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Archive für 14.6.2007

Croatia to join new NATO battalion

Croatia to join new NATO battalion

14/06/2007

ZAGREB, Croatia — The Defence Ministry announced on Wednesday (June 13th) that Croatian, Czech, Polish and Slovak troops would form a new multinational military police battalion within NATO. The agreement to establish the new unit was sealed in Warsaw on Tuesday, with deployment expected in 2009. (Vjesnik, Vecernji list - 14/06/07; CTK, HRT - 13/06/07)

Romanian court convicts Syrian businessman of terrorism

Romanian court convicts Syrian businessman of terrorism

14/06/2007

BUCHAREST, Romania — A Bucharest court sentenced in absentia Syrian businessman Omar Hayssam to 20 years in prison for terrorism Wednesday (June 13th). Hayssam was convicted of having orchestrated the kidnapping of three Romanian journalists — Ovidiu Ohanesian, Marie Jeanne Ion and Sorin Miscoci — in Iraq in 2005. The judges also decided that Hayssam should pay 2m euros worth of compensation to each of the three. Hayssam left Romanian custody last year, triggering a scandal that prompted all heads of the intelligence services to resign. (Romania Libera - 14/06/07; Rompres, Mediafax, Realitatea TV - 13/06/07)

US Folter: So kommen die Geständniss zustande!

So kommen die Geständniss zustande!

Definitionen von “böse”
Einblicke in die Methoden eines “Verhörspezialisten” des US-Militärs
12.06.2007

In der vergangenen Woche erschien das Buch “Fear up Harsh” des ehemaligen “Verhörspezialisten” des US-Militärs Tony Lagouranis, benannt nach einer Verhörmethode, bei der dem Verhörten beispielsweise durch anschreien und Faustschläge auf den Tisch versucht werden soll, möglichst große Angst einzuflößen. Tatsächlich hat Lagouranis, wie er selbst sagt, Gefangene gefoltert.

In dem Buch gibt der heute 37-jährige Lagouranis sich wie auch dem gesamten US-Militär durch die von ihm auf Befehl beziehungsweise Druck von oben, “direkt aus dem Pentagon”, hin angewandten Foltermethoden die Schuld daran, daß der von den USA gegen den Irak geführte Krieg unaufhaltsam in die Niederlage führen werde.

“Meine Handlungen an Khalid (den ich folterte) und an Abd al-Aziz (den ich hinterging), kombiniert mit den Handlungen der gefangennehmenden Infanterie, die Blutergüsse an den Gefangenen hinterließen und den Handlungen der Offiziere, die Beförderungen erhalten wollten, wiederholt im Mikrokosmos überall im Land, hatten eine kumulative Wirkung. Sie führten uns von einem Ereignis - der Invasion des Iraks - zu einem anderen Ereignis - unserem Rückzug aus dem Irak - mit der Gewißheit und Unvermeidbarkeit eines näherkommenden Zuges. Ich könnte Bush und Rumsfeld die Schuld geben, aber ich müßte auch immer mir die Schuld geben. Das Projekt im Irak wird nicht durch einen einzelnen Schlag, sondern durch tausende Schnitte sterben”, schreibt Lagouranis.

In einem in der Chicago Sun-Times veröffentlichten Artikel faßte der Journalist Tom McNamee das Buch aus seiner Sicht zusammen.

“Mutige und anständige amerikanische Soldaten trieben Iraker regelmäßig unter dem geringsten Vorwand zusammen. Wenn eine Bombe einen Humvee zerstörte, wurde vielleicht ein unglücklicher Bauer von einem nahegelegenen Feld zum Verhör gezerrt. Wenn irgendein armer Trottel den gleichen Nachnamen wie ein als Rebel Verdächtigter hatte - ein Name, den möglicherweise hunderte Iraker tragen - wurde er möglicherweise zum Verhör gezerrt. Und wenn ein ‘Verdächtiger’ einmal eingesperrt war, konnte er leicht für Wochen oder Monate festgehalten werden, lange nachdem Lagouranis oder andere Verhörspezialisten zu dem Schluß gekommen waren, daß er sich absolut nichts hatte zuschulden kommen lassen. Offiziere lebten in der Angst, es zu vermasseln und einen echten Rebellen freizulassen. Sie fühlten auch starken Druck von oben, direkt aus dem Pentagon, nützliche militärische Informationen vorzuweisen. Und wenn das bedeutete, über die Leben von tausenden unschuldigen Männern und Frauen herzufallen, mögliche Freunde zu Feinden zu machen, so sei es. Außerdem wurde jeder Gefangene als ‘Mistkerl’ oder ‘Drecksack’ angesehen”, so McNamee.

In einem am Sonntag im britischen Telegraph veröffentlichten Artikel wurde Lagouranis deutlicher, was die von ihm auch in dem berüchtigten Gefängnis Abu Ghurayb angewandten Foltermethoden anbelangt.

“Diese Zwangstechniken - Isolation, Hunde, Schlafentzug, Belastungshaltungen, Unterkühlung - überquerten eine rechtliche Grenze, weil sie die Genfer Konventionen verletzten. Sie überquerten auch eine moralische Grenze. Wenn man einen Mann einen Monat lang wachhält, dann ist das Folter. Wenn man einen Mann unterkühlt, dann ist das Folter. Wenn man ihn einen Monat lang mit Unterbrechungen auf seinen Knien läßt, dann ist das Folter”, so Lagouranis. Die Unterkühlung der Gefolterten war teilweise so stark, daß sich ihre Lippen blau färbten. In mindestens einem Fall führte er auch eine Scheinhinrichtung an einem Gefangenen aus. Dies war allerdings keineswegs die Spitze der Foltermethoden. “Einige Kommandeure erlaubten stillschweigend härtere Dinge wie das Schlagen von Gefangenen und das Brechen ihrer Knochen”, sagte er. John Sifton, ein leitender Rechercheur der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), sagte, die von Lagouranis aufgestellten Behauptungen seien durch HRW überprüft und unabhängig bestätigt worden.

All dies war für Lagouranis nach eigener Aussage Alltag und er überlegte nur, wie er die Aufforderung “kreativ” bei der Umgehung des offiziell ausgesprochenen Folterverbots zu sein, möglichst effektiv umsetzen könnte. Die Wende kam für ihn nach eigener Aussage, als ihm seine Tante mehrere Exemplare des Buchs “Man’s Search for Meaning” (deutsch “trotzdem Ja zum Leben sagen”) des Autors Viktor E. Frankl zuschickte. Der jüdische Psychologieprofessor Frankl verarbeitete darin seine Erfahrungen in mehreren Konzentrationslagern. Als Lagouranis dieses Buch auf der Suche nach anwendbaren Foltermethoden der Nazis durchlas, merkte er schließlich, daß er zu weit gegangen war, woraufhin er seine Verhörmethoden “abschwächte” und begann, Meldungen an Vorgesetzte über die Mißhandlung von Gefangenen zu schreiben.

Nach seiner Rückkehr aus dem Irak sprach Lagouranis wegen seiner Schuldgefühle mit einer Psychologin des US-Militärs. Er habe nichts “böses” getan, sondern nur seinen Job gemacht, sagte sie ihm.

“Wenn Sie das Foltern hilfloser Gefangener nicht zu ihrer Definition von böse zählen, dann ist Ihre Definition von böse bedeutungslos”, antwortete er daraufhin.

In der vergangenen Woche erschien das Buch “Fear up Harsh” des ehemaligen “Verhörspezialisten” des US-Militärs Tony Lagouranis, benannt nach einer Verhörmethode, bei der dem Verhörten beispielsweise durch anschreien und Faustschläge auf den Tisch versucht werden soll, möglichst große Angst einzuflößen. Tatsächlich hat Lagouranis, wie er selbst sagt, Gefangene gefoltert.

In dem Buch gibt der heute 37-jährige Lagouranis sich wie auch dem gesamten US-Militär durch die von ihm auf Befehl beziehungsweise Druck von oben, “direkt aus dem Pentagon”, hin angewandten Foltermethoden die Schuld daran, daß der von den USA gegen den Irak geführte Krieg unaufhaltsam in die Niederlage führen werde.

“Meine Handlungen an Khalid (den ich folterte) und an Abd al-Aziz (den ich hinterging), kombiniert mit den Handlungen der gefangennehmenden Infanterie, die Blutergüsse an den Gefangenen hinterließen und den Handlungen der Offiziere, die Beförderungen erhalten wollten, wiederholt im Mikrokosmos überall im Land, hatten eine kumulative Wirkung. Sie führten uns von einem Ereignis - der Invasion des Iraks - zu einem anderen Ereignis - unserem Rückzug aus dem Irak - mit der Gewißheit und Unvermeidbarkeit eines näherkommenden Zuges. Ich könnte Bush und Rumsfeld die Schuld geben, aber ich müßte auch immer mir die Schuld geben. Das Projekt im Irak wird nicht durch einen einzelnen Schlag, sondern durch tausende Schnitte sterben”, schreibt Lagouranis.

In einem in der Chicago Sun-Times veröffentlichten Artikel faßte der Journalist Tom McNamee das Buch aus seiner Sicht zusammen.

“Mutige und anständige amerikanische Soldaten trieben Iraker regelmäßig unter dem geringsten Vorwand zusammen. Wenn eine Bombe einen Humvee zerstörte, wurde vielleicht ein unglücklicher Bauer von einem nahegelegenen Feld zum Verhör gezerrt. Wenn irgendein armer Trottel den gleichen Nachnamen wie ein als Rebel Verdächtigter hatte - ein Name, den möglicherweise hunderte Iraker tragen - wurde er möglicherweise zum Verhör gezerrt. Und wenn ein ‘Verdächtiger’ einmal eingesperrt war, konnte er leicht für Wochen oder Monate festgehalten werden, lange nachdem Lagouranis oder andere Verhörspezialisten zu dem Schluß gekommen waren, daß er sich absolut nichts hatte zuschulden kommen lassen. Offiziere lebten in der Angst, es zu vermasseln und einen echten Rebellen freizulassen. Sie fühlten auch starken Druck von oben, direkt aus dem Pentagon, nützliche militärische Informationen vorzuweisen. Und wenn das bedeutete, über die Leben von tausenden unschuldigen Männern und Frauen herzufallen, mögliche Freunde zu Feinden zu machen, so sei es. Außerdem wurde jeder Gefangene als ‘Mistkerl’ oder ‘Drecksack’ angesehen”, so McNamee.

In einem am Sonntag im britischen Telegraph veröffentlichten Artikel wurde Lagouranis deutlicher, was die von ihm auch in dem berüchtigten Gefängnis Abu Ghurayb angewandten Foltermethoden anbelangt.

“Diese Zwangstechniken - Isolation, Hunde, Schlafentzug, Belastungshaltungen, Unterkühlung - überquerten eine rechtliche Grenze, weil sie die Genfer Konventionen verletzten. Sie überquerten auch eine moralische Grenze. Wenn man einen Mann einen Monat lang wachhält, dann ist das Folter. Wenn man einen Mann unterkühlt, dann ist das Folter. Wenn man ihn einen Monat lang mit Unterbrechungen auf seinen Knien läßt, dann ist das Folter”, so Lagouranis. Die Unterkühlung der Gefolterten war teilweise so stark, daß sich ihre Lippen blau färbten. In mindestens einem Fall führte er auch eine Scheinhinrichtung an einem Gefangenen aus. Dies war allerdings keineswegs die Spitze der Foltermethoden. “Einige Kommandeure erlaubten stillschweigend härtere Dinge wie das Schlagen von Gefangenen und das Brechen ihrer Knochen”, sagte er. John Sifton, ein leitender Rechercheur der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), sagte, die von Lagouranis aufgestellten Behauptungen seien durch HRW überprüft und unabhängig bestätigt worden.

All dies war für Lagouranis nach eigener Aussage Alltag und er überlegte nur, wie er die Aufforderung “kreativ” bei der Umgehung des offiziell ausgesprochenen Folterverbots zu sein, möglichst effektiv umsetzen könnte. Die Wende kam für ihn nach eigener Aussage, als ihm seine Tante mehrere Exemplare des Buchs “Man’s Search for Meaning” (deutsch “trotzdem Ja zum Leben sagen”) des Autors Viktor E. Frankl zuschickte. Der jüdische Psychologieprofessor Frankl verarbeitete darin seine Erfahrungen in mehreren Konzentrationslagern. Als Lagouranis dieses Buch auf der Suche nach anwendbaren Foltermethoden der Nazis durchlas, merkte er schließlich, daß er zu weit gegangen war, woraufhin er seine Verhörmethoden “abschwächte” und begann, Meldungen an Vorgesetzte über die Mißhandlung von Gefangenen zu schreiben.

Nach seiner Rückkehr aus dem Irak sprach Lagouranis wegen seiner Schuldgefühle mit einer Psychologin des US-Militärs. Er habe nichts “böses” getan, sondern nur seinen Job gemacht, sagte sie ihm.

“Wenn Sie das Foltern hilfloser Gefangener nicht zu ihrer Definition von böse zählen, dann ist Ihre Definition von böse bedeutungslos”, antwortete er daraufhin.

http://www.freace.de/artikel/200706/120607a.html

Libanon: Terror, Transaktionen und ein merkwürdiges Tribunal

Arena Libanon: Wer sticht wen?

Mona Sarkis 13.06.2007

Terror, Transaktionen und ein merkwürdiges Tribunal

Die Bildung des internationalen Tribunals steht bevor. Frankreich, bislang einer seiner stärksten Antreiber, steuert jetzt möglicherweise dagegen. Unterdessen gesteht ein Mitglied der Hariri-Familie Geldzahlungen an eine Terrorgruppierung ein.

……………………….

Hariri-Schwester tanzt Ringelreihen um Al-Qaida

Eine innerlibanesische Bewegung darf angesichts solcher Verhärtung ausgeschlossen werden. Bewegung, welcher Art auch immer, scheinen nur mehr auswärtige Akteure zu bewirken. Seit neuestem sind es die vorwiegend nichtlibanesischen Mitglieder der “Fatah al-Islam” im Flüchtlingslager “Nahr el-Bared”. Zwar ist unklar, wie weit nach außen ihre Verknüpfungen reichen, bis in das nahe der südlibanesischen Stadt Sidon gelegene Flüchtlingslager “Ain el-Helweh” tun sie es anscheinend allemal.

Dort lieferte sich die Terrorgruppierung “Jund al-Scham” Anfang des Monats einen Schusswechsel mit der libanesischen Armee. Auslöser soll laut [extern] “Le Monde” der “Verdacht” von “Jund al-Scham” gewesen sein, dass einige ihrer Mitglieder in den Gefechten von “Nahr el-Bared” umgekommen seien.

Dies würde für eine Verflechtung zwischen den beiden Gruppierungen sprechen. Ausgeweitet wird das Gestrüpp nun durch die Offenbarungen der Parlamentsabgeordneten Bahia al-Hariri, die zugleich die Schwester des ermordeten Rafik al-Hariri ist: Gegenüber “Al-Jazeera” und “Al-Arabiyya” erklärte sie Anfang Juni, “vor einigen Monaten einmal” “Jund-al-Scham” Geld gezahlt zu haben. Es habe sich jedoch lediglich um eine “Entschädigung” gehandelt, damit die Gruppierung Sidon, ihren Wahlkreis und eine Hochburg von Libanons Sunniten, [extern] verlasse.

Von “Fatah al-Islam”, so al-Hariris weitere Versicherungen – diesmal telefonisch gegenüber dem Druzenführer und Siniora-Verbündeten [extern] Walid Jumbladt – unterscheide sich “Jund al-Scham” jedoch.

Bemerkenswert an all dem ist zunächst, dass (mindestens?) ein Mitglied der Hariri-Familie eine Terrorgruppierung finanziert, die

1)Al-Qaida-infiltriert scheint: der Name “Jund al-Scham” tauchte erstmals 1999 auf, als sich in einem afghanischen Ausbildungslager der Al-Qaida Araber unterschiedlicher Herkunft unter der Führung von Abu Mousab Al-Zarqawi [extern] zusammenschlossen . Auch gilt “Jund al-Scham” als Ableger von “Asbat al-Ansar”, einer [extern] Tochterzelle der Al-Qaida.

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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25501/1.html 

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