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Archive für 15.6.2007
Russland: Eine Generation trinkt sich zu Tode
15.6.2007 by admin.
| 15.06.2007 09:36 Uhr | Drucken | Versenden | Kontakt |
Russische MännerEine Generation trinkt sich zu TodeOb Reinigungsmittel oder Parfüm: Viele Russen trinken, was das Zeug hält. Fast die Hälfte der Männer im besten Alter stirbt an den Folgen des Alkohols. |
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Alkoholmissbrauch ist in Russland nach Untersuchungen britischer Forscher die häufigste Todesursache unter Männern im Alter zwischen 25 und 54 Jahren.
Knapp die Hälfte (43 Prozent) aller Todesfälle ging auf gefährliches Trinken zurück, schreiben die Wissenschaftler der London School of Hygiene in der Zeitschrift The Lancet (Bd. 369, S. 2001) vom Samstag.
Sie hatten nach Gründen gesucht, warum die Todesrate unter Russen im arbeitsfähigen Alter dreieinhalb Mal so hoch ist wie unter Briten in der gleichen Altersgruppe.
In der russischen Stadt Ischewsk im Ural hatten sie 1700 Todesfälle von Männern zwischen 25 und 54 analysiert. Die Forscher befragten hierfür die Angehörigen der Verstorbenen über deren Trinkgewohnheiten.
Neben konventionellen Getränken wie Bier und Spirituosen wird in den ärmsten Schichten in Russland auch hochprozentiger Alkohol aus Reinigungs- und Arzneimitteln und Parfüm getrunken. Für die Russen seien diese nicht für den Konsum bestimmten Substanzen oft preiswerter zu beschaffen als lizenzierter Alkohol.
Der Preis ist allerdings ein hoher: Die “Getränke” enthalten zwar nur wenige Giftstoffe, besitzen aber einen Alkoholanteil von bis zu 97 Prozent. Wer Industriealkohol trinkt, stirbt mit einer neunmal höheren Wahrscheinlichkeit als diejenigen, die sich auf normalen Alkohol beschränken.
Der übermäßige Konsum von billigem Alkohol zählt heute zu den größten Problemen der russischen Gesellschaft. Jedes Jahr sterben zehntausende Menschen im Land an akuter Alkoholvergiftung. Auch auf Grund des hohen Alkoholkonsums liegt die Lebenserwartung bei russischen Männern im Schnitt um 13 Jahre niedriger als bei Frauen.
Russland hat als Industrieland nach Angaben der britischen Forscher eine überdurchschnittlich niedrige Lebenserwartung seiner Bürger vorzuweisen. Frauen sterben im Schnitt mit 72 und Männer mit 59 Jahren.
Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme gibt in einem Kommentar zu den Ergebnissen zu bedenken, dass ärmliche Lebensverhältnisse und schlechte Ernährung das Alkoholproblem noch verstärken und zur erhöhten Todesrate beitragen könnten.
Alkohol hat in Russland eine lange Tradition…………
http://www.sueddeutsche.de/,ra17m3/gesundheit/artikel/752/118614/
Geschrieben in Welt News Spezial | Drucken | Keine Kommentare »
Deutschland: Bauer hält 118 Rumänien wie Sklaven
15.6.2007 by admin.
| Ressort: Bayern URL: /bayern/artikel/904/118765/article.html Datum und Zeit: 15.06.2007 - 19:30 |
| 15.06.2007 17:38 Uhr | Drucken | Versenden | Kontakt | ||||||||
Menschenunwürdige Zustände haben Fahnder auf einer Erdbeerplantage bei Donauwörth vorgefunden. Bis nach Mitternacht durchsuchten am Donnerstagabend Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Augsburg die Wohncontainer rumänischer Erntehelfer.
Ebenfalls ins Visier gerieten die Privaträume des Erdbeerplantagen-Betreibers in der Nähe der nordschwäbischen Stadt Harburg. Zeitweise soll er 118 Rumänen unter schlimmsten Bedingungen beschäftigt, Stundenlöhne um nur einen Euro Der Sprecher des Polizeipräsidiums, Walter Beck, sagte, dass es sich bei dem Plantagenbetreiber um einen vom Dienst freigestellten Polizisten handele. „Der Mann ist seit 2003 ohne Bezüge im Erziehungsurlaub, trotzdem ist er Beamter und daher haben wir disziplinarrechtliche Ermittlungen eingeleitet.“ Derzeit versuchten Zollbeamte, den Polizisten zu finden, um ihn zur Sache Warum trotz diverser Kontrollen durch Polizei und das Landratsamt Donau-Ries die Erntehelfer unter widrigsten Bedingungen weiterbeschäftigt und weiter in überhitzten Containern untergebracht wurden, ist noch nicht geklärt. Ein Sprecher des Landratsamtes sagte, Mitarbeiter des Gesundheitsamtes hätten Hygienemissstände entdeckt, und so sei am Donnerstag unter anderem der Beschluss ergangen, dass zumindest die Müllcontainer in dem Containerlager geleert werden müssen. Die Container seien ohne Genehmigung aufgestellt worden. Der Betreiber soll die Blechbaracken von einem ehemaligen Asyllager bei Lagerlechfeld erworben haben. Gegen den Polizisten im Erziehungsurlaub wurde nicht nur ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren, sondern vom Landratsamt auch ein Bußgeldverfahren wegen der illegal aufgestellten Container eingeleitet. Auf nur neun Quadratmetern Fläche sollen dort bis zu vier Arbeiter zusammengepfercht worden sein. Augenzeugen sprachen von Zuständen wie in einem afrikanischen Flüchtlingslager. Tätig wurden die Behörden erst, als Anwohner aus der Gemeinde Oberndorf aktiv geworden waren. „Die freundlichen Menschen haben gesehen, dass die Rumänen Hunger haben und haben von Bäckereien übriges Brot und jede Menge Joghurt besorgt“, berichtete die Grünen-Kreisrätin Marianne Ach. Auch sie spricht von unwürdigen Lebensbedingungen der Erntehelfer, von „fürchterlichen Zuständen“ in dem Containerdorf neben der Erdbeerplantage. Sie fuhr selbst einige der Arbeiter zu einem Reisebus nach Augsburg, von wo aus die Rumänen die Rückreise in ihre Heimat antreten konnten. Was mit den noch verbliebenen gut 50 Erntehelfern passiert, ist bislang ungeklärt. Dem Hauptzollamt Augsburg zufolge sind die Erntehelfer nach bisherigen Ermittlungen von einem württembergischen Agenten angeheuert und zu der Plantage bei Rain am Lech/Donauwörth vermittelt worden. Sie sollen einen Stundenlohn von 1,00 Euro bis 1,20 Euro, der sich nach der gepflückten Menge errechnete, bekommen haben. „Sie müssen sich mal vorstellen, wie das gelaufen ist. Die wurden quasi zur Nachlese auf die Felder geschickt, wenn zuvor die polnischen Erntehelfer schon beim Pflücken draußen waren“, sagte Sprecher Bernd Wallner. So hätten die Rumänen nur wenig Erdbeeren pflücken können und das, obwohl sie täglich bis zu dreizehn Stunden arbeiten mussten.
Geschrieben in Economy - Wirtschaft, Balkan | Drucken | Keine Kommentare » 15.6.2007 by admin.
Fshatrat turistikë në jug, licencat pas 6 muajsh14-06-2007
Një kompani e huaj do të përdorë projektin për të përcaktuar ku do ndërtohen fshatrat turistikëLicencat në rivierën shqiptare do të jepen në vitin 2008, kohë kur do të ketë mbaruar edhe projekti “Për menaxhimin dhe pastrimin e bregdetit të jugut”. Sipas ligjit të ri të turizmit, atje ku përcaktohet ngritja e fshatrave turistikë, për pronarët e tokave mbeten dy mundësi. Ata mund të investojnë në tokën e tyre, që është pjesë e fshatit turistik, në përputhje me planin e hartuar, ose ndryshe ata duhet të lidhin kontratë me kompaninë që do të ndërtojë fshatin turistik. Në një prononcim për mediat, ministri i Turizmit, Kulturës, Rinisë dhe Sporteve, ka sqaruar edhe detajet e projektit në bregdetin e jugut.
Është bërë e ditur në media, se është një projekt që do të përfshijë gjithë bregdetin e jugut, për ndërtimin e fshatrave turistikë. Çfarë mund të na shpjegoni më shumë për të? Ky projekt ka më shumë se dy vjet në zbatim, është projekt i Bankës Botërore i quajtur projekt për “Menaxhimin e Integruar dhe Pastrimin e Bregdetit Jugor”, me një fond mbi 36 milionë dollarë, që është vënë në përdorim për të bërë gati infrastrukturën nga Vlora deri në Sarandë. Me anë të këtij projekti synohet të zgjidhen të gjitha problemet e infrastrukturës, restaurimit të monumenteve të kulturës, shtëpitë karakteristike dhe mbasi të mbarojë kjo fazë, do të kontraktohet një kompani e specializuar në këtë fushë, për të përcaktuar vendet ku do të ngrihen fshatrat turistikë. Ky është një projekt i njohur, është një projekt i cili dalëngadalë do të shkojë drejt përfundimit dhe mbas përfundimit ne do të jemi gati që në bazë të ligjit t’u japim mundësi qoftë investitorëve të huaj, qoftë atyre vendës, për të investuar në perlën e bregdetit tonë, në zonën e rivierës. A ka kërkesa nga kompani të huaja, për të investuar në bregdetin e jugut? Shumë. Ka kërkesa për investime që janë të gatshme, ka kërkesa nga pronarë tokash, që kërkojnë të ndërtojnë në përputhje me planin. Kështu që, unë mendoj se është në një rrugë shumë të mirë edhe mbarimi i projektit “Për Menaxhimin e Integruar të Bregdetit Jugor”, por edhe pastaj bumin e zhvillimit turistik dhe investimeve që e parashikojmë në nivele të larta. Edhe investimi i Kakomesë do të përfshihet në këtë studim, apo do të jetë më vete? Ai është tashmë i paracaktuar dhe studimi do ta përfshijë brenda, sepse është përcaktuar për t’u bërë fshat turistik dhe aty nuk ka se çfarë ndryshon, pasi ju e dini që ajo është një zonë mirë e paracaktuar dhe që mund të ngrihet vetëm një fshat turistik. Përsa i përket zhvillimeve në këtë zonë, në bazë të një dokumenti që ekziston në Arkivin e Shtetit, banorëve të Nivicës nuk i është njohur pronësia. Unë thashë konstatimin dhe nëse ky konstatim është i mjaftueshëm, dhe unë mendoj se nga ana ligjore është i mjaftueshëm, atëherë, në bazë të kontratave, duhet të fillojë ndërtimi i fshatit turistik. Nëse banorët e Kakomesë kanë dokumente që ata janë pronarë, le të vijnë dhe të lidhet me ata kontrata. Për mua si ministër Turizmi, është e rëndësishme të njihet saktë pronësia dhe që në atë moment të mos bëhet më pengesë për zhvillimin e turizmit. Pra, mua nuk më intereson pronari, këtu ka qenë keqkuptimi në një nga deklaratat e mia të mëparshme për këtë çështje. Mua më intereson që të zgjidhet problemi i pronës dhe që ai të mos jetë pengesë për zhvillimin e turizmit. Kur është afati përfundimtar i këtij projekti dhe çfarë pritet të realizohet më pas? Projekti parashikohet të mbarojë në fund të këtij viti dhe një pjesë të rëndësishme të tij, mbi 1 milionë euro e ka dhënë ministria jonë, për restaurimin e monumenteve të kulturës dhe shtëpive karakteristike që ndodhen në këtë pjesë të bregdetit, rivierës. Kjo pjesë që na takon ne ka filluar, ndërkohë janë lëvruar fondet për Institutin e Monumenteve të Kulturës dhe në Këshillin Kombëtar të Monumenteve, ne kemi vendosur që të restaurohen disa shtëpi. http://www.shekulli.com.al/news/47/ARTICLE/11489/2007-06-14.html Welt Bank stellt 36 Millionen $ Albanien zur Verfügung um die Infrastruktur und Probleme an der Süd Küsten von Albanien zu beseitigen. Geschrieben in Kosovo-Albanien (Albanian), Balkan | Drucken | 1 Kommentar » Peshku dhe midhjet shqiptare, në rrjetën e Brukselit15.6.2007 by admin.
Peshku dhe midhjet shqiptare, në rrjetën e Brukselit12-06-2007
Pritet drita jeshile për produktet e detit, inspektorët e BE, kontroll stabilimenteve
Burime nga ana e Ministrisë së Bujqësisë, deklarojnë se inspektorët e Bashkimit Evropian kanë marrë nën shqyrtim gjatë ditëve të fundit stabilimentet e peshkut dhe të midhjes në të gjithë zonat bregdetare. Misioni i BE-së ka inspektuar merkatot e peshkut në rrethin e Durrësit, Vlorës, si dhe merkatot në Lezhë e Shkodër. Janë inspektuar edhe stabilimentet e peshkut dhe midhjes në të gjithë vendin, ndërsa pritet që brenda vitet të jepet edhe vendimi, nëse tregu evropian do hapet për produktet shqiptare. Shqipëria mbetet një nga vendet e Ballkanit, ku eksporti i prodhimeve të detit mbetet i bllokuar. Në këtë sektor janë të punësuar një numër i madh i familjeve shqiptare, por në krahasim me numrin e punonjësve që ka pasur ky sektor para viteve ‘90, numri i të punësuarve tani mbetet ende i vogël. Burime nga ana e Ministrisë së Bujqësisë, deklarojnë se inspektorët e Bashkimit Evropian kanë marrë nën shqyrtim gjatë ditëve të fundit stabilimentet e peshkut dhe të midhjes, në të gjithë zonat bregdetare. Misioni i BE-së ka inspektuar fillimisht merkatot e peshkut në rrethin e Durrësit, Vlorës (të cilat janë ngritur me një financim prej 600 mijë euro, nga programi PHARE), si dhe merkatot në Lezhë e Shkodër. Ndërkohë që ekspertët nga Brukseli dhe specialistët e peshkimit po kontrollojnë në Sarandë çdo fazë në sektorët privatë të kultivimit të midhjeve dhe të peshkut, që nga koha kur prodhohen, çohen në stabiliment dhe derisa dalin në treg, për cilësinë dhe garancinë e konsumimit, në mënyrë që të evidentojnë përmbushjen e standardeve të BE-së për këto produkte dhe hapjen e dritës jeshile për eksport. Në inspektimin e fundit nga ky mision, në maj të vitit 2006, rezultoi se megjithëse ka mbi tre vjet që monitorohet bregdeti shqiptar, kërkohet me tepër kujdes për cilësinë e produkteve. Eksporti i midhjeve është ndaluar nga BE që prej vitit 1994. Burime nga MBUMK bëjnë të ditur se, në fillim të muajit korrik, Brukseli do të publikojë rezultatet e këtij inspektimi në vendin tonë, për sektorin e peshkimit dhe midhjes Embargoja, “lufta” për tregun evropian Me gjithë premtimet e palës shqiptare dhe asaj evropiane, eksporti i midhjeve nuk është konkretizuar. Shqipëria, duke qenë ende një vend me të drejta të kufizuara në tregun evropian, nuk mund që të “thyejë’ interesat e forta që vërtiten në këtë treg gjigant. E njëjta situatë është edhe për eksportin e prodhimeve të peshkut shqiptar, që megjithëse ka vlera të njohura, nga BE eksportohet vetëm në kuota të kufizuara. Shumë projekte të realizuara gjatë viteve të fundit, kanë bërë të mundur që midhjet shqiptare dhe produktet e peshkut të jenë të gatshme për eksport. Vetëm në Liqenin e Butrintit, mund të nxirren rreth 50 mijë kv midhje në vit, të cilat nuk mund të shiten plotësisht. Moslejimi i eksporteve i detyron 14 bizneset, që merren me prodhimin e midhjes, që ta shesin produktin në tregun vendës me çmime më të ulëta, pasi fuqia blerëse e tregut vendës është vetëm 30 mijë kuintalë midhje në vit. Prej embargos së vendosur nga BE-ja për eksportin e midhjeve, shteti shqiptar humb miliona euro në vit. http://www.shekulli.com.al/news/47/ARTICLE/11373/2007-06-12.html Geschrieben in Kosovo-Albanien (Albanian), Economy - Wirtschaft | Drucken | Keine Kommentare » Neapel: Radio Sender der Mafia15.6.2007 by CrniLabudovi.
In Neapel wurde ein Radiosender von der Mafia dazu benutzt, geheime Botschaften an Mitglieder zu verbreiten. (Foto: DPA) Die Mafia-Bosse hören 95,1Der eine wünschte sich eine neapolitanische Schnulze, doch tatsächlich war das Lied eine verschlüsselte Botschaft. Der andere grüßte einen Freund und informierte in Wirklichkeit über die neuesten Pläne des eigenen Clans: Im Zuge einer Polizeiaktion gegen zwei Clans in einem Vorort von Neapel hat die Polizei Radio Nuova Ercolano ausgehoben, einen Piratensender, mit dem der neapolitanische Birra-Clan einsitzende Mitglieder durch verschlüsselte Botschaften auf dem Laufenden hielt. Doch nicht nur „Camorristi“, also Camorra-Leute, schalteten in den vergangenen Monaten das Radio auf die Frequenz 95,1, sondern auch die Polizei, welche die Musikwünsche und Grüße aufmerksam verfolgte und mitschnitt. Die italienischen Zeitungen druckten einige der abgehörten Musikwünsche ab: „Ich wünsche mir das Lied ,La libertà‘ von Lello Amato“, habe sich einmal laut dem „Corriere della Sera“ ein Mann bei Radio Nuova Ercolano gemeldet und diesen Musikwunsch mit einem besonderen Gruß verbunden: „Ich grüße mit dem Lied meinen Bruder Gianni, der wieder in Neapel ist.“ Doch tatsächlich grüßte der Anrufer nach Meinung der Polizei nicht „Gianni“, sondern informierte seine Clan-Leute darüber, dass einer ihrer Männer von einer außerhalb gelegenen Haftanstalt in Neapels Gefängnis Secondigliano verlegt wurde. Die Idee der Kommunikation über Radiogrüße erschien den Leuten des Birra-Clan offenbar derart genial, dass sie bereits in der Vergangenheit Piratensender aufgebaut hatten, um ihre Knastbrüder zu versorgen: Erst war das Programm von Radio Ercolano Stereo auf das Misstrauen der Polizei gestoßen, dann jenes von Ercolano Centro. Nun hat die Polizei Radio Nuova Ercolano den Stecker rausgezogen. Am vergangenen Montag durchsuchte die Anti-Mafia-Polizei das Gebäude des Senders. Unmittelbar zuvor hatte sie 54 Mitglieder des Birra-Clans und des Ascione-Clans festgenommen, die sich seit 2003 einen Revierkrieg mit bisher 20 Todesopfern liefern. Nun hört man auf 95,1 keine neapolitanischen Schlager mehr und keine Geheimbotschaften des Birra-Clans. Nur noch friedliches Rauschen. „Papà Buono“ war einer der treuesten Hörer von Radio Nuova Ercolano, auch er wurde bei der Polizeiaktion gegen die Clans verhaftet. Ein paar Mal in der Woche rief der „gute Vater“ mit dem bürgerlichen Namen Vincenzo Oliviero vom Handy aus beim Sender an und wünschte sich ein Lied. „Ich wünsche mir das Lied ,Treffen um neun‘ von Pino Lauro“, sagte „Papà Buono“ einmal ins Telefon, und natürlich spielte man es sofort. Doch das Lied interessierte „Papà Buono“ wenig. Es war die Verabredung mit einem Clan-Mitglied. Weil aber ein echter Boss nicht nur an Rauschgift, Schutzgeld und Termine denkt, sondern auch an die Laune seiner einsitzenden Gefolgsleute, wünschte sich „Papà Buono“ einmal für einen gewissen „Stefano“ das Lied „Alles geht vorbei“. Die Polizei von Neapel glaubt, er wollte damit einen frisch ins Gefängnis gekommenen Camorrista über die lange Haftzeit hinwegtrösten. Artikel vom 15. Juni 2007
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