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Geld für die Gattin, Kampfjets für den General

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© DIE ZEIT, 19.04.2007 Nr. 17
Geld für die Gattin, Kampfjets für den General

EADS steht im Verdacht, in Österreich Schmiergeld verteilt zu haben. Nun könnte der Kauf von 18 Eurofightern storniert werden. Von Florian Klenk

Braucht Österreich den Eurofighter?

© Sean Gallup/Getty Images

So ein Fest hatte die österreichische Luftwaffe lange nicht gesehen. Der damalige österreichische Verteidigungsminister Günther Platter, seine ranghöchsten Generäle und ein Manager der europäischen Flugzeug- und Rüstungsfirma EADS kamen auf dem Fliegerhorst im kleinen Städtchen Langenlebarn zusammen, um ein wenig Spaß zu haben. »In einem aus Holz gezimmerten Flugzeug«, so erinnert sich jetzt ein Wiener Beamter vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Wien, sei der Politiker »hereingefahren« worden. Nach dem Essen setzten sich die Generäle auf Fahrräder, die mit Luftballons geschmückt waren, und zielten mit Spritzpistolen auf Zielscheiben, auf denen Politikerbilder klebten.

Das war im Herbst 2004, und die Anwesenden hatten allen Grund zur Freude – nicht nur, weil EADS die Fete spendierte. Die rechtskonservative Regierung der neutralen Alpenrepublik hatte dem Bundesheer gerade ein zwei Milliarden Euro teures Geschenk gemacht und unter wütenden Protesten der Öffentlichkeit bei EADS 18 Kampfjets der Marke Eurofighter gekauft. 180 dieser umstrittenen, weil ursprünglich für den Kalten Krieg konzipierten Flieger hatte vor zehn Jahren auch Deutschland bestellt.

Nun könnte der Deal in Österreich doch noch scheitern. Denn die Regierung Schüssel/Haider ist mittlerweile abgewählt, und in Österreich regiert seit dem Frühjahr der Sozialdemokrat Alfred Gusenbauer, der gegen den Willen seines Koalitionspartners, der Österreichische Volkspartei (ÖVP), einen Untersuchungsausschuss über den umstrittenen Rüstungskauf einsetzte, weil er den Kaufvertrag über das teure Fluggerät am liebsten stornieren würde. Die ersten Erkenntnisse dieses in Wien lange Zeit nur müde belächelten Kontrollgremiums verdienen internationale Beachtung. Während etwa in Großbritannien Korruptionsermittlungen des Serious Fraud Office im Rahmen des Verkaufs von 72 Eurofightern an saudische Scheichs von Tony Blair persönlich aus »Sicherheitsgründen« gestoppt wurden (dabei sollen etwa 80 Millionen Euro Schmiergeld geflossen sein), gerät EADS in Wien durch die medienöffentlichen Korruptionsermittlungen in enorme Bedrängnis. Und erstmals könnte der Konzern einen bereits fix verbuchten Milliardenauftrag verlieren – dank streng formulierter Antikorruptionsbestimmungen im Vertragswerk. Die bestrafen nach US-amerikanischem Vorbild selbst geringfügige Bestechungsversuche mit der Nichtigkeit des gesamten Geschäfts und legen dem Unternehmen die Beweislast für ein sauberes Verhaltens auf.
http://www.zeit.de/2007/17/Oesterreich-Euro-Fighter

Kritik am Muslimrat: Eine Partei muslimischer Männer

22.04.2007 13:51 Uhr
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Kritik am Muslimrat
Eine Partei muslimischer Männer
Die islamischen Verbände in Deutschland schließen sich zusammen, um staatlich anerkannt zu werden. Doch der Integration dienen sie nicht. Frauen schon gar nicht.
Eine Außenansicht von Necla Kelek
Vier muslimische Dachverbände haben sich zu einen Koordinierungsrat zusammengeschlossen und wollen nun ,,mit einer Stimme‘‘ für die staatliche Anerkennung des Islam als Religionsgemeinschaft eintreten. Damit erfüllen sie eine der Forderungen der Politik nach einem Ansprechpartner. ,,Der Koordinierungsrat bekennt sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik‘‘, heißt es in der Geschäftsordnung des Gremiums, um dann wie mit hinter dem Rücken gekreuzten Fingern hinzuzufügen: ,,Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlage des Koordinierungsrates.‘‘

Doch was ist darunter zu verstehen, wenn Koran und Sunna der Maßstab des Handelns sind? Gläubige Muslime berufen sich in ihrem religiösen Leben auf den Koran und die Sunna, die religiösen Traditionen. Einige Traditionen stehen aber mit den Grundrechten der Zivilgesellschaft in Konflikt: die Ungleichbehandlung von Frauen in Gesellschaft und Recht; das Tragen von Kopftüchern bei Frauen und Kindern, der Zwang zur Heirat, die Verwandtenehe, die Babyheirat, die Blutrache, der Ehrenmord, die Beschneidung von Mädchen und Jungen, der Versuch, Mädchen vom Unterricht fernzuhalten, die soziale Kontrolle, die Gewalt in der Familie.

Das habe alles nichts mit dem Islam zu tun, pflegen die Vertreter der Verbände zu sagen. Aber es gibt auch die gelebte Kultur des Islam, die nach unseren Maßstäben oft fragwürdig ist. Wer legt fest, was das Leben der Muslime ausmacht und was nicht? ,,Ihr Gläubigen seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist.‘‘ (Sure 3, Vers 110) Der Koran macht die Umma, aber auch jeden Einzelnen, zum moralischen Richter.

Es gibt islamische Rechtsschulen, aber letztlich ist der Islam das, was der Imam predigt, der Vater, oder der Clanchef meint, oder was sie meinen, was die Hadithe und der Koran sagen. Und was die Muslim-Vereinssprecher meinen, ist nichts weiter als eine freundliche Umschreibung des Anspruchs, in Deutschland nach der Scharia, dem aus den Schriften und Traditionen abgeleiteten Recht, leben zu können.

Dies bedeutet: Die Gesetze der Bundesrepublik und die Werte des Landes gelten für Muslime nur unter einem Gottesvorbehalt. Denn da der Islam die Trennung von Leben und Glauben, von Staat und Religion nicht kennt, bezieht sich die Formulierung ,,unser religiöses Leben‘‘ auf alle Lebensbereiche, auch auf das Verhältnis zu den ,,Ungläubigen‘‘. Auch nichtmuslimische Kinder sind betroffen, wenn zu Ramadan nichts mehr getrunken oder gegessen werden soll, wenn die Hälfte der Klasse beim Sportunterricht fehlt oder das Wurstbrötchen aus der Schulkantine verbannt wird.

Der Koordinierungsrat der Muslime vertritt vielleicht ein Zehntel der 3,2 Millionen Muslime in Deutschland. Er hat zudem ein demokratisches Legitimationsproblem. Es gibt innerhalb der Islamvereine keine transparente Willensbildung und keine Kontrolle. Die Vertreter der Ditip sind zudem Beamte des türkischen Staates, der AKP-Regierung in Ankara verpflichtet. Der Koordinierungsrat ist, salopp gesagt, eine Versammlung muslimischer Stammesführer. Er ist eine Fassade ohne Haus und nur so wichtig, wie wir ihn nehmen.

Im Kern ist der Zusammenschluss eine ,,Glaubenspartei‘‘, die das Weltliche nicht vom Geistlichen trennt. Wir müssen deshalb über die Politik dieser Glaubenspartei sprechen, wie wir über die Ansprüche jeder anderen Partei sprechen. Ein wichtiges Ziel ist zum Beispiel der Moscheebau. Die Vereine sprechen von ,,Gotteshäusern‘‘ und setzen Moscheen den Kirchen gleich. Sie verschweigen dabei, dass Moscheen traditionell andere Aufgaben haben. Moscheen sind traditionell keine heiligen Stätten, sondern der Ort, an dem sich die Männer der Gemeinde zum Gebet und Geschäft versammeln. Die Moschee ist ein sozialer Ort, kein sakraler.

Moscheen sind Männerhäuser

Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen, aber sie sind eben keine Kirchen und deshalb auch nicht so wie sie zu behandeln. Ob eine Moschee gebaut werden kann, ist eine politische Frage. Und ein Kriterium für die Genehmigung ist: Dienen sie der Integration? Da sind Zweifel angebracht. Vor allem die größeren Moscheen sind ,,Medinas‘‘, Zentren, in denen alle Bedürfnisse abgedeckt werden. Es gibt dort Koranschule, koschere Lebensmittelläden, Reisebüros, Friseur, Beerdigungsinstitut, Restaurant, Teestuben, Hochzeitssäle - alles, was ein Muslim braucht, der nichts mit der deutschen Gesellschaft zu tun haben will.

Außerdem: Moscheen waren und sind Männerhäuser. Frauen sind meist nur in separaten Räumen geduldet. Eine demokratische Gesellschaft lebt aber davon, dass Männer und Frauen gleiche Rechte haben und auch gleich behandelt werden. Die Trennung der muslimischen Gemeinde in die der Männer, die in der Moschee sitzen, beten und ihre Geschäfte machen und die der Frauen, die in ihre Wohnungen verbannt sind, kann kein Integrationsmodell sein. Solange die Moscheen nicht das partnerschaftliche Miteinander pflegen, sondern archaische und patriarchalische Strukturen befördern, solange sind solche Häuser für mich nicht akzeptabel. Für mich ist der Versuch der Ditip, in Deutschland so viele Moscheen wie möglich zu errichten, kein Beitrag zur Integration, sondern der Versuch der Missionierung durch Steine.

Ja, die Muslime sollen ein gleichberechtigtes religiöses Leben in der Bundesrepublik führen, dies ist zum überwiegenden Teil bereits heute möglich. Der Islam aber ist mit seinem religiös-politischen Anspruch nicht in eine demokratische Gesellschaft zu integrieren. Er stellt sich in seinem ganzen Wesen als ein Gegenentwurf zur aufgeklärten, säkularen Zivilgesellschaft dar. Der Islam muss sich säkularisieren, daran führt kein Weg vorbei.

Er muss den Dualismus der westlichen Gesellschaft anerkennen und leben, sonst wird er fremd bleiben. Auch deshalb kann es zur Zeit nicht um eine Anerkennung der islamischen Organisationen als Vertreter des Islam gehen. Aber ich bin der Überzeugung, dass jeder einzelne Muslim seinen Platz in dieser Gesellschaft finden kann, ohne seinen Glauben preiszugeben. Dazu müssen die veränderungsbereiten Muslime die Reform ihrer Religion betreiben, nicht indem sie mehr Gruppenrechte einfordern, sondern indem sie klug und maßvoll die Rechte des Einzelnen stärken.

Nur starke und selbstverantwortliche muslimische Männer und Frauen werden in einer modernen Gesellschaft ihren Platz finden. Ich habe Hoffnung, dass dies gerade in Deutschland möglich ist.

Die Sozialwissenschaftlerin und Islamkritikerin Necla Kelek, 49, wurde durch ihr Buch ,,Die fremde Braut‘‘ bekannt. Sie ist Mitglied der Islamkonferenz von Innenminister Schäuble.

(SZ vom 22.4.2007)
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/56/110945/#readcomment

Die europäische Union hat VISA-Erleichterungen mit drei Balkan-Ländern vereinbart

Die europäische Union hat VISA-Erleichterungen mit drei Balkan-Ländern vereinbart

Die Menschen vom westlichen Balkan sollen künftig leichter und billiger ein Visum für die Einreise in die Europäische Union erhalten. Für andere Drittländer ändert sich vorerst nichts. Die Abkommen hat EU-Justizkommissar Franco Frattini am Freitag in Zagreb abgezeichnet. Er sagte: ” Nach meiner Einschätzung ist dies ein erster Schritt zur Reisefreiheit für Menschen aus dem westlichen Balkan.” Die Visaerleichterungen gelten für Albanien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro. Mazedonien hat bereits mit Brüssel Verhandlungen über eine solches Abkommen abgeschlossen. Mit Serbien kann Eines bald abgeschlossen werden. Die Bürger dieser Länder brauchen jetzt nur noch 35 Euro pro Visum, anstatt die sonst üblichen 60 Euro zu bezahlen. Studenten, Geschäftsleute, Journalisten erhalten vereinfachte Antragsformulare. Die Visa-Erleichterungen sind mit einem Rücknahmeabkommen verbunden, das den EU-Staaten eine Abschiebung illegaler Einwanderer in die Herkunfts-und Transitländer auf dem Balkan erleichtern soll. EU-Kommissar Frattini ermahnte die Balkanländer, mehr gegen Korruption zu unternehmen. Alle Abkommen sollen noch vor Jahresende in Kraft trete
http://www.euronews.net/index.php?page=europa&article=416846&lng=3

Russian foreign minister discusses investments in Montenegro

Russian foreign minister discusses investments in Montenegro

22/04/2007

PODGORICA, Montenegro — Investments and trade were the main topics of discussion in meetings Russian Foreign Minister Sergei Lavrov held in Podgorica on Friday (April 20th). Lavrov met with Montenegrin counterpart Milan Rocen, agreeing that a bilateral free trade agreement should be signed soon. They also discussed joint investment opportunities, with Rocen inviting Russian firms to participate in major road construction and energy projects. (Vijesti - 21/04/07; Itar-Tass, MINA, AP - 20/04/07)

Serbian police kill suspected Islamic militant

Serbian police kill suspected Islamic militant

22/04/2007

BELGRADE, Serbia — Police officers killed a suspected Islamic militant after they came under attack in the predominantly Muslim area of Sandzak on Friday (April 20th). Police were attempting to search a house near Novi Pazar when a hand grenade was thrown at them, injuring one officer. Ismail Prentic, 28, was killed when police fired on the house. Another man was injured and a third was arrested. Prentic was described as the leader of a local Islamic terrorist group. Last month, police arrested six other men, charging them with planning terrorist attacks.

In other news Friday, the International Committee of the Red Cross in Kosovo announced that a new mass grave — in which victims of the Kosovo conflict were buried — has been discovered in Serbia. It is the fourth to have been discovered there. (AP, RTS, Beta, B92, A1, DPA - 20/04/07)

Irakische Milizen verteilen Harry-Fotos

22. April 2007

Schrift:
“MUTTER ALLER ANGRIFFSZIELE”
Irakische Milizen verteilen Harry-Fotos - Pläne für Geiselnahme

Prinz Harry zieht in den Irak-Krieg - doch schon bevor der Einsatz begonnen hat, rüsten sich Aufständische für eine Jagd auf ihn. Sie verteilen laut einem britischen Bericht Fotos, machen Pläne für eine Geiselnahme. Ein Milizenführer: “Harry wird zurückkehren. Aber ohne Ohren.”

London - Der britische Prinz Harry wird schon Wochen vor seinem geplanten Militäreinsatz im Irak zum Angriffsziel. Aufständische hätten konkrete Pläne, den königlichen Leutnant als Geisel zu entführen, berichtet die britische Sonntagszeitung “The Observer”. Dafür seien verschiedene Fotos des Enkelsohns der Queen aus dem Internet heruntergeladen und an islamistische Milizen verteilt worden.

Prinz Harry: Nesthäkchen, Sorgenkind, schwarzes Schaf

Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (14 Bilder)

Einige der gefährlichsten paramilitärischen Gruppen hätten bei den im Süden des Irak stationierten britischen Truppen Informanten eingeschleust, die den Aufenthaltsort und die Bewegungen des prominenten Briten herausbekommen sollen. “Wir können die Tatsache nicht verbergen, dass der Prinz da draußen von Bösewichten erwartet wird”, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Zeitung.

Die deutlichen Aussagen aus dem Ministerium dürften Harry und die königliche Familie schaudern lassen. “Wir gehen davon aus, dass sie seinen Skalp als eine medienwirksame Trophäe haben möchten”, sagte der Sprecher.

Sunniten und Schiiten haben es beide auf Harry abgesehen

Ungeachtet aller Gefahren für die Nummer drei in der britischen Thronfolge bleibe es dabei, dass der 22-Jährige ab Ende Mai für sechs Monate im Irak eingesetzt wird, hieß es in Regierungskreisen. Es sei jetzt nicht mehr möglich, die Abkommandierung ohne Gesichtsverlust rückgängig zu machen. Der Prinz soll mit einer Einheit seines Eliteregiments “Blues and Royals” in den Irak gehen und dort einen elf Mann starken Aufklärertrupp führen.

Dem “Oberserver” zufolge haben militante Gruppen unumwunden zugegeben, es auf Harry abgesehen zu haben. Heckenschützen einer schiitischen Milizengruppe hätten gesagt, sie würden den Prinzen als Geisel nutzen, um die Freilassung von Gefangenen sowie den sofortigen Abzug der britischen Streitkräfte aus dem Irak zu fordern. Selbst Sunniten, eigentlich mit den Schiiten verfeindet, hätten sich mit ihnen zusammengetan, um Harry zu erwischen.

Abu Zaid, Kommandeur einer schiitischen Rebellengruppe, sagte der Zeitung zufolge: “Mit angehaltenem Atem sehen wir der Ankunft des jungen, gut aussehenden, verwöhnten Prinzen entgegen und wir vertrauen darauf, dass er auf das offene Schlachtfeld treten wird.” Harry werde gewiss zu seiner Großmutter, der Königin von England, zurückkehren, “aber ohne Ohren”.

“Er sollte vor einem Einsatz hundertmal nachdenken”

ZUM THEMA IN SPIEGEL ONLINE
Prinz im Irak: “Im Ernstfall wird sich ein Personenschützer vor Harry werfen” (11.04.2007)
Irak-Training: Prinz Harry rüstet sich für den Krieg (19.03.2007)

Seine Einheit habe Fotos von Harry ausgedruckt und an alle anderen Gruppen verteilt. Sein Rat an den Prinzen: Er sollte “zu Hause bei seinen Freunden bleiben”. Und: “Er sollte zur Kenntnis nehmen, was mit britischen Soldaten in Basra passiert, und anschließend hundertmal nachdenken, bevor er ein Flugzeug in den Irak besteigt.”

Ein hochrangiger britischer Offizier sagte, Harrys bevorstehende Versetzung in den Irak löse Unruhe unter Offizieren aus. Er warnt davor, dass auch alle in der Nähe des Prinzen - insbesondere die Männer unter Harrys Kommando - besonderen Gefahren ausgesetzt seien. Der Offizier beschrieb Harry als “Mutter aller Angriffsziele”. Derzeit sind gut 7000 britische Soldaten im Irak stationiert.

Harry selbst hat darauf bestanden, trotz aller Sicherheitsbedenken im Irak eingesetzt zu werden. Seinen Willen hat er mit den Worten bekundet, er wolle “nicht zu Hause auf dem Arsch sitzen, während meine Jungs draußen für ihr Land kämpfen”.

kaz/dpa

Turkish, Greek military keen to end tensions

Turkish, Greek military keen to end tensions

20/04/2007

THESSALONIKI, Greece — The Turkish and Greek armed forces are eager to overcome tensions over disputed airspace and to strengthen relations, Turkey’s Chief of Staff General Yasar Buyukanit said on Thursday (April 19th), wrapping up a two-day trip to Greece. He added that the only way to resolve outstanding issues would be to create a climate of confidence and stability. Last year, Greek and Turkish fighter planes collided over the Aegean Sea, killing the Greek pilot. Earlier this week, Buyukanit proposed the end of armed military flights over the Aegean.

In other news Thursday, Turkish Prime Minister Recep Tayyip Erdogan said the ruling Justice and Development Party would surprise the public with its presidential candidate, who will be unveiled next week. Analysts say this indicates Erdogan won’t be running, as he is considered the frontrunner for the nomination. (Aksam, Radikal, Milliyet, Vatan - 20/04/07; AP, Naftemporiki, TurkishPress.com - 19/04/07)


Chief of the Hellenic National Defence General Staff Admiral Panagiotis Chinofotis (right) chats with Turkish Chief of General Staff General Yasar Buyukanit during the summit in Thessaloniki, Greece.

Albanien: Ruli, Berisha Criticize State Administration

Ruli, Berisha Criticize State AdministrationTIRANA – Economy, Trade and Energy Minister Genc Ruli and Prime Minister Sali Berisha on Friday criticized the state administration during a national conference on the regulatory reform.Ruli said that “limited progress was noticed in the field of inspection, mainly due to lack of expertise in this field”………Speaker Says No Need to Comment on Reforms’ Success

She told Leigh that the government is committed to carry on with reforms despite the obstacles it en counters on its way TIRANA - The Speaker of Parliament, Jozefina Topalli said that the results achieved from the reforms undertaken by the government are obvious. Topalli met on Friday with European Commission’s General Director for Enlargement Michael Leigh, with parties laying the stress on the reforms carried out in the framework of Albania’s European integration.

http://www.albaniannews.com/

SPIEGEL ONLINE - 18. April 2007, 10:48
URL: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,477914,00.html

SERBIEN

Bordellbesitzer drohen mit Veröffentlichung von Politikernamen

Bordellchefs und Prostituierte in Serbien greifen im Streit um die Legalisierung von Freudenhäusern zu drastischen Mitteln: Sie drohen mit der Veröffentlichung der Namen jener Politiker, die als Kunden in den Bordellen verkehren und für die Dienste der Frauen bezahlen, berichtet eine Zeitung.

Belgrad - In Serbien gebe es mindestens 7000 weibliche und männliche Prostituierte, deren Rechte gesetzlich geregelt werden sollten, sagte der Chef des Verbandes der Nachtlokale, Slavoljub Veljkovic, der Boulevardzeitung “Press”.

Die 130 dem Verband angehörenden Barbesitzer hatten dem Parlament bereits vor zwei Jahren einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt, aber keine Antwort erhalten. Nun kündigten sie eine Protestkundgebung von Prostituierten vor dem Regierungsgebäude in Belgrad an. Führe dies nicht zum Erfolg, sollten die Namen der Freier aus der Politik veröffentlicht werden, sagte Veljkovic.

jto/dpa

Vor 40 Jahren: Militärputsch in Griechenland

21.04.2007    16:51 Uhr
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Vor 40 Jahren: Militärputsch in Griechenland

Das griechische Trauma

Mit den Putschisten vom 21. April 1967 hatte kaum einer gerechnet. Auch nicht damit, dass sie sieben Jahre an der Macht bleiben würden. Die griechischen Obristen waren lächerlich und operettenhaft - aber harmlos waren sie nie.

“Eine Diktatur in Griechenland? Die konnte sich doch kaum 48 Stunden halten.” Sie dauerte sieben Jahre.
Foto: AFP

Im April ist der Frühling schon eine Verführung in Griechenland. Titos Patrikios hatte sich gerade von seiner Frau getrennt. Das war sein Glück. Weil die Häscher unter der falschen Adresse suchten. So konnte ein Freund ihn warnen. Der kam am frühen Morgen, mit einer Milchflasche in der Hand. Die Milch war die Tarnung. Den Soldaten hatte der Freund gesagt, ich bringe die Milch zu einem Kind. Als Patrikios die Tür öffnete, sah er einen Panzer, gleich hinter dem Mann mit der Milch.

Athen, 21.April 1967: Eine Gruppe von Offizieren aus zweiter Reihe hat sich an die Macht geputscht. Die Militärjunta sollte sieben Jahre an der Macht bleiben. Damit hatte keiner gerechnet.

Wer nicht rechtzeitig gewarnt wurde, dem konnte es übel ergehen: “Verhaftet am frühen Morgen…Von etwa 15 bis 20 Schlägern derart geprügelt, dass er eine Viertelstunde brauchte, bevor er die 30 Meter bis zum Polizeiwagen hinter sich hatte.” (Aussage eines Häftlings.)

Wieder April in Athen: Blütenduft lässt sich durch Abgasschwaden ahnen. Der Schriftsteller Titos Patrikios serviert starken Cafe und süßes Halva. Von seinem Balkon aus kann man die Akropolis sehen. Damals, vor 40 Jahren, hat er ganz in der Nähe gewohnt. Titos Patrikios: ausgezeichnet mit dem Griechischen Nationalpreis für Literatur, mitverantwortlich für das Kulturprogramm der Olympischen Spiele 2004, Häftling, Flüchtling, Verbannter.

Jüngst ist sein neues Buch erschienen, auch über die ersten Tage der Militärdiktatur hat er geschrieben. Wie er sich vier Tage nach dem Putsch erstmals aus seinem Versteck wagte, auf den stets belebten und eleganten Kolonaki-Platz ging, dort Bekannte traf, und einer ihn fragte: “Warum bis Du noch nicht verhaftet?”

Danach blieb er nur noch sehr kurz in Athen. Der 39-Jährige floh nach Frankreich, später nach Italien. Wer schon weg war, kam sieben Jahre lang nicht zurück. Wie Melina Mercouri, die Ikone des griechischen Films. Sie hatte im April 1967 ihr Broadway-Debüt. Der April in New York: Das war der Monat der großen Anti-Vietnam-Kriegs-Demonstration, und Jimi Hendrix hatte mit “Hey Joe” seinen ersten Hit.

“Keine Verbindung mit Griechenland”

Für ein Musical über das muntere Leben der Matrosen von Piräus hatten die Kritiker da eher Spott übrig. Die Schauspielerin aber bewahrte es womöglich vor Schlimmerem. “Keine Verbindung mit Griechenland”, notierte sie über die Putschnacht. “Wir machten schwache Versuche, die Sache leichtzunehmen. Eine Diktatur in Griechenland? Die konnte sich doch kaum 48 Stunden halten.” Auch Melina Mercouri irrte.

Vor dem Putsch war Griechenland ein politisch zerrissenes Land. Im Zweiten Weltkrieg hatten Kommunisten wie Konservative den deutschen Besatzern Widerstand geleistet, dann kämpften sie ebenso erbittert gegeneinander. Fast vier Jahre dauerte der Bürgerkrieg. Die Konservativen blieben Sieger, mit Amerikas Hilfe. Das Land sollte, wie auch die Türkei, im Westen verankert werden. Aber die Abwehr eines “inneren Feindes” wurde damit für Jahrzehnte zum griechischen Trauma.

Viele Kommunisten und andere Linke flohen ins Exil oder landeten in den fünfziger Jahren auf sonnenverbrannten Verbannungsinseln, und die Spaltung der Gesellschaft dauerte auch danach fort. Als der liberale Georgios Papandreou, während des Bürgerkriegs Chef einer Exilregierung, 1964 mit seiner neuen Zentrumspartei klar die Wahlen gewann, da hofften viele, die Gräben würden nun zugeschüttet. Ein kultureller Frühling begleitete den Aufbruch.

Für konservative Militärs und den Pa-rakratos, wie Griechen ihren Schattenstaat von demokratiefeindlichen Dunkelmännern nannten, aber war die Papandreou-Regierung ein Trojanisches Pferd der Linken. Und der junge König Konstantin erwies sich als unbedarfter Helfer der Schattengestalten. 1965 entließ er Papandreou und ernannte kurzerhand einen Nachfolger. Danach regierten mehrere konservative Kabinette, meist mit gekauften Abtrünnigen der Papandreou-Partei. Straßenproteste folgten.

Für Mai 1967 waren endlich Neuwahlen angesetzt. Doch Oberst Georgios Papadopoulos, Oberst Nikolaos Makarezos und Brigadegeneral Stylianos Pattakos waren schneller. Wen sie des Widerstands für fähig hielten, ließen sie verhaften, foltern, deportieren. Lange Listen mit “Verdächtigen” waren ohnehin zur Hand.

Internationaler Minirock-Wettbewerb

Patrikios stand auf einer solchen Liste, obwohl er 1967 mit den Kommunisten schon gebrochen hatte. Aber das bewahrte die einstigen Bürgerkriegs-Verbannten nicht vor dem Verfolgungseifer der Junta. Die wollte Griechenland “säubern” und zeigte sich dabei so brutal wie lächerlich. Innenminister Pattakos verbot Bärte und Miniröcke. Als er ausgelacht wurde, verlangte er das Gegenteil: einen internationalen Minirock-Wettbewerb. Operettenhaft wirkten die “Obristen” mit ihren bunten Schärpen über dem Bauch. Aber harmlos waren sie nie. Über politische Gefangene sagte Pattakos: “Wenn sie hingerichtet werden müssen, dann werden sie eben hingerichtet.”

Auch das gehörte zum Reinlichkeitswahn der Junta: Patrikios und viele andere verloren ihre Nationalität. Melina Mercouri erfuhr es am 12. Juli 1967 am Telefon: “Madame Mercouri, der griechische Innenminister hat erklärt, Sie seien eine Feindin des Volkes. Ihr gesamtes Eigentum in Griechenland soll konfisziert werden, und Ihre griechische Staatsbürgerschaft ist Ihnen entzogen worden.”

Es gab Griechen, die duckten sich nur deshalb weg, weil sie um ihre Staatsbürgerschaft fürchteten. Es gab geschmeidige Anpassung, neben geduldigem Widerstand. Und auch im Ausland glaubten nicht wenige der gelenkten griechischen Presse. Als Melina in US-Medien zum Boykott griechischer Ferieninseln aufrief, bekam sie bitterböse Briefe: “Du Hure! Du kommunistische Hure!”. Gezeichnet, mit besten Grüßen von “einer aufrechten Griechisch-Amerikanerin”.

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