einmal der zu diesem Zeitpunkt bereits seit über drei Monaten amtierende Chef der Mission eingetragen. Der Deutsche Joachim Rücker – den Namen wird man sich aller Voraussicht nach nicht merken müssen – nahm im September 2006 bereits als sechster »Special Representative of the Secretary General (SRSG)« in nicht einmal sieben Jahren den Posten des Chefs der UN-Mission ein.

Wie unumschränkt UNMIK und KFOR in Kosovo herrschen, zeigt sich nicht nur in der Machtfülle des Missionschefs, der de jure sämtliche Vollmachten eines autokratischen Herrschers innehat, sondern auch – derselben Logik entsprechend – an der Ohnmacht der lokalen Politiker, auch im täglichen politischen Geschäft. So verfügt zum Beispiel der kosovarische Minister für Energie und Bergbau über keinerlei Zuständigkeiten für den monopolistischen Energieversorger KEK oder das riesige Bergwerk Trepca. Der Transportminister darf sich nicht um den einzigen Flughafen des Landes kümmern, der Justizminister hat keinen Einfluß auf Polizei und Gerichtswesen. Mimikry in höchster Vollendung ist die Folge. Die örtliche politische Klasse ist dazu verdammt, Tätigkeit zu simulieren, ohne selbst Kompetenz zugesprochen zu bekommen.

Die OSZE ist mit 850 Angestellten vor Ort; im Rahmen der Gesamtverwaltung wurde ihr die sogenannte »3. Säule« (von vier Säulen) beim Aufbau des Kosovo übertragen. Sie ist zuständig für »Demokratisierung« und »Institution building«, wozu auch der Aufbau einer lokalen Polizei gehört. Mit den drei anderen Säulen sind das Justizwesen, die zivile Verwaltung und die wirtschaftliche Entwicklung gemeint.

Die ganze Verwaltung des Kosovo krankt an einem wesentlichen strukturellen Defekt, wenn man sie an den Ansprüchen mißt, die sie an sich und das Land stellt: Exekutive und Legislative kommen von außen, beide noch dazu von unterschiedlichen Stellen. Und dazwischen sucht die kosovarische Elite verzweifelt ihren Platz.

Nehmen wir das Beispiel Polizei. Kein lokales Parlament hat seit 1999 darüber befunden, wie der Aufbau dieses wichtigen Organs der Gesellschaft zu geschehen habe. Der UN-Missionsleiter übergab, gewiß mit Zustimmung des NATO-Hauptquartiers, der OSZE die Befugnisse zu Aufbau und Ausbildung einer Polizeitruppe. »Erstmals in der Geschichte der UNO haben internationale Polizeieinheiten im Kosovo Exekutivgewalt von sich aus ausgeübt«, bemerkt der für das österreichischen Polizeikontingent zuständige Oberst Berthold Hubegger zu den Anfängen der UNMIK-Verwaltung im Kosovo. Seither wurde viel Geld in die Ausbildung lokaler Polizisten gesteckt, über 8000 Kadetten haben in der Zwischenzeit die Trainingscamps durchlaufen. Anfangs kamen 50 Prozent von ihnen direkt aus den Reihen der UCK. OSZE-Sprecher Sven Lindholm vermerkt, daß Ende 2006 noch 25 Prozent mit UCK-Hintergrund in Dienst stehen. Zwischen acht und 20 Wochen dauert die Ausbildung zum Polizisten. Die Frage, ob eine solche, vorbei an der lokalen Legislative, die freilich kaum Einfluß auf die Geschehnisse hat, überhaupt sinnvoll sei, beantwortet Oberst Hubegger aus dem österreichischen Innenministerium mit der Feststellung: »Als Österreicher gehen wir relativ unbedarft in solche Einsätze, weil wir keinen Rucksack eigener Interessen mit uns tragen.« Welche Interessen in US-amerikanischen oder deutschen Trainingsprogrammen zusammengepackt sind, darauf gibt der Oberst freilich keine Antwort.

Ganz andere Probleme bei der Rekrutierung zum Polizisten schildert einem dann ein einfacher Mann aus Prishtine: Nachdem er die Einschulung bestanden hatte, scheiterte sein Einstieg beim Kosovo Police Service (KPS) an den 1000 Euro*, die sein Vorgesetzter, Kosovare wie er, als Bakschisch verlangt hatte. Freilich hätte er den Betrag, der etwa vier Monatslöhnen entspricht, aufbringen können, immerhin arbeitet sein Bruder als Staplerfahrer in Duisburg, aber er wollte einfach nicht in korrupte Machenschaften verwickelt sein……………………

http://www.sopos.org/aufsaetze/46cc2be336f84/1.phtml

* nur Mafiöse Clans, kaufen sich in den Polizei Dienst ein. Dies konnte in Albanien erst ca. 2004 einigermaßen gestoppt werden. Das kriminelle Deutsche Polizei Aufbau System ist seit Jahren bekannt, das die Polizei Jobs verkauft werden, und deshalb ist es umso erstaundlicher das die UN und Deutschen das System im Kosovo, Irak und Afghanistan ungehindert fortsetzen. Hier kann nur eine unheimlich kriminelle und korrupte Energie von Deutschen Politikern dahinter stecken.

CIA IG REPORT ON 9/11 DECLASSIFIED BY LAW

CIA IG REPORT ON 9/11 DECLASSIFIED BY LAW

In compliance with a requirement imposed by Congress, the Central
Intelligence Agency declassified and released the executive summary of
a CIA Inspector General report that was generally critical of CIA
performance prior to September 11, 2001.

http://www.fas.org/irp/cia/product/oig-911.pdf

From a secrecy policy point of view, the most interesting thing about
the disclosure is that it was the result of a congressional initiative
undertaken against the wishes of the executive branch.

“While meeting the dictates of the law,” said CIA Director Mike Hayden
in an official statement, “I want to make it clear that this
declassification was neither my choice nor my preference.”

http://www.fas.org/irp/news/2007/08/cia082107.html

German: Georg Tenet der Versager im CIA Geheimdienst

http://balkanforum.org/thread.php?postid=4057#post4057

War is pushing Baghdad out of the 21st century and back to a bygone age of ferrymen

War is pushing Baghdad out of the 21st century and back to a bygone age of ferrymen, midwives, donkey drivers and shepherds.
A horse-drawn cart is reflected in sewage water as it drives through Sadr City, Baghdad
Photo illustration by Wathiq Khuzaie / Getty Images for Newsweek
A horse-drawn cart is reflected in sewage water as it drives through Sadr City, Baghdad

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Aug. 17, 2007 - Books had always been Shalan Abdul Ritha’s life. “There’s a famous saying,” he says: ‘The Egyptians write. The Lebanese print. And the Iraqis read.” He used to sell hundreds of volumes each week at Baghdad’s fabled Mutanabi Street bookmarket. Then the war began, and the dapper old men who were his most dependable customers no longer visited his shop. Sales dwindled to only a few dozen books a week. Still, Ritha kept the place open until March 5, when a massive suicide car bomb demolished the market, killing at least 20 people.

Now, with his former livelihood in ashes and his college degree in Arabic languages all but useless, he makes ends meet the same way his father did nearly half a century ago—as a boatman on the Tigris River. The boat itself is the very one that his father operated when Ritha was just a baby. Now it’s Ritha who ferries passengers back and forth across the river, past the ruins of bridges that used to be heavy with traffic. Corpses drift with the current, many of them bound and blindfolded, and the sight of them horrifies the 43-year-old book lover. But every time insurgents blow up another bridge, his ferry business gets busier.

While security is returning to some areas of Baghdad, modern conveniences aren’t necessarily following. The Iraqi capital is no longer the place described in the old guidebooks, a metropolis of casinos, culture and Western-run hotel chains, although vestiges of that city can still be found. Instead, unceasing violence has thrust Baghdad back to a more primitive era, forcing its people to take up pre-industrial occupations and rediscover almost forgotten technologies. The collapse of municipal water services has revived the profession of well-digging, especially in the Green Zone, where foreign diplomats are reluctant to give up their flush toilets and showers. Donkey and horse carts are increasingly common on the capital’s streets; the animals are cheaper than trucks and less likely to be held up in searches for hidden explosives. (A few years ago, after insurgents launched a rocket attack on the Palestine Hotel from a donkey cart, U.S. military investigators were able to follow the singed and ornery critter home, where they detained its owner.) On the lawns of mansions whose former owners are dead or in exile, shepherds now pasture flocks of sheep and goats, a sight that might be idyllic if not for the inescapable din of a city at war.
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Iraqis walk near a pile trash in the Baghdad streets
Wathiq Khuzaie / Getty Images for Newsweek
Iraqis walk near a pile trash in the Baghdad streets

Homemakers in particular are relearning bygone skills. One of the most visible signs is the return of the old-fashioned outdoor bread oven, the tanoor. Before the war, many Baghdad families bought their daily bread from commercial bakeries. Now they’re looking for ways to economize—and to avoid unnecessary trips along city streets that can turn into a battlefield without warning. Abu Ali, a 37-year-old cab driver, recently bought his pregnant wife a tanoor. (He asked not to be identified more specifically for safety’s sake.) These days he worries about his wife leaving the house to buy bread: “Not long ago, armed men came by one of the neighborhood bakeries, pulled a guy out of the queue, asked for his name and shot him then and there,” the cab driver says. Besides, his gas-fired home tanoor makes bread cheaper than store-bought. In a pinch his wife can even use firewood, which he scavenges from vacant lots or dumpsters he passes while driving his taxi.
………………

http://www.msnbc.msn.com/id/20326315/site/newsweek/page/0/

Folgen der Verbrecher Politik der USA und Deutschen Regierung. Ähnlich ist es ja auch in Afghanistan und im Kosovo. Vor allem die Strom- und WAsser Versorgung wird immer schlechter, während sich die Bankkonten der Aufbau Helfer Mafia füllen.

Auf dem Weg ins Mittelalter
Schafherden und Eselskarren in der irakischen Hauptstadt
22.08.2007

Ein Newsweek-Artikel vom Freitag über die derzeitigen Lebensumstände in der irakischen Hauptstadt Baghdad belegt einmal mehr, wie weit die Besatzer von der Erfüllung ihrer Pflichten gemäß den Genfer Konventionen hinsichtlich der Versorgung der Bevölkerung entfernt sind und wie drastisch sich die Lebensqualität aufgrund des Krieges und der Besatzung verschlechtert haben.

Aufgrund der immer weiter zusammenbrechenden Infrastruktur, der katastrophalen Sicherheitslage und der massiven Arbeitslosigkeit erlangen in Baghdad lange vergessene Berufe und Tätigkeiten neue Bedeutung.

Der 43 Jahre alte Shalan Abd al-Ritha verkaufte an seinem Stand auf dem Buchmarkt in der Mutanabi-Straße vor Beginn des von den USA geführten völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Irak jede Woche hunderte Bücher. Selbst die immer weiter zurückgehenden Verkäufe aufgrund des Ausbleibens der elegant gekleideten älteren Herren - seiner besten Käufer - vertrieben ihn nicht. Zuletzt verkaufte er pro Woche nur noch wenige Dutzend Bücher. Als am 5. März der Markt mit einer Bombe angegriffen wurde und hierbei mindestens 20 Menschen getötet wurden, entschloß er sich, sein Geschäft aufzugeben.

Da ihm auch sein Hochschuldiplom der Arabistik in der derzeitigen Lage nicht dabei helfen konnte, den Lebensunterhalt zu verdienen, besann er sich schließlich auf den Beruf, den sein Vater vor fast einem halben Jahrhundert ausübte. Heute setzt er Passagiere mit dem gleichen Boot von einem Ufer des Tigris zum anderen über, das schon sein Vater hierfür benutzte. Vorbei an den Trümmern der durch Bomben zerstörten Brücken und vorbei auch an den Leichen, die immer wieder stromabwärts treiben.

Die praktisch zusammengebrochene Wasserversorgung führt dazu, daß auch der Beruf des Brunnenbauers eine neue Blüte erlebt. Statt Autos sind immer mehr Pferde- und Eselskarren auf den Straßen Baghdads zu sehen.

http://www.freace.de/artikel/200708/220807a.html

Bulgarien: Ein Staat der von kriminellen Netzwerken übernommen wurde

Bulgarien: Neue Auftragsmorde sorgen für Schlagzeilen

http://newsletter.dw-world.de/re?l=evv78fIf6swjpIb
Die hohe Zahl von Auftragsmorden in Bulgarien war bereits vor dem
Beitritt des Landes zur Europäischen Union einer der Kritikpunkte
aus Brüssel. Nun sorgen zwei neue Fälle für Aufregung.

16.05.2007
Bulgarien: Neue Auftragsmorde sorgen für Schlagzeilen
Zahl der Morde höher als in Rest-EU
mafia
Zahl der Morde höher als in Rest-EU

Die hohe Zahl von Auftragsmorden in Bulgarien war bereits vor dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union einer der Kritikpunkte aus Brüssel. Nun sorgen zwei neue Fälle für Aufregung.

Am Montag (14.5.) wurde der Präsident des bulgarischen Fußball-Erstligaklubs Lokomotive Plovdiv, Alexander Tassev, in einem Vorort von Sofia tot aufgefunden. Einige Tage vorher töteten Unbekannte einen hochrangigen Regionalpolitiker in der Stadt Nessebar an der Schwarzmeerküste. Beide Opfer galten als erfolgreiche Unternehmer mit Kontakten zur Unterwelt.

Zwei Schüsse in den Kopf

Der 45-jährige Alexander Tassev wurde mit zwei Schusswunden am Kopf in seinem luxuriösen Mercedes in Boyana - einem Prominenten-Vorort der bulgarischen Hauptstadt Sofia - tot aufgefunden. Neben Interessen im Fußball-Geschäft war er als Unternehmer auch im Handel mit Treibstoffen, im Bau, in der Möbelindustrie sowie im Handel mit Kirschen tätig, wo er als Monopolist galt. Bulgarische Medien behaupten, der Ermordete habe enge Kontakte zu Drogenbossen gepflegt, und laut polizeilichen Quellen könnte seine Ermordung in Zusammenhang mit einem gescheiterten Kokain-Geschäft gebracht werden.

Vor zwei Jahren wurde auch der Vorgänger Tassevs bei Lokomotive Plovdiv ermordet. Georgi Iliev, Bruder des vor zwölf Jahren ermordeten Mafiabosses Vassil Iliev, wurde 2005 an der bulgarischen Schwarzmeerküste erschossen. Auch er galt als Unternehmer mit einem Mafia-Hintergrund.

Mordrate wie in den USA

Die Ermordung Tassevs war der zweite Auftragsmord in den letzten fünf Tagen in Bulgarien. Letzte Woche wurde Dimitar Jankov, Gemeinderatsvorsitzender der kleinen Schwarzmeerstadt Nessebar, mit sechs Kopfschüssen in seinem Auto tot aufgefunden. Beteiligt an mehr als 20 Firmen, gehörte Jankov zu den erfolgreichsten Unternehmern an der bulgarischen Schwarzmeerküste.

Bulgarischen Medien zufolge sind in den letzten 17 Jahren - also seit dem Ende des Kommunismus - rund 260 Auftragsmorde in Bulgarien begangen worden. Tichomir Bezlov ist Experte beim Sofioter Zentrum für Demokratieforschung. Er erklärt: “Vor der Wende 1989 wurden in Bugarien 180 bis 190 vorsätzliche Tötungen jährlich registriert. Dann aber nahm diese Zahl sehr rasant zu, und 1995 hatten wir fast 500 vorsätzliche Morde im Jahr. Das sind 5,4 Ermordete pro 100.000 Bürger. Das entspricht einer Mordrate wie in den USA.”

Unruhige Vergangenheit

Im Jahr 1995, als sich die Ermordungen verfünffachten, regierten im Land die ehemaligen Kommunisten, die nach der Wende als Sozialisten auftraten. Die fehlenden Reformen und das Absinken des Landes in die Kriminalität führten Ende 1996 zu Massendemonstrationen und Proteste in ganz Bulgarien. Unter dem Druck der Massen wurde die sozialistische Regierung gezwungen zurückzutreten.

In dieser finsteren Zeit in Bulgarien wurden einige der Symbolfiguren aus der bulgarischen kriminellen Szene umgebracht: 1995 wurde Vassil Iliev, Präsident des Versicherungsunternehmens VIS-2, das sich in der Tat aber mit Erpressungen beschäftigte, ermordet. Er galt als einer der Gründer und Paten der sogenannten Erpressungsversicherung in Bulgarien. 1996 folgten die Morde an Vassil Mitev, Direktor des Hafens in der Donaustadt Russe, dessen Name mit Interessen im Fährtransport zwischen Russe und dem rumänischen Giurgiu verbunden ist. Am 2. Oktober 1996 wurde der sozialistische Abgeordnete und ehemaliger Ministerpräsident von Bulgarien, Andrei Lukanov, ermordet, der enge Kontakte mit Moskau und russischen Energiebossen pflegte. In den Jahren 2003-2004 ging die Zahl der Ermordungen deutlich zurück, und 2006 konnten sie erstmals den Stand vor der Wende erreichen: In diesem Jahr gab es 174 Ermordungen in Bulgarien.

Mord als einfache Lösung?

Die Aufklärung der Auftragsmorde ist sehr schwierig, und das sei einer der Gründe für die niedrige Aufklärungsrate in Bulgarien, erklärt Tichomir Bezlov vom Zentrum für Demokratieforschung. Jährlich werden in Bulgarien 1 bis 2 Auftragsmorde aufgeklärt.

Die in Bulgarien begangenen Morde sind wesentlich zahlreicher als in allen anderen europäischen Ländern, und die Rate tendiert zu der in Russland. Das habe mit der Kultur der Bulgaren zu tun, behauptet Bezlov: “Die Bulgaren sind nicht besonders fromm, und das ist für mich die Erklärung, warum Morde so leicht als Instrument für wirtschaftliche Zwecke benutzt werden können. Das Bild ist ähnlich in Russland und Serbien.” Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge spielt hier nicht nur die Religion eine wichtige Rolle, sondern allgemeine Probleme im Wertesystem dieser Länder.

Emiliyan Lilov
DW-RADIO/Bulgarisch, 16.5.2007, Fokus Ost-Südost

Solche Programme und jede Art von Vertrag und Gesetz sind lächerlich, wenn eine Regierung von krminellen Netzwerken übernommen wurde.

Man nennt es “State Capture” und dann sind Deutsche Politiker nicht mehr weit, bei der Hilfe der Übernahme von Staaten durch Mafiöse Gruppen, die sich nun Politiker nennen und eigene Parteien haben.

Bulgaria signs co-operation agreement under EC crimefighting programme

22/08/2007

SOFIA, Bulgaria — Interior Minister Rumen Petkov signed the first co-operation agreement under the European Commission’s (EC) “Prevention and Fight Against Crime” programme for the period 2007-2010 on Tuesday (August 21st). BTA quotes ministry sources as saying the programme aims to build partnership among EU member states and develop common strategies against crime, while boosting security.

In other news Tuesday, Trud reported that draft documents on the new national security agency are complete and will be submitted to parliament in early September. The project, initiated by Prime Minister Sergey Stanishev, incorporates the functions of the National Security Service from the interior ministry, the Military Counterintelligence Service from the defence ministry, and the Financial Investigations Bureau from the finance ministry. By streamlining the process, redundancies and overwhelming paperwork- related delays could be avoided. (BTA, BNR, Trud - 21/08/07)

http://www.setimes.com/cocoon/setimes/xhtml/en_GB/newsbriefs/setimes/newsbriefs/2007/08/22/nb-08

Zur Seligsprechung von Agnes Gonxha Bojaxhiu, alias Mutter Teresa

Erik Möller 19.10.2003

Wie konnte eine fanatische Gegnerin von Abtreibung und Verhütung, die systematisch ihr Vermögen und die Natur ihrer Arbeit verschleierte, vor den kritischen Medien der freien Welt Bestand haben?

Christopher Hitchens bezeichnete sie als “Medienheilige”. Kritische Berichte über ihre Arbeit muss man aber auch heute noch mit der Lupe suchen. Hunderte Bücher sind über sie geschrieben worden, Lebensratgeber für Christen und Nichtchristen, Werke mit Titeln wie “Ein Leben für die Ausgestoßenen”, “Die Heilige von Kalkutta”, “Mutter ohne Furcht und Tadel” und “Die Kraft der Liebe”.

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Medien, so lernt jeder deutsche Schüler im Politikunterricht, haben einen aufklärerischen Auftrag und Anspruch. Frei von totalitärer Kontrolle und Zensur bohren sie nach, stellen kritische Fragen auch an die scheinbar Unantastbaren, an “die da oben” eben, schützen uns vor Machtmissbrauch und Manipulation. Medien, so lernt jeder deutsche Jugendliche am nächsten Kiosk, bringen Schlagzeilen wie “Michelle Hunziker: Sie wünscht sich 2. Kind vom Neuen” oder “Roy-Drama viel schlimmer: Sein Gehirn zerstört?”.

Krankenwagen wie dieser wurden den “Missionaren der Nächstenliebe” von Kalkuttas Stadtverwaltung spendiert. Nach Aroup Chatterjees Recherchen dienen sie jedoch primär als “Nonnen-Taxis”, werden selten für Krankentransporte zwischen den Heimen eingesetzt, und niemals für die Beantwortung von Notrufen.

Tatsächlich gibt es in Deutschland trotz einer gigantischen Menge von Medienerzeugnissen nur relativ wenige Journalisten, die unabhängig recherchieren: knappe Zeilenhonorare, Vorgaben von oben und mehrere Filterstufen in den Redaktionen setzen investigativer Arbeit enge Grenzen. Die großen Magazine können es sich leisten, für eine “Top-Story” viel Geld auszugeben — doch was eine solche Story ist, entscheidet der Chefredakteur.

Die Geschichte über die Verbindungen deutscher Top-Politiker zum “PR-Berater” Moritz Hunzinger wurde, bevor der Stern sie brachte und damit Rudolf Scharpings Fall herbeiführte, zwei Jahre verschiedenen Medien angeboten — alle lehnten ab. Und nach einem kurzen Blitzlichtgewitter verschwand der Fall schnell aus dem öffentlichen Bewusstsein. Die “parlamentarischen Abende” und “politischen Salons” bei denen Hunzinger Politiker mit Wirtschaftseliten zusammenführt, wurden genau so wenig hinterfragt, wie es die jährlichen Elitegipfel der [extern] Bilderberger werden. Und als der SPIEGEL über die verschiedenen Verschwörungstheorien zum 11. September berichtete, tat er es unter dem Titel “Panoptikum des Absurden” — um all die Verrückten in ihre Schranken zu weisen. Ganz uneigennützig stellt das Magazin sogar eine englische [extern] Übersetzung der Enthüllungs-Story bereit.

Medienkritiker wie Noam Chomsky befürchten seit langem, dass eine der Hauptfunktionen klassischer Massenmedien nicht die Aufdeckung von Wahrheiten ist, sondern ihre Verhüllung. Das kann durch direkte Falschinformationen realisiert werden, wie sie z.B. von Forbes und dem Wall Street Journal über Michael Moores Film “Bowling for Columbine” verbreitet wurden. [1] In den meisten Fällen geschieht es über die Gewichtung bestimmter Fakten und Meinungen — man vergleiche das Ausmaß der Berichterstattung über Dieter Bohlens literarische Werke mit der Aufmerksamkeit, die der Landminensituation in Angola oder den Menschenrechten in Saudi-Arabien zukommt. Manchmal aber werden bestimmte Perspektiven gänzlich ignoriert.

A star is born

Eine systematische Verzerrung der Wirklichkeit bei nahezu vollständiger Ausblendung kritischer Analyse muss man im Falle Mutter Teresas diagnostizieren, wenn man ihr Lebenswerk unvoreingenommen untersucht. Die Mediengeschichte der gesegneten Albanerin beginnt mit dem Briten Malcolm Muggeridge — “ohne ihn hätte die Welt vielleicht nie von Mutter Teresa erfahren”, schrieb nach ihrem Tod die Catholic Times am 12. Oktober 1997. Muggeridge, ein fanatischer Konservativer, der den säkularen Liberalismus für “die größte aller destruktiven Mächte” hielt, gehörte zu den vom “Congress for Cultural Freedom” gesponserten Journalisten. Dabei handelte es sich um eine CIA-Organisation, die in Europa eine pro-amerikanische Gegenkultur zum Kommunismus [extern] etablieren sollte. Neben einer “nichtkommunistischen Linken” wurden die abstrakte Kunst und das [extern] “postmoderne” Denken als sozial irrelevante Ausdrucksformen der liberalen Linken finanziell gefördert. (Das Standardwerk zum Thema ist “Wer die Zeche zahlt… Der CIA und die Kultur im Kalten Krieg” von Frances Stonor Saunders.)

Muggeridges Arbeit am Teresa-Projekt begann 1968 mit einem BBC-Interview. Die in Albanien geborene Nonne Teresa leitete damals noch recht bescheiden ihr Haus der Sterbenden in Kalkutta - keineswegs ein innovatives Projekt, gab es vergleichbare Institutionen in Kalkutta doch schon lange vor Teresas Geburt. Die Operation nahm sich in ihrem Ausmaß wie auch in der medizinischen Versorgung minimal aus. Waisenkinder wurden mit Essen versorgt, Sterbende bekamen ein Dach über dem Kopf. Das Ganze wurde und wird im klassischen katholischen Stil betrieben - die Schwestern erhalten keine nennenswerte medizinische Ausbildung, dafür gibt es geheime Taufen der Sterbenden. Im Vergleich z.B. zur indischen Ramakrishna-Mission, die auch Bibliotheken und Schulen betreibt, oder auch der amerikanischen “Assembly of God” Mission, die jeden Tag 18,000 Mahlzeiten verteilt, ist Teresas Orden auch heute noch ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Für den Fundamentalisten Muggeridge war Mutter Teresa jedoch die Figur, die er benötigte, um seine Ideologie weltweit zu verbreiten. Unterstützer dafür fand er vor allem in den USA. 1969 produzierte Muggeridge gemeinsam mit dem Regisseur Peter Schafer die Dokumentation “Something Beautiful for God”, ein internationaler Buch-Bestseller mit dem gleichen Titel folgte. Legendär ist die Dokumentation aufgrund der Behauptung Muggeridges, man habe beim Filmen in Teresas Heim ein “photographisches Wunder” festgehalten - das sanfte Licht im finsteren Raum sei technisch unerklärlich. Erst 1994 erläuterte Kameramann Ken Macmillian, dass man einen neuen Film von Kodak ausprobiert hatte. “Als wir den endgültigen Film sahen, wollte ich schon zum Jubel auf Kodak anheben, aber Muggeridge hielt mich davon ab. .. Am gleichen Tag bekomme ich dann all diese Anrufe wegen des ‘Wunders’ in Kalkutta.”[2]

 

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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15888/1.html 

Versager: Terroristen Freund Georg Tenet

1. September

Interner Bericht sieht Versagen des früheren CIA-Direktors Tenet

Der Bericht empfahl, Tenet zur Verantwortung zu ziehen

22. August 2007 
In einem internen Bericht des amerikanischen Geheimdienstes CIA werden dem früheren Direktor der Behörde George Tenet schwere Versäumnisse im Kampf gegen den Terrorismus vor den Anschlägen vom 11. September 2001 vorgeworfen. „Die Agentur und ihre Mitarbeiter haben ihre Verantwortlichkeiten nicht in befriedigender Art und Weise erfüllt“, heißt es in dem bereits 2005 erstellten aber bislang geheimgehaltenen Dokument des CIA-Generalinspekteurs. Der jetzige CIA-Direktor Michael Hayden veröffentlichte den Geheimbericht am Dienstagabend nur unter Protest.

Darin wird empfohlen, Tenet und andere Führungskräfte der CIA aus jener Zeit für ihr Versagen zur Verantwortung zu ziehen und Disziplinarmaßnahmen zu prüfen. Tenet bezeichnete die Schlussfolgerungen des Textes als „schlicht falsch“. „Vor dem 11. September hat keine amerikanische Behörde mehr im Kampf gegen Al Qaida getan als die CIA“, sagte Tenet.

Bericht des Kongresses bestätigt

Der Bericht bemängelt dagegen, dass die CIA unter anderem nicht effektiv und ausreichend mit anderen Geheimdiensten zusammengearbeitet habe. So habe Tenet nicht seine Befugnisse ausgeschöpft, um Pläne gegen einen möglichen Anschlag durch das Terrornetz Al Qaida zu entwickeln. Er habe 1998 zwar den Kampf gegen Al Qaida ausgerufen, später jedoch zur Terrorabwehr bestimmtes Geld anderweitig eingesetzt.

Die Erkenntnisse des Berichts entsprechen im Großen und Ganzen denen einer Kommission des Kongresses, die ihre Ergebnisse im Sommer 2004 vorgelegt hatte. (Siehe auch: Versäumnisse bei FBI und CIA in der Terrorabwehr) Demnach hatten geheimdienstliches Versagen und politische Fehleinschätzung der Terrorgefahr die Anschläge möglich gemacht. Das CIA-Dokument beschäftigt sich aber darüber hinaus eingehender mit Fehlern einzelner Personen.

Tenet war 2004 nach sieben Jahren an der Spitze der CIA zurückgetreten. Der damalige CIA-Direktor Porter Goss lehnte es damals ab, Disziplinarmaßnahmen gegen Tenet zu prüfen.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP

FAZ

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