Proteste gegen Präsident Gusmao und UN-Truppen
Proteste gegen Präsident Gusmao und UN-Truppen
Tausende Rebellen- Anhänger demonstrieren in der Hauptstadt Dili - Australien rät Botschaftsmitglieder zur Ausreise
Dili - Tausende Rebellenanhänger haben am Montag in Osttimor gegen einen Einsatz internationaler Truppen protestiert, der sich gegen ihren Anführer Alfredo Reinado richtete. Die Demonstranten warfen im Zentrum der Hauptstadt Dili Steine, setzen Autoreifen in Brand und riefen “Lang lebe Alfredo!”. Sie beschimpften Staatspräsident José Alexandre (”Xanana”) Gusmao, der den Einsatz gegen den flüchtigen Rebellenführer angeordnet hatte. UNO-Soldaten versuchten, die Menschenmenge auseinanderzutreiben.
Überfall auf Polizeiwache
Bei der Razzia unter der Führung australischer Einheiten wurden am Samstag vier Menschen getötet, dem Rebellenchef gelang die Flucht. Gusmao hatte nach einem Überfall auf eine Polizeiwache im vergangenen Monat die Festnahme Reinados angeordnet. In Osttimor sind im Rahmen eines UNO-Mandats rund 1000 Polizeikräfte stationiert. Australien und Neuseeland haben zudem rund 900 Soldaten auf die Insel entsandt.
Australien warnt vor neuer Gewalt
Australien riet indessen den Angehörigen seiner Botschaftsmitglieder in Dili am Montag zur Abreise. “Die Sicherheitslage in Osttimor ist sehr unübersichtlich und das Risiko von Unruhen ist hoch”, teilte Außenminister Alexander Downer mit. (APA/Reuters/Red)
Dieser Eintrag wurde am 6.3.2007 um 19:49 verfasst und befindet sich in Welt News Spezial. Sie können alle Antworten zu diesem Eintrag über den Feed RSS 2.0 mitverfolgen. Hinterlassen Sie eine Antwort oder einen Trackback-Link zu Ihrer eigenen Homepage.