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Archive für 22.5.2007
Jimmy Carter über Tony Blair: “Widerwärtig und blind”
22.5.2007 by CrniLabudovi.
| 21.05.2007 10:46 Uhr | Drucken | Versenden | Kontakt |
Jimmy Carter über Tony Blair“Widerwärtig und blind”Der frühere US-Präsident Carter hat Blair in ungewöhnlich scharfer Form angegriffen. Die britische Unterstützung für den Irakkrieg sei eine “Tragödie für die Welt“. Auch George W. Bush bekam sein Fett ab. |
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Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter hat in ungewöhnlich scharfen Worten den amtierenden Präsidenten George W. Bush und den scheidenden britischen Premierminister Tony Blair kritisiert. Bushs Außenpolitik sei die “schlechteste in der Geschichte” der USA, beklagte der Friedensnobelpreisträger am vergangenen Samstag in einem Interview mit der Zeitung Arkansas Democrat-Gazette. In einem Interview mit dem Sender BBC griff Carter zugleich den britischen Premierminister Blair scharf an. Blairs “unentwegte Unterstützung” für den Irakkrieg sei eine “große Tragödie für die Welt”, sagte Carter in einem Interview. Auf die Frage, wie er Blairs Verhalten gegenüber Bush einschätze, antwortete der 82-jährige Carter: “Widerwärtig, ergeben, blind, offensichtlich unterwürfig.” |
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Scharfe Kritik an seinem Nachfolger Bush und am britischen Premier Blair |
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Es gebe von Seiten der Bush-Regierung “null Friedensgespräche“ im israelisch-palästinensischen Konflikt. Die Umweltpolitik Washingtons nannte Carter “ziemlich verstörend“. Bush habe sich zu einem präventiven Krieg gegen den Irak entschieden, obwohl die Sicherheit der USA nicht gefährdet gewesen sei.
Die sei eine “radikale Abkehr von der Politik aller Vorgängerregierungen“, kritisierte der Friedensnobelpreisträger Carter. Er rügte zudem, dass religiöse Stiftungen unter der Bush-Regierung Milliarden Dollar an Bundesmitteln erhielten. “Als traditioneller Baptist ist mir die Trennung von Staat und Kirche wichtig. Während meiner Amtszeit habe ich das beherzigt, wie alle anderen Präsidenten auch. Ich darf behaupten, dass dieser Präsident die Ausnahme ist.“
Der Ex-Präsident hat Blairs Unterstützung für den Irakkrieg schon mehrfach kritisiert, jedoch noch nie in derart scharfer Form. Das Interview wurde gesendet, während Blair am selben Tag zu einem überraschenden Abschiedsbesuch bei der irakischen Führung in der hermetisch abgeriegelten Grünen Zone in Bagdad eintraf. Der Premierminister hatte kürzlich seinen Rücktritt zum 27. Juni erklärt.
Blair sagte den Irakern zu, dass Großbritannien auch nach seinem Rücktritt Ende Juni standhaft an ihrer Seite bleiben werde. Die konservative britische Zeitung Sunday Telegraph berichtete dagegen, Blairs designierter Nachfolger, Gordon Brown, wolle eine Kehrtwende in der Irak-Politik vollziehen.
US-Präsident George W. Bush sei von Beratern gewarnt worden, dass Brown bereit sei, die traditionell engen Beziehungen zwischen London und Washington durch einen baldigen Abzug der bislang noch 7100 britischen Soldaten zu gefährden.
Nach Gesprächen mit Ministerpräsident Nuri al-Maliki und Präsident Dschalal Talabani sagte Blair bei seiner siebten und voraussichtlich letzten Reise in den Irak weiter, es gebe “echte Zeichen für einen Wandel und Fortschritt“ im Irak.
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m4/ausland/artikel/56/114941/
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Rüstungsausgaben auf Rekordniveau
22.5.2007 by admin.
| 2.05.2007 16:01 Uhr | Drucken | Versenden | Kontakt |
Rüstungsausgaben auf RekordniveauMehr als eine Billion Dollar für WaffenDie Welt wird immer brutaler. Laut einer neuen Studie haben die Regierungen 2005 mehr denn je Waffen in investiert. Ein Grund für das Wachstum ist der Irakkrieg und die Ausgaben der USA - doch auch andere Länder rüsten kräftig auf. |
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Einen alarmierenden Trend zur globalen Aufrüstung hat das Internationale Konversionszentrum Bonn (BICC) ausgemacht. Die weltweiten Rüstungsausgaben hätten im Jahr 2005 erstmals über der Grenze von einer Billion US-Dollar gelegen, erklärte die Organisation bei der Vorstellung ihres Jahresberichts. Insgesamt betrugen die Ausgaben demnach 1030 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht etwa 2,5 Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes. Die fortschreitende Militarisierung zeige sich auch in einer raschen Zunahme von kriegerischen Auseinandersetzungen. Zwischen 2005 und 2006 sei die Zahl der Konflikte, bei denen zumindest sporadisch physische Gewalt angewendet wurde, von 91 auf 111 gestiegen. USA vor China und Russland an der Spitze
Von 2001 bis 2005 seien die globalen Militärausgaben um 25 Prozent gewachsen, erklärte das BICC. Auch pro Kopf stiegen die Ausgaben demnach von 135 US-Dollar im Jahr 2001 auf 173 Dollar im Jahr 2005. |
US-Marines im Irak: Die Amerikaner gaben 2005 478 Milliarden Dollar für ihr Militär aus |
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BICC-Direktor Peter Croll sagte, die höheren Verteidigungsausgaben seien in erster Linie auf den wegen des Irakkriegs gewachsenen amerikanischen Verteidigungshaushalt zurückzuführen, aber auch auf Russland, Indien und China.
Die Rüstungsausgaben der USA machten der Organisation zufolge 2005 mit 478 Milliarden US-Dollar 46 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben aus. Die chinesischen Militärausgaben lagen demnach bei geschätzten 41 Milliarden Dollar.
Russland investierte schätzungsweise 21 Milliarden Dollar, Indien 20,4 Milliarden. Die Personalstärke bei Militär und paramilitärischen Einheiten wuchs nach den Informationen des BICC weltweit von 26,8 Millionen im Jahr 2004 auf 31 Millionen im Jahr 2005.
Im Irak, in Afghanistan und Iran folge die US-Regierung einem “überholten strategischen Denken“, stellten die BICC-Experten in ihrem Jahresbericht fest. Unübersehbar sei der Widerspruch zwischen den globalen Führungsansprüchen der US-Regierung und ihrem Scheitern bei der Lösung von Konflikten.
Das BICC (Bonn International Center for Conversion) ist ein mit internationalen Rüstungs- und Sicherheitsexperten besetztes unabhängiges Forschungs- und Beratungsinstitut. Die gemeinnützige Organisation bemüht sich nach eigenem Bekunden um Frieden und Entwicklung. Es will militärspezifische Prozesse, Aktivitäten, Liegenschaften und Strukturen wirksam umwandeln.
Gegründet wurde das BICC 1994 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen. Gesellschafter sind die Länder Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, die NRW-Bank sowie die Landesentwicklungsgesellschaft NRW. Es arbeitet auch für internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, die Nato und die OECD.
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/351/115236/
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“Hipotekat te perfshira ne abuzime e korrupsion”
22.5.2007 by admin.
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| E Marte, 22 Maj 2007 |
“Hipotekat te perfshira ne abuzime e korrupsion”Redinalda Caushaj TIRANE - Avokati i Popullit zbulon rastet flagrante te neglizhences se hipotekave ndaj rekomandimeve te bera ne rruge zyrtare, gjate dy viteve te fundit. Zyrtaret e administrates se Regjistrimit te Pasurive te Paluajtshme vihen para akuzes per abuzime dhe korrupsion me qellime perfitimi. Jane plot 95 ankesa, qe kane mberritur ne zyren e institucionit per zvarritje ne regjistrimin e pasurive te paluajtshme, kalim prone ne emer te nje personi te dyte dhe krijim te konflikteve te rrezikshme mes paleve. Shkaku kryesor kane qene menaxhimi i dobet dhe keqadministrimi i Zyres Vendore te Regjistrimit te Pasurive te Paluajtshme. Zedhenesi i Avokatit te Popullit, Artur Lazarbeu, tha dje per gazeten “Koha Jone” se, “shkak i vonesave te kontestuara, vazhdon te jete neglizhenca dhe mosrespektimi i detyrimeve ligjore nga ana e nepunesve te ndryshem te ketyre zyrave, per te kthyer pergjigje brenda afateve ligjore, si kerkesa te qytetareve ashtu dhe te institucionit tone”. Nga ekspertet e institucionit jane identifikuar kater raste flagrante, per te cilat u kerkuan edhe masa konkrete nga zyrat e hipotekave ne rrethe. Ndersa 14 ankesa jane drejtuar gabimisht tek Avokati i Popullit. “ZRPP-te e rretheve dhe ne qender nuk kane zbatuar piken 3, te nenit 142, te Kushtetutes, ku cdo vendim i gjykates qe eshte i prere zbatohet pa neglizhence nga cdo institucion”, tha Lazebeu. Ankesat kane pasur objekte te ndryshme, nga konfliktet e pronesise, qe kerkonin zgjidhje gjyqesore, deri te dokumentacionet dhe parregullsite. “Jane cenuar te drejtat e shume qytetareve, te cilet jane vene ne dijeni se pjesa e prones, e cila mendonin se iu takonte, ne saje te veprimeve te ndryshme juridike te parregullta dhe jo para noterit, ka kaluar ne doren e te tjereve”, shpjegoi zedhenesi i institucionit. Avokati i Popullit ve para pergjegjesise disa prej zyrave se kane kryer veprime hipotekimi pa pasur asnje dokumentacion ligjor per kalim pronesie, apo pa bere verifikime, ndersa kane kaluar pronesine ne emer te nje personi tjeter. Ne kete menyre, jane identifikuar gjate shqyrtimit te ankesave edhe konflikte te reja mes paleve, qe rrezikojne te cojne ne vetegjyqesi. Ekspertet akuzojne hapur qellimin e veprimeve te kesaj zyre, sipas te cileve nepunesit perfitojne materialisht nga personat, te cilet paraqiten ne sportelin e Zyres Vendore te Regjistrimit te Pasurive te Paluajtshme per regjistrim prone. ERMIR DOBJANI: Akuza per moszbatim rekomandimesh Avokati i Popullit, Ermir Dobjani, gjate nje takimi ne qytetin e Durresit, vuri ne dukje mungesen e nje akti nenligjor per trajtimin e ankese-kerkesave te qytetareve nga institucionet e shtetit shqiptar. Sipas Dobjanit, “shpeshhere eshte gjendur perpara ankesave, te cilat kane qene te pabazuara, kjo per faktin se ka pasur mungese dokumentacioni”. Por, ka pasur dhe raste, te cilat, pavaresisht dokumentacionit te plote dhe nderhyrjes se Avokatit te Popullit, jane refuzuar ne heshtje, duke mos mberritur asnje pergjigje nga Zyra Vendore e Regjistrimit te Pasurive te Paluajtshme. Ai ka parashtruar edhe zgjidhjen e regjistrimit online te ankesave ne Zyren Vendore te Regjistrimit te Pasurive te Paluajtshme. Rastet flagrante Qytetari A.M., nga Saranda, pas zvarritjeve te shumta nga ana e ZVRPP, i eshte drejtuar gjykates se ketij rrethi, e cila ka vendosur detyrime ndaj kesaj zyre Qytetari, A. S., drejtor i Shoqerise “Djatel” sh.a, shprehte shqetesimin per veprime te kunderligjshme nga ana e kesaj zyre, e cila ka kryer fshirjen e regjistrimit te prones Qytetarja M. C., me banim ne Durres, objekti i te ciles eshte pretendimi per regjistrimin e paligjshem ne emer te dy personave, nuk ka marre asnje pergjigje Qytetari A.B., me banim ne Tirane, nuk ka marre asnje pergjigje nga ZVRPP-ja, per regjistrimin e nje trualli, prone e tij #Vdes ne Spitalin e Burgut i moshuari TIRANE- Nje i moshuar qe ishte denuar me tri vjet e kater muaj heqje lirie per trafik lendesh narkotike, ka humbur jeten dje ne mjediset e Spitalit te Burgut Tirane, pasi vuante nga nje semundje e pasherueshme. Remzi Binaj, 71 vjec, nga Vlora, nderroi jete ndersa kurohej prej tete muajsh ne ambientet e spitalit, ndersa sipas mjekeve vuante nga kanceri ne mushkeri. Lajmi u konfirmua dje per gazeten “KJ”, nga Drejtoria e Pergjithshme e Burgjeve. Zedhenesja Eneida Baroni tha se, “Binaj nderroi jete pas nje semundje te rende ne mushkeri, nga e cila vuante prej 8 muajsh”. 71 vjecari ishte sjelle menjehere ne Spitalin e Burgut pas procedurave urgjente te kryera nga policia e Vlores. Gjendja e renduar shendetesore ka detyruar drejtuesit e komisariatit qe ta transferonin nga paraburgimi te moshuarin dhe nisnin drejt Tiranes. Remzi Binaj eshte arrestuar me 12 qershor te vitit 2006, pasi iu sekuestruan 2 thase me hashash dhe me vone u denua me 3 vjet e 4 muaj burg per trafik lendesh narkotike. E.E |
http://www.kohajone.com/artikull_print.php?idm=6455
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Women still face obstacles to employment in Serbia
22.5.2007 by admin.
Women still face obstacles to employment in Serbia
22/05/2007
Currently, only about two-thirds of employable women in Serbia have jobs. Unless measures are taken to combat this gender inequality, the economic structure has no chance of meeting EU standards.
By Davor Konjikusic for Southeast European Times in Belgrade - 22/05/07
Women in Serbia face challenges in the employment sector. [AFP] |
One of the main issues defining the status of Serbian women in society is economics. Unfortunately, as it currently stands in the country, almost one-third of qualified women are unemployed. Of the 1.4 million employable women in the country, only 900,000 have jobs, according to the Ministry of Labour and Employment.
Women in Serbia are less active in the workforce than men and they advance to management positions in companies much more slowly. Despite the fact that regulations have been adjusted, implementation is slow. The unemployment rate of women is almost 20% higher than that of men, according to the UNDP.
“Out of the 900,000 women with jobs, 57% are employed in the private sector. Among the half a million unemployed women, 20,000 have a university degree, while 32.6% have no qualifications,” says the Assistant Minister of Labour and Employment, Radmila Bukumiric-Katic.
This year, a campaign called Flower of Success for the Woman Dragon was launched — it includes the selection of the best company for women in Serbia. It was initiated by the Women’s Business Club section of the Association of Business Women. Association President Sanja Popovic-Pantic says the aim of the campaign is to highlight that women can be very successful in business.
Representatives of the NGO Women Government of Serbia say that are discriminated against because in job applications they are asked questions about their age and looks, which are forbidden by the 2001 Serbian Labour Law.
Ordinarily, women are not informed that such questions are banned and that they have the right to file against employers who ask them. During a job interview, employers also ask women inappropriate questions about their marital status, their plans for marrying and about having children.
Co-Minister of Defence in the Women Government, and MP of the Democratic Party, Gordana Comic, said that in the future, there must be more of a fight against such job-related discrimination.
According to the Women’s Centre for Human Rights, women are the first to lose jobs –particularly high-level ones — as a result of privatisation. More and more women are working in low-paid industrial and service sectors, with a growing pay equity gap.
The obstacles for women, according to the NGO, include the lack of national strategies for the advancement of women, the still gender-segregated education system, the absence of the implementation of laws the advocate for women’s rights and developmental policies that do not take gender equality into account.
In an effort to overcome these barriers, the international community has increased pressure on Serbia, and other countries in the region, to ramp up measures to promote gender equality, to end sex-based discrimination and to set quotas for women’s political participation.
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Wenn Frauen sich in Affen verlieben
22.5.2007 by CrniLabudovi.
Der 11jährige Gorilla Bokito (Foto: DPA)
Wenn Frauen sich in Affen verlieben
Der Niederlande sind im Bann von Gorilla Bokito. Wie Eisbär Knut in Deutschland so bewegt der elfjährige Menschenaffe nun die Herzen und Hirne in Holland. Bokito, der in der vergangenen Woche im Rotterdamer Zoo mit einem Riesensatz über einen vier Meter breiten Wasserkanal von seinem Affenfelsen flüchtete und dann vier Menschen angriff und sie teilweise schwer verletzte, ist zum Superstar aufgestiegen. Wissenschaftler, Kommentatoren und sogar Philosophen beschäftigen sich mit dem aggressiven Verhalten des fast zwei Meter großen und 180 Kilo schweren Riesen-Affen. Der 1996 im Berliner Zoo geborene und dort mit der Flasche aufgezogene Bokito ist bis in die Feuilletons der Zeitungen vorgedrungen.
Zwei Fanclubs von Bokito haben für ihren ,,King Kong‘‘ bereits eine Website auf dem Internet eingerichtet. Der Bokito-Fan Stephan nennt den Gorilla darauf: ,,King Kong Bokito, der niederländische Knut.‘‘
Es scheint die umgekehrte und wahr geschehene aber sehr gewaltsame King Kong-Geschichte zu sein, die die Menschen so fasziniert, die aber einer 57jährigen Frau, die von Bokito angegriffen wurde fast das Leben kostete. Denn immer deutlicher wird, dass die von Bokito so schwer verletzte und über hundert mal gebissene Petronella Yvonne de Horde, eine sehr emotionale Beziehung mit dem Menschenaffen aufgebaut hat, die Bokito aber als Bedrohung empfand. Möglicherweise war die 57jährige Niederländerin sogar ein wenig in Bokito verliebt. Sie besuchte ihn im Rotterdamer Zoo fast täglich.
Wenn Frauen auf Affen stehen“Frauen lieben Affen. Dieser Mythos wurde durch den Film King Kong geschaffen,‘‘ stellt die Philosophin Stine Jensen in der Zeitung ,,Trouw‘‘ fest. Frau Jensen, die über das Verhältnis von Frauen und Affen in der Literatur, im Film und in der Wirklichkeit, eine Doktorarbeit geschrieben hat, meint: ,,Es sind die großen Muskelpakete der Menschenaffen, die ihren Harem aus unterdrückten Weibchen-Gorillas dominieren, die breiten Schultern, die großen Hände, das spricht Urgefühle bei manchen Frauen an.‘‘ Es sei doch kein Zufall, ,,dass alle bekannten Forscher, die sich mit Menschenaffen beschäftigen, Frauen sind. Beispielsweise Dian Fossey, Jane Goodall oder Birute Galdikas. Fossey ließ sich sogar neben ihrem Lieblingsgorilla Digit begraben. Für eine Frau steht ein Gorilla für Tatkraft, Dominanz und für Männlichkeit. Nur eins wissen die ,,verliebten‘‘ Frauen in der Regel nicht, Gorillas haben von allen Affen das kleinste Geschlechtsteil,‘‘ weiß die Philosophin Jensen.
Aber auch Männer können in den Bann von Gorillas geraten. Der niederländische Volkssänger Vater Abraham (Das Lied der Schlümpfe) schickte der Zeitung ,,de Telegraaf‘‘ ein Foto. Darauf ist zu sehen, wie Vater Abraham ein Gorilla-Weibchen küsst. ,,Der Kuss übertraf alles, was ich je erlebt habe. Er war so intensiv. Ich habe viele wichtige Leute kennengelernt, Regierungschefs, Künstler. Aber der Kuss mit dem Gorilla war die intensivste Erfahrung,‘‘ schwärmt der Sänger. Jetzt, nachdem Bokito im Rotterdamer Zoo so ausgerastet ist, würde er sich das aber nicht mehr trauen einen Gorilla zu küssen, gesteht Vater Abraham.
Man hätte Bokito sterben lassen müssenSchwere Vorwürfe gegen den Berliner Zoo, wo Bokito ähnlich wie Eisbär Knut von seinem Pfleger Reimon Opitz mit der Flasche aufgezogen wurden, weil ihm seine Mutter vorstoßen hatte, erhebt der Affen-Experte Frank Rietkerk. ,,Durch die Aufzucht mit der Flasche verändert sich der Charakter eines Gorillas fundamental. Das Tier wird gefährlicher, insbesondere für Zoobesucher.‘‘ Rietkerk ist der Europäische Koordinator für das Zuchtprogramm bedrohter Tiersorten und Direktor des bekannten Affenzoos ,,Apenheul‘‘ in den Niederlanden. Rietkerk meint, es wäre besser gewesen, wenn man Bokito hätte sterben lassen, nachdem ihm seine Mutter verstoßen hatte.
In der heftig geführten Bokito-Debatte in den Niederlanden meldete sich nun auch der international sehr angesehene Primaten-Experte Frans de Waal zu Wort. Er erklärt in der ,,Volkskrant,‘‘ warum Bokito Frau de Horde gezielt angegriffen hat: “Er war böse auf die Frau, die Kontakt mit ihm suchte und sich nicht bei seinem Harem anschloss. Bokito ist ein junger Gorilla, noch nicht erwachsen. In diesem Alter suchen Gorillas, Frauen für ihren Harem zu sammeln und sie können sehr aggressiv werden.‘‘ Frans de Waal ist der Direktor des Primatenzentrums Living Links an der Emory Universität in den USA. ,,Bokito war durch das Verhalten der Frau einfach so frustiert worden, dass er explodierte,‘‘ meint der Wissenschaftler. De Waal fordert sogar, dass der in Bokito ,,verliebten‘‘ Frau in Zukunft der Zugang zum Rotterdamer Zoo untersagt werden muss, so lange Bokito dort noch lebt. Das wird Frau de Horde aber ohnehin nicht können, weil die Genesung ihrer schweren Verletzungen voraussichtlich Monate dauern wird, wenn sie überhaupt je wieder ganz gesund wird. Die 35jährige Antje Vis, die durch einen Schlag von Bokito auf den Boden geschleudert wurde und sich ihr Becken brach, verlangt jedoch: ,,Bokito kann nicht im Rotterdamer Zoo bleiben. Er muss weg aus den Niederlanden.‘‘
Die Bokito-Debatte wird nun auch zur Sternstunde für die Partei für die Tiere PvdD, die mit zwei Abgeordneten im Haager Parlament vertreten ist. PvdD-Abgeordnete Ester Ouwehand will eine Gesetzesvorlage ausarbeiten lassen, die das Halten von Menschenaffen in Zoos verbietet. ,,Die Affen müssen vor den Menschen geschützt werden,‘‘ sagt sie.
Artikel vom 22. Mai 2007
http://nachrichten.netscape.de/Panorama/Wenn-Frauen-Affen-verlieben-1300410511-0.html
Geschrieben in Welt News Spezial | Drucken | Keine Kommentare »

Women in Serbia face challenges in the employment sector. [AFP]